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Medien-Zitate April 2019

(Ausgewählt und kommentiert von Gerhard Riegler - Ältere Zitate siehe Archiv!)

Verantwortung statt Aktionismus!

„Ich plädiere an alle Verantwortlichen im Bildungsbereich, gemeinsam den Weg zu einer Verbesserung der österreichischen Schule zu gehen und nicht Reformen um der Reform willen durchzuführen.“
Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, „gymnasium“ (Printmedium der AHS-Gewerkschaft) vom November/Dezember 2018, S. 23

„Nicht einmal Götter“:

„Schule soll jedes Problem unserer Gesellschaft lösen. Produzieren sollen wir eine gerechte Gesellschaft und Olympia-Sieger. Beides ist berechtigt, aber nicht einmal Götter könnten das zur Gänze erfüllen.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Die Presse online am 10. Mai 2016

Wie wahr!

„Wir dürfen die Institution Schule nicht überfordern und ihr nicht die Verantwortung für alles und jeden zuschieben.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, Wiener Zeitung online am 27. April 2019

Extreme Belastung:

„Nach Ansicht vieler Lehrkräfte grassiert geradezu eine permanente ‚Reformitis‘, die die Lehrerinnen und Lehrer vor sich hertreibt und sie nicht zur Ruhe kommen lässt. […] Über 80 % der Lehrkräfte fühlen sich dadurch mittel bis sehr belastet, nahezu die Hälfte sogar sehr.“
Mag. Dr. Jörg Spenger u. a., „Under pressure. Berufsvollzugsprobleme und Belastungen von Lehrpersonen. Eine empirische Studie.“ (2019), S. 49f

Der Nährboden für „Bildungsreformen“:

„Zuerst wird aufgrund höchst zweifelhafter Kriterien und in der Regel plakativ verkürzter Testergebnisse eine Krise des Bildungssystems beschworen, um dann das Mantra der notwendigen Bildungsreform anzustimmen.“
Univ.-Prof. Dr. Konrad Paul Liessmann, „thema GYMNASIUM“ (Zeitschrift der ÖPU Oberösterreich), März 2019, S. 1

Druck auf die Lehrerinnen und Lehrer größer denn je:

„Bildung gilt als Schlüsselkompetenz der Zukunft. Doch noch nie war die Situation an den Schulen schwieriger, der Druck auf die Lehrerinnen und Lehrer größer als heute.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, „Der öffentliche Dienst aktuell“ vom November 2018, S. 8

Konsolidierung der Schulen überfällig:

„Jede weitere mit PISA begründete Reformhektik schadet. Sie verhindert eine nach Jahren der Hektik überfällige Konsolidierung der Schulen, und sie tut am meisten denjenigen jungen Leuten weh, die hinterherhinken.“
Josef Kraus, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands, bildungsklick.de am 6. Dezember 2016

„Bildungskolonialismus“:

„Spätestens seit der Jahrtausendwende haben international agierende Großkonzerne in Kooperation mit internationalen politischen Verbünden und Stiftungen den selbstverständlichen demokratischen Gepflogenheiten ein abruptes Ende bereitet. Sie haben weltweit im Bildungssektor das Heft in die Hand genommen und betreiben einen zuweilen offenen, teilweise auch subtilen ökonomischen Bildungskolonialismus, dem sich anscheinend niemand mehr zu widersetzen vermag.“
Univ.-Prof. Dr. Hans Peter Klein, „Vom Streifenhörnchen zum Nadelstreifen“ (2016), S. 9

Die nicht legitimierte Macht der OECD:

„Weil die OECD selbst sehr genau weiß, dass sie eigentlich keine legitimen Einflussmöglichkeiten auf nationale Bildungspolitik hat, arbeitet sie mit der ‚Naming-and-shaming-Technik‘: Sie stellt ‚PISA-Verlierer‘ an den medialen Pranger und lobt ‚PISA-Gewinner‘. So übt sie starken Druck auf eigentlich souveräne Staaten aus. […] So unterläuft die OECD nationale Verfassungen und nationale Lehrpläne.“
Univ.-Prof. Dr. Jochen Krautz, „ÖkologiePolitik“, Nr. 168 (November 2015), S. 32

Das Ziel der Schule wiederentdecken:

„Im Endeffekt bewirkt Pisa Fehlorientierungen an herabgestuften Zielen, indem es den Blick auf jenes eigentliche Ziel verstellt, dem sich Schule vordergründig widmen sollte: die Förderung von Menschen.“
HR Mag. Dr. Günter Schmid, Vorsitzender der „Bildungsplattform Leistung & Vielfalt“, Der Standard online am 22. Dezember 2016

Kontraproduktive „Reformiererei“:

„Die permanente Reformiererei ist […] irritierend und verunsichernd und oft schlicht kontraproduktiv. Wir brauchen eine Beruhigung.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, Die Presse online am 28. September 2014

Von der OECD-„Bildungspolitik“ intendiert?

„Parents in more advantaged class positions will respond to any expansion or reform of the educational system by using their own superior resources – economic, cultural and social – to whatever extent it takes to help their children retain a competitive edge in the system and in turn in the labour market.“
Univ.-Prof. Dr. John Goldthorpe, The Guardian online am 12. März 2016

Das OECD-Rezept für den Verkauf von Reformen, ungeniert zu Papier gebracht:

„The story needs to be told on how these reforms will impact the quality of teaching and learning in Austrian classrooms.“
OECD (Hrsg.), „Moving towards more school autonomy in Austria“ (2019), S. 25

„Man beraubt Lehrer ihrer Professionalität“:

„Die überwiegende Zahl von Lehrern will ihre Sache gut machen. Mit diesem pädagogischen Ethos wollen die meisten Studenten auch heute noch Lehrer werden. Lehrer wollen ihre Kunst ausüben, Studenten wollen sie lernen. Tatsächlich aber werden Lehrer heute mit allen Mitteln der Manipulation daran gehindert, ihre Sache gemäß den Regeln der pädagogischen und didaktischen Kunst gut zu machen. Man beraubt Lehrer ihrer Professionalität.“
Univ.-Prof. Dr. Jochen Krautz, „Keine Alternative? Schule und Unterricht ohne Formatierung“. In: Krautz u. a. (Hrsg.), „Time for Change?“ (2018), S. 232

Desaströse „Bildungspolitik“:

„Das Vertrauen in die Schule wurde in unserem Land von der Politik seit vielen Jahren untergraben. Statt den Leistungen unseres Schulwesens und seiner LehrerInnen Anerkennung zu zollen – und für Anerkennung hätte es nie an Gründen und Anlässen gemangelt –, stellten die Bildungsministerinnen Österreichs Schule als desaströs hin.“
Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, quintessenzen.at am 17. Februar 2018

Vertrauen und Wertschätzung:

„Finnish officials publicly recognize the value of teachers, and the country’s policies show that they trust teachers‘ professional judgement in schools.“
Univ.-Prof. Dr. Linda Darling-Hammond u. a., „Empowered Educators“ (2017), S. 55

Shanghai:

„Communities and parents trust educational professionals to manage their professional affairs and to educate.“
Dr. Xiaoyan Liang u. a., „How Shanghai Does It“ (2016), Executive Summary

Das Netzwerk des Erfolgs:

„Countries with the highest levels of literacy achievement do not just have highly talented, well-qualified, well-trained teachers, they have teachers who are trusted to make key decisions about what to teach, how to teach, and what materials to use.“
EU-Kommission (Hrsg.), „EU High Level Group of Experts on Literacy. Final Report“ (2012), S. 42

Global Teacher Status Index 2018:

„In this report we are able to show that both high teacher pay and high status are necessary to produce the best academic outcomes for pupils.“
Varkey Foundation (Hrsg.), „Global Teacher Status Index 2018“ (2018), S. 5

Österreichs „Schulpolitik“ hat jahrelang mit dem Kapital der LehrerInnen „gespielt“:

„Trust, defined as the propensity of a population to believe in the trustworthiness of other people whom they do not know personally, is one of the most important ingredients of social capital.“
Dr. Nurullah Gur u. a.„In Public Education Expenditures We Trust: Does Trust Increase Support for Public Education Expenditures?“.
In: „Educational Sciences: Theorie & Practice“ (2015), 15(2), S.378

Höchste Zeit für mehr Seriosität!

„Viel zu lange konnten es sich selbsternannte ExpertInnen, PolitikerInnen und JournalistInnen erlauben, über das österreichische Schulwesen herzuziehen und Dinge zu behaupten, ohne gründlich recherchiert zu haben oder den Wahrheitsbeweis antreten zu müssen.“
Mag. Gudrun Pennitz, designierte ÖPU-Vorsitzende, VCLnews vom Dezember 2018, S. 18

Dank aus dem Mund des Bundespräsidenten:

„Lehrer, meine Damen und Herren, das ist doch einer der wichtigsten, einer der schönsten, aber auch und einer der schwierigsten Berufe. Ich bin dankbar für Ihr großes Engagement, liebe Lehrerinnen und Lehrer, dankbar für Ihren Idealismus, für Ihre Geduld und Ihre Tatkraft und diesen Dank will ich heute doppelt und dreifach unterstreichen.“
Joachim Gauck, Bundespräsident Deutschlands a. D., Ansprache zum Bildungstag der ZEIT-Stiftung, Hamburg am 6. November 2015

Idealismus schätzen, nicht missbrauchen!

„Viele Lehrerinnen und Lehrer wählen den Beruf, weil sie Schülerinnen und Schüler beeinflussen wollen – kaum einer wählt diesen Beruf, um ein Armutsgelübde abzulegen. Wir müssen Lehrkräfte sowohl in der Gesellschaft als auch durch die Entlohnung wertschätzen.“
Univ.-Prof. Dr. Klaus Zierer, news4teachers.de am 30. März 2019

Perversion von Bildung:

„Blickt man genauer hin, muss man erkennen, dass sich unter dem Deckmantel der Kompetenzorientierung eine Grundkonstellation des Erkennens und damit der Bildung glatt in ihr Gegenteil verwandelt hat. In dem Maße, in dem Kompetenzen als formale Fertigkeiten verstanden werden, die an beliebigen Inhalten erworben werden können, konterkariert man die Idee jedes durch Neugier motivierten Erkenntnis- und damit Bildungsprozesses.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, „Was ist und zu welchem Ende erwirbt man gymnasiale Bildung? Die Höhere Schule 250 Jahre nach Humboldt“,
Festvortrag im Rahmen des 58. Internationalen Bodenseetreffens, Bregenz am 1. Oktober 2017

Häppchenbildung:

„Kompetenzorientierung meint die Segmentierung der Lerninhalte in kleine Häppchen. Die sogenannten Bildungsstandards spitzen das noch zu, dort gilt nur noch das als Bildung, was standardisierten Tests zugänglich ist. Es wurde quasi gesagt: Alles, was nicht Häppchen ist, gilt ab sofort nicht mehr als Bildung. Mit Adorno würde man sagen: Hier wurde radikal Halbbildung zu Bildung umetikettiert.“
Univ.-Prof. Dr. Wolfram Meyerhöfer, Rubikon online am 4. April 2019

„Kompetenzorientierte“ Schulbücher:

„Statt eines schrittweisen logischen Aufbaus wird ein wechselndes Potpourri von Themen ausgebreitet, damit die Schüler beständig vor Probleme gestellt werden, die sie ‚selbstgesteuert‘ lösen sollen. Man verwirrt die Schüler und verhindert geradezu gezielt den Aufbau eines strukturierten Verständnisses.“
Univ.-Prof. Dr. Jochen Krautz, „Kompetenzen machen unmündig“ (2015)

„Humankapital“:

„Dieselben Leute, die ständig Bekenntnisse zur Gleichheit, Gerechtigkeit, Kindgemäßheit absondern, betreiben unter Einflüsterung der Wirtschaft und der OECD eine Ökonomisierung gerade der Bildung. Alles an ‚Bildung‘ soll in Quoten und Rankingtabellen messbar, nutzbar, verwertbar sein. Der Mensch wird zum ‚Humankapital‘ und damit verdinglicht. Damit aber wird Bildung zur bloßen Abrichtung.“
Josef Kraus, „50 Jahre Umerziehung“ (2018), S. 122f

„Maschinengleich optimierte Kompetenzgebilde“:

„Unser Wohlstand wird nur von wahrhaft gebildeten jungen Menschen bewahrt werden können, und nicht von maschinengleich optimierten Kompetenzgebilden.“
Mag. Georg Stockinger, stv. Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, FCG/ÖPU, „gymnasium“ (Printmedium der AHS-Gewerkschaft) vom Juli 2018, S. 7

Neugier statt bloßen Funktionierens:

„Hätten wir schon immer die Haltung gehabt, dass Wissen nur dann einen Wert hat, wenn man es anwenden kann, dann säßen wir wahrscheinlich noch in Höhlen. Denn Fortschritt und Wissenschaft sind auf Menschen zurückzuführen, die neugierig waren und denen es nicht in erster Linie darum gegangen war, irgendetwas anzuwenden.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, Die Furche vom 12. September 2014

„Bildung“ à la OECD:

„Die hat schon in den Sechzigerjahren in einem Papier, das mit dem Europarat abgestimmt war, festgestellt: ‚Heute versteht es sich von selbst, dass auch das Erziehungswesen in den Komplex der Wirtschaft gehört, dass es genauso notwendig ist, Menschen für die Wirtschaft vorzubereiten wie Sachgüter und Maschinen. Das Erziehungswesen steht nun gleichwertig neben Autobahnen, Stahlwerken und Kunstdüngerfabriken.‘“
Dr. Matthias Burchardt, Bildungsphilosoph und Vorstandsmitglied der „Gesellschaft für Bildung und Wissen“,
BundeslehrerInnen-Tag 2015 der ÖPU/FCG, Linz am 12. März 2015

Kompetenzorientiert „Gebildete“:

„Sie sollen funktionieren ohne reflektierende Distanz gegenüber dem, was sie tun. Sie operieren mit Gegenständen, ohne zu verstehen, um was es sich dabei handelt.“
Univ.-Prof. Dr. Andreas Gruschka, „Der Bildungs-Rat der Gesellschaft für Bildung und Wissen“ (2015), S. 10

Cui bono?

„Wem dient die geistige Verarmung und kulturelle Entwurzelung ganzer Länder? Wem dient es, Volkswirtschaften zu ruinieren? Den Menschen, ihrer Kultur, der Demokratie und eben auch einer menschwürdigen Wirtschaft sicher nicht.“
Univ.-Prof. Dr. Jochen Krautz, seit 26. Jänner 2019 Präsident der Gesellschaft für Bildung und Wissen (GBW), Der Standard online am 20. Juni 2015

Ent-Standardisierung:

„Eine Verteidigung der Kompetenzorientierung und der Bildungsstandards erscheint mir nicht sinnvoll. Jede Bildungsdebatte muss sich um eine Ent-Standardisierung des Schulsystems bemühen.“
Univ.-Prof. Dr. Wolfram Meyerhöfer, Rubikon online am 4. April 2019

„Kumulation sozialer Risikofaktoren“:

„Ein bildungsferner Hintergrund, ein niedriger sozioökonomischer Status der Familie sowie eine nichtdeutsche Alltagssprache erschweren jeweils für sich genommen den Bildungserfolg. Liegen mehrere dieser Faktoren gleichzeitig vor, so wird von einer Kumulation sozialer Risikofaktoren gesprochen, die einem erfolgreichen Bildungserwerb umso hinderlicher sein können.“
BMBWF (Hrsg.), „Nationaler Bildungsbericht Österreich 2018. Band 1“ (2019), S. 27

Österreich:

„Die Eltern von 6 % der Kinder haben maximal Pflichtschulabschluss. Dieser Anteil an Kindern aus bildungsfernen Elternhäusern ist unter Migrantinnen und Migranten mit 19 % deutlich erhöht, bei Einheimischen und bei Zuwanderern aus Deutschland beträgt dieser Anteil nur 3 % bzw. 4 %.“
BMBWF (Hrsg.), „Nationaler Bildungsbericht Österreich 2018. Band 1“ (2019), S. 27

„Höchst problematisch“:

„Der geringe Anteil von Jugendlichen mit Migrationshintergrund in der Lehrlingsausbildung ist sowohl aus bildungs- und integrationspolitischer Perspektive als auch aus der Perspektive der Sicherung des Fachkräftenachwuchses höchst problematisch zu bewerten.“
ibw (Hrsg.), „Lehrlingsausbildung im Überblick 2015“ (2015), S. 43

Bayern einmal mehr Nr. 1:

„In vielen Bundesländern werden im beruflichen Bildungssystem verschiedene Modelle zur Integration von Flüchtlingen durchgeführt. Im Bildungsmonitor 2016 erreicht Bayern im Handlungsfeld ‚Berufliche Bildung‘ den Bestwert.“
Institut der deutschen Wirtschaft Köln (Hrsg.), „Bildungsmonitor 2016“ (2016), S. 112

Unerreichbare Eltern:

„School heads perceive less parental involvement in schools where a smaller percentage of students speak the language of instruction at home. This is the case in Belgium (Flemish Community), Bulgaria, Germany, Spain and Austria (all with statistically significant differences).“
EU-Kommission (Hrsg.), „Integrating Students from Migrant Backgrounds into Schools in Europe“ (2019), S. 47

Arbeitslosenquote von Frauen mit Migrationshintergrund (Stand 2017):

„Mit 21,6% war die Arbeitslosenquote unter Türkinnen hoch, besonders auffällig war aber die Arbeitslosenquote unter Frauen aus Syrien/Afghanistan/Irak mit 66,6%.“
ÖIF (Hrsg.), „Frauen. Zahlen, Daten und Fakten zu Migration & Integration 2018“ (2019), S. 41

Woran das Miteinander oft scheitert:

„Oft fehlt die Brücke zwischen der Schule und der Familie. Dafür ist Sprache nicht der einzige Grund. Es gibt ja auch noch kulturelle Hürden und es gibt Desinteresse und es gibt Unsicherheit.“
Joachim Gauck, Bundespräsident Deutschlands a. D., Ansprache zum Bildungstag der ZEIT-Stiftung, Hamburg am 6. November 2015

Nordamerika versus EU:

„The majority of low-educated migrants lives in Europe (56 %), mostly in the EU15 (47 %), highlighting the fact that Europe tends to be more attractive for low-educated migrants, whereas North America is more attractive (or selective) for high-educated ones.“
Dr. Anda David u. a., „A descriptive analysis of immigration to and emigration from the EU: Where does the EU stand within OECD?“ (2016), S. 19

Einwanderungsland USA:

„Von allen hochgebildeten Migranten aus Drittstaaten leben weniger als ein Drittel (31 Prozent) in der EU und mehr als die Hälfte (57 Prozent) in den Vereinigten Staaten.“
Frankfurter Allgemeine Zeitung online am 7. Juni 2016

Luxemburg:

„Immigrants tend to be highly educated and 45.7 % of adult immigrants have a tertiary degree. Due to the high proportion of highly skilled migrants, the employment rate among immigrants (75.1 %) is higher than across the EU (71.6 %) and even than the native-born population (66.7 %).“
EU-Kommission (Hrsg.), „Education and Training Monitor 2016 – Country analysis“ (2016), S. 183

Hunderte bildungswissenschaftliche Zitate zu Migration und Integration sind auf www.bildungswissenschaft.at unter http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/zitate-m-bis-p/migration nachzulesen.


„Zentrale und wichtige Säule unseres Schulsystems“:

„Das differenzierte Schulwesen ist eine zentrale und wichtige Säule unseres Schulsystems. Wir müssen unseren Kindern die bestmöglichen Bedingungen für ihre Entwicklung bieten. Nur in einem Umfeld, in dem sie sich wohlfühlen, werden sie ihre bestmöglichen Leistungen abrufen können. Die Schüler sollen nach ihren Begabungen und Fähigkeiten gefördert und gefordert werden.“
Mag. Iris Fries, regionalinfo24.at am 28. März 2019

Eders Diffamierung der AHS als „Sackgasse“ persönlicher Frustabbau über das Scheitern der eigenen Ideologie:

„Die AHS-Matura als Sackgasse zu bezeichnen, ist nicht nur unseriös, sondern zeugt auch von großem ideologischem Frust, der hier abgeladen wurde. Es ist allgemein bekannt, dass der Studienautor Ferdinand Eder, der diese Behauptung im Rahmen der Präsentation des Nationalen Bildungsberichts aufstellte, immer schon für die Gesamtschule eingetreten ist und denjenigen PolitikerInnen, die deren Einführung zum Glück erfolglos vorantrieben, Flankenschutz geboten hat.“
Mag. Gudrun Pennitz, designierte Vorsitzende der ÖPU, Leserbrief an die Kleine Zeitung, 28. März 2019

Von Englands und Frankreichs Gesamtschulerfahrungen lernen!

„Das Gegenteil dessen, was Österreichs Schulpolitik der Bevölkerung als Konsequenz eines staatlichen Gesamtschulwesens verkaufen wollte, ist in Europas traditionsreichen Gesamtschulstaaten Wirklichkeit. Das gesteht inzwischen auch die OECD ein.“
Mag. Gerhard Riegler, „gymnasium“ (Printmedium der AHS-Gewerkschaft) vom März/April 2019, S. 19

In einer OECD-Publikation nachzulesen:

„The performance of the best students at the end of primary education decreases during secondary education if they are not immediately placed in homogenous pre-university education (VWO) classrooms or gymnasium schools.“
OECD (Hrsg.), „Netherlands 2016 – Foundations for the Future“ (2016), S. 86

Niederlande:

„At the end of primary school, students are selected into one of the education tracks offering practical training, pre-vocational, general and pre-university secondary education.“
OECD (Hrsg.), „PISA 2015 Results (Volume II): Policies and Practices for Successful Schools (2016), S. 174

Hollands ausgeprägte Leistungsdifferenzierung fördert NICHT sozioökonomische Segregation:

„The low academic inclusion in the Netherlands is not associated with greater socio-economic segregation of students across schools.“
OECD (Hrsg.), „PISA 2015 Results (Volume II): Policies and Practices for Successful Schools (2016), S. 173

MOST school systems:

Most school systems aim to improve the effectiveness of teaching by sorting students into relatively homogeneous groups according to their level of achievement.“
OECD (Hrsg.), „Equations and Inequalities“ (2016), S. 90

Evidenz aus den USA:

„States where tracking is less prevalent tend to have a smaller proportion of high scorers.“
Brown Center (Hrsg.), „How well are American Students Learning?“ (2016), S. 23

Gescheiterte Strategien nicht immer wieder von Neuem an unschuldigen Kindern versuchen!

„Einheitsschulen, Ganztagsschulen, individuelle Förderung, längeres gemeinsames Lernen – alle diese Maßnahmen erzeugen keine ‚Bildungsgerechtigkeit‘ (der Begriff gehört eingemottet). Wollen wir immer wieder mit längst gescheiterten Strategien aufs Neue scheitern? Es ist Zeit, sämtliche Tabus zu brechen.“
Univ.-Prof. Dr. Rainer Dollase, „Gymnasium Baden-Württemberg“, Nr. 3-4/2019, S. 26

Menschenwürde, Wertschätzung und Anerkennung statt „Gleichheit“:

„In der politischen Philosophie wird seit einiger Zeit die Frage diskutiert, ob Gleichheit überhaupt ein relevantes Kriterium für Gerechtigkeit sein kann. So bestreitet Harry Frankfurt, dass Gleichheit um ihrer selbst willen von moralischer Bedeutung ist. Gleichheit und Ungleichheit spielen zwar weiterhin eine Rolle, rücken aber an die zweite Stelle. An erster Stelle stehen Konzepte wie Menschenwürde, Wertschätzung und Anerkennung. Wie Avishai Margalit in seiner ‚Politik der Würde‘ ausführt, ist Ungleichheit nicht per se verwerflich, sondern nur, wenn sie mit Erniedrigung, Missachtung und Entwürdigung verbunden ist.“
Univ.-Prof. Dr. Walter Herzog, Neue Zürcher Zeitung online am 29. März 2019

Hunderte bildungswissenschaftliche Aussagen über den hohen Wert der Differenzierung sind auf www.bildungswissenschaft.at unter http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/zitate-g-bis-j/gesamtschule-differenzierung nachzulesen.


Anteil der 11- bis 15-Jährigen, die nach eigener Angabe in den letzten Monaten mindestens zweimal in der Schule Opfer von „bullying“ waren (Stand 2013/14)

Niederlande:
Deutschland:
Finnland:
EU-Durchschnitt:
Frankreich:
England:
Österreich:
22 %
23 %
28 %
28 %
29 %
32 %
36 %
OECD (Hrsg.), „Health at a Glance: Europe 2018“ (2018), Figure 1.10.

Mobbing allgegenwärtig:

„Wir leben in einer Zeit, in der jeder der Coolste, Schönste oder Tollste sein will. Das macht Druck. Ein Weg, sich selbst zu stärken, ist, andere schlechter darzustellen. […] Es trifft oft Kinder, die vielleicht etwas anders aussehen, sich ein bisschen schwerer tun, vielleicht etwas dicker sind, etwas anderes anziehen oder anders sprechen. […] Es spielt sich wirklich in allen Klassen in Österreich ab, beginnend bei der Volksschule. Cybermobbing ist Standardthema.“
Dr. Ursula Gottweis, Psychotherapeutin, NEWS online am 25. Februar 2019

„Eine zunehmend seltenere Erfahrung“:

„Dass auf ein regelverletzendes Verhalten eine spürbare Konsequenz erfolgt, wird für viele junge Menschen heutzutage eine zunehmend seltenere Erfahrung.“
Axel Becker, „Die Toleranzfalle“ (2016), S. 50

Die pädagogische Mitte entdecken!

„Zwischen Hilflosigkeit gegenüber Schüleraggression und dem düsteren Karzer vergangener Epochen müsste es doch Möglichkeiten geben, Missetäterinnen und Missetäter spüren zu lassen, dass Fehlverhalten nicht akzeptiert wird und Konsequenzen nach sich zieht!“
Mag. Gudrun Pennitz, designierte ÖPU-Vorsitzende, „thema GYMNASIUM“ (Zeitschrift der ÖPU Oberösterreich), März 2019, S. 3

Die 5 OECD-Staaten, in denen die meisten SchuldirektorInnen physische und psychische Gewalt unter SchülerInnen als Hindernis für den Unterrichtserfolg wahrnehmen (Stand 2015)

  1. Niederlande
  2. Belgien
  3. Finnland
  4. Deutschland
  5. Österreich
OECD (Hrsg.), „PISA 2015 Results (Volume II): Policies and Practices for Successful Schools (2016), Table II.3.12

Die Wahrheit hinter den Fassaden des Schönredens:

„Immer stärker sind die erzieherischen Voraussetzungen erst zu legen, damit Unterricht überhaupt stattfinden kann. Dass in der Folge das erreichbare fachliche Niveau zunehmend sinkt, will zwar in der Bildungspolitik niemand zugeben, ist aber unübersehbar.“
Univ.-Prof. Dr. Jochen Krautz, Präsident der Gesellschaft für Bildung und Wissen (GBW), „lehrer nrw“, 2/2019, S. 15f

Startvorteil der Mädchen:

„Boys get roughly the same academic return to social and behavioral skills as their female peers, but girls begin school with more advanced social and behavioral skills and their skill advantage grows over time.“
Univ.-Prof. Dr. Thomas A. DiPrete u. a., „Social and behavioral skills and the gender gap in early educational achievement“ (2011)

Bildung ist mehr:

„Zwei nicht-kognitive Persönlichkeitsmerkmale, die auf den späteren Lebenserfolg (Beruf, Partnerschaft etc.) und die optimale Potenzialentfaltung nachweislich wesentlichen Einfluss haben, sind Selbstkontrolle und Durchhaltevermögen.“
Mag. Florian Schmid. In: özbf (Hrsg.), „begabt & exzellent“, Ausgabe 2, 2018, S. 5

„Non-cognitive skills“ hochrelevant:

„Non-cognitive skills such as patience, self-control and conscientiousness, and preference parameters such as attitudes towards risk have been shown to be highly predictive of outcomes ranging from educational attainment, occupational and financial success to criminal activity and health outcomes. […] In fact, the predictive power of non-cognitive skills appears to rival that of cognitive skills.“
Univ.-Prof. Dr. Sule Alan u. a., „Ever Failed, Try Again, Succeed Better“ (2016), S. 2

Schluss mit dem Verdrängen!

„Das Problem Aggression von Schülern gegenüber Lehrern wird noch viel zu oft tabuisiert.“
Gerhard Seier, Vorsitzender der GÖD Tirol, Tiroler Tageszeitung online am 17. März 2019

„Accountability“ kostet Bildung:

„Over the last few decades, the proportion of students receiving arts education has shrunk drastically. This trend is primarily attributable to the expansion of standardized-test-based accountability, which has pressured schools to focus resources on tested subjects. As the saying goes, what gets measured gets done.“
www.brookings.edu am 12. Februar 2019

Dramatischer Kollateralschaden:

„Dass mit PISA verschärft über Bildung debattiert wurde, mag ja gut gewesen sein. Aber der Kollateralschaden der Fixierung auf PISA war eine dramatische Verarmung des Bildungsverständnisses. Bildung oder das, was man dafür halten soll, wurde auf das Messbare und auf das hohle Geschwafel um Kompetenzen reduziert.“
Josef Kraus, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands, „Das Gymnasium in Bayern“ vom Juli/August 2017, S. 15

Mündigkeit des Individuums:

„Alle Kenntnisse, alle Fähigkeiten, die im Zuge eines Bildungsprozesses angeeignet, erworben, geübt und weiterentwickelt werden, dienen nicht nur der Eingliederung eines Menschen in eine vorgegebene Welt, sondern sind auch Vorbedingung für die Formung einer mündigen Person.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, Neue Zürcher Zeitung online am 16. Oktober 2017

Verzicht auf externes Evaluieren:

„Finns want to avoid the disadvantages often associated with external standardised testing – narrowing of the curriculum, teaching to the test, and unhealthy competition among schools.“
OECD (Hrsg.), „Lessons from PISA for Korea“ (2014), S. 175

Vertrauen statt Druck von oben:

„Wir sollten uns beim Testen an Finnland orientieren. […] Dort vertraut man im Gegensatz zu anderen Ländern den LehrerInnen und ihrer Expertise und erreicht auf diesem Weg offensichtlich mehr, als andere durch Testdruck erzwingen wollen.“
Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, „gymnasium“ (Printmedium der AHS-Gewerkschaft) vom November/Dezember 2018, S. 7

„Pressure to succeed in a narrow range of subjects”:

„The need to judge the success or failure of educational policy through standardised evidence has led to a focus on measuring 'outcomes' through testing. […] It is rare that other subjects are accorded equal importance in policy discussions, or that goals such as personal fulfilment and wellbeing are valued. As a result, schools put children under pressure to succeed in a narrow range of subjects, while either overtly or implicitly labelling them as successes or failures during the process. Meanwhile activities that can foster the development of personality and counterbalance stress, such as sport, music, dance and art, are squeezed.“
Eurydice (Hrsg.), „Focus on: Mental Health in education: an unspoken issue of our age“, 19. Dezember 2017

PISA-Illusionen zerplatzt:

„Inzwischen sind zumindest die großen Hoffnungen, die die Politik parteienübergreifend auf PISA gesetzt hat, enttäuscht. Ich möchte nur darauf hinweisen, dass inzwischen alle Universitäten aller Bundesländer Brückenkurse für die Abiturienten anbieten müssen – weil ein geordneter Lehrbetrieb in den Anfangssemestern gar nicht mehr stattfinden kann. PISA hat Schule hinsichtlich der Leistungsfähigkeit der Absolventen offensichtlich nicht zu verbessern geholfen.“
Univ.-Prof. Dr. Volker Ladenthin, „Warum Demokratie ohne Bildung nicht demokratisch ist – und Bildung ohne Demokratie nicht gut geht“.
In: Krautz u. a. (Hrsg.), „Time for Change?“ (2018), S. 180

Fatale Verengung:

„Durch diese Reduktion auf nur drei Kompetenzen geht genau das an Bildung verloren, was eigentlich das Wesen von Bildung ausmachte, nämlich die Vielfalt, die unterschiedlichsten Dimensionen des Lebens, die unterschiedlichsten Dimensionen von Kultur und Gesellschaft, die unterschiedlichsten Formen von Weltaneignung, Weltverständnis und Selbstverständnis, die immer im Fokus von Bildungskonzepten und Bildungsanstrengungen gestanden sind.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, Bundeslehrertag 2019 der ÖPU Oberösterreich, 27. März 2019

Personalität, Freiheit und Selbstbestimmung:

„Change-Management strebt nicht einfach eine andere Form der Erreichung der tradierten Ziele von Bildung und Erziehung an, sondern es negiert und unterläuft deren Grundlagen, nämlich Personalität, Freiheit und Selbstbestimmung in Verantwortung.“
Univ.-Prof. Dr. Jochen Krautz, „Keine Alternative? Schule und Unterricht ohne Formatierung“. In: Krautz u. a. (Hrsg.), „Time for Change?“ (2018), S. 226

Bildungsreformen VOR ihrer Einführung auf Qualität prüfen!

„Der Glaube, dass Reformen des Bildungs- und Unterrichtssystems immer Verbesserungen darstellen, muss endlich abserviert werden.“
Univ.-Prof. Dr. Rainer Dollase, „Profil“ (Zeitung des dphv) vom Mai 2018, S. 40

Schulwesen braucht und verdient mehr Ressourcen:

„Wer Österreichs öffentlichem Schulwesen die notwendigen Ressourcen verweigert, zwingt es in die Knie. Jene Eltern, die es sich leisten können, werden für ihre Kinder dann andere Wege finden und für einen Schulplatz mehr zahlen, als andere verdienen. Eine solche Entwicklung möge Bildungskonzernen wie Pearson oder der Wirtschaftskammer gefallen, für mich wäre sie eine Horrorvision.“
Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, „gymnasium“ (Printmedium der AHS-Gewerkschaft) vom November/Dezember 2018, S. 3

Ressourcen statt Privatisierung!

„Mehr Ressourcen, vor allem auch fürs Gymnasium, müssen endlich her, denn in vielen Ländern lautet die Alternative zu einem stiefmütterlich behandelten öffentlichen Schulwesen schlicht Privatschule.“
Mag. Gudrun Pennitz, designierte ÖPU-Vorsitzende, „thema GYMNASIUM“ (Zeitschrift der ÖPU Oberösterreich), März 2019, S. 3

Eine Frage der Priorität:

„Die Ausgaben für Bildung in % des BIP sind ein Maß für die Priorität, die dem Bildungswesen im Rahmen der Ressourcenverteilung zukommt.“
Statistik Austria (Hrsg.), „Bildung in Zahlen 2016/17. Schlüsselindikatoren und Analysen“ (2018), S. 122

Wo Bildung der Politik fast doppelt so viel wert ist:

„Der ‚Tigerstaat‘ Singapur, der innerhalb weniger Jahrzehnte den Sprung vom Entwicklungs- zum reichen Industrieland geschafft hat, lässt sich die Bildung einiges kosten. Fast 20 Prozent des staatlichen Budgets fließen in den Sektor. Zum Vergleich: In Österreich sind es etwa elf Prozent.“
Der Standard online am 30. August 2018

Erfolgsgeschichten durch Bildungsanstrengungen:

„Die größten Erfolgsgeschichten durch Bildungsanstrengungen schreiben ostasiatische Staaten wie China, Südkorea und vor allem der Stadtstaat Singapur. Die frühere britische Kolonie ist mittlerweile Bildungsnation Nummer eins in der Welt. Dabei war Singapur zu Beginn der staatlichen Unabhängigkeit ein bettelarmes Land. […] Singapur gibt seit 2000 konstant zwischen 17 und 20 Prozent seines Staatshaushaltes für Bildung aus. In Deutschland und Österreich sind es seit Anfang der 1990er Jahre nur zwischen neun und elf Prozent.“
Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung (Hrsg.), Pressemeldung vom 19. Juli 2018

Vietnam:

„The Government holds that education is a priority national policy and strongly believes that investing in education is indeed investing in future development.“
Nguyen Van Tuan u. a., „Talent Support in Vietnamese Education“. In: Győri, „International horizons of talent support II.
Best practices within and without the European Union II“ (2012), S. 191

„To invest in education”:

„The history of several countries (e.g. Finland, Singapore, Japan) has shown that the only means to overcome a crisis, economic difficulties, is to invest in education, in the most efficient development of the talented.“
Dr. Andrea Frank u. a., „Freedom and Creativity – Programmes of the Israel Center for Excellence through Education“.
In: Győri, „International horizons of talent support II. Best practices within and without the European Union II“ (2012), S. 85

„Putting youth on promising career tracks“:

„Investment in human capital is a key factor in facilitating transitions from school to work and putting youth on promising career tracks.“
Dr. Glenda Quintini u. a., „Same Same but Different: School-to-work Transitions in Emerging and Advanced Economies“ (2014), S. 24

Endlich einmal eine zweckdienliche Reform!

„Fast unvorstellbar, was Österreichs Schule zusätzlich leisten könnte, würden ihr die Ressourcen zur Verfügung gestellt, die Englands Schulwesen zur Verfügung stehen, nämlich ein um mehr als die Hälfte größerer Anteil am Bruttoinlandsprodukt. DIESES Experiment wäre Österreichs Jugend zu vergönnen. DIESE Bildungsreform würde ich gerne erleben.“
Mag. Gerhard Riegler, „gymnasium“ (Printmedium der AHS-Gewerkschaft) vom März/April 2019, S. 20

Sparen auf Kosten der Jugend beenden!

„Um eine Erhöhung des Budgets für die Schulen werden wir nicht herumkommen, wenn wir die Chancen für unsere Jugend nicht verschlechtern wollen.“
Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, „gymnasium“ (Printmedium der AHS-Gewerkschaft) vom März/April 2019, S. 7

Zahlreiche bildungswissenschaftliche Zitate zur Finanzierung des Bildungswesens auf www.bildungswissenschaft.at unter http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/zitate-a-bis-c/bildungsinvestitionen.


Ergänzung, nicht Ersatz:

„Wann immer es um Pädagogik geht, ist – solange wir Menschen als Menschen behandeln und nicht als Maschinen – die Investition in Menschen einer technisch zwar interessanten, pädagogisch aber wenig sinnvollen Investition vorzuziehen. Technik hat dem Menschen zu dienen. Virtual-Reality-Welten dürfen die reale Welt nicht ersetzen; sie sind dazu nicht geeignet. Sie können diese nur ergänzen.“
Univ.-Prof. Dr. Klaus Zierer, Süddeutsche Zeitung online am 28. Jänner 2019

Auf die Qualität kommt es an:

„Ich halte nichts davon, das Medium in den Vordergrund zu schieben und zu sagen, der Unterricht muss jetzt digital ablaufen. Der Unterricht muss zuerst und vor allem fachlich gut sein, und wenn digitale Medien einen guten Beitrag dazu leisten können, kann man das ja machen. Ich habe nur Sorge, dass gegenwärtig im politischen Diskurs angenommen wird, der Unterricht wird grundsätzlich besser, wenn wir ihn digital gestalten. Das glaube ich nicht.“
Univ.-Prof. Dr. Christian Thein, Standard online am 2. April 2019

 

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Österreichs Lehrerinnen und Lehrer von Politik und Gesellschaft alleingelassen:

„Die Einzelkämpfer im Klassenzimmer rufen seit vielen Jahren vergeblich nach Unterstützung durch Beratungslehrer, Sozialarbeiter und Psychologen. Sie sollten sie bekommen und zudem von uns allen im Schulalltag weniger alleingelassen werden.“
Mag. Helmut Schliesselberger, Salzburger Nachrichten online am 11. Mai 2019

LehrerInnen verdienen höchste Wertschätzung:

„‚Wegen des Geldes‘ wird man nicht LehrerIn, wegen der tollen ‚Work-Life-Balance‘ wohl auch nicht. 50 bis 80 Stunden pro Woche für die Schule zu arbeiten, empfinden viele von uns als ganz normal.“
Mag. Gudrun Pennitz, designierte ÖPU-Vorsitzende, ÖPU-Nachrichten vom Juni 2019, S. 6

Absage an den Wiener Bildungsdirektor Himmer:

„Zwischen dem Aussprechen von Verboten und dem Schulverweis als letzter Maßnahme müsse es noch andere Möglichkeiten geben, auf Gewalt zu reagieren. ‚Die Rolle des Lehrers zu schwächen, ist der falsche Weg.‘“
Maria Hutter, Bildungslandesrätin Salzburgs, Salzburger Nachrichten online am 6. Juni 2019 

Elternhaus erste und wichtigste Bildungsinstitution:

„Kein Schulwesen der Welt kann ausgleichen, was Eltern ihren Kindern, warum auch immer, schuldig bleiben. Keine Schule kann so schlecht sein, um zu zerstören, was Eltern als erste und wichtigste LehrerInnen aufgebaut haben. Diese große Verantwortung sollte jungen Menschen, die ein Kind in die Welt setzen, bewusst sein. Diese große Verantwortung sollte möglichst allen bewusst gemacht werden!“
Mag. Gudrun Pennitz, designierte ÖPU-Vorsitzende, VCLnews vom Juni 2019, S. 11

„Immenser Stressfaktor“:

„Verhaltensauffälligkeiten von SchülerInnen UND Eltern nehmen nicht nur zu, sondern Dimensionen an, die zu einem immensen Stressfaktor geworden sind. Es ist das Gefühl, damit allein gelassen zu sein, das so viele Betroffene davon abhält, darüber zu sprechen und sich selbstverständlich Unterstützung bei Vorgesetzten zu holen.“
Mag. Gudrun Pennitz, designierte ÖPU-Vorsitzende, ÖPU-Nachrichten vom Juni 2019, S. 7

Schule braucht Unterstützung:

„Schulinterne Verhaltensvereinbarungen, Gespräche in der Direktion und die bloße ‚Androhung eines Ausschlusses‘ sind dort zahnlos, wo jemand seine Mitmenschen bewusst psychisch oder physisch schädigen will. Für solche Extremfälle braucht es daher spürbare Konsequenzen (von Wiedergutmachung bis zum Verlust des Schulplatzes) und eine besonders enge Kooperation zwischen Elternhaus und Schule, notfalls unter Einbindung des Jugendamtes.“
Dir. Mag. Isabella Zins, Bundesvorsitzende der AHS-DirektorInnen und stv. Vorsitzende der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“, VCLnews vom Juni 2019, S. 21

Folgen politischer Ignoranz:

„Die in der Gesellschaft zunehmende Gewaltbereitschaft wird auch in die Schulen hineingetragen. Vielfach trauen sich Lehrer nicht, über undiszipliniertes, respektloses und entwürdigendes Verhalten der Schüler zu berichten. Man schaut zu lange weg, kehrt die Probleme unter den Teppich und sucht den Grund für das Fehlverhalten der Schüler oft beim Lehrer.“
MMMag. Gertraud Salzmann, Bundesobfrau der VCL und Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft, VCLnews vom Juni 2019, S. 5

Interventionsinstrumente nötig:

„Pünktlichkeit, das Einhalten von Terminen und eine ernsthafte Arbeitshaltung sollten als Selbstverständlichkeit vorausgesetzt werden. Und wenn dem nicht so ist, müssen wir den Lehrenden Instrumente in die Hand geben, die dies zu erreichen versuchen.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, VCLnews vom Juni 2019, S. 9

„Under pressure“ (Lehrerbelastungsstudie 2019):

„Fast jeder zweite Lehrer in Wien und Niederösterreich leidet darunter, dass es zu wenig Sanktionsmöglichkeiten für undisziplinierte Schüler gibt.“
Niederösterreichische Nachrichten online am 14. Mai 2019

Schluss mit dem Sparen an der Schule!

„‚Wenn ein Schüler suspendiert wird, sitzt er nur drei Wochen zu Hause. In einer Timeout-Klasse wird mit ihm gearbeitet.‘ Für diese Aufgabe brauche es aber eben auch speziell geschultes Personal. Zusätzlich.“
Dir. Mag. Isabella Zins, Bundesvorsitzende der AHS-DirektorInnen und stv. Vorsitzende der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“, Der Standard online am 16. Mai 2019

Wertschätzung und Vertrauen!

„Unseren Lehrerinnen und Lehrern, die tagtäglich in den Schulklassen stehen und in den heterogenen Klassen vor großen Herausforderungen stehen, müssen wir wieder viel mehr Wertschätzung und viel mehr Vertrauen entgegenbringen.“
NR-Abg. MMMag. Gertraud Salzmann, Bundesobfrau der VCL und Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft, Nationalratssitzung vom 15. Mai 2019

Kein Platz für Gewalt!

„Psychische und physische Gewalt darf an unseren Schulen keinen Platz haben. […] Ein Verhalten, das andere schikaniert, entwürdigt, darf nicht hingenommen werden.“
NR-Abg. MMMag. Gertraud Salzmann, Bundesobfrau der VCL und Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft, Nationalratssitzung vom 15. Mai 2019

Ein schlimmes Jahrzehnt „Schulpolitik“ beenden!

„Ganz wichtig wäre das Unterstützungspersonal. Es hat im Jahr 2008 Österreich auch an der TALIS-Studie teilgenommen. Da wurden die Rahmenbedingungen für Lehrkräfte untersucht. Da ist Österreich wirklich als Schlusslicht dagestanden. Und dann sind wir aus der Studie ausgestiegen. […] Da wird man auf jeden Fall ansetzen müssen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das kostenneutral funktioniert.
Dir. Mag. Isabella Zins, Bundesvorsitzende der AHS-DirektorInnen und stv. Vorsitzende der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“, Ö1-Morgenjournal vom 14. Mai 2019 

Riesiger Rückstand bei den Rahmenbedingungen:

„‚Das Verhältnis von Lehrkräften zu pädagogisch-unterstützendem Personal beträgt 29:1 und jenes von Lehrkräften zu administrativem Personal 25:1.‘ Im Vergleich dazu kommt etwa in Dänemark auf zehn Lehrpersonen eine Supportstelle. Der OECD/EU-Schnitt liegt bei 16:1. Würde sich Österreich an diesem orientieren, so müssten hierzulande an die 13.500 zusätzliche Posten im Schulsupport geschaffen werden, wiederholt Kimberger eine langjährige Gewerkschaftsforderung.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Der Standard online am 24. April 2019

Keine Toleranz gegenüber Gewalt!

„Für gewalttätiges Verhalten in der Schule darf es keine Toleranz geben.“
Mag. Elisabeth Rosenberger, Präsidentin des Bundeselternverbands (BEV), Presseaussendung vom 13. Mai 2019 

Pädagogische Interventionsmittel notwendig:

„Wenn die Gespräche mit Lehrkräften, Klassenvorstand, Eltern, Direktion nichts nützen, dann gibt’s im Moment wirklich nur Zahnloses. […] Wenn man gesehen hat, wie diese Schüler agieren, dann hat man das Gefühl: Die wissen, es passiert ihnen nichts. Die fühlen sich so sicher in ihrem Verhalten, dass sie tun und lassen können, was sie wollen. Da braucht die Schule auf jeden Fall stärkere Maßnahmen.“
Dir. Mag. Isabella Zins, Bundesvorsitzende der AHS-DirektorInnen und stv. Vorsitzende der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“, Ö1-Morgenjournal vom 14. Mai 2019

Der Gewalt keinen Nährboden!

„Zwar handle es sich um eine Minderheit, die Lehrer terrorisiere, trotzdem müsse mit voller Stärke durchgegriffen werden. Auch der Rechtsstaat sei bei derartigen Übergriffen gefragt. ‚Gewalt in der Schule – egal von welcher Seite – müssen wir unterbinden. Sonst ist es in zehn Jahren kein Schulproblem, sondern ein gesellschaftliches Problem.‘“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Kurier online am 6. Mai 2019

857 „Einzelfälle“ …

„Laut Ministerium gab es vergangenes Schuljahr österreichweit 857 Polizeieinsätze an Schulen – die meisten in Wien und die meisten wegen Konflikten unter Schülern.“
Die Presse online am 7. Mai 2019

Leider viel zu lang:

„Schon lang gehört Lehrer-Bashing zum guten Ton. Dabei wird völlig vergessen, dass das stetig sinkende gesellschaftliche Ansehen der Lehrer für Österreich zunehmend zum Problem wird. Das macht sich in den Klassenzimmern bemerkbar, wenn Schüler ihren Lehrern keinen Funken Respekt mehr entgegenbringen, weil die Eltern in den Gesprächen zu Hause aus ihrer Ablehnung gegenüber den Pädagogen kein Geheimnis machen.“
Mag. Julia Neuhauser, Die Presse online am 30. Juni 2016

Offen und ehrlich gefragt:

„Wer übernimmt die Verantwortung für all den Kram, den wir in den letzten Jahren ausbaden mussten?“
Dr. Matthias Burchardt, Bildungsphilosoph, GBW-Tagung „Time for Change? Teil II: Im Hamsterrad. Schule zwischen Überlastung und Anpassungsdruck“, Bergische Universität Wuppertal am 4. Mai 2019