Zitate

Medien-Zitate ab 1. Dezember 2019

(Ausgewählt und kommentiert von Gerhard Riegler - Ältere Zitate siehe Archiv!)


„And there’s a hand, my trusty fiere
And gie’s a hand o’ thine
And we’ll tak’ a right gude willie-waught
for auld lang syne.“
From the traditional Scottish Song "Auld Lang Syne", a song for midnight on Hogmanay or to mark a major farewell.
Gib deine Hand, nimm meine hier
und mache dich bereit
für einen letzten Abschiedsschluck
auf die vergang'ne Zeit.

Wichtiger Hinweis

„Die Schulleiterinnen und Schulleiter wissen gemeinsam mit ihren Lehrerinnen und Lehrern am besten, wie sie unsere Kinder und Jugendlichen bestmöglich durch diese schwierige und herausfordernde Corona-Zeit bringen.“
FCG-Personalvertreter Paul Kimberger, Martin Höflehner, Peter Böhm und Dietmar Stütz, Neues Volksblatt, 23. Juni 2020.

Keine Schmalspur-Matura!

„Das war keine Schmalspur-Matura. Diese spezielle und vor allem komplett neue Situation des Corona-Lockdowns hat das Ganze sehr herausfordernd für die Schüler gemacht. Es war meiner Meinung nach richtig, darauf Rücksicht zu nehmen.“
HAK-Lehrer und Kabarettist Mag. Andreas Ferner, Wiener Zeitung, 25. Juni 2020.

Deutsch: Schlüssel zur Integration!

„Mehrsprachigkeit ist eine Bereicherung, aber wenn Kinder nicht gut Deutsch sprechen, ist das auch eine Hürde für die Integration. Da müssen wir auch Probleme ansprechen und nicht zudecken. Das wichtigste ist mir als Integrationsministerin, dass Kinder in unserem Bildungssystem befähigt werden, Deutsch zu sprechen. Das ist aus Integrationssicht das wichtigste, weil Deutsch der Schlüssel zur Integration und für eine gelungene Bildungskarriere im österreichischen Schulsystem ist. Nur so können Kinder auch langfristig einen Job finden.“
MMag. Dr. Susanne Raab, Bundesministerin für Frauen und Integration, Die Presse, 18. Juni 2020.

Leistungsnachteilen von Jugendlichen mit Migrationshintergrund

„Österreich zählt […] zu den Ländern mit den größten Leistungsnachteilen von Jugendlichen mit Migrationshintergrund – in Lesen macht der Mittelwertunterschied zwischen Einheimischen und Jugendlichen der zweiten Generation 54 Punkte aus, zwischen Einheimischen und Jugendlichen der ersten Generation sogar 79 Punkte.“
BIFIE (Hrsg.), „PISA 2018. Grundkompetenzen am Ende der Pflichtschulzeit im internationalen Vergleich“ (2019), S. 77.

Bewährte Methoden nicht verdrängen!

„Es ist beim Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien im Unterricht […] ganz besonders darauf zu achten, dass diese Technologien bewährte und effektive Lehr- und Lernmethoden nicht verdrängen, sondern da implementiert werden, wo ihr Einsatz effektiver ist als traditionelle Lernmethoden.“
Institut der deutschen Wirtschaft Köln (Hrsg.), Bildungsmonitor 2018 (2018), S. 119.

Noten und Sitzenbleiben abschaffen?

Ifo-Bildungsbarometer: „Jung und Alt sind mehrheitlich gegen die Abschaffung der Noten (Jugendliche: 62 Prozent, Erwachsene: 74 Prozent) und für das Sitzenbleiben (Jugendliche: 76 Prozent, Erwachsene: 83 Prozent).“
„Das Gymnasium in Bayern“ vom Oktober 2018, S. 5.

Leistungsprinzip:

„Eine Schwächung des Leistungsprinzips ist gerade für diejenigen wenig zuträglich, die sich unter erschwerten Lebensbedingungen auf den Bildungsweg machen.“
Univ.-Prof. Dr. Bernd Ahrbeck, „Inklusion“ (2016), S. 99. 

Hartnäckiger Mythos

„Heute muss alles leicht gehen – und spielerisch. So propagieren es viele; so verkündet es auch die Digitalindustrie. Der Glaube ans Einfache und Leichte von Lernprozessen hält sich wie ein hartnäckiger Mythos. Die Suggestivkraft des Leichten wirkt verführerisch. Gerade junge Lehrerinnen und Lehrer erliegen nicht selten diesen ideologischen Sirenenklängen. Lernen so zu gestalten, dass es möglichst einfach geht und von den Kindern wenig fordert, so folgern sie fälschlicherweise. Das ist verhängnisvoll. Jedes kindliche Cerebrum will gefordert sein. Nur so entwickelt es sich.“
Univ.-Prof. Dr. Carl Bossard, https://bildung-wissen.eu vom 2. Juni 2020

Kein Katastropgenergebnis

„„Von einem Katastrophenergebnis ist keine Rede“, sagt Isabella Zins, die Sprecherin der AHS-Direktoren. Es zeichnet sich keine Flut an Fünfern ab. […] Es sei dennoch eine sehr anspruchsvolle Mathematik-Matura gewesen. Das zeige sich an der restlichen Notenverteilung. Es werde heuer wohl weniger Einser und Zweier geben. „Die ausgezeichneten Schüler tun mir leid“, sagt Zins. Sie erwartet weniger „ausgezeichnete Erfolge“ (Notenschnitt unter 1,5) und „gute Erfolge“ (Notenschnitt zwischen 1,5 und 2). Auch das ist für manche Maturanten entscheidend. Immerhin legen viele ausländische Hochschulen großer Wert darauf.“
Die Presse online vom 3. Juni 2020

Heinz Sichrovskys Bitte an BM Faßmann:

„Rücken Sie vom Bewertungsschlüssel nicht mehr ab! Corona reicht Ihnen das Instrument, der idiotischen Zentralmatura den Zahn zu ziehen. Junge Leute werden dann unter Anleitung mündiger Lehrer wieder Goethe lesen, statt sich im Verfassen offener Briefe zu verfeinern, weil das Gestänkere zentralmaturarelevant ist. Die Schreibtischgiftmischer werden ihre Fledermaussuppen pantschen, aber niemand wird sich fürchten. Gegen allfällige leere Blätter fällt Ihnen schon etwas ein.“
Neue Kronenzeitung vom 7. Juni 2020, Seite 16

...über die Pflicht hinaus...

„Zu sehen, wie Lehrer und Schulen für ihre Schüler während dieser Pandemie über ihre Pflicht hinausgegangen sind, war bemerkenswert. Sie haben kreative Wege gefunden, um aus der Ferne zu unterrichten. Und sicherzustellen, dass die schutzlosesten Kinder mit Mahlzeiten versorgt sind. Wir stehen tief in ihrer Schuld.“
Prince Charles, www.nau.ch vom 8. Juni 2020

Vernünftig?

„Für Herbert Weiß zeigt die Abschaffung der Maskenpflicht an Schulen bereits Folgen, weil „seit dem Wegfall der Maskenpflicht offensichtlich das Bewusstsein auch für die anderen Maßnahmen geschwunden ist. Das heißt, es ist jetzt schwerer, die Abstände einzumahnen, als es noch mit den Masken war.““
Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, im Ö1-Morgenjournal vom 8. Juni 2020

Lob und Anerkennung

„Für die geleistete Arbeit im ortsungebundenen Unterricht gebührt den Lehrerinnen und Lehrern Lob und Anerkennung. Und einmal mehr haben die vergangenen Wochen gezeigt, dass Schule ein „lebendiges System“ ist, das sich permanent weiterentwickelt.“
Mag. Michaela Germann, Vorsitzende der ÖPU Vorarlberg, Neue Vorarlberger Tageszeitung online vom 31. Mai 2020

Reifeprüfung: Chuzpe verhindern!

„Kein deutscher Abiturient käme auf die selbstschädigende Idee, bei der Abiturprüfung einen leeren Bogen abzugeben, sich dadurch den Notendurchschnitt zu verschlechtern und damit seine Chancen zu schmälern, an der Universität seiner Wahl das Fach seiner Wahl studieren zu können. Kein englischer Sixth-Former würde es wagen, die A-Level-Prüfung nicht ernst zu nehmen und zu erwarten, dass die nationale Studienzulassungsbehörde seine Chuzpe positiv anerkennt. Kein schwedischer Gymnasiast wäre so kurzsichtig und dumm, wegen eines Gags bei der Abschlussprüfung seinen Studienplatz aufs Spiel zu setzen.“
Univ.-Prof. Dr. Karl Heinz Gruber, Der Standard online vom 3. Juni 2020

„E-Learning darf nicht überhandnehmen

„E-Learning und digitale Grundbildung müssen in all ihren Facetten zu unserem modernen Leben gehören.
Gerade dann sind auch solche Herausforderungen, wie jene der Corona-Krise, besser bewältigbar.
Gleichzeitig kann und darf diese Art des Unterrichtens aber nicht überhandnehmen, da der soziale Kontakt sowie das gemeinsame Lernen, das Begegnen auf persönlicher Ebene und das Ausleben und Deuten von Emotionen und Gefühlen keinesfalls aus unserer Gesellschaft – und hier ist Schule ein wesentlicher Bestandteil – weggedacht werden darf."
Mag. Alexander Schrafl, Jahresbericht 2020 des BORg Monsberger Graz, Seite 18 

Vorbildwirkung...

„Es sollte sich jeder seiner Vorbildwirkung für künftige Maturanten bewusst sein“.
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann zu den leer abgegebenen Zetteln bei der Matura. In: Der Standard online vom 27. Mai 2020.

Laberthema?

„Die zentrale Aussage war, dass ich kein Kolumnenthema, aber eine Deadline hatte und mir dachte, es gibt immer Laberthemen, über die man schreiben kann.“
Ronja von Rönne zerlegt die Maturainterpretation ihres Textes, der Teil der diesjährigen Deutschmatura-Aufgaben war. In: Die Presse online vom 27. Mai 2020.

Lehrervertreter einbeziehen!

„Die Idee, die Note der Abschlussklasse zu berücksichtigen, halten die Lehrervertreter prinzipiell für vernünftig. […] Eine „gravierende Reform“ nennt das Herbert Weiß. Der oberste AHS-Lehrergewerkschafter wünscht sich vom Minister deshalb „grundsätzliche Überlegungen“ – und zwar unter Einbeziehung der Gewerkschaft.
Prinzipiell zeigt sich der Lehrervertreter jedenfalls offen für die Idee. Es gebe Vor- und Nachteile. Diese Form der Benotung würde das Abschlussjahr aufwerten. Das sei gut. Zugleich müsse man aber „aufpassen, dass die Matura nicht entwertet wird“, warnt Weiß. Schüler, die bereits vor der Matura wissen, dass sie bestanden haben, könnten die Reifeprüfung „dann nicht mehr ernst nehmen“.
Deshalb müsse man sich die Regelung im Detail überlegen. Und vielleicht Ausnahmen für „Extremfälle“ schaffen. Es soll vermieden werden, dass die Schüler, die ihre Matura schon vor der Prüfung in der Tasche haben, gar nichts mehr lernen.“
Die Presse vom 25. Mai 2020

Key principles of effective governance...

„Engaging in an open dialogue with stakeholders and involving them in reform and implementation processes are key principles of effective governance. This includes the relevant unions representing teachers in different sectors and at different levels of administration.“
OECD (Hrsg.), Working and Learning Together (2019), S. 24

Wiederholen = mehr Zeit geben

„Das Wiederholen einer Klassenstufe, d. h. die Praxis, Schüler in derselben Klassenstufe zu behalten, wird dazu genutzt, Schülern mit Problemen mehr Zeit zu geben, die für die jeweilige Klassenstufe angemessenen Inhalte zu beherrschen, bevor sie in die nächste Klassenstufe versetzt werden (und so zu verhindern, dass sie die Schule frühzeitig verlassen).“
OECD (Hrsg.), Bildung auf einen Blick 2018, OECD-Indikatoren (2018), S. 190.

"Accountability"

„Governments often demand accountability from teachers. On the other hand, it can be asked why accountability to function runs in only one direction: from teachers to educational authorities. Would it not also be legitimate to ask how education authorities are accountable to teachers, students, and parents?”
Univ.-Prof. Dr. Nelly Stromquist, The Global Status of Teachers and the Teaching Profession (September 2018), S. 45f.

Klima des Vertrauens nötig

„Wir können auf die Professionalität unserer Lehrerinnen und Lehrer vertrauen: Sie zeigen, wozu sie imstande sind. Dazu brauchen sie autonome Spielräume, denn Schulen sind komplizierte Ensembles von Erfahrungen und Problemlösekompetenz und brauchen ein Klima des Vertrauens und achtsamen Miteinanders.“
Univ.-Prof. Dr. Michael Schratz, Standard online vom 29. März 2020

Fürsorgepflicht gegenüber den LehrerInnen!

„Für das Finale eines für alle Beteiligten besonders fordernden Schuljahres ersuchen wir alle RepräsentantInnen der Dienstgeberseite, ihrer gesetzlichen Fürsorgepflicht gegenüber den LehrerInnen größtes Augenmerk zu widmen. Der Einsatz, mit dem Österreichs LehrerInnen die letzten Monate Schule und Unterricht trotz aller Hindernisse aufrechterhalten haben, verdient nicht nur größten Respekt, sondern mit Blick auf die vor uns liegenden Wochen auch Rücksichtnahme auf die Grenzen menschlicher Belastbarkeit.“
Mag. Gudrun Pennitz, Vorsitzende der ÖPU, und Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, ÖPU/FCG-Rundschreiben vom 13. Mai 2020

Schulbauprogramm

„In den kommenden zehn Jahren budgetiert der Bund 2,4 Milliarden Euro für den Neubau, die Erweiterung und Sanierung von Schulen. Das ist etwas mehr als beim letzten Ausbauplan. Konkret geht es dabei um die Bundesschulen – also um Gymnasien und berufsbildende mittlere und höhere Schulen (BMHS). Es soll rund 270 Bauprojekte in ganz Österreich geben."
Die Presse vom 13. Mai 2020

PädagogInnen beweisen, was in ihnen steckt

„An allen Ecken und Enden beweisen die Pädagoginnen und Pädagogen in diesen lähmenden Wochen, was in ihnen steckt. Das gilt es, bei all der gerechtfertigten Kritik an so manchen systemischen Auswüchsen unseres Bildungssystems, in Rechnung zu stellen.“
Mag. Günter Pilch, Kleine Zeitung vom 18. Mai 2020

Geschwindigkeit den Vorzug vor Perfektionismus geben

„In einer akuten Krise wie dem Ausbruch des Coronavirus müssen Entscheidungsträger entschlossen handeln, Geschwindigkeit den Vorzug vor Perfektionismus geben und sich immer auf die jeweils nächsten Schritte konzentrieren, die zur Stabilisierung der Situation und Schadensbegrenzung erforderlich sind (wie Sicherheit für alle Menschen, das Aufrechterhalten von Liquidität und Interaktion mit Kunden). Entscheidungen müssen meist sehr kurzfristig gefällt werden, weshalb die Priorität darauf liegen sollte, Entscheidungsprozesse zu straffen, kurzfristige Pläne umzusetzen und den reibungslosen Ablauf einer Organisation wiederherzustellen.“
Prof. Dr. Günter Stahl, trend.at vom 11. Mai 2020

Schuljahr gut abzuschließen

„Es geht ja nicht darum, die Wissensvermittlung zu akzentuieren, wir müssen uns von der Vorstellung lösen, dass wir jetzt in den verbleibenden Wochen den Lehrplan im Eilzugstempo durchbringen. Darauf kommt es nicht an. Ich sagte auch, keine Schularbeiten mehr und dergleichen. Es kommt darauf an, die Gemeinschaft zu erleben. Über das Geschehene zu reflektieren. Das Schuljahr gut abzuschließen und gestärkt ins neue Schuljahr überzugehen.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, Kurier vom 11. Mai 2020

Absurde Devise! 

„Was einheitlich sein soll, müsse zentral vorgegeben werden, so die Lehrervertreter. Was an die Situation der jeweiligen Schule angepasst werden soll, müsse auch dort entschieden werden. „Die Devise ‚Entscheidet bitte autonom, aber alle in der gleichen Weise‘ ist absurd“.“
ORF online vom 8. Mai 2020

TALIS 2018

„Evidence from TALIS 2018 suggests that the great majority of serving teachers were motivated by a strong commitment to public service and the social impact of teaching. When asked about their decision to become a teacher, across the OECD, 92 % of lower secondary teachers reported that it was important to them to influence the development of children and young people and 88 % said they were motivated by the profession’s contribution to society.“
OECD (Hrsg.), Working and Learning Together (2019), S. 114

Es braucht individuelle Lösungen!

„Es gibt Schulen im Umbau, es gibt Schulen mit Containerklassen, Schulen, die keine eigenen Sporthallen haben. […] Hier braucht es wirklich ganz individuelle Lösungen. Ich kann nur versichern, dass wir Direktoren wirklich alles tun, um eben beides, Betreuung und Unterricht, bestmöglich umzusetzen; und natürlich die Sicherheitsvorkehrungen.“
HR Dir. Mag. Isabella Zins, Ö1 Mittagsjournal vom 8. Mai 2020

Absurd...

„Was einheitlich sein soll, muss zentral vorgegeben werden. Was an die Situation der einzelnen Schule angepasst werden soll, muss auch dort entschieden werden können. Die Devise „Entscheidet doch bitte autonom, aber alle in der gleichen Weise!“, ist absurd.“
Mag. Gudrun Pennitz, Vorsitzende der ÖPU, und Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der FCG/AHS, ÖPU/FCG-Rundschreiben vom 6. Mai 2020 

Affront gegen alle LehrerInnen

„Offenbar glaubt LH Kaiser, dass „Distance Unterricht“ für LehrerInnen keine Arbeit bedeutet. Nach zwei Monaten, in denen wir diese besonders arbeitsintensive Form des Unterrichts geleistet haben, ein unglaublicher Affront gegen alle LehrerInnen Österreichs."
Mag. Gudrun Pennitz, Vorsitzende der ÖPU, „Breaking News“-Info der ÖPU vom 7. Mai 2020

Umsetzbare Maßnahmen?

„Die vom BMBWF im „Hygienehandbuch" beschriebenen Maßnahmen mögen sinnvoll sein, sind aber aufgrund der Schülerzahlen und der räumlichen Gegebenheiten an vielen Schulen einfach nicht umsetzbar.“
Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, im Rundschreiben 5 (2019/2020) der AHS-Gewerkschaft

"...genau im Auge behalten":

„Wir müssen und wir werden die Entwicklung genau im Auge behalten. Alle Maßnahmen in Richtung stufenweise Öffnung unserer Schulen stehen unter der Bedingung einer positiven Entwicklung der Pandemie.“
Bundesminister Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann in www.kleinezeitung.at vom 30.4.2020

Dank an alle Schulpartner:

„Alle Schulen sind geöffnet und leisten gerade auch jetzt eine hervorragende Arbeit! Es findet seit 16.3. täglich qualitativ wertvoller Unterricht statt! Mein Dank gilt allen Schulpartnern – Schülern, Lehrern und Eltern –, die gemeinsam und positiv mit viel Engagement diese schwierige Zeit meistern!“
MMMag. Gertraud Salzmann, Abgeordnete zum NR, Rede vom 23. April 2020 

Gesundheit im Vordergrund:

„Ich verlange wirklich die strenge Einhaltung aller Hygiene- und Schutzmaßnahmen, der Abstandsregelungen in den Schulen, weil für mich immer noch die Gesundheit der Kinder, die Gesundheit der Lehrerinnen und Lehrer im Vordergrund steht.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Ö1-Mittagsjournal vom 24. April 2020

Distance Learning klappt:

„Meinen SchülerInnen und ProfessorInnen geht es angesichts dieser völlig neuen Situation überraschend gut. Ich bin mit allen Schulpartnern gut vernetzt und ProfessorInnen und SchülerInnen bestätigen: Das Distance Learning klappt sehr gut - dank des Engagements aller und einer guten Struktur. Wir verwenden zwei Systeme (Lernplattform Moodle und MS Teams) und alle wachsen über sich hinaus. Ich bin stolz darauf, wie professionell meine KollegInnen und SchülerInnen gemeinsam im Netz arbeiten. Auch Videokonferenzen mit großen Gruppen funktionieren bereits. Fazit: Wir alle sind ins kalte Wasser gesprungen und haben rasch schwimmen gelernt.“
HR Dir. Mag. Isabella Zins, Sprecherin der AHS-DirektorInnen Österreichs, „Heute“ online vom 14. April 2020

Lösung mit Augenmaß!

„Wir Direktoren befürworten die Lösung mit Augenmaß. Es war ein wichtiges Signal, dass man den Schülern in diesem außergewöhnlichen Jahr den Druck nimmt, aber nicht die Matura schenkt.“
HR Dir. Mag. Isabella Zins, Sprecherin der österreichischen AHS-DirektorInnen, NÖN online am 15. April 2020

SchulleiterInnen und LehrerInnen!

„Es ist schon bemerkenswert, wie gut die Maßnahmen zur Corona-Virus-Bekämpfung in allen schulischen Bereichen laufen und vom ersten Tag an erfolgreich umgesetzt wurden. Es waren unsere Schulleiterinnen und Schulleiter, die das gemeinsam mit ihren Lehrerinnen und Lehrern trotz einer unglaublich dynamischen Entwicklung rund um exponentiell ansteigende Infektionszahlen möglich gemacht haben, indem sie flexibel, umsichtig und verantwortungsvoll im Sinne unserer Schülerinnen und Schüler und deren Eltern agiert haben.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Zeitschrift „aps“, Ausgabe vom April 2020

Prinzipiell provate Ressourcen?

„Es darf und kann nicht sein, dass Lehrpersonen für ihre Unterrichtsvorbereitung,   -durchführung und -nachbereitung prinzipiell auf private Ressourcen zurückgreifen müssen. Der Arbeitgeber hat für die entsprechende Ausstattung zu sorgen, wie es auch in der Privatwirtschaft üblich und Standard ist.“
Mag. Dr. Jörg Spenger u. a., „Under pressure. Berufsvollzugsprobleme und Belastungen von Lehrpersonen. Eine empirische Studie.“ (2019), S. 152

Alles kann infrage stehen!

„Wenn die Not groß wird, werden Menschen einfallsreich. Und insofern ist das jetzt eine ganz gute Übung, um zu lernen, dass Dinge nicht einfach nur immer funktionieren, woran wir sehr stark gewöhnt sind, sondern dass alles im Grunde auch infrage stehen kann.“
Univ.-Prof. Dr. Wilhelm Schmid, www. News4teachers.de vom 19. März 2020

Neue Sicht?

„Ich bin mir sicher, in wenigen Wochen werden sich sämtliche Eltern einig sein: Wir haben die besten Schulen der Welt. Wir fordern weder Lehrplanreform noch motivierte Pädagogen. Es genügt, wenn sie das Gebäude aufsperren.“
Klaus Eckel, Teach me if you can, Kurier vom 22. März 2020

Dank von BM Dr. Faßmann:

„Ich möchte mich persönlich bei allen Pädagoginnen und Pädagogen dafür bedanken, dass die Maßnahmen zur Corona-Bekämpfung so erfolgreich gestartet haben. Sie leisten damit einen unverzichtbaren Beitrag für unsere Gesellschaft!“
Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung, www.bmbwf.gv.at am 17. März 2020

"Aufmerksamkeit und Wertschätzung"

„Am Staat, seinen Intentionen, seinen Tendenzen und seinem Personal, am Öffentlichen Dienst und seinen Leistungen, aber auch an der Aufmerksamkeit und Wertschätzung, die diesem entgegengebracht wird, kann man […] tatsächlich beobachten, in welchem Zustand die Sittlichkeit sich in der Wirklichkeit gerade befindet.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, Festansprache zum Bundeskongress der GÖD, 13. Oktober 2016

Grenzen setzen!

„Wir brauchen Möglichkeiten, um den Schülern wieder Grenzen setzen zu können. Dazu benötigen wir einen exakten Plan des Ministeriums, wie mit dem Thema umzugehen ist.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Oberösterreichische Nachrichten online am 6. November 2019

Vorbilder prüfen! 

„Nicht nur in Frankreich sind Smartphones, von einigen wenigen Ausnahmen abgesehen, seit dem Beschluss der Nationalversammlung vom Juli 2018 an allen Schulen untersagt. Auch in den Vereinigten Staaten werden mittlerweile in fast allen Bundesstaaten die Handys beim Betreten der Schule eingesammelt und erst nach dem Unterricht wieder ausgegeben.“
Univ.-Prof. Dr. Hans Peter Klein, „Abitur und Bachelor für alle – wie ein Land seine Zukunft verspielt“ (2019), S. 44

Disziplin hat Einfluss!

„Ein positives Schul- oder Unterrichtsklima wirkt sich nicht nur auf das Wohlbefinden der Schüler/innen und deren Lernerfolg aus, sondern auch auf die Wirksamkeit der Unterrichtenden, das Selbstvertrauen und das Engagement der Lehrenden in der Schule und im Unterricht. Die Unterrichtsdisziplin hat Einfluss auf das Schul- und Unterrichtsklima, insbesondere auf das Element der emotionalen und physischen Sicherheit.“
BIFIE (Hrsg.), „TALIS 2018. Band 1“ (2019), S. 61

Eltern in die Pflicht nehmen!

„Ca. zwei Drittel der Lehrpersonen vertreten die Ansicht, dass die Eltern (unangemessenerweise) ihren Erziehungsauftrag nicht wahrnehmen und stattdessen die Erziehungsaufgaben an die Schule delegieren, nahezu die Hälfte aller Befragten geben auch an, dass die mangelnde Unterstützung der Schülerinnen und Schüler durch die Eltern belastend sei.“
Mag. Dr. Jörg Spenger u. a., „Under pressure. Berufsvollzugsprobleme und Belastungen von Lehrpersonen. Eine empirische Studie.“ (2019), S. 44

"Noncognitive skills"

„The main mechanism through which ECI (Anm.: ECI = Early Childhood Intervention) programs achieve results is by improving what economists call noncognitive skills. These skills comprise attitudes and behaviors that make people succeed in social interactions in both school and the workplace, such as motivation, patience, perseverance, self-control, and the capacity to evaluate the consequences of today’s action on future outcomes. Several studies show that such skills are crucial for success in life, more so than cognitive skills measured by IQ tests.“
Univ.-Prof. Dr. Matthias Doepke u. a., „Love, Money and Parenting“ (2019), S. 155

Mehr "entertainment":

„Many studies have shown that tablet computers have ended up being used as entertainment tools rather than being used as teaching materials.“
Dr. Ali Semerci, „Students’ views on the use of tablet computers in education“. In: „World Journal on Educational Technology: Current Issues“ 10(2), 2018, S. 11 

Schulklima wesentlich!

„The PISA results highlight the importance of the school climate for pupil wellbeing and performance. In some countries, more than one in three pupils feel that they do not belong at school. In a majority of EU Member States, more than one in five report that they are bullied at least a few times a month. Both the feeling of not belonging at school and exposure to bullying negatively affect pupils’ reading performance.”
EU-Kommission online am 3. Dezember 2019

Lesen gehört zum Leben!

„Eltern sollten ihren Kindern schon früh vermitteln, dass Lesen und Bücher zum Leben gehören und das Leben bereichern. Das beginnt damit, dass Eltern, aber auch vielleicht die Omas und Opas den Kindern möglichst früh vorlesen. Am besten jeden Abend vor dem Schlafengehen.“
Anja Karliczek, Bundesbildungsministerin Deutschlands, n-tv online am 24. Dezember 2019 

30 Minuten pro Tag!

„32 Prozent der Eltern lesen ihren Kindern höchstens einmal pro Woche vor – und das ist zu selten! Regelmäßiges Vorlesen – empfohlen werden mindestens 30 Minuten pro Tag – ist jedoch nicht nur für die spätere Lesekompetenz entscheidend, sondern auch für einen umfangreichen Wortschatz, ja sogar für den Spracherwerb.“
Die Welt online am 18. Dezember 2019 

Zweierlei Maß!

„Lehrer berichteten mir, dass es ihnen im Lauf der Jahre nie vorgeworfen worden ist, wenn Schüler etwas nicht können, dass sie aber sofort Riesenprobleme haben, wenn eine Schularbeit wegen schlechter Noten wiederholt werden muss, oder wenn sich Eltern über irgendetwas beschweren.“
Dr. Andreas Unterberger, Online-Journalist des Jahres 2010, www.andreas-unterberger.at am 13. Mai 2019 

Voraussetzungen!

„Die Digitalisierung an den Schulen wird in hohem Maße davon abhängen, ob es gelingt, nachhaltig eine technische Infrastruktur bereitzustellen und die rechtlichen Grundlagen dafür zu schaffen, dass Datenschutz und Sicherheitsstandards angemessen berücksichtigt werden. […] Dies alles setzt voraus, dass die Schulen nicht individuell vor die Herausforderung gestellt werden, Lösungen für all diese wichtigen rechtlichen und technischen Herausforderungen zu finden.“
Aktionsrat Bildung (Hrsg.), Digitale Souveränität und Bildung (2018), S. 143

Mangel an kritischem Sensorium?

„Dass die kritische Begleitmusik, die seit geraumer Zeit dem Digitalisierungsdiskurs folgt, von den Bildungsexperten geflissentlich überhört wird, zeugt davon, dass es ihnen durchwegs an jenem kritischen Sensorium mangelt, das sie sonst unter dem Stichwort Medienkompetenz gerne einmahnen.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, Neue Zürcher Zeitung online am 27. August 2019

Nicht grundsätzlich besser!

„Digitaler Unterricht ist nicht grundsätzlich besser. Man muss genau hinsehen, wo wir ihn dadurch besser machen können. Dazu fehlen noch empirische Studien.“
Univ.-Prof. Dr. Christian Thein, Standard online am 2. April 2019

Mensch zu Mensch - Interaktion wichtig!

„Digitale Medien können bei der einfachen Wissensvermittlung im Oberflächenniveau (Reproduktion und Reorganisation) hohe Effekte erzielen, beim Tiefenverständnis (Transfer und Problemlösen) stoßen sie jedoch schnell an ihre Grenzen – hier muss die Interaktion von Mensch zu Mensch im Zentrum von Lehr-Lernprozessen stehen.“
Univ.-Prof. Dr. Klaus Zierer, In: özbf (Hrsg.), begabt & exzellent, Ausgabe 1, 2019, S. 12

"... perform less well..."

„Students with very high levels of digital device use at school generally perform less well, whether in mathematics, reading or science. Extensive use of new technologies at school may replace other, more efficient educational practices or simply distract students.“
OECD (Hrsg.), OECD Skills Outlook 2019 (2019), S. 179

Renaissance des Leistungsprinzips

„Bildung geht nicht ohne Anstrengung. Wir müssen unseren jungen Leuten wieder mehr zutrauen und mehr zumuten. Deshalb brauchen wir im Bildungsbereich eine Renaissance des Leistungsprinzips.“
Peter Schmidt, Ehrenpräsident des Deutschen Arbeitgeberverbands, die-deutsche-wirtschaft.de am 4. August 2019

Unwort "Leistung"?

„Über sinkende Leistungskurven bei den Schülerinnen und Schülern darf man sich nicht wundern, wenn zwar Gesellschaft und Wirtschaft Einsatz und Leistungsbereitschaft fordern, der Begriff Leistung in der Schule aber beinahe zum Unwort verkommen ist.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, „Der Öffentliche Dienst aktuell“ vom Oktober 2019, S. 21

Fehlentwicklung!

„Viele Kinder entwickeln sich in ihrer Psyche nicht mehr wie früher. Sie bleiben auf einer Kleinkind-Stufe stehen, leben eher lustorientiert und sind weder lern- noch leistungsbereit.“
Dr. Michael Winterhoff, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Heute online am 28. Oktober 2019

Richtige Förderung unverzichtbar!

„Gene sind nur Bleistift und Papier, aber seine Geschichte schreibt jeder selbst. Die richtige Förderung ist unverzichtbar, damit jeder seine persönliche Geschichte auch wirklich schreiben kann.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Markus Hengstschläger. In: ÖIF (Hrsg), „Zusammen“, Ausgabe vom Winter 2019, S. 15

... im Schlussfeld!

„Was Freude an der Leistung, was Leistungsorientierung anlangt, liegen wir tatsächlich im internationalen Vergleich im Schlussfeld.“
HR Mag. Dr. Günter Schmid, Vorsitzender der „Bildungsplattform Leistung & Vielfalt“, Presseaussendung vom 3. Dezember 2019

Nicht die Differenzierung ist es!

„Die durch die sozioökonomische Herkunft bestimmte Leistungsdifferenz ist bei Österreichs SchülerInnen VOR Beginn der Differenzierung enorm groß und kann während der differenzierten Sekundarstufe I verkleinert werden.“
Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, „gymnasium“ (Printmedium der AHS-Gewerkschaft) vom September/Oktober 2019, S. 7

Enge Verbindung

„The association between socio-economic disadvantage and low performance was statistically significant in all PISA-participating countries and economies, except Macao (China).“
OECD (Hrsg.), „PISA 2018 Results. Where All Students Can Succeed“ (2019), S. 54

Probleme in den Voksschulen

„Wir haben bereits in der Volksschule große Probleme, vor allem mit Kindern aus sozioökonomisch benachteiligten Schichten. Für uns heißt das: Wir müssen früher beginnen, eigentlich bereits im Kindergarten.“
BM a. D. Mag. Dr. Iris Rauskala, Die Presse vom 2. September 2019

Problematisches Smartphone

„Man sieht schon Eltern, die ihren Kindern im Kinderwagen das Smartphone in die Hand drücken, damit sie Ruhe haben.“
Vea Kaiser, NEWS vom 1. März 2019, S. 66

Die ersten Lebensjahre prägen!

„Wie prägend die ersten Lebensjahre für eine erfolgreiche Schullaufbahn sind, kann nicht oft genug betont werden. Was in dieser Zeit im Elternhaus versäumt wurde, kann kein Schulsystem der Welt aufholen."
Mag. Gudrun Pennitz, Vorsitzende der ÖPU, ÖPU-Nachrichten vom September 2019, S. 4

"... zumindest internationales Mittelmaß"

„Wir LehrerInnen wären schon froh, würden die Ressourcen, die Österreichs Schulwesen zur Verfügung gestellt werden, zumindest internationales Mittelmaß erreichen. Zur Erinnerung: Im OECD-Mittel fließen 7,9 Prozent aller öffentlichen Ausgaben ins Schulwesen, in Österreich aber nur 6,2 Prozent.“
Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, gymnasium (Printmedium der AHS-Gewerkschaft) vom November/Dezember 2019, S. 5

Großer Unterschied: 

„In den meisten Ländern und auch im Durchschnitt der OECD-Länder entfallen grob drei Viertel der öffentlichen Gesamtausgaben für Bildung im Primar- bis Tertiärbereich auf die nicht tertiären Bildungsbereiche (rund 8 % der öffentlichen Gesamtausgaben).“
OECD (Hrsg.), Bildung auf einen Blick 2019 (2019), S. 351
In Österreich entfallen nicht einmal zwei Drittel auf das Schulwesen (63,5 %), nur 6,2 % der öffentlichen Gesamtausgaben. (Quelle: OECD (Hrsg.), Bildung auf einen Blick 2019 (2019), Tabelle C4.1.) 

Mehr Ressourcen:

„Fehlentwicklungen vergangener Jahre waren bei Gott nicht nur dem Ressourcenmangel geschuldet. Aber um jungen Menschen mehr als nur das Pflichtprogramm zu bieten, brauchen die Schulen deutlich mehr Ressourcen.“
HR Mag. Dr. Günter Schmid, Vorsitzender der „Bildungsplattform Leistung & Vielfalt“, Presseaussendung vom 9. Oktober 2019 

Unfaire Mittelverteilung:

„Abgesehen von den Sonderschulen, deren Pro-Kopf-Ausgaben durch die intensive Betreuung bei über 32.000 Euro liegen, betragen die Ausgaben in Schulen der Sekundarstufe I zwischen 8.200 Euro in der AHS-Unterstufe und 12.400 Euro an NMS. Die durchschnittlichen Kosten der HS liegen bei rund 11.300 Euro. Somit liegen die Kosten der AHS-U um knapp 3000 Euro unter den Kosten der HS und beinahe 4.200 Euro unter den Kosten NMS. Auf vier Schuljahre aufgerechnet ergibt das eine Differenz pro Schüler/in von rund 12.000 Euro (HS) bzw. 16.800 Euro (NMS).“
BMBWF (Hrsg.), Nationaler Bildungsbericht Österreich 2018. Band 1 (2019), S. 54-56 

Umfassende Investition in Bildung nötig:

„Besonders vor dem Hintergrund der zunehmenden Globalisierung und Digitalisierung der Wirtschaft ist eine umfassende Investition in Bildung, welche eine Anpassung an diese Entwicklungen erlaubt, notwendig.“
Institut der deutschen Wirtschaft Köln (Hrsg.), INSM-Bildungsmonitor 2019 (2019), S. 8

Unverzichtbare Forderungen des Lernerfolgs

„Ein lernförderliches Klima wie etwa der Aufbau und die Pflege der persönlichen Beziehungen zwischen Schülerinnen und Schülern und Lehrkräften sowie die Lern- und Unterrichtsatmosphäre, die durch Selbstachtung, Respekt, Vertrauen und Gerechtigkeit geprägt ist, gelten als unverzichtbare Faktoren des Lernerfolgs. Ein hohes Wohlbefinden der Schüler/innen in der Schule und ihren Klassen ist somit auch ein wichtiges Ergebnis schulischen Handelns.“
BIFIE (Hrsg.), Standardüberprüfung 2018. Mathematik, 4. Schulstufe (2019), Länderergebnisberichte, S. 14

Hohe Unzufriedenheit in Korea

„Data from the 2015 OECD Programme for International Student Assessment (PISA) […] indicate that Korea has the lowest share of young people reporting high life satisfaction among OECD countries and the second-highest share of those reporting low satisfaction.“
OECD (Hrsg.), Investing in Youth. Korea (2019), S. 30

"lower levels of life satisfaction"

„In most East Asian countries and economies, such as Beijing, Shanghai, Jiangsu and Zhejiang (China), Hong Kong (China), Japan and Macao (China), students scored above the OECD average in reading, but reported lower levels of life satisfaction than the average 15-year-old student in OECD countries.“
OECD (Hrsg.), PISA 2018 Results. What School Life Means for Students’ Lives (2019), S. 160

Sinkende Zufriedenheit

„Im OECD-Raum waren eigenen Angaben zufolge nur rd. zwei Drittel der Schülerinnen und Schüler mit ihrem Leben zufrieden, und dieser Anteil hat sich zwischen 2015 und 2018 um 5 Prozentpunkte verringert.“
Angel Gurría, Generalsekretär der OECD. In: OECD (Hrsg.), PISA 2018 Ergebnisse. Was Schülerinnen und Schüler wissen und können (2019), S. 4

Angst vor dem Scheitern

„In a majority of school systems, students who expressed a greater fear of failure scored higher in reading, but reported less satisfaction with life, than students expressing less concern about failing, after accounting for the socio-economic profile of students and schools.“
OECD (Hrsg.), PISA 2018 Results. What School Life Means for Students’ Lives (2019), S. 16

Überhastete Reformen

„Seit vielen Jahren wird im Schulbereich eine Reform nach der anderen überhastet, ohne ausreichende Planung und Evaluation, fast ohne Begleitmaßnahmen und oft auch halbherzig eingeführt – sehr zum Leidwesen und auch zum Nachteil unserer Kinder und Schulen.“
Mag. Markus Kerschbaumer, Landesleitungsmitglied der AHS-Gewerkschaft Steiermark, „autonom“ vom November 2019, S. 6

"Reformitis"

„Es gibt eine Krankheit, die heißt Reformitis und Reformhysterie. Davon ist die Schule in Österreich geplagt. Dieses Übel müssen wir besiegen.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Oberösterreichische Nachrichten online am 7. November 2019

Evaluierung der "Neuen Oberstufe"

„Die erweiterte Bundesleitung der AHS-Gewerkschaft begrüßt die derzeit laufende Evaluierung der NOST. Angesichts der dabei an vielen Standorten zu Tage getretenen Mängel soll es in Zukunft den Schulen im Rahmen ihrer Autonomie überlassen werden, ob dieses Modell am Standort umgesetzt wird.“
Beschluss der Erweiterten Bundesleitung der AHS-Gewerkschaft, Linz am 3. April 2019

NOST: mehr Bürokratie, mehr Prüfungen...

„Derzeit verursacht die Neue Oberstufe, durch die der Stoff in einsemestrige Module eingeteilt wird, vor allem mehr Bürokratie und mehr Prüfungen für Schüler und Schülerinnen. Ich sehe auch die Gefahr, dass darunter die Unterrichtsqualität leidet.“
Dir. Mag. Isabella Zins, Bundesvorsitzende der AHS-DirektorInnen und stv. Vorsitzende der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“, Die Presse online am 28. Februar 2018

"Keine Experimente auf Kosten der Jugend"

„Wir wollen keine Experimente auf Kosten unserer Jugend. Die nicht wiederholbare Schulzeit ist zu kostbar für unausgegorene Experimente mit nicht vorhersehbaren Ergebnissen.“
Mag. Hans Adam, FCG-Vorsitzender der AHS Steiermark, „autonom“ vom November 2019, S. 1

Ungewöhnliches Lob

„Vielmehr will ich die Lehrkräfte loben. Wer es in 20 Jahren trotz Unruhe durch PISA, Druck durch Politik, Spannungen in der Gesellschaft – durch das Auseinanderdriften von Arm und Reich und Migration – geschafft hat, nicht schlechter zu werden, hat den Laden doch gut im Griff. Das war eine fantastische Leistung, für die wir dankbar sein müssen.“
Univ.-Prof. Dr. Stefan Hopmann, Kleine Zeitung vom 4. Dezember 2019

PISA-Relevanz prüfen

„Ich plädiere dafür, PISA dort ernst zu nehmen, wo man diesen Test ernst nehmen kann, aber jeder Versuchung zu widerstehen, Bildungsreformen, Strukturveränderungen ausschließlich an diesem Test und seinen Ergebnissen zu messen.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, Bundeslehrertag 2019 der ÖPU Oberösterreich, 27. März 2019

Auf dem falschen Dampfer?

„Wer immer weiter, immer mehr auf Standardisierung, Kompetenzorientierung und Kontrolle setzt, damit aber keine Leistungssteigerung oder verbesserte Chancen für Schwache schafft – der muss sich einmal fragen, ob er nicht mit PISA auf dem falschen Dampfer ist.“
Univ.-Prof. Dr. Stefan Hopmann, Kleine Zeitung vom 4. Dezember 2019

Gefährlicher Einfluss

„Die Pisa-Studie hat das Denken über Schule und Lernen weltweit in einer Weise beeinflusst, die ich aus verschiedenen Gründen für gefährlich halte. Die Studie und die riesige Aufmerksamkeit, die sie erfährt, hat zum Beispiel ganz erheblich zur Verbreitung einer fragwürdigen Testkultur an Schulen beigetragen.“
Univ.-Prof. Dr. Heinz-Dieter Meyer, Der Spiegel online am 5. Dezember 2016

"Erbärmliches Bildungsverständnis"

„Wer sagt, Bildung ist das, was Pisa misst, der hat ein erbärmliches Bildungsverständnis.“
Josef Kraus, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands, Saarbrücker Zeitung online am 25. April 2017

PISA-Test bleiben lassen

„Es leiden die Fächer, die nicht getestet werden, da sie weniger Aufmerksamkeit bekommen. Es geht nur mehr drum, für den PISA-Test besser zu werden. Aus meiner Sicht sollten wir den Test bleiben lassen.“
HR Mag. Dr. Günter Schmid, Vorsitzender der „Bildungsplattform Leistung & Vielfalt“, Presseaussendung vom 3. Dezember 2019 

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