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Medien-Zitate März 2019

(Ausgewählt und kommentiert von Gerhard Riegler - Ältere Zitate siehe Archiv!)

Metastudie über digitale Medien im mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterricht der Sekundarstufe:

„In der Metastudie zeigt sich, dass der positive Einfluss der digitalen Unterrichtsmedien auf die Leistung der Schülerinnen und Schüler höher ist, wenn neben digitalen Medien zusätzlich traditionelles Material verwendet wurde.“
Delia Hillmayr M.Sc. u. a., „Digitale Medien im mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterricht der Sekundarstufe“ (2017), S. 11

Was von ehemaligen Finnlandfans kaum erwähnt wird:

„Finland […] has the lowest proportion of teachers using information and communication technologies (ICT) for students’ projects or class work (18 %) of all EU countries.“
EU-Kommission (Hrsg.), „Education and Training Monitor 2014 – Finland“ (2014), S. 4

Goldener Mittelweg:

„Der Einsatz technologischer, vor allem digitaler Instrumente löst nicht unsere Herausforderung im Bildungssystem. Ich sage aber auch: Es hat keinen Sinn, in der Schule künstlich einen digitalfreien Raum zu schaffen, wenn rundherum die Geräte das Leben der Kinder mitbestimmen. Deswegen führt eine digitale Apartheid zu wenig. Weder das eine noch das andere – Glorifizieren oder Verdammen – ist in seiner Radikalität richtig.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, Der Standard online am 3. September 2018

„A call for moderation”:

„As students become more and more connected, will they become more effective learners? While PISA cannot prove cause and effect, the findings are not particularly promising. In every school system, students who reported using the Internet more frequently scored lower in science than students who reported using the Internet less frequently. […] These results are not necessarily a call for digital abstinence, but a call for moderation.“
OECD (Hrsg.), „PISA in Focus 83“ (April 2018), S. 4

Methodische Konzepte entwickeln!

„Es müssen methodische Konzepte erarbeitet werden, wie Informations- und Kommunikationstechnologien gewinnbringend und zielführend eingesetzt werden, damit ihr Einsatz auch einen Mehrwert schafft und nicht überlegene traditionelle Unterrichtsmethoden ersetzt werden.“
Institut der deutschen Wirtschaft Köln (Hrsg.), „Bildungsmonitor 2018“ (2018), S. 131

Gescheiterte Heilslehren:

„Wenn es eine sichere Erkenntnis der Unterrichtsforschung gibt, dann die, dass es keinen Königsweg zu gutem Unterricht gibt.“
Prof. Dr. Karl-Heinz Dammer, Wirtschaftswoche online am 28. September 2016

Qualität statt Quantität:

„Man sollte die zahllosen Dinge, für die man keinen Computer braucht, auch weiterhin ohne diese Geräte machen. Es muss nicht gleich jedes Arbeitsblatt für die Schule digitalisiert werden.“
Univ.-Prof. Dr. Christoph Türcke, Der Standard online am 4. März 2019

Auf die ersten Lebensjahre kommt es an:

„‚Von Anfang an gehen aufgrund uneinheitlicher Startbedingungen sehr viele Chancen verloren. Auch mit den besten didaktischen und pädagogischen Konzepten ist dieses Defizit nur schwer auszugleichen. Wir müssten früher, in den ersten Lebensjahren und im Kindergarten, mit individuellen Fördermaßnahmen ansetzen.‘ Ob einem Kind daheim vorgelesen oder mit ihm gesprochen werde, oder Kinder nur vor Fernseher oder Computer sitzen, mache einen massiven Unterschied aus.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Kurier online am 14. Februar 2019

Frühkindliche Stimulation:

„There is evidence that, in general, children from lower SES families experience less developmentally enhancing activities at home, exposure to books, reading, and verbal interactions with parents in comparison to higher SES children. And that parental cognitive stimulation affects student intrinsic motivation above and beyond the effect of SES.“
Dr. Daniel H. Caro, „Socio economic gaps in subject interest: the mediating role of parental cognitive involvement“. In: „Large-scale Assessments in Education“ (2018), 6:13, S. 6

Frühe Prägung:

„Children’s ability to regulate their emotions in early childhood is associated with later adjustment in multiple domains including social competence, lowered behavior problems, and mental health.“
Dr. Nicole Perry u. a., „Childhood Self-Regulation as a Mechanism Through Which Early Overcontrolling Parenting Is Associated With Adjustment in Preadolescence“ (2018), S. 2

Parent-child interactions:

„Psychologists suggest that the most crucial aspect of a child’s language development and cognitive development is the interaction between adult (parent) and child. Therefore, the quality of parent-child interactions may be critical to the development of the social-emotional and cognitive development of a child. This can be accomplished at home through conversation, positive and warm interactions between parents and child, emerging literacy skills and school readiness. […] Furthermore, parent-child interactions that are marked with mutual expressions of emotions such as shared laughter, smiling, and affectionate touch can also improve the quality of the relationship between parent and child and promote a secure attachment.“
Social Mobility Commission (Hrsg.), „Helping Parents to Parent“, 20. Februar 2017, S. 15

Die Würfel fallen schon vor dem Kindergarten:

„Early academic skills are strongly associated with educational attainment during later childhood and adolescence. In a meta-analysis and subsequent study using the Early Childhood Longitudinal Study, Kindergarten Class of 1998-1999, both reading and numeracy skills at the beginning of kindergarten were strongly related to reading achievement at age 10 to 11.“
Dr. Elizabeth A. Shuey u. a., „The Power and Promise of Early Learning“ (2018), S. 27

Literacy experiences at home:

„Extending and improving young children’s literacy experiences at home appears to be an effective way to improve children’s literacy development overall.“
Dr. Frank Niklas u. a., „Intervention in the home literacy environment and kindergarten children’s vocabulary and phonological awareness“.
In: „First Language“ (2017), Vol. 37(5), S. 434

Elternhäuser wertschätzen und stärken:

„‚Was ein Kind evolutionär, psychologisch, neurobiologisch braucht, sind zuerst einmal seine Eltern, oder wenigstens die Mutter.‘ Viel zu früh werden Kinder seiner Meinung nach aus den Familien gerissen und in Kitas ‚fremdbetreut‘. Anstatt mehr Kitas zu bauen und immer mehr Geld in das frühkindliche Betreuungssystem zu investieren, sollte man nach Ansicht des Forschers lieber die Familien finanziell stützen.“
Mag. Michael Hüter, Focus online am 15. Jänner 2019

Viele bildungswissenschaftliche Aussagen zur Bedeutung des familiären Umfelds sind auf www.bildungswissenschaft.at unter http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/zitate-d-bis-f/famumfeld nachzulesen.


„Nur“ eine Frage des Könnens?

„Beim internationalen Vergleich von Testergebnissen wird oft der Fehler gemacht, dass man die Rahmenbedingungen in den verglichenen Ländern ausblendet. Ich bezweifle übrigens, dass dies unabsichtlich passiert.”
Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, „gymnasium“ (Printmedium der AHS-Gewerkschaft) vom November/Dezember 2018, S. 6

OECD & Co:

„Ich halte es für verhängnisvoll, diesen Institutionen so viel Bedeutung beizumessen, obwohl sie klare Interessen vertreten. Die OECD fordert beispielsweise Mantra-artig ‚hohe Akademikerquoten‘. Länder wie Spanien oder Italien, die dieser Forderung gefolgt sind, haben heute mit einer beunruhigenden hohen Akademiker-Arbeitslosigkeit zu kämpfen.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, Die Kleine Zeitung vom 1. Oktober 2017

Money, money, money:

„Investoren, allerlei Vertretern privater Interessen sowie internationalen Organisationen ist es in den letzten zwei bis drei Jahrzehnten in Europa immer mehr gelungen, erheblichen Einfluss auf die Institutionen der öffentlichen Dienste in den verschiedenen Ländern zu nehmen – ein beunruhigender Umstand, der viele Fragen aufwirft.“
Dr. Beat Kissling, „Demokratie und Bildung im globalisierten Europa – die Geschichte einer schleichenden Usurpation.
Zum Hintergrund der Bildungssteuerung“. In: Krautz u. a. (Hrsg.), „Time for Change?“ (2018), S. 129

Die Motivation der „Bildungsverbesserer“:

„In der neuen Bildungswelt geht es um Geld, um viel Geld – nach Schätzungen des Bankhauses Merrill Lynch liegt das Finanzvolumen des globalen Bildungsmarkts bei etwa 2.000 Milliarden US-Dollar – pro Jahr.“
Dr. Herbert Renz-Polster, „Die Kindheit ist unantastbar (2014), S. 86f

Bildung vor und nach PISA:

„Anpassungsbereitschaft und -fähigkeit gilt der OECD heute sogar als Schlüsselkompetenz. […] Bei allem Dissens über Bildungsfragen gerade in der deutschen Diskussion war vor Pisa unbestritten, dass Bildung mit Anpassung nichts zu tun hat, im Gegenteil.“
Univ.-Prof. Dr. Jochen Krautz, seit 26. Jänner 2019 Präsident der Gesellschaft für Bildung und Wissen (GBW), Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 6. Dezember 2013

Ware Bildung:

„Kindererziehung, Ausbildung und Bildung wurde in den letzten 30 Jahren radikal den Zugriffen des Marktes ausgesetzt.“
Mag. Bernhard Heinzlmaier u. a., „Generation Ego – Die Werte der Jugend im 21. Jahrhundert“ (2013), S. 39

Bildungspolitik von der Leine der OECD nehmen!

„Das Bildungswesen entgleitet insgesamt der demokratischen Verantwortung des Souveräns und wird postdemokratisch.“
Univ.-Prof. Dr. Jochen Krautz, „Imperative des ‚Wandels‘: Schulreform in der Postdemokratie“. In: Krautz u. a. (Hrsg.), „Time for Change?“ (2018), S. 25

Bittere Bilanz der „Bildungsreformen“:

„PISA war der Bahnbrecher für den heute auf allen Feldern gängigen Vermessungswahn, für den irrwitzigen Glauben, Bildungsleistungen ließen sich in Zahlenkolonnen pressen, um daraus Tabellen nach dem Vorbild der Fußballbundesliga zu machen. Mit dem klassischen Bildungsbegriff, mit Aufklärung, Selbstbestimmung, Mündigkeit und Vernunft hat das nichts mehr gemein.“
Univ.-Prof. Dr. Hans Peter Klein, Junge Welt online am 2. März 2019

Widerstand im Interesse von Bildung, Wissenschaft und Demokratie!

„Zwanzig Jahre PISA und Bologna haben die Wirkung der Kontrollmacht auf Bildung und Wissenschaft – und Demokratie aufgezeigt. Sie scheinen jeweils im gesteuerten Wandel ohne Widerstand aufzugehen. Der Kompetenzbetrieb hat längst zum schleichenden Entzug der Kompetenz der Handelnden vor Ort geführt; die Kontrollgesellschaft zu persönlichem und demokratischem Kontrollverlust.“
Univ.-Prof. Dr. Ursula Frost, „Ohne Widerstand? Was Bildung und Wissenschaft auszeichnet“. In: Krautz u. a. (Hrsg.), „Time for Change?“ (2018), S. 48

Zurück zu pädagogischer Freiheit statt des Autonomie-Gefasels!

„[Es ist …] notwendig, darauf zu achten, dass die Definitionsmacht über das, was schulische Bildung ist und sein soll, nicht in einem Maße aus der Schule abwandert, das es ihr unmöglich macht, den Unterricht, das Lernen und die Leistungsbeurteilung entsprechend ihren eigenen Bedürfnissen und Vorstellungen zu gestalten.“
Dr. Felix Winter, „Verfahren zur Erbringung, Überprüfung und Beurteilung von Leistungen in der Schule“.
In: Lin-Klitzing u. a., „Leistungsstandards und Leistungsbewertung an Gymnasien und Universitäten“ (2017), S. 68

Höchste Zeit für scholé!

„Es ist […] kein verstaubter humanistischer Traum, wenn man darauf verweist, dass Bildung scholé braucht: Wie das griechische Wort für Muße nahelegt, muss Bildung für Schüler wie für Lehrer mit einem Freiraum verbunden sein, der eine humane Entwicklung für beide Seiten überhaupt erst ermöglicht.“
Univ.-Prof. Dr. Jochen Krautz, Präsident der Gesellschaft für Bildung und Wissen (GBW), „lehrer nrw“, 2/2019, S. 17

Für eine Schule, die sich als Ort der Bildung versteht:

„Bildung fragt danach, inwiefern Menschen durch das Wissen, durch die Kenntnisse, die sie erwerben, durch die Fähigkeiten und Fertigkeiten, die sie trainieren, in ihrer Persönlichkeit geformt und geprägt werden. Rein formale Kompetenzen haben deshalb mit Bildung wenig zu tun. Gebildet ist nicht derjenige, der eine Lesekompetenz aufweist, sondern derjenige, der ganz bestimmte Bücher gelesen hat und durch sie geprägt wurde.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, Kurier online am 17. September 2017

Wider den Trend zur Oberflächlichkeit:

„Damit Lerner in den Bereich des Tiefenverständnisses kommen können, der als sinnstiftendes, kreatives und problemlösendes Denken das Ziel von Bildung darstellt, müssen sie ein gewisses Maß an reproduzierbarem Wissen erworben haben. Allein zu wissen, wo etwas steht und wo eine Information aufzufinden ist, reicht nicht aus. Tiefenverständnis basiert auf Oberflächenverständnis. Und damit Schüler das weiterverarbeiten können, müssen die Fakten im Kopf sein – und nicht in Rechnern.“
Univ.-Prof. Dr. Klaus Zierer, Frankfurter Allgemeine Zeitung online am 12. Oktober 2018

Plädoyer für die Vermittlung von Wissen:

„Auch wenn es den Bildungsexperten im Herzen weh tun mag, der Sinn der modernen Schule - neben den ökonomischen Notwendigkeiten, die etwa zu Alphabetisierungsprogrammen geführt haben - bestand und besteht darin, die zentralen Erkenntnisse und Ergebnisse von einigen Jahrtausenden menschlichen Strebens nach Wissen zu bündeln, zu systematisieren und zu vermitteln, um überhaupt erst Grundlagen zu schaffen, auf denen sich jene Kreativität und Originalität entfalten können, von denen alle schwärmen.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, Der Standard online am 13. September 2014

Das Diktat der Kompetenzorientierung:

„Jeder Kanon steht im Verdacht, die postulierte Gleichwertigkeit aller kulturellen Erzeugnisse infrage zu stellen, die Lust an alten Sprachen und an der Schönheit der Mathematik wird durch Praxisorientierung gehörig sabotiert, und die Lektüre von Texten, die nicht dem Erwerb problemlösungsorientierter Kompetenzen untergeordnet werden können, ist verpönt.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, Der Standard online am 16. September 2017

Höchste Zeit für BILDUNGspolitik:

„Erstaunlich ist, wie kaltschnäuzig Österreichs Kompetenzfetischisten Liessmann seit Jahren ignorieren. Dass dies so locker möglich ist, zeigt, wie weit sich die ‚Bildungspolitik‘ von der Bildungsphilosophie entfernt hat. Auf die Nähe von Bildungswissenschaft, Bildungsphilosophie und Lehrergewerkschaft in so grundlegenden Fragen der Bildung bin ich übrigens sehr stolz.“
Mag. Georg Stockinger, stv. Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, FCG/ÖPU, „gymnasium“ (Printmedium der AHS-Gewerkschaft) vom Juli 2018, S. 6

Verarmung von Bildung:

„Mit der Kompetenzenpädagogik findet eine operationalistische Verarmung von ‚Bildung‘ statt: Bildung ist das, was Pisa misst oder die OECD auszuzählen vorgibt, so scheint es.“
Josef Kraus, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands, „Wie man eine Bildungsnation an die Wand fährt“ (2017), S. 93

Den Menschen stärken:

„Die breite Förderung von Kreativität im Rahmen von Schule und guter Kunstunterricht für die Heranwachsenden bilden einen soliden Schutzfaktor für die eigene Lebensfitness und Fähigkeit, sich flexibel auf neue Lebensbedingungen einzustellen.“
Prof. Dr. Martina Leibovici-Mühlberger, „Der Tyrannenkinder-Erziehungsplan“ (2018), S. 296

Demokratische Wachsamkeit ist angesagt:

„Lehrerinnen und Lehrer leisten ja einen wesentlichen Beitrag zur Demokratisierung bzw. Ermöglichung von Demokratie, indem sie junge Menschen befähigen, individuelle und öffentliche Lebensräume fantasievoll und verantwortlich gestalten zu können. Dazu sind vor allem Artikulationsfähigkeit, eigenständige Reflexion und Denken in Alternativen nötig. Das scheint mir sehr schwierig zu sein, wenn Lehrende wie Lernende zunehmend nur noch Vorgaben erfüllen, Arbeitsanweisungen abarbeiten und Kästchen ausfüllen. Demokratische Wachheit und Wachsamkeit verträgt sich nicht mit blinder Normerfüllung.“
Univ.-Prof. Dr. Ursula Frost, Der Standard online am 23. Mai 2018

Eine Schule, die „zum Analphabetismus verurteilt“:

„Wer in eine Schule geht, in der aufgrund vorgegebener Bildungsstandards und anwendungsorientierter Kompetenzen diese Liebe zur Literatur nicht mehr vermittelt werden darf, wird zum Analphabetismus verurteilt.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, „Geisterstunde – Die Praxis der Unbildung“ (2014), S. 147

Rapider Anstieg:

„Österreichweit geben 24 % der Kinder Deutsch nicht als ihre Erstsprache an, was einen Anstieg dieses Anteils von 7 Prozentpunkten im Vergleich mit 2013 darstellt. Im Vergleich der Bundesländer steigt dieser Anteil in Wien mit 12 Prozentpunkten (auf 50 %) am deutlichsten.“
BIFIE (Hrsg.), „Standardüberprüfung 2018. Mathematik, 4. Schulstufe. Bundesergebnisbericht“ (2019), S. 56

Dänemark:

„In general, immigrant students perform less well than their native peers. In the Danish case, the share of immigrant students has an additional negative effect on student performance, when the share of immigrants exceeds a tipping point estimated to be around 50 per cent.“
Dr. Kurt Houlberg u. a., „Country Background Report – Denmark” (2016), S. 118

Grenzen des Machbaren:

„The empirical evidence to date, both from the US and Europe, indicates that having a high share of immigrants in the class has detrimental effects on children with an immigrant background.“
Dr. Maria de Paolo u. a., „Education as a tool for the economic integration of migrants“ (2016)

Österreich im europäischen Spitzenfeld:

„In only a few education systems do 10 % or more students attend schools where less than a quarter of students speak the language of instruction at home (Belgium – Flemish Community, Bulgaria, Germany, Latvia, Austria and the United Kingdom – England).“
EU-Kommission (Hrsg.), „Integrating Students from Migrant Backgrounds into Schools in Europe“ (2019), S. 47

Frühe Intervention in Holland:

„In the Netherlands, young children, especially those from disadvantaged backgrounds, are entitled to receive language-development support. These children can participate in early childhood and education targeted programmes that provide support before and during the first years of school. All toddlers (2.5 to 4 years old) who are part of this programme receive 10 hours of language development per week. For the rest of the day, targeted toddlers attend the same early childhood and education programme as their non-targeted peers.“
OECD (Hrsg.), „The Resilience of Students with an Immigrant Background“ (2018), S. 271

Österreichs spezielles Problem:

„Austria faces challenges in increasing the participation of children from certain backgrounds in Early Childhood Education and Care (ECEC) (such as immigrant children), facilitating a smoother transition between ECEC and primary education, and reducing the achievement gaps between students from disadvantaged or immigrant backgrounds and their peers.“
OECD (Hrsg.), „Education Policy Outlook. Austria“ (2017), S. 4

Sozioökonomische Herausforderung:

„2017 hatten nur noch knapp 15% der österreichischen Frauen ausschließlich einen Pflichtschulabschluss, der Wert bei Frauen ausländischer Staatsangehörigkeit lag noch bei 28%. […] Knapp 66% der türkischen und fast 40% der ex-jugoslawischen Migrantinnen verfügten nur über einen Pflichtschulabschluss.“
ÖIF (Hrsg.), „Frauen. Zahlen, Daten und Fakten zu Migration & Integration 2018“ (2019), S. 30

Von Österreichs Politik jahrzehntelang ignoriert:

„On average across OECD countries, immigrant students who do not speak the language of assessment at home are around eight percentage points less likely to be academically resilient (defined as scoring at least Level 2 in PISA in reading, science and mathematics) than native-speaking immigrant students.“
Mag. Dr. Neda Forghani-Arani u.a., „The lives of teachers in diverse classrooms“ (2019), S. 12

Im OECD-Mittel beträgt dieser Rückstand 8,3 Prozentpunkte, in Österreich sogar 13,7 Prozentpunkte. (Quelle: OECD (Hrsg.), „The Resilience of Students with an Immigrant Background“ (2018), Fig. 5.5a)

Finnlands Schulwesen scheitert schon an seinen wenigen MigrantInnen:

„The literacy disparity between the native-born children of the foreign-born and those with native-born parents is the largest among surveyed countries.“
OECD (Hrsg.), „Finding the way: A discussion of the Finnish migrant integration system“ (2017), S. 18

Hunderte bildungswissenschaftliche Zitate zu Migration und Integration sind auf www.bildungswissenschaft.at unter http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/zitate-m-bis-p/migration nachzulesen.


Sinnlose Namensschildpolitik:

„Wenn das Namensschild der Schule ausgetauscht würde: Glauben Sie nicht, dass es dann keine Differenzierung der Schulen mehr gibt. Es gibt dann halt private und öffentliche Schulen, oder Meinungen, wonach eine Schule besonders gut ist, eine andere weniger. Ich persönlich habe das amerikanische High-School-System kennengelernt, so gesehen eine gemeinsame Schule für Zehn bis 18-Jährige. Und wenn man da ein bisschen genauer hinschaut, sieht man eine Menge von Differenzen in diesem System.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, Vorarlberger Nachrichten online am 27. Februar 2019

„Gesamtschulstaat“ Dänemark:

„The share of students attending private schools, including continuation schools, increased from 16.9 per cent in 2008 to 19.1 per cent in 2013. Thus, the Folkeskole faces increased competition from private schools.“
Dr. Kurt Houlberg u. a., „Country Background Report – Denmark” (2016), S. 36

„Gesamtschulstaat“ England:

„National sources point to significant inequalities based on gender, ethnicity and socioeconomic background in the English education system.“
EU-Kommission (Hrsg.), „Education and Training Monitor 2016 – Country analysis“ (2016), S. 290

England:

„Children from most disadvantaged backgrounds who attained high cognitive test scores at age 7 performed worse than their lower achieving counterparts from the least disadvantaged families by age 14-16.“
UNICEF (Hrsg.), „Poverty and Children’s Cognitive Trajectories: Evidence from the United Kingdom Millennium Cohort Study“ (2016), S. 7

Frankreich:

„Pupils’ performance is strongly linked to their socioeconomic background. Too many young people leave education with few or no qualifications.“
EU-Kommission (Hrsg.), „Education and Training Monitor 2016 – Country analysis“ (2016), S. 99

Großbritannien:

„Some 15 % of disadvantaged students in the United Kingdom are 'socially and emotionally resilient', meaning that they are satisfied with their life, feel socially integrated at school and do not suffer from test anxiety.“
OECD (Hrsg.), „Equity in Education: Breaking Down Barriers to Social Mobility. Country Note United Kingdom“ (2018), S. 2

Im OECD-Durchschnitt sind es 26 %, in Österreich 28 %.

Vielfalt statt staatlicher Monokultur:

„Ich habe die Vorstellung eines sich verzweigenden Strauchs: Am Anfang steht die Grundschule, in der es vor allem – aber nicht nur – um die Vermittlung von gemeinsamen Kulturtechniken wie Lesen, Schreiben oder Rechnen geht, und danach differenziert sich das immer mehr aus, bis dieser individuelle Bildungsweg gediehen ist.“
Univ.-Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin. In: Hanns Seidel Stiftung (Hrsg.), „Akademikerschwemme versus Fachkräftemangel“ (2016), S. 101

Hoffentlich nicht!

„Letztlich bewegen wir uns auf ein angloamerikanisches System der Zweiteilung der Bevölkerung auch im Bildungswesen zu: Ein Billigabitur für fast alle und Eliteschulen und -unis für die gut Betuchten, wie man das in Frankreich, England und den USA schon lange kennt.“
Univ.-Prof. Dr. Hans Peter Klein, Junge Welt online am 2. März 2019

Bayern weiß um die Stärke seines Schulwesens:

„Unser differenziertes Bildungssystem eröffnet vielfältige Optionen und Perspektiven, die dem einzelnen Menschen und seinen Talenten bestmögliche Entfaltung ermöglichen. Die allgemeinbildenden und beruflichen Schulen bieten passgenaue Angebote für jeden jungen Menschen und seine persönliche Berufs- und Lebensplanung.“
Herbert Püls, Ministerialdirektor im Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus.
In: Hanns Seidel Stiftung (Hrsg.), „Akademikerschwemme versus Fachkräftemangel“ (2016), S. 19

Das US-amerikanische „Gesamtschulsystem“:

„Der Stanford Soziologe Sean F. Reardon zeigt auf Basis von Millionen Leistungstests aus allen US-Schulbezirken, wie ungleich Schulbildung nach Region und ethnischer Herkunft verteilt ist. Die Studierenden der besten Schulen, die nicht zufällig im Silicon Valley und bei Boston liegen, sind den schlechtesten um sechs Jahre voraus.“
Der Standard online am 4. März 2019

Hunderte bildungswissenschaftliche Erkenntnisse zu den Themen „Gesamtschule/Differenzierung“ und „Chancengerechtigkeit sind auf www.bildungswissenschaft.at nachzulesen


Reformitis lässt LehrerInnen rotieren:

„Das permanente Rotieren entfremdet von der eigenen pädagogischen Professionalität und soll bereit machen, unbegründete Vorgaben nicht nur auszuführen, sondern selbst zu wollen. Der hechelnde Lehrer-Hamster soll auch selbst wollen, was er soll.“
Univ.-Prof. Dr. Jochen Krautz, Präsident der Gesellschaft für Bildung und Wissen (GBW), „lehrer nrw“, 2/2019, S. 18

Qualität statt Hektik!

„Kaum eine der Reformen der letzten Jahre hat das Evaluierungsstadium erreicht. […] Ist der Grund dafür vielleicht, dass man sich nicht den negativen Folgen der eigenen Reformen stellen will? Sind die Gründe für viele Reformen der letzten Jahre eher im ideologischen oder wirtschaftlichen Bereich zu suchen als im tatsächlichen Verbesserungswillen, oder geht es eventuell darum, nach außen hin Innovationsbereitschaft zu zeigen?“
Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, „gymnasium“ (Printmedium der AHS-Gewerkschaft) vom November/Dezember 2018, S. 23

„All diese guten Ideen“:

„Niemandem fällt auf, dass es bei all diesen guten Ideen um alles Mögliche gehen mag – um Interessen der Internetkonzerne, um geschönte Statistiken, um sozialromantische Utopien und um beeindruckende Abiturnoten – aber nicht um Bildung.“ 
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, Neue Zürcher Zeitung online am 16. Oktober 2017

Der Weg, der Baden-Württembergs Schulwesen abstürzen ließ:

„Im Vergleich mit anderen Bundesländern hatten wir in Baden-Württemberg in den vergangenen 15 Jahren eine Reformwut, bei der auf eine systematische Begleitung und Evaluation der Reformergebnisse verzichtet wurde.
Univ.-Prof. Dr. Ulrich Trautwein, Stuttgarter Nachrichten online am 28. August 2017

„Unheilige Allianz“:

„Die unheilige Allianz zwischen den neoliberalen Apologeten des Wettbewerbs und den menschenfreundlichen Illusionspädagogen gehört […] zu den impliziten Voraussetzungen der deshalb oft widersprüchlichen Reformanstrengungen im Bildungsbereich.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, „Geisterstunde – Die Praxis der Unbildung“ (2014), S. 23

Auf dem Rücken der Schwächsten:

„Dass die allermeisten Reformen gerade denen schaden, denen sie zugutekommen sollten, nämlich den sozial Schwächsten, wird verdrängt. Die Kinder aus ‚gutem‘ Hause bekommen die Verirrungen der Schulpolitik durch elterliches Zutun kompensiert, die Kinder aus ‚bildungsfernen‘ Häusern aber bleiben in ihren Herkunftsmilieus eingekerkert.“
Josef Kraus, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands, „30 Jahre Bildungspolitik –
eine kleine Geschichte wiederkehrender und neuer Dogmen“, Berlin am 16. Mai 2017

„Bildungspolitik“ im Fahrwasser der OECD:

„Einigen dürfte nicht einmal bewusst sein, in welchem Fahrwasser sie sich bewegen. Das trifft auch und gerade auf Teile der Reformpädagogik oder vielmehr der unentwegten Reformer zu, die die Schulen in einem bis zur Jahrtausendwende nie gekannten Eifer mit immer neuen Kursänderungen an den Rand der Verzweiflung getrieben haben.“
Univ.-Prof. Dr. Hans Peter Klein, Junge Welt online am 2. März 2019

Widerstand gegen Unfug von oben!

„Wir müssen nicht akzeptieren, was von oben kommt, sondern wir gestalten mit und wir werden im besten Fall davon überzeugt. Und wenn wir nicht davon überzeugt sind, müssen unsere Argumente gehört werden.“
Dr. Matthias Burchardt, Bildungsphilosoph und Vorstandsmitglied der „Gesellschaft für Bildung und Wissen“,
Bundeslehrertag 2015 der ÖPU/FCG, Linz am 12. März 2015

Wie wahr!

„In some countries, innovative change has been implemented without the care and diligence needed or appropriate prior testing, experimentation and evaluation.“
OECD (Hrsg.), „Schools at the crossroads of innovation in cities and regions“ (2017), S. 14

„Pseudoakademisierung“:

„Was hier als höherer Grad an Akademisierung daherkommt, ist eine Pseudoakademisierung zulasten der beruflichen Bildung und des Fachkräftenachwuchses.“
Josef Kraus, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands, Cicero online am 11. Jänner 2019

Tendenz stark steigend:

„Im Durchschnitt der OECD-Länder sind in der Altersgruppe der 25- bis 34-Jährigen 50 Prozent der Frauen und 38 Prozent der Männer Absolventen des Tertiärbereichs.“
OECD (Hrsg.), „Bildung auf einen Blick 2018, OECD-Indikatoren“ (2018), S. 59

Anteil 25- bis 29-Jähriger mit tertiärem Bildungsabschluss (Stand 2017)

Großbriannien:
Schweden:
Österreich:
EU-Mittelwert:
Finnland:
Deutschland:
46,4 %
43,9 %
39,8 %
38,0 %
35,9 %
28,6 %
Eurostat-Datenbank, Abfrage vom 18. März 2019

Kritischer Wert überschritten:

„In den Vereinigten Staaten hat die Akademisierung längst einen kritischen Wert überschritten. Von den etwa 70 Prozent eines Jahrgangs, die ein Studium am College beginnen, hat im Alter von 25 Jahren nur etwa die Hälfte tatsächlich einen Abschluss erreicht. Und von diesen Absolventen sind wiederum etwa die Hälfte arbeitslos, oder sie arbeiten in Jobs, die nicht ihrem formalen Ausbildungsstand entsprechen.“
Dr. Rainer Bölling, Frankfurter Allgemeine Zeitung online am 4. Dezember 2014

OECD-Irrweg:

„Der generelle Trend, immer mehr Berufsausbildungsgänge zu Hochschulstudiengängen umzubilden, ist falsch.“
Univ.-Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin, „Der Akademisierungswahn“ (2014), S. 16

Chinas „Ameisenvölker“:

„Das Phänomen der arbeitslosen Akademiker ist in China mittlerweile so weit verbreitet, dass es einen eigenen Namen bekommen hat: Man nennt sie die sogenannten Ameisenvölker (yizu). Diese Studienabgänger arbeiten – ohne Sozial- und Krankenversicherung – im Dienstleistungssektor, im Verkauf, der IT-Branche oder in der Werbung. Aufgrund ihres niedrigen Einkommens sind sie mehrheitlich gezwungen, in engen und improvisierten Unterkünften zu leben. Sie sind zwar gut ausgebildet, aber gesellschaftlich marginalisiert.“
Univ.-Prof. Dr. Barbara Schulte, „Chinas Bildungssystem im Wandel: Elitenbildung, Ungleichheiten, Reformversuche“ (2014), S. 11

Armutsgefährdete AkademikerInnen:

„Laut Statistik Austria ist die Wahrscheinlichkeit, in Österreich zu den Armutsgefährdeten zu gehören, für AbsolventInnen von Hochschulen oder Akademien bereits größer als für die einer Lehre oder mittleren Schule; für MaturantInnen, die der Matura keinen tertiären Bildungsabschluss folgen ließen, ist das Armutsgefährdungsrisiko sogar um die Hälfte größer als für AbsolventInnen einer Lehre oder mittleren Schule.“
Mag. Gerhard Riegler, ÖPU-Vorsitzender, quintessenzen.at am 12. Mai 2018

„Das ist Unsinn“:

„Alle sollen studieren. Weil wir in einer sogenannten Wissensgesellschaft leben. Aber das ist Unsinn. Der Arbeitsmarkt hat gar nicht genug Platz für so viele Akademiker. Zehn Prozent der Uni-Abgänger arbeiten mittlerweile in Jobs im Niedriglohnsektor.“
Univ.-Prof. Dr. Felix Rauner, Die Zeit online am 2. August 2014

Handlungsbedarf für Politik:

„Was wir brauchen, ist ein Zugangsmanagement, das insgesamt zur Kenntnis nimmt, dass die derzeitigen Ressourcen nicht ausreichend sind für einen vollkommen freien und zahlenmäßig ungesteuerten Zugang von Studierenden.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, „Academia“ vom Mai 2018, S. 16

Menschen als Menschen behandeln!

„Wann immer es um Pädagogik geht, ist - solange wir Menschen als Menschen behandeln und nicht als Maschinen - die Investition in Menschen einer technisch zwar interessanten, pädagogisch aber wenig sinnvollen Investition vorzuziehen. Technik hat dem Menschen zu dienen.“
Univ.-Prof. Dr. Klaus Zierer, Süddeutsche Zeitung online am 28. Jänner 2019

„Digitaler Fetischismus“:

„Die aktuelle bildungspolitische Situation scheint […] von einem digitalen Fetischismus geprägt zu sein, vom Glauben, dass Geräte und Software das Problem der Bildung von selbst und besser zu lösen in der Lage wären als es die traditionelle Pädagogik konnte.“
Dr. Matthias Burchardt, Bildungsphilosoph und Vorstandsmitglied der „Gesellschaft für Bildung und Wissen“,
„Digitalisierung in der beruflichen Bildung“, bbw 5/2017, S. 5

Finnland:

„Only 18.2 % of Finnish students use ICT for projects or class work, far below the average of the participating EU (34 %) and OECD countries (37.5 %). The weekly usage of desktop and laptop computers at grade 8 and 11 is among the lowest in the EU.“
EU-Kommission (Hrsg.), „Education and Training Monitor 2015 - Country analysis“ (2015), S. 91

Ergebnis einer Metastudie über den Einsatz digitaler Medien in der Sekundarstufe:

„Je länger mit den eingesetzten Medien im Unterricht gearbeitet wurde, desto weniger profitieren Schülerinnen und Schüler von den digitalen Lernumgebungen.“
Delia Hillmayr M.Sc. u. a., „Digitale Medien im mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterricht der Sekundarstufe“ (2017), S. 11

Bemerkenswert, aber selten erwähnt:

„Man achte auf die Chefs von Apple, Yahoo und Amazon, die ihre Kinder alle auf Schulen geben, die vom Internet völlig entkoppelt sind.“
Dr. Alain Finkielkraut, Philosoph und Mitglied der Académie française, Die Zeit vom 21. Mai 2015

„Schüler für den Lernstoff entflammen“!

„Schüler für den Lernstoff zu entflammen, ist das Erfolgsrezept eines guten Unterrichts. […] Deshalb ist es bedauerlich, dass das formale Prinzip der Kompetenzorientierung dazu beiträgt, die Spannungsmomente im Unterricht, die durch den Lehrstoff gegeben sein könnten, abzutöten.“
Rainer Werner, Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 14. Jänner 2016

Vernunft statt Heilslehren:

„Wer glaubt: ‚Kauft Hardware, und die Welt wird eine bessere werden‘, irrt mit Sicherheit. Man muss das einbetten in ein pädagogisches Konzept und die Lehrenden motivieren, das sinnvoll, aber dosiert einzusetzen.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, Der Standard online am 3. September 2018

Medien sind Hilfsmittel, nie Ersatz für Pädagogik:

„Es haben in der Vergangenheit viele mediale Neuerungen Eingang in die Schule gefunden, ohne sie im Kern wirklich verändert zu haben. Ich wüsste nicht, warum es bei der Digitalisierung anders sein soll.“
Mag. Wilfried Göttlicher, Bildungshistoriker, Die Presse online am 25. November 2015

„Ganze Menschen“ als Gegenüber:

„Schüler brauchen nicht ‚Moderatoren selbstgesteuerter Lernprozesse‘, die sich aus dem Unterrichtsgeschehen weitgehend zurückziehen, sondern Lehrer, die als ganze Menschen den Schülern ein Gegenüber sind.“
Univ.-Prof. Dr. Jochen Krautz, „ÖkologiePolitik“, Nr. 168 (November 2015), S. 33

Qualität vor Quantität:

„Es ist beim Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien im Unterricht […] ganz besonders darauf zu achten, dass diese Technologien bewährte und effektive Lehr- und Lernmethoden nicht verdrängen, sondern da implementiert werden, wo ihr Einsatz effektiver ist als traditionelle Lernmethoden.“
Institut der deutschen Wirtschaft Köln (Hrsg.), „Bildungsmonitor 2018“ (2018), S. 119

Bildungsminister teilt ÖPU-Anliegen:

„Ethikunterricht ist mir ein sehr wichtiges Anliegen. Gerade in einer religionspluralen Gesellschaft mit wachsendem Anteil an Nichtgläubigen. Wir brauchen so etwas wie ein gemeinsames Wertefundament im Umgang miteinander und mit der Umwelt. Wir müssen uns darauf einigen, was ethisch falsch und was richtig ist.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, Oberösterreichische Nachrichten online am 28. Februar 2019

VCL-Position des Jahres 2000:

„‚Werterziehung‘ ist im SchOG § 2, im allgemeinen Teil der Lehrpläne und auch in Fachlehrplänen grundgelegt und Aufgabe aller Unterrichtsgegenstände. Trotzdem scheint die Zeit reif, den Schülerinnen und Schülern zwischen 15 und 19 Jahren, die – aus welchen Gründen auch immer – keinen konfessionellen Religionsunterricht besuchen, einen Pflichtgegenstand zu bieten, der systematisch und zusammenfassend ‚Werteorientierung‘ als Bildungsziel hat.“
Mag. Wolfgang Rank, Bundesobmann der VCL, „Thesen zum Unterrichtsgegenstand ‚Werteorientierung‘“, 11. Dezember 2000

Schluss mit Kaffeehaus statt Religionsunterricht!

„Ich wünsche mir dringend die Einführung des Ethikunterrichts als alternativen Pflichtgegenstand, damit die ‚Alternative‘ zum konfessionellen Reli¬gionsunterricht nicht weiterhin Kaffeehaus heißt.“
Mag. Isabella Zins als Bundesobfrau der VCL, parlamentarische Enquete „Werteerziehung durch Religions-
und Ethikunterricht in einer offenen, pluralistischen Gesellschaft“ vom 4. Mai 2011

Die ÖPU erinnert an ihre Forderung:

Dem vielfachen Bekenntnis zur Wertevermittlung müssen Taten folgen.

Die ÖPU fordert einen verpflöichtenden Ethik-Unterricht für alle SchülerInnen, die aus welchem Grund auch immer keinen konfessionellen Religonsunterricht besuchen

Es ist für die Schulen unzumutbar, den Ethik-Untericht noch länger aus eigenen Mitteln und auf Kosten anderer Bildungsangebote zu finanzieren.
ÖPU-Rundschreiben vom 8. Mai 2011

Mahnende Worte vor drei Jahren:

„Trotz der vielen befürwortenden Stimmen aus unterschiedlicher institutioneller Richtung ist eine Überführung in das Regelschulwesen für jene SchülerInnen, die keinen Religionsunterricht besuchen, bisher nicht erfolgt. Auch in diesem Bereich wurde die Bildungsreform nicht zu einer umfassenden Auseinandersetzung mit Werten des Zusammenlebens im Bildungsbereich genutzt.“
ÖIF (Hrsg.), „Integrationsbericht 2016“ (2016), S. 58

Verpflichtender Ethikunterricht für all jene, die nicht am Religionsunterricht teilnehmen!

„Es kann doch nicht so sein, dass junge Leute ihre Schule abschließen, ohne sich philosophischen Fragen, ethischen Fragen und den Fragen der Weltreligionen gestellt zu haben.“
Mag. Johann Heuras, Bildungsdirektor Niederösterreichs, Niederösterreichische Nachrichten online am 13. Jänner 2017

Baden-Württemberg weitet den Ethik-Unterricht als Alternative zum Religionsunterricht auf die gesamte Sekundarstufe I aus:

„Die wachsende Zahl von Kindern und Jugendlichen ohne religiöse bzw. kirchliche Bindungen erfordert zusätzliche, vom konfessionsgebundenen Religionsunterricht unabhängige Zugänge der Wertevermittlung in der Schule.“
Mag. Dr. Susanne Eisenmann, Kultusministerin Baden-Württembergs, Südwest Presse online am 11. Mai 2018

Kein Dispens von Wertefragen mehr!

„‚Alle Schüler ab einem gewissen Alter sollten sich mit ethischen, moralischen und Wertefragen auseinandersetzen.‘ Im Religionsunterricht würde diese Wertevermittlung jetzt schon erfolgen, künftig könne man sich auch durch Abmeldung nicht mehr ‚davon dispensieren lassen‘.“
Fritz Enzenhofer, Obmann der Christlichen Lehrerschaft Österreich (CLÖ), ORF online am 5. März 2019

Wunsch der ÖPU endlich verwirklicht:

„Bildungsminister Faßmann erfüllt mit seinem Vorstoß für den verpflichtenden Ethikunterricht für alle, die an keinem Religionsunterricht teilnehmen, einen Wunsch der ÖPU, die seit Jahrzehnten für diesen Schritt eintritt.“
Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, quintessenzen.at am 25. Jänner 2019

Auseinandersetzung mit den Grundfragen des Lebens:

„Ich möchte jedenfalls, dass sich alle SchülerInnen im Rahmen des Schulunterrichts fundiert mit den Grundfragen des Lebens beschäftigen. Die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen philosophischen, weltanschaulichen, kulturellen und religiösen Traditionen und Menschenbildern muss gefördert werden, um so einen Beitrag zur individuellen Persönlichkeitsentwicklung und selbstständigen Reflexion zu leisten.“
Mag. Dr. Eckehard Quin, stv. ÖPU-Vorsitzender und GÖD-Bereichsleiter für Dienstrecht, quintessenzen.at am 9. März 2019

Durchbruch nach zwei Jahrzehnten!

„Damit findet eine seit Langem erhobene Forderung der VCL endlich Einzug ins Regelschulwesen. […] Die Erfahrungen der Schulversuche lassen keinen Zweifel daran bestehen, dass ein verpflichtender Ethikunterricht für alle, die keinen Religionsunterricht besuchen, einen wesentlichen Beitrag zur Wertevermittlung sowie zu gegenseitiger Toleranz und Respekt bringt und eine spürbare Verbesserung des Schulklimas bewirkt.“
MMMag. Gertraud Salzmann, Bundesobfrau der Vereinigung Christlicher Lehrerinnen und Lehrer an den höheren Schulen (VCL), Presseaussendung vom 6. März 2019

OECD erkennt Anlass zur Sorge:

„Die NEETs unter den jungen Menschen geben aktuell Anlass zur Sorge, es können sich aber auch in der Zukunft schwerwiegende Folgen für den Einzelnen und die Gesellschaft ergeben, wenn keine geeigneten Maßnahmen zur Lösung dieses Problems ergriffen werden.“
OECD (Hrsg.), „Bildung auf einen Blick 2018, OECD-Indikatoren“ (2018), S. 72

OECD-weit 40 Millionen NEET:

„Across OECD countries, there are around 40 million young people who are NEET.“
Viktória Kis, „Work-based Learning for Youth at Risk“ (2016), S. 6

Kanada:

„In Canada, the proportion of NEET individuals aged 20–24 has increased over the past decade, approaching 15 per cent in 2016 (up from 13 per cent in 2006).“
ILO (Hrsg.), „World Employment and Social Outlook: Trends 2019“ (2019), S. 37

Europa:

„In 2017, 14.3 % of 18 to 24 year olds were neither in employment nor in education (NEET), exposing themselves to the risk of labour market exclusion and dependence on social security.“
Eurostat (Hrsg), „Smarter, greener, more inclusive? 2018 edition“ (2018), S. 36

In Österreich waren es mit 8,1 % wenig mehr als die Hälfte. (Quelle: Eurostat-Datenbank)

Spanien:

„Youth in Spain face difficulty making smooth transitions from school to work. The share of youth neither in employment, education nor training (NEET) has risen steadily and ranks near the top of the OECD.“
OECD (Hrsg.), „OECD Skills Strategy Diagnostic Report Spain 2015“ (2015), S. 36

Italien:

„With a NEET rate that has risen to 32 percent, Italy brings up an unhappy rear in this regard. […] By contrast, the Netherlands, Denmark, Germany and Austria take the first four places in the comparison, showing the lowest NEET rates.“
Bertelsmann Stiftung (Hrsg.), „Social Justice in the EU – Index Report 2015“ (2015), S. 52

„Einzigartiges System“:

„Wir haben ein einzigartiges System in Österreich, in dem über 200 Lehrberufe mit dem dualen System erlernen kann und so eine praktische und theoretische Ausbildung auf höchstem Niveau erhält.“
Timo Steyer, Bundesschulsprecher, Presseaussendung vom 1. Dezember 2018

Den Unterschied von Gleichwertigkeit und Gleichartigkeit endlich verstehen!

„Die berufliche Ausbildung sollte in den Medien anders dargestellt werden und eine Gleichwertigkeit – das heißt nicht Gleichartigkeit! – unterstrichen werden.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, Kurier online am 4. September 2018

„A major global challenge“:

„A major global challenge is the phenomenon of young people who are not in education, employment or training (NEET). Worldwide, 30 per cent of young women and 13 per cent of young men were classified as NEET in 2018.“
ILO (Hrsg.), „World Employment and Social Outlook: Trends 2019“ (2019), S. 20

Österreichs spezielle Situation:

„Im Durchschnitt der OECD-Länder gehören 18 Prozent der im Ausland geborenen 15- bis 29-Jährigen zur Gruppe der NEETs, verglichen mit 13 Prozent der im Inland geborenen.“
OECD (Hrsg.), „Bildung auf einen Blick 2018, OECD-Indikatoren“ (2018), S. 71

In Österreich gehören nur 7,7 Prozent der im Inland geborenen 15- bis 29-Jährigen zur Gruppe der NEET, aber nicht weniger als 23,9 Prozent der im Ausland geborenen.

Viele bildungswissenschaftliche Zitate zu NEET auf www.bildungswissenschaft.at unter http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/zitate-m-bis-p/neet.


Humboldt’sches Bildungsideal verkauft:

„Wir gehen dem Humboldtʼschen Bildungsideal immer seltener nach, sondern zielen stattdessen auf die Verwertbarkeit sowie die Drittmittelfähigkeit von Bildungsaktivitäten. Das führt leider auch dazu, dass vielfach ‚Stifter und Schenker‘ in Anspruch genommen werden, denen man nicht immer ein redliches Interesse nachsagen kann.“
Univ.-Prof. Dr. Tim Engartner, bildungsklick.de am 31. Oktober 2018

Rückbesinnung auf Bildung:

„Bildung ist eine leere Begriffshülle geworden, die von jedem nach Belieben und je nach politischer oder ökonomischer Interessenlage gefüllt werden kann. Eine Besinnung auf die grundlegenden Bedeutungen von Bildung, ihre Ansprüche, aber auch ihre Grenzen täte dringend not.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, Neue Zürcher Zeitung online am 16. Oktober 2017

Die OECD-„Bildungspolitik“ und ihre Folgen:

„Vieles, was einmal zur Bildung gehörte und zur Humanisierung der Gesellschaft beitragen sollte, verkümmert heute: fundierte Sachkenntnisse, ein Können im Sinne des Sich-auf-etwas-Verstehens, Urteilskraft, Selbsterkenntnis, Gemeinschaftssinn …“
Dr. Matthias Burchardt, www.nachdenkseiten.de am 14. März 2016

Gymnasiale Bildung:

„In Leitungspositionen erwartet man, dass jemand umfassend gebildet ist. […] Ich finde den Einwand, dass das Gymnasium nicht auf die Praxis vorbereitet, nicht richtig.“
Univ.-Prof. Dr. Dorit Bosse, Die Welt online am 7. Juni 2015

Ware Bildung:

„Wenn wir Bildungsanstrengungen damit begründen, dass sie sich wirtschaftlich lohnen – heißt das nicht im Umkehrschluss, dass wir Bildung unterlassen sollten, wenn sie sich nicht ‚lohnt‘? Dass diejenige Bildung, die nicht zu mehr Wachstum führt, wertlos ist?“
Dr. Herbert Renz-Polster, „Die Kindheit ist unantastbar (2014), S. 80

Die „Heilsbotschaften“ der OECD:

„Die OECD, Testkonsortien und die Bertelsmann-Stiftung erscheinen als Bildungskirchen, deren Vertreter und Adepten als Priester und Propheten predigend durch die Lande ziehen, um ihre Heilsbotschaft zu verkünden. Denn in der Welt des real existierenden Bildungsgeschehens leben und arbeiten noch viel zu viele Sünder, die vom falschen Weg abgebracht werden müssen. Es gibt ja immer noch Menschen, die ein differenziertes Schulsystem für sinnvoll, geistig-kulturelle Inhalte und Wissen für notwendig, Kompetenzen für eine Chimäre, Leistung für wichtig, Inklusion für problematisch, Individualisierung für einen Trick und Tablets für verzichtbar halten.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, „Bildung als Provokation“ (2017), S. 38

Bildungspolitik am Gängelband der OECD:

„Die Politik verzichtet auf ihren Gestaltungsfreiraum zugunsten einer übernationalen Organisation, die nach eigener Aussage eine bestimmte Wirtschaftsordnung und damit Wirtschaftspolitik vertritt. […] Die von der OECD finanzierten und in Auftrag gegebenen Studien entmachten de facto nationale Bildungspolitik.“
Univ.-Prof. Dr. Volker Ladenthin, „Zur Praxis pädagogischer empirischer Forschung“
in „COICIDENTIA – Zeitschrift für europäische Zeitgeschichte“, Beiheft 4/2014, S. 105f

Fundament der Demokratie:

„In einem Staat, der sich ‚Republik‘ nennt und als Demokratie definiert, spielen […] Bildung und Bildungswesen eine fundamentale Rolle für die Möglichkeit der Selbstbestimmung der Bürger.“
Univ.-Prof. Dr. Jochen Krautz, „Zersetzung von Bildung: Ökonomismus als Entwurzelung und Steuerung“.
In: „COINCIDENTIA. Zeitschrift für europäische Geistesgeschichte“ (2015), Beiheft 5, S. 102f

Emanzipation des Geistes:

„Ich bin der Auffassung, dass die Allgemeinbildung eine größere Rolle spielen muss, damit die Menschen flexibler sind.“
Univ.-Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin, bildungsklick.de am 27. Jänner 2016

„Intellektuelles Tor zur Welt“:

„Ich habe große Sympathien für den humanistischen Bildungsbegriff: Bildung als das intellektuelle Tor zur Welt. Diese humanistischen Ideale, die niemals die professionelle Ausbildung vernachlässigten, legten größten Nachdruck auf die Bildung von Werten, angefangen bei denen der Aufklärung, ebenso wie auf die Befähigung zum eigenständigen und kritischen Denken.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, BMBWF-Journal, 1.2018, S. 4

Sensitive periods of neural plasticity:

„Children’s early life experiences during sensitive periods of neural plasticity shape the brain structures and functions underlying their cognitive aptitudes. One critical experience is language exposure. Specifically, the language quantity (e.g., number of words) and quality (e.g., sentence complexity, lexical diversity) that young children hear are the foundation of later language and literacy skills and nonverbal capacities, including executive functioning, math ability, and social skills. Children’s language exposure varies substantially in relation to their socioeconomic status (SES).“
Dr. Rachel R. Romeo u. a., „Beyond the 30-Million-Word Gap: Children’s Conversational Exposure Is Associated With Language-Related Brain Function“.
In: „Psychological Science“, 2018, Vol. 29(5), S. 700

Auf die Eltern kommt es an:

„An infant’s developing sense of self and security is developed through their relationships with their carers and is strongly influenced by parent behaviours. The foundations of secure parent-child attachment develop during the first year of life, through parental attunement to infant cues and warm and responsive parenting.“
Dr. Stacey Fox, „Better Systems, Better Chances“ (2015), S. 29

The most important childhood predictor:

„The BCS findings (Anm.: BCS = British Cohort Study) reveal that children’s emotional health, reported by mothers, was the most important childhood predictor of self-perceived emotional health (e.g. depression) at age 26 and overall life satisfaction at age 34. In fact, childhood emotional health was more strongly associated with these outcomes than family economic resources, family psychosocial resources, and children’s cognitive ability.“
Dr. Elizabeth A. Shuey u. a., „The Power and Promise of Early Learning“ (2018), S. 20

Frühe Prägung:

„Gaps in children’s readiness to learn manifest themselves early. If unaddressed, they can affect children’s cognitive and noncognitive skills over the long term.“
World Bank Group (Hrsg.), „Growing Smarter“ (2018), S. 20

Die Differenz im Elternhaus wächst:

„An additional year of daily mother–child reading would increase children’s reading test scores in the early school grades by 41 percent of a standard deviation on average. […] Substantial numbers of parents do not read to their children on a regular basis. In 2007, 16 % of all parents of a child aged 3-5 years and 29 % of parents living below the poverty line reported that neither they nor other family members read to their children at least three times per week. This represents an increase since 2001 when the number was 26 % of poor parents. In addition, the gap in the amount of time that parents spend with their children overall and in educationally relevant activities has widened over the last 20 years because the rate at which highly educated mothers have increased amount of time in they spend in educational activities with their children has exceeded the rate at which mothers with less education increased such time with their children.“
Univ.-Prof. Dr. Susan E. Mayer u. a., „Using behavioral insights to increase parental engagement“ (2015), S. 5

Crucial for a child’s learning and cognitive, social and emotional development:

„Parental involvement is a key factor for educational success: a stimulating home environment and parental engagement is crucial for a child’s learning and cognitive, social and emotional development.“
EU-Kommission (Hrsg.), „A whole school approach to tackling early school leaving“ (2015), S. 15

Violence and/or neglect in childhood:

„Adults who experienced violence and/or neglect in childhood have lower levels of education, more limited opportunities for employment, lower earnings, and fewer assets.“
Gillian Huebner u. a., „Beyond Survival: The Case for Investing in Young Children Globally“ (2016), S. 16

Ergebnis einer Befragung der SchülerInnen Deutschlands:

„Fünf Prozent der Achtjährigen gaben an, dass sich niemand in der Familie wirklich um sie kümmere. Unter den Vierzehnjährigen meinte das sogar fast jeder zehnte.“
Der Spiegel online am 19. Februar 2019

Pflicht der Eltern:

„Für mich sind Eltern keine Erziehungsberechtigten, sondern Erziehungsverpflichtete. Wenn Eltern gegen die Interessen ihrer Kinder handeln und ihnen Chancen nehmen, dann hat der Staat die Pflicht, im Sinne dieser Kinder einzuschreiten.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Kurier online am 14. Februar 2019

Eingreifen zum Schutz der Kinder:

„Einige Eltern verstehen erst, wie ernst die Konsequenzen sein können, wenn finanzielle Leistungen gekürzt werden oder Bußgeldbescheide eintreffen. Von diesen Rechtsmitteln muss viel mehr und viel konsequenter Gebrauch gemacht werden. […] Der Gesetzgeber sollte sich klarmachen, dass diese Sanktionen keine Strafe für die Familie sein sollen, sondern vielmehr ein Ansporn, die Bildung der Kinder nicht zu vernachlässigen.“
Ahmad Mansour, „Klartext zur Integration – gegen falsche Toleranz und Panikmache“ (2018), S. 299f

Viele bildungswissenschaftliche Erkenntnisse zur hohen Bedeutung des familiären Umfelds sind auf www.bildungswissenschaft.at unter http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/zitate-d-bis-f/famumfeld nachzulesen.


Studierbefähigung sinkt:

„Studienanfänger, die ein Mint-Fach, also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft oder Technik, wählen, haben immer öfter unverzeihliche Schwächen in Rechentechnik und im Verfolgen mathematischer Grundgedanken. An der Universität müssen sie Vorbereitungskurse besuchen. Das kostet unnötig Steuergeld.“
NR-Abg. Univ.-Prof. Dr. Rudolf Taschner, Bildungssprecher der ÖVP, Die Presse online am 2. November 2018

Ernüchternde Bilanz:

„Die ‚kompetenzorientiert‘ trainierten Absolventen können schlicht nicht mehr hinreichend lesen, schreiben und rechnen, geschweige denn organisieren und unter Belastung den Überblick behalten.“
Univ.-Prof. Dr. Jochen Krautz, „Zersetzung von Bildung: Ökonomismus als Entwurzelung und Steuerung“.
In: „COINCIDENTIA. Zeitschrift für europäische Geistesgeschichte“ (2015), Beiheft 5, S. 125

Bildungsreformern fehlt didaktisches Wissen:

„In Zeiten von Alexa und Siri mag für viele unstrittig sein, dass dank Digitalisierung Menschen kein Faktenwissen mehr brauchen. Wissen ist jederzeit und überall verfügbar, so dass sich Schüler voll und ganz auf die Kompetenzentwicklung konzentrieren können. Diese Argumentation verkennt den Unterschied zwischen Faktenwissen und Klugheit sowie den Zusammenhang von Oberflächenverständnis und Tiefenverständnis, wie er in der Didaktik seit jeher bekannt ist.“
Univ.-Prof. Dr. Klaus Zierer, Frankfurter Allgemeine Zeitung online am 12. Oktober 2018

Mut zur Korrektur!

„Um einen erfolgreichen Schritt in die Zukunft zu setzen, ist es wichtig, statt ‚Kompetenzorientierung‘ wieder Inhalte, Wissen und Leistung in den Vordergrund zu stellen.“
Mag. Werner Hittenberger, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft Oberösterreich, ÖPU-Nachrichten vom März 2019, S. 17 

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Aktuelle Zitate

 

 

 

Österreichs Lehrerinnen und Lehrer von Politik und Gesellschaft alleingelassen:

„Die Einzelkämpfer im Klassenzimmer rufen seit vielen Jahren vergeblich nach Unterstützung durch Beratungslehrer, Sozialarbeiter und Psychologen. Sie sollten sie bekommen und zudem von uns allen im Schulalltag weniger alleingelassen werden.“
Mag. Helmut Schliesselberger, Salzburger Nachrichten online am 11. Mai 2019

LehrerInnen verdienen höchste Wertschätzung:

„‚Wegen des Geldes‘ wird man nicht LehrerIn, wegen der tollen ‚Work-Life-Balance‘ wohl auch nicht. 50 bis 80 Stunden pro Woche für die Schule zu arbeiten, empfinden viele von uns als ganz normal.“
Mag. Gudrun Pennitz, designierte ÖPU-Vorsitzende, ÖPU-Nachrichten vom Juni 2019, S. 6

Absage an den Wiener Bildungsdirektor Himmer:

„Zwischen dem Aussprechen von Verboten und dem Schulverweis als letzter Maßnahme müsse es noch andere Möglichkeiten geben, auf Gewalt zu reagieren. ‚Die Rolle des Lehrers zu schwächen, ist der falsche Weg.‘“
Maria Hutter, Bildungslandesrätin Salzburgs, Salzburger Nachrichten online am 6. Juni 2019 

Elternhaus erste und wichtigste Bildungsinstitution:

„Kein Schulwesen der Welt kann ausgleichen, was Eltern ihren Kindern, warum auch immer, schuldig bleiben. Keine Schule kann so schlecht sein, um zu zerstören, was Eltern als erste und wichtigste LehrerInnen aufgebaut haben. Diese große Verantwortung sollte jungen Menschen, die ein Kind in die Welt setzen, bewusst sein. Diese große Verantwortung sollte möglichst allen bewusst gemacht werden!“
Mag. Gudrun Pennitz, designierte ÖPU-Vorsitzende, VCLnews vom Juni 2019, S. 11

„Immenser Stressfaktor“:

„Verhaltensauffälligkeiten von SchülerInnen UND Eltern nehmen nicht nur zu, sondern Dimensionen an, die zu einem immensen Stressfaktor geworden sind. Es ist das Gefühl, damit allein gelassen zu sein, das so viele Betroffene davon abhält, darüber zu sprechen und sich selbstverständlich Unterstützung bei Vorgesetzten zu holen.“
Mag. Gudrun Pennitz, designierte ÖPU-Vorsitzende, ÖPU-Nachrichten vom Juni 2019, S. 7

Schule braucht Unterstützung:

„Schulinterne Verhaltensvereinbarungen, Gespräche in der Direktion und die bloße ‚Androhung eines Ausschlusses‘ sind dort zahnlos, wo jemand seine Mitmenschen bewusst psychisch oder physisch schädigen will. Für solche Extremfälle braucht es daher spürbare Konsequenzen (von Wiedergutmachung bis zum Verlust des Schulplatzes) und eine besonders enge Kooperation zwischen Elternhaus und Schule, notfalls unter Einbindung des Jugendamtes.“
Dir. Mag. Isabella Zins, Bundesvorsitzende der AHS-DirektorInnen und stv. Vorsitzende der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“, VCLnews vom Juni 2019, S. 21

Folgen politischer Ignoranz:

„Die in der Gesellschaft zunehmende Gewaltbereitschaft wird auch in die Schulen hineingetragen. Vielfach trauen sich Lehrer nicht, über undiszipliniertes, respektloses und entwürdigendes Verhalten der Schüler zu berichten. Man schaut zu lange weg, kehrt die Probleme unter den Teppich und sucht den Grund für das Fehlverhalten der Schüler oft beim Lehrer.“
MMMag. Gertraud Salzmann, Bundesobfrau der VCL und Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft, VCLnews vom Juni 2019, S. 5

Interventionsinstrumente nötig:

„Pünktlichkeit, das Einhalten von Terminen und eine ernsthafte Arbeitshaltung sollten als Selbstverständlichkeit vorausgesetzt werden. Und wenn dem nicht so ist, müssen wir den Lehrenden Instrumente in die Hand geben, die dies zu erreichen versuchen.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, VCLnews vom Juni 2019, S. 9

„Under pressure“ (Lehrerbelastungsstudie 2019):

„Fast jeder zweite Lehrer in Wien und Niederösterreich leidet darunter, dass es zu wenig Sanktionsmöglichkeiten für undisziplinierte Schüler gibt.“
Niederösterreichische Nachrichten online am 14. Mai 2019

Schluss mit dem Sparen an der Schule!

„‚Wenn ein Schüler suspendiert wird, sitzt er nur drei Wochen zu Hause. In einer Timeout-Klasse wird mit ihm gearbeitet.‘ Für diese Aufgabe brauche es aber eben auch speziell geschultes Personal. Zusätzlich.“
Dir. Mag. Isabella Zins, Bundesvorsitzende der AHS-DirektorInnen und stv. Vorsitzende der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“, Der Standard online am 16. Mai 2019

Wertschätzung und Vertrauen!

„Unseren Lehrerinnen und Lehrern, die tagtäglich in den Schulklassen stehen und in den heterogenen Klassen vor großen Herausforderungen stehen, müssen wir wieder viel mehr Wertschätzung und viel mehr Vertrauen entgegenbringen.“
NR-Abg. MMMag. Gertraud Salzmann, Bundesobfrau der VCL und Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft, Nationalratssitzung vom 15. Mai 2019

Kein Platz für Gewalt!

„Psychische und physische Gewalt darf an unseren Schulen keinen Platz haben. […] Ein Verhalten, das andere schikaniert, entwürdigt, darf nicht hingenommen werden.“
NR-Abg. MMMag. Gertraud Salzmann, Bundesobfrau der VCL und Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft, Nationalratssitzung vom 15. Mai 2019

Ein schlimmes Jahrzehnt „Schulpolitik“ beenden!

„Ganz wichtig wäre das Unterstützungspersonal. Es hat im Jahr 2008 Österreich auch an der TALIS-Studie teilgenommen. Da wurden die Rahmenbedingungen für Lehrkräfte untersucht. Da ist Österreich wirklich als Schlusslicht dagestanden. Und dann sind wir aus der Studie ausgestiegen. […] Da wird man auf jeden Fall ansetzen müssen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das kostenneutral funktioniert.
Dir. Mag. Isabella Zins, Bundesvorsitzende der AHS-DirektorInnen und stv. Vorsitzende der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“, Ö1-Morgenjournal vom 14. Mai 2019 

Riesiger Rückstand bei den Rahmenbedingungen:

„‚Das Verhältnis von Lehrkräften zu pädagogisch-unterstützendem Personal beträgt 29:1 und jenes von Lehrkräften zu administrativem Personal 25:1.‘ Im Vergleich dazu kommt etwa in Dänemark auf zehn Lehrpersonen eine Supportstelle. Der OECD/EU-Schnitt liegt bei 16:1. Würde sich Österreich an diesem orientieren, so müssten hierzulande an die 13.500 zusätzliche Posten im Schulsupport geschaffen werden, wiederholt Kimberger eine langjährige Gewerkschaftsforderung.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Der Standard online am 24. April 2019

Keine Toleranz gegenüber Gewalt!

„Für gewalttätiges Verhalten in der Schule darf es keine Toleranz geben.“
Mag. Elisabeth Rosenberger, Präsidentin des Bundeselternverbands (BEV), Presseaussendung vom 13. Mai 2019 

Pädagogische Interventionsmittel notwendig:

„Wenn die Gespräche mit Lehrkräften, Klassenvorstand, Eltern, Direktion nichts nützen, dann gibt’s im Moment wirklich nur Zahnloses. […] Wenn man gesehen hat, wie diese Schüler agieren, dann hat man das Gefühl: Die wissen, es passiert ihnen nichts. Die fühlen sich so sicher in ihrem Verhalten, dass sie tun und lassen können, was sie wollen. Da braucht die Schule auf jeden Fall stärkere Maßnahmen.“
Dir. Mag. Isabella Zins, Bundesvorsitzende der AHS-DirektorInnen und stv. Vorsitzende der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“, Ö1-Morgenjournal vom 14. Mai 2019

Der Gewalt keinen Nährboden!

„Zwar handle es sich um eine Minderheit, die Lehrer terrorisiere, trotzdem müsse mit voller Stärke durchgegriffen werden. Auch der Rechtsstaat sei bei derartigen Übergriffen gefragt. ‚Gewalt in der Schule – egal von welcher Seite – müssen wir unterbinden. Sonst ist es in zehn Jahren kein Schulproblem, sondern ein gesellschaftliches Problem.‘“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Kurier online am 6. Mai 2019

857 „Einzelfälle“ …

„Laut Ministerium gab es vergangenes Schuljahr österreichweit 857 Polizeieinsätze an Schulen – die meisten in Wien und die meisten wegen Konflikten unter Schülern.“
Die Presse online am 7. Mai 2019

Leider viel zu lang:

„Schon lang gehört Lehrer-Bashing zum guten Ton. Dabei wird völlig vergessen, dass das stetig sinkende gesellschaftliche Ansehen der Lehrer für Österreich zunehmend zum Problem wird. Das macht sich in den Klassenzimmern bemerkbar, wenn Schüler ihren Lehrern keinen Funken Respekt mehr entgegenbringen, weil die Eltern in den Gesprächen zu Hause aus ihrer Ablehnung gegenüber den Pädagogen kein Geheimnis machen.“
Mag. Julia Neuhauser, Die Presse online am 30. Juni 2016

Offen und ehrlich gefragt:

„Wer übernimmt die Verantwortung für all den Kram, den wir in den letzten Jahren ausbaden mussten?“
Dr. Matthias Burchardt, Bildungsphilosoph, GBW-Tagung „Time for Change? Teil II: Im Hamsterrad. Schule zwischen Überlastung und Anpassungsdruck“, Bergische Universität Wuppertal am 4. Mai 2019