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Zitate

Medien-Zitate ab 1. Mai 2019

(Ausgewählt und kommentiert von Gerhard Riegler - Ältere Zitate siehe Archiv!)

„Under pressure“ (Lehrerbelastungsstudie 2019):

„Mehr als die Hälfte der Befragten leidet unter Problemen mit Stimme, Stimmbändern und Kehlkopf, 56,5 % fühlen sich relativ müde durch den Job, fast 25 % sehr müde, 65 % erleben den Berufsstress als belastend, fast 43 % als stark belastend, nahezu 55 % fühlen sich erschöpft, über 35 % stark erschöpft.“
Mag. Dr. Jörg Spenger u. a., „Under pressure. Berufsvollzugsprobleme und Belastungen von Lehrpersonen.
Eine empirische Studie.“ (2019), S. 149

Das Ergebnis von „Bildungsreformen“ in Serie:

„Ein Lehramtsstudium ist heute das Ticket für einen Risikojob. [...] Überforderung und Selbstzweifel zermürben immer mehr Pädagogen.“
Dr. Christine Eichel, „Deutschland, deine Lehrer - Warum sich die Zukunft unserer Kinder im Klassenzimmer entscheidet“ (2014), S. 305

Berufsspezifische Krankheitsbilder:

„Nach einer repräsentativen Erhebung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin unter mehr als 20 000 Erwerbstätigen sind Lehrer deutlich häufiger als andere Berufsgruppen von Erschöpfung (mehr als jeder Zweite), Kopfschmerzen (mehr als 40 Prozent), Nervosität und Reizbarkeit (knapp 40 Prozent) sowie von Schlafstörungen (35 Prozent) betroffen.“
Süddeutsche Zeitung online am 20. September 2018

Österreichs Lehrerinnen und Lehrer von Politik und Gesellschaft alleingelassen:

„Die Einzelkämpfer im Klassenzimmer rufen seit vielen Jahren vergeblich nach Unterstützung durch Beratungslehrer, Sozialarbeiter und Psychologen. Sie sollten sie bekommen und zudem von uns allen im Schulalltag weniger alleingelassen werden.“
Mag. Helmut Schliesselberger, Salzburger Nachrichten online am 11. Mai 2019

Folge schulpolitischen Versagens:

„Die Unterrichtsdisziplin wird im TALIS-10-Jahres-Vergleich zwischen 2008 und 2018 von österreichischen Lehrerinnen und Lehrern als herausfordernder beschrieben.“
BIFIE (Hrsg.), „TALIS 2018. Band 1“ (2019), S. 57

Höchste Zeit für Entlastung!

„Wir benötigen dringend fachlich kompetentes Unterstützungspersonal, das unseren Kolleginnen und Kollegen zur Seite steht und somit zur Entlastung der Lehrenden beiträgt.“
Mag. Michaela Germann, Vorsitzende der ÖPU Vorarlberg, ÖPU-Nachrichten vom Juni 2019, S. 10

Ohne Treibstoff geht’s höchstens bergab:

„Ohne den nötigen Treibstoff wird ein Vorankommen nicht möglich sein. Die künftige Regierung müsste also als erste Maßnahme die drastische Unterfinanzierung des Schulwesens beenden. Erst wenn man für dringend nötige sinnvolle Reformen die nötigen Mittel hat, kann man daraus etwas machen.“
Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, Der Standard online am 15. November 2017

Supportpersonal aus Sozialbudget finanzieren!

„Kein anderes Land der Welt verfügt über so wenig schulisches Unterstützungspersonal wie Österreich. Sozialarbeit, die zunehmend wertvolle Unterrichtszeit kostet, ist keine ureigene LehrerInnen-Aufgabe und sollte budgetär daher vom Sozial- und nicht vom Bildungsministerium bedeckt werden.“
Dir. Mag. Isabella Zins, Bundesvorsitzende der AHS-DirektorInnen und stv. Vorsitzende der Bildungsplattform
„Leistung & Vielfalt“, VCLnews vom Juni 2019, S. 21

Idealismus darf nicht länger missbraucht werden!

„Wir sind idealistische ÜberzeugungstäterInnen! Wir erfüllen unsere Aufgaben aus Liebe zu den jungen Menschen und schöpfen viel Kraft aus der Wertschätzung durch SchülerInnen und Eltern, wo und in welcher Form auch immer sie uns zuteilwird.“
Mag. Gudrun Pennitz, designierte ÖPU-Vorsitzende, ÖPU-Nachrichten vom Juni 2019, S. 6

Finnlands Bildungsbudget stark angehoben:

„Im Zeitraum von 2000 bis 2014 wurde ihr Anteil von 5,7 % auf 7,2 % erhöht. Damit liegen die staatlichen Bildungsausgaben Finnlands auf einem ähnlichen Niveau wie bei den anderen nordischen Staaten Dänemark (7,6 %), Schweden (7,7 %) und Norwegen (7,7 %).“
BMBWF (Hrsg.), „Nationaler Bildungsbericht Österreich 2018. Band 1“ (2019), S. 36

Österreichs Bildungswesen muss sich hingegen mit mageren 5,4 % begnügen, von denen ein immer kleinerer Anteil der Schule zur Verfügung gestellt wird.

Bildungswissenschaftliche Zitate zur finanziellen Ausstattung des Schul- und Bildungswesens im internationalen Vergleich sind auf www.bildungswissenschaft.at unter http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/zitate-a-bis-c/bildungsinvestitionen nachzulesen; Daten dazu sind unter http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/statistik/category/2-bildungsinvestitionen abzurufen.


TALIS zeigt neuerlich hohe intrinsische Motivation der LehrerInnen:

„90 % of them say that the chance to contribute to society and influence children‘s development was an important reason for becoming a teacher, according to the OECD Teaching and Learning International Survey (TALIS).“
OECD (Hrsg.), „TALIS 2018 Results. Volume I“ (2019), S. 13

Finnlands Bevölkerung und Politik wissen, was LehrerInnen für die Gesellschaft leisten und bedeuten

„Finland’s success in compulsory schooling is partly because teachers are valued by society and enjoy good working conditions, relatively high salaries, smaller classes and fewer teaching hours than the OECD average.“
OECD (Hrsg.), „Investing in Youth: Finland“ (2019), S. 12

China und Russland:

„The high reverence for teachers in China and Russia is clear because the comparison with doctors shows their position among the most respected members of society.“
Varkey Foundation (Hrsg.), „Global Teacher Status Index 2018“ (2018), S. 35

Flandern:

„45.9 % of lower secondary Flemish teachers reported that they agree or strongly agree that the teaching profession is valued in society, the 9th highest figure among TALIS countries.“
OECD (Hrsg.), „OECD Reviews of School Resources: Flemish Community of Belgium 2015“ (2015), S. 148

LehrerInnen verdienen höchste Wertschätzung:

„‚Wegen des Geldes‘ wird man nicht LehrerIn, wegen der tollen ‚Work-Life-Balance‘ wohl auch nicht. 50 bis 80 Stunden pro Woche für die Schule zu arbeiten, empfinden viele von uns als ganz normal.“
Mag. Gudrun Pennitz, designierte ÖPU-Vorsitzende, ÖPU-Nachrichten vom Juni 2019, S. 6

Immer mit 100 Prozent:

„Was viele nicht sehen, dass man so einen Lehrerberuf nicht mit 50 Prozent machen kann. Als Lehrer muss man immer 100 Prozent geben. Und das ist mit der Dauer sehr belastend.“
Prof. Dr. Michael Piazolo, seit 12. November 2018 Kultusminister Bayerns, news4teachers.de am 5. November 2018

Systemische Überforderung:

„Von Lehrerinnen und Lehrern wird zunehmend erwartet, dass sie Defizite in der häuslichen Erziehung kompensieren, dass sie vielfältige Medien bei nur unzureichender Grundausstattung einsetzen, Aufgaben wie inklusive Beschulung und Förderung von Kindern mit Migrationshintergrund wahrnehmen.“
Univ.-Prof. Dr. Susanne Lin-Klitzing, Bundesvorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, Zeit online am 4. Juli 2018

Besonderes Burnout-Risiko:

„Heute werden Lehrer mit so vielen neuen Aufgaben konfrontiert, für die sie nicht ausgebildet sind, ohne Unterstützung im Unterricht, ohne Anleitung von außen.“
Dr. Gisela Betz-Klöpfer, Fachärztin für Psychotherapie, Zeit online am 4. Juli 2018

Entlastung statt neuer Forderungen!

„Seit über 60 Jahren gibt es Studien zur Arbeitszeit von Lehrerinnen und Lehrern. Ganz egal, mit welcher methodischen Herangehensweise gearbeitet wird, ein Ergebnis ist immer gleich: Lehrkräfte arbeiten erheblich zu viel, und es existiert ein riesiger Berg nicht sichtbarer Überstunden – ohne Bezahlung, ohne Zeitausgleich, vielfach ohne Perspektive auf Besserung, weil diesbezügliche Hilferufe immer wieder vom chaotischen Geschrei neuer Forderungen erstickt werden.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, „aps“ vom Februar 2019, S. 3

„Under pressure“ (Lehrerbelastungsstudie 2019):

„Die Ergebnisse sind so eindeutig, dass sie den Verantwortungsträgerinnen und -trägern in unserem Schulsystem Anlass genug sein müssten, um den Beschäftigten jene Voraussetzungen zur Verfügung zu stellen, die ein erfolgreiches pädagogisches Wirken ermöglichen. […] Denn nur gesunde Lehrpersonen können jene Leistungen erbringen und entfalten, die auch am Ende des Tages jenen zugutekommen, die die Zukunft unserer Gesellschaft gestalten, nämlich den Schülerinnen und Schülern.
Mag. Dr. Jörg Spenger, Leiter der Studie „Under pressure“, ÖPU-Nachrichten vom Juni 2019, S. 17

Zahlreiche bildungswissenschaftliche Zitate zur hohen Belastung, der Lehrerinnen und Lehrer ausgesetzt sind, sind auf www.bildungswissenschaft.at unter http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/zitate-k-bis-l/lehrerbelastung nachzulesen.


Fehlende Schulreife:

„Was läuft da aus dem Ruder? Seit längerer Zeit weisen namhafte PsychologInnen auf die Zunahme schwerer psychischer Störungen im Kinder- und Jugendalter hin. Vielen Sechsjährigen wird das Fehlen von Selbstorganisation und Impulskontrolle sowie leichte Ablenkbarkeit attestiert. Schlechte Voraussetzungen für eine gelungene Schulkarriere.“
Dir. Mag. Isabella Zins, Bundesvorsitzende der AHS-DirektorInnen und stv. Vorsitzende der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“,
VCLnews vom Juni 2019, S. 21

Früh übt sich:

„The BCS data (Anm.: BCS = British Cohort Study) also show that better self-regulation at age 5 was associated with lower likelihoods of smoking and engaging in high-risk drinking in adulthood. Similarly, children in the Dunedin Study who exhibited better selfregulation throughout childhood were less likely to be dependent on substances in adulthood, including tobacco, alcohol, cannabis, street or prescription drugs.“
Dr. Elizabeth A. Shuey u. a., „The Power and Promise of Early Learning“ (2018), S. 26

Ergebnis der „Vorlesestudie 2015“:

„Vorlesen stärkt soziale Beziehungen. 40 Prozent der Kinder, denen täglich vorgelesen wurde, zeigen sich im Alltag besonders darum bemüht, andere in die Gemeinschaft zu integrieren. Dies gilt nur für 17 Prozent der Kinder, denen selten oder nie vorgelesen wurde.“
Stiftung Lesen (Hrsg.), „Vorlesen – Investition in Mitgefühl und solidarisches Handeln“ (2015), S. 42

Shared book reading:

„High frequency of shared book reading before the beginning of primary education is related to higher student achievement, both for children from high and from low parental education backgrounds.“
Dr. Luisa Araújo u. a., „Home book reading and reading achievement in EU countries“. In: „Educational Research and Evaluation“, 2015, Vol. 21, S. 431

Smartphone kein Ersatz für Eltern:

„Zwei bis dreijährige Kinder haben noch keine ausgereifte Persönlichkeit. Um diese zu entwickeln, brauchen sie Erfahrungen aus dem gesamten Sinnesbereich. Es ist ein Riesenunterschied, ob ein Kind einen Film sieht oder ob ihm jemand eine Geschichte erzählt. Beim Erzählen kann das Kind seelisch mitgehen, weil es durch Sprache und Mimik Emotionen miterlebt.“
Dr. Oswald Hasselmann, Facharzt für Kinderneurologie, Tagblatt online am 9. Juni 2019

Frühkindliche Prägung:

„Poor parenting behaviours, such as harsh and inconsistent discipline, little positive parental involvement with the child, and poor monitoring and supervision, are linked with child antisocial behaviour, while warm and proactive parenting behaviours, involving praise, encouragement, affection and boundary-setting, are associated with high child self-esteem, social and academic competence, and protection against later disruptive behaviour and substance misuse.“
Dr. Stacey Fox, „Better Systems, Better Chances“ (2015), S. 29f

Dringender Handlungsbedarf:

„In Schulen treten immer wieder ethische und grundrechtliche Übergriffe mittels digitaler Medien zu Tage. Lehrer oder Mitschüler werden – trotz bestehender Verbote - im Klassenzimmer gefilmt, mit herabwürdigenden und schlecht machenden Kommentaren werden Bilder und Videos auf Social Media Plattformen verbreitet. In Einzelfällen sind die Handlungen sogar rufschädigend und die Menschenwürde verletzend.“
MMMag. Gertraud Salzmann, Bundesobfrau der VCL und Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft, VCLnews vom Juni 2019, S. 4f

Ergebnis einer Befragung der LehrerInnen Baden-Württembergs:

„78 Prozent der befragten Lehrkräfte in Baden-Württemberg sehen eine Zunahme von Formen des Mobbings über das Internet. Fast jede vierte befragte Lehrkraft in Baden-Württemberg gab an, dass Fälle von Cybermobbing an der Schule vorkamen.“
„BBW Magazin“ vom Mai 2019, S. 7

Schulen stärken statt LehrerInnen schwächen:

„‚Gewalt ist kein schulisches Thema, vielmehr werden soziale und gesellschaftliche Konflikte in die Schule hineingetragen.‘ Die Schulen müssten präventiv gut aufgestellt sein, damit es erst gar nicht zu einer Eskalation komme.“
Rudolf Mair, Bildungsdirektor Salzburgs, Salzburger Nachrichten online am 6. Juni 2019

Absage an den Wiener Bildungsdirektor Himmer:

„Zwischen dem Aussprechen von Verboten und dem Schulverweis als letzter Maßnahme müsse es noch andere Möglichkeiten geben, auf Gewalt zu reagieren. ‚Die Rolle des Lehrers zu schwächen, ist der falsche Weg.‘“
Maria Hutter, Bildungslandesrätin Salzburgs, Salzburger Nachrichten online am 6. Juni 2019

Kinder brauchen Feedback:

„Eltern müssen Interesse zeigen, an dem, was das Kind macht. Wenn ich auf dem Spielplatz nur auf mein Smartphone schaue, statt meinem Kind beim Spielen zuzusehen, bekommt mein Kind kein Feedback.“
Dr. Oswald Hasselmann, Facharzt für Kinderneurologie, Tagblatt online am 9. Juni 2019

Dialogorientierte Bilderbuchbetrachtung:

„In der dialogorientierten Bilderbuchbetrachtung wird durch die physische und psychische Zugewandtheit nicht nur die Beziehung zwischen Eltern und Kindern gefördert, sondern das Kind kann gezielt seine Interessen, sein Wissen und seine Sprachkompetenzen erweitern.“
özbf (Hrsg.), „Familie macht stark“ (2017), S. 12

Eltern legen Basis für Erfolg:

„Positiv ist es, wenn Eltern mit dem Kind über seine Interessen und Potenziale sprechen, das unterstützt das Kind in einer optimistischen Selbsteinschätzung, die dann für den Erfolg so wichtig ist.“
Univ.-Prof. Dr. Bühler-Niederberger, Remscheider General-Anzeiger online am 31. Jänner 2016

Early cognitive ability:

„A number of longitudinal studies have shown that early cognitive ability influences later educational outcomes, with evidence to suggest that assessments of ability at 22 and 42 months predict educational outcomes at age 26 years.“
Dr. Stacey Fox, „Better Systems, Better Chances“ (2015), S. 265

Mehr maßlos überziehende Eltern:

„Der Anteil der nicht nur für die Schulen, sondern auch für die Kinder schwierigen, weil maßlos überziehenden Eltern wächst.“
Josef Kraus, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands, „Helikoptereltern – Schluss mit Förderwahn und Verwöhnung“,
Referat an der KPH Wien/Krems am 27. Oktober 2014

Mehr „Problembären“ unter Eltern:

„Die einen sind völlig teilnahmslos, die anderen drohen bei einer schlechten Note gleich mit dem Anwalt. Und manche Väter aus rückständigen Macho-Kulturen verweigern überhaupt Gespräche mit Lehrerinnen.“
Chefredakteurin Dr. Martina Salomon, Der Kurier online am 11. Mai 2019

Interaktives Vorlesen:

„Several home intervention studies have shown that programmes that teach parents dialogic reading strategies reduce the literacy underachieving of children from low-SES backgrounds. Interactive reading that encourages a dialogue whereby children are prompted to respond to the information presented and the adult expands and rephrases what the child has said has been shown to reduce children’s risk of school failure.“
Dr. Luisa Araújo u. a., „Home book reading and reading achievement in EU countries“.
In: „Educational Research and Evaluation“, 2015, Vol. 21, S. 431

Elternhaus prägt:

„Kinder, die hart, ohne Vertrauen, Sicherheit und Feinfühligkeit erzogen werden, werden gehässig, gemein und im Grunde nicht gesellschaftsfähig.“
Dr. Herbert Renz-Polster, Kleine Zeitung online am 20. Jänner 2019

Ein großartiges Zeugnis für die Mehrheit der Eltern:

„Die Mehrheit der Jugendlichen wünscht, dass sich die von ihnen erlebte vertrauensvolle und verständnisorientierte Beziehung zu den Eltern so auf die zukünftige Partnerschaft übertragen lässt.“
Shell Deutschland Holding (Hrsg.), „Jugend 2015 – Eine pragmatische Generation im Aufbruch“ (2015), S. 382

Elternhaus erste und wichtigste Bildungsinstitution:

„Kein Schulwesen der Welt kann ausgleichen, was Eltern ihren Kindern, warum auch immer, schuldig bleiben. Keine Schule kann so schlecht sein, um zu zerstören, was Eltern als erste und wichtigste LehrerInnen aufgebaut haben. Diese große Verantwortung sollte jungen Menschen, die ein Kind in die Welt setzen, bewusst sein. Diese große Verantwortung sollte möglichst allen bewusst gemacht werden!“
Mag. Gudrun Pennitz, designierte ÖPU-Vorsitzende, VCLnews vom Juni 2019, S. 11

Sehr viel bildungswissenschaftliche Evidenz zur Bedeutung des familiären Umfelds ist unter http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/zitate-d-bis-f/famumfeld nachzulesen. Herzlichen Dank für www.bildungswissenschaft.at an Gudrun Pennitz.


„Immenser Stressfaktor“:

„Verhaltensauffälligkeiten von SchülerInnen UND Eltern nehmen nicht nur zu, sondern Dimensionen an, die zu einem immensen Stressfaktor geworden sind. Es ist das Gefühl, damit allein gelassen zu sein, das so viele Betroffene davon abhält, darüber zu sprechen und sich selbstverständlich Unterstützung bei Vorgesetzten zu holen.“
Mag. Gudrun Pennitz, designierte ÖPU-Vorsitzende, ÖPU-Nachrichten vom Juni 2019, S. 7

„Under pressure“ (Lehrerbelastungsstudie 2019):

„Ca. zwei Drittel der Lehrpersonen vertreten die Ansicht, dass die Eltern (unangemessenerweise) ihren Erziehungsauftrag nicht wahrnehmen und stattdessen die Erziehungsaufgaben an die Schule delegieren, nahezu die Hälfte aller Befragten geben auch an, dass die mangelnde Unterstützung der Schülerinnen und Schüler durch die Eltern belastend sei.“
Mag. Dr. Jörg Spenger u. a., „Under pressure. Berufsvollzugsprobleme und Belastungen von Lehrpersonen. Eine empirische Studie.“ (2019), S. 44

„Sehr hohe Beanspruchungen“:

„Das Schulklima wird überwiegend positiv bewertet. Sobald jedoch Konflikte mit Schülerinnen und Schülern oder ihren Eltern auftreten, führt dies zu sehr hohen Beanspruchungen der Lehrkräfte […] Auch der Umgang mit schwierigen Schülerinnen und Schülern führt zu sehr hohen Beanspruchungen der betroffenen Lehrkräfte.“
Niedersächsisches Kultusministerium (Hrsg.), „Empfehlungen zur Entwicklung arbeitszeitrechtlicher Normen
für Lehrerinnen und Lehrer sowie Schulleitungen an niedersächsischen Schulen“ (2018), S. 71

Sekundärtugenden in Verlust geraten:

„‚Bitte‘ und ‚Danke‘ sagen, grüßen, sich entschuldigen, entsprechende Kleidung zum entsprechenden Anlass tragen, Rücksicht auf den anderen nehmen und vieles mehr. Vielen in der Elterngeneration ist das ebenfalls abhandengekommen, daher können die Eltern das nicht übernehmen. Nur die Schule kann zuständig sein.“
Christian Klar, Direktor einer NMS in Wien Floridsdorf. In: ÖIF (Hrsg.), „Perspektiven Integration. Schule und Migration“ (2018), S. 14

Führungslose Kinder:

„Eltern geraten durch das charmante, neue und so viel Spaß versprechende Erziehungsideal der ‚freien individuellen Potenzialentfaltung‘ enorm unter Druck und werden zu Steigbügelhaltern ihrer Kinder degradiert. Längst haben sie verlernt, Wünsche von wirklichen Bedürfnissen zu unterscheiden, und mutieren oftmals lieber gleich zu Freunden, statt ihrem Führungsauftrag nachzukommen.“
Prof. Dr. Martina Leibovici-Mühlberger, Ärztin und Psychotherapeutin, news4teachers.de am 23. September 2016

„Hilfeschrei nach Orientierung“:

„Eltern haben Vorbildcharakter und sollten sich dessen bewusst sein. Denn Kinder beobachten, wie die Erwachsenen miteinander umgehen. Wenn Kinder ihre Grenzen austesten – und das ist verständlich – können wir das als Hilfeschrei nach Orientierung verstehen. Wir können uns nicht beschweren, wenn wir unsere Aufgaben in der Erziehung nicht gemacht und keine Grenzen gesetzt haben.“
Axel Becker, Mediator für Gewaltprävention, t-online.de am 10. Oktober 2016

Schule braucht Unterstützung:

„Schulinterne Verhaltensvereinbarungen, Gespräche in der Direktion und die bloße ‚Androhung eines Ausschlusses‘ sind dort zahnlos, wo jemand seine Mitmenschen bewusst psychisch oder physisch schädigen will. Für solche Extremfälle braucht es daher spürbare Konsequenzen (von Wiedergutmachung bis zum Verlust des Schulplatzes) und eine besonders enge Kooperation zwischen Elternhaus und Schule, notfalls unter Einbindung des Jugendamtes.“
Dir. Mag. Isabella Zins, Bundesvorsitzende der AHS-DirektorInnen und stv. Vorsitzende der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“, VCLnews vom Juni 2019, S. 21

Verbale Gewalt:

„Gewalt gehe nicht nur von Schülern aus. Zunehmend gebe es auch Lehrer als Patienten in der Klinik, die auch verbale Gewalt durch Eltern erlebt hätten, beispielsweise im Rahmen von Elternabenden.“
Univ.-Prof. Dr. Claas Lahmann, Direktor der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie an der Universitätsklinik Freiburg,
Die Welt online am 11. April 2019

„Toxic“:

„It only takes a few disruptive students to derail an entire lesson. Disruptive behaviour does not need to be extreme such as fighting to cause real problems. Low-level disruption for example, repetitive whispering can also prove toxic to a calm classroom.“
Dr. Tom Bennett, „Creating A Culture: How School Leaders Can Optimise Behaviour“ (2017), S. 22

„Mehr Wertschätzung und Vertrauen sowie mehr rechtliche Möglichkeiten“:

„Wenn es einige sehr lästige Schüler in der Klasse gibt, leidet der gesamte Unterricht, zum gravierenden Nachteil der Mitschüler. Die bereits mehrfach angedachten Time-out-Klassen mögen dabei gerade im Bereich der Pflichtschule sicher EIN guter Lösungsansatz sein. Es braucht aber dazu Maßnahmen, die auch schulautonome Regelungen und Verhaltensvereinbarungen am Schulstandort ermöglichen und verbindlich machen. Wir müssen den Lehrern wieder mehr Wertschätzung und Vertrauen sowie mehr rechtliche Möglichkeiten geben, damit sie auf disziplinäres Fehlverhalten angemessen und wirkungsvoll reagieren können.“
MMMag. Gertraud Salzmann, Bundesobfrau der VCL und Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft, VCLnews vom Juni 2019, S. 5f

Höchste Zeit für Horizonterweiterung:

„‚Bildungsgerechtigkeit‘ wurde als ‚Bildungsgleichheit‘ verstanden und bedeutete automatisch ‚Gesamtschule‘ – für manche ‚ExpertInnen‘ bis heute. ‚Gerecht‘ geht es aber in einem Schulwesen meiner Überzeugung nach nur dann zu, wenn auch die Bedürfnisse besonders begabter, leistungsstarker Jugendlicher gleichermaßen berücksichtigt werden! Darauf aber wird nach wie vor viel zu wenig Wert gelegt, dafür werden vor allem viel zu wenig Mittel zur Verfügung gestellt. Immer noch scheint in der Gesellschaft die Meinung vorzuherrschen, begabte Kinder hätten ohnehin genug Hilfe und Unterstützung von zuhause oder kämen von ganz allein zurecht.“

Mag. Gudrun Pennitz, designierte ÖPU-Vorsitzende, VCLnews vom Juni 2019, S. 10


Anteil der Schulen, die die Teilnahme an Bühnenspiel oder einer Musikgruppe anbieten (Stand 2015)

Großbritannien:
Frankreich:
Deutschland:
Niederlande:
OECD-Durchschnitt:
Estland:
Scweden:
Finnland:
Österreich:
87,6 %
70,3 %
61,6 %
59,9 %
58,5 %
50,5 %
46,8 %
40,3 %
34,4 %
OECD (Hrsg.), "PISA 2015 Results. Policies and Practices for Successful Schools" (2016), Figure II.6.24
Siehe www.bildungswissenschaft.at 

Anteil der Schulen der 15-Jährigen, die Zusatzunterricht zur Förderung mathematischer Begabung anbieten (Stand 2012)

Großbritannien:
Estland:
OECD-Mittelwert:
Frankreich:
Deutschland:
Finnland:
Schweden:
Niederlande:
Österreich:
70,5 %
45,7 %
44,4 %
40,3 %
32,4 %
32,4 %
29,5 %
19,0 %
15,1 %
OECD (Hrsg.), "What Makes Schools Successful?" (2013), Table iV.3.29
Siehe www.bildungswissenschaft.at

Massives Defizit:

„Begabtenförderung gibt es in Österreichs Schulen in Wahrheit nur mehr auf dem Papier. Es fehlen einfach die Mittel.“

Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, „gymnasium“ (Printmedium der AHS-Gewerkschaft) vom März/April 2019, S. 7


Standard statt Spitzenleistungen:

„Gute Schüler werden in einem Schulsystem, das auf standardisierte Tests ausgerichtet ist, permanent an den Füßen festgehalten, wenn sie mal versuchen, geistig zu fliegen.“

Univ.-Prof. Dr. Wolfram Meyerhöfer, Rubikon online am 4. April 2019


„to foster talents“:

„The mission of education and training are not only to improve people‘s knowledge, to educate and train human resources, but also to foster talents so as to exploit the country‘s talent potential and provide the country with high quality labour-force.“

Nguyen Van Tuan u. a., „Talent Support in Vietnamese Education“. In: Győri, „International horizons of talent support II. Best practices within and without the European Union II“ (2012), S. 191


Der Luxus der Ignoranz:

„Apparently no state can afford the luxury of not having at least a vision of how to support talent or how to ensure is social usefulness, but the extent to which it reserves the right to develop and represent that or delegates such rights to society is conducive to major differences.“

Dr. János Gordon Győri u. a., „New Trends in Talent Support“. In: Győri, „International horizons of talent support. Best practices within and without the European Union“ (2011), S. 230


Spaniens seit Jahren gesteigerte Aufmerksamkeit:

„Spanish education has been adjusted to the European standards. As a result, it devotes increasing attention to the very able, mainly according to the German model.“

Istvan Benyhe, „Links between of Spanish Public Education and Gifted Education“. In: Győri, „International horizons of talent support. Best practices within and without the European Union“ (2011), S. 191


Eine Frage der sozialen Gerechtigkeit:

„Kein Talent dürfe verloren gehen. ‚Gerade für Kinder aus gesellschaftlich schwächeren Schichten bietet die Hochbegabtenförderung die Chance, qualitativ hochwertige Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten gratis zu nutzen.‘“

Mag. Christine Haberlander, Bildungslandesrätin Oberösterreichs, Oberösterreichische Nachrichten online am 28. März 2019


Ressourcen für gezielte Förderung von Begabungen!

„PISA 2015 hat einmal mehr aufgezeigt, dass Österreich zu den OECD-Staaten gehört, an deren Schulen am wenigsten Angebote für die Förderung besonderer Begabungen bestehen. Die erweiterte Bundesleitung der AHS-Gewerkschaft fordert dringend zusätzliche Ressourcen, die zweckgebunden für die Förderung spezieller Begabungen (z.B. Olympiade-Kurse, MINTKurse, ECHA-Kurse, Sprachwettbewerbe, Bundesjugendsingen, Unverbindliche Übungen, Freigegenstände …) zur Verfügung gestellt werden. Die massiven Sparmaßnahmen der letzten 20 Jahre haben die Angebote in diesem Bereich überproportional getroffen.“

Beschluss der Erweiterten Bundesleitung der AHS-Gewerkschaft, Linz am 3. April 2019


Viele bildungswissenschaftliche Zitate zur gezielten Förderung besonderer Begabungen sind auf www.bildungswissenschaft.at unter http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/zitate-a-bis-c/begabtenfoerderung nachzulesen.


Genug Schaden angerichtet!

„Selbsternannte Bildungsexperten wollen allem ihren Stempel aufdrücken und ruinieren, was erfolgreich ist – nur, weil es nicht ihrer Idee entspricht!“
Jürgen Böhm, Bundesvorsitzender des Verbandes Deutscher Realschullehrer (VDR), bildungsklick.de am 30. April 2019

Auf die Lehrerinnen und Lehrer hören!

„Lehrerinnen und Lehrer wissen ganz genau, unter welchen Rahmenbedingungen Unterricht erfolgreich sein kann.“
HR Mag. Dr. Günter Schmid, Vorsitzender der „Bildungsplattform Leistung & Vielfalt“, Presseaussendung vom 4. Oktober 2018

Therapie für Bildungsverantwortliche:

„Jeder Bildungsverantwortliche – ob Forscher, Beamter oder Politiker – müsse einmal pro Jahr an einer Brennpunktschule hospitieren und unterrichten, dann würde die Sicht realistischer werden.“
Univ.-Prof. Dr. Rainer Dollase, Presseaussendung der ÖPU Vorarlberg vom 14. März 2019

„Als Bildungsexperten verkleidete Alchemisten“:

„Zu verlockend scheint für Politik und manche Wissenschaft der Traum, den grauen Schulalltag ein für alle Mal durch eigenes Zutun zu vergolden. Natürlich finden sich dann auch jedes Mal als Bildungsexperten verkleidete Alchemisten, die Erfahrung ignorieren oder Missverständnisse behaupten und dem staunenden Publikum versichern, diesmal werde das Wunder geschehen.“
Univ.-Prof. Dr. Stefan Hopmann, Die Furche online am 31. Oktober 2018

Est modus in rebus:

„Selbst bei seriösen wissenschaftlichen Expertisen – was man bei der Bildungspolitik manchmal nicht findet, da hier viel Ideologie mit hineinschwingt – würde ich immer raten, sie wie ein Parfum zu behandeln: Man soll daran riechen, aber bitte das Zeug nicht schlucken!“
NR-Abg. Univ.-Prof. Dr. Rudolf Taschner, Bildungssprecher der ÖVP, Nationalratssitzung vom 12. Dezember 2018

„Eines der Hauptprobleme“ ist …

„… dass diejenigen, die Bildung auch zu ihrem Beruf gemacht haben, also diejenigen, die diese Kompetenz mitbringen, oft nicht in der Bildungspolitik zu finden sind. Dass diejenigen, die sich in der Schulbildung auskennen, diese nicht gestalten dürfen.“
Univ.-Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin, in Hanns Seidel Stiftung (Hrsg.), „Akademikerschwemme versus Fachkräftemangel“ (2016), S. 107

„Under pressure“ (Lehrerbelastungsstudie 2019):

„Hören wir wieder mehr auf die Lehrerinnen und Lehrer als Expertinnen und Experten ihres Tuns, beziehen wir ihre Sichtweise ein (praktischerweise über deren Standesvertretung, die sich – entgegen der veröffentlichten Meinung – nie gegen sinnvolle Reformen verwehrt) – und ja, nehmen wir auch die Befunde der Bildungswissenschaft ernst, sie liefert jene Evidenzen, an denen sich die Bildungspolitik orientieren kann.“
Mag. Dr. Jörg Spenger u. a., „Under pressure. Berufsvollzugsprobleme und Belastungen von Lehrpersonen. Eine empirische Studie.“ (2019), S. 154

Politik darf nicht abheben:

„Ich glaube, das Problem jener, die Politik machen, ist, dass sie sich innerhalb einer sozialen Gruppe bewegen, nämlich der, die Politik betreibt und durchsetzt. Sie werden vielleicht noch begleitet von Medien, aber sie bilden einen eigenen Mikrokosmos. Und ich sehe das Zuhörenkönnen, das Sich-nicht-abhängen-Lassen von der Mehrheit der Bevölkerung und deren Sorgen und Ängsten schon als immanentes Problem der politischen Kommunikation.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, Der Standard online am 29. Dezember 2018

Anerkennung und Unterstützung für den neuen Weg:

„Minister Faßmanns Mut, mit der ‚Tradition‘ seiner Amtsvorgängerinnen zu brechen und allen Unkenrufen sogenannter ‚Experten‘ zum Trotz ein an den Bedürfnissen der Schulpraxis orientiertes Reformpaket auf den Weg zu bringen, verdient Anerkennung und Unterstützung.“
HR Mag. Dr. Günter Schmid, Vorsitzender der „Bildungsplattform Leistung & Vielfalt“, Presseaussendung vom 4. Oktober 2018

Hoffentlich kommt es zu keinem Rückfall in die langjährige Tradition österreichischer „Schulpolitik“!

„Die Lehrer tun so, als ob sie Lernstoff vermitteln würden, obwohl sie seit 20 Jahren die gleichen Arbeitsblätter austeilen.“
Dr. Andreas Salcher, „Bildungsexperte“, Salzburger Nachrichten online am 9. Februar 2016

Längst bekannt, aber von der Schulpolitik jahrelang ignoriert:

„Österreich gehört zu den fünf OECD-Staaten, in denen die meisten SchuldirektorInnen physische und psychische Gewalt unter SchülerInnen als Hindernis für den Unterrichtserfolg wahrnehmen! 19 % österreichischer 13-Jähriger gaben im Schuljahr 2013/14 an, in den letzten Monaten mindestens zweimal im Monat Opfer von ‚bullying‘ zu sein.“
Mag. Gudrun Pennitz, designierte ÖPU-Vorsitzende, VCLnews vom Juni 2019, S. 10

„Suicide, anxiety, depression and self-harm”:

„In many cases, bullying leads victims to suicide or attempted suicide, anxiety, depression and self-harm. Being a perpetrator of bullying is associated with later violent behaviour and anti-social personality disorder.“
NESET (Hrsg.), „How to Prevent and Tackle Bullying and School Violence“ (2017), S. 6

Mut zur Konsequenz:

„Konsequenz ist gefragt und daran mangelt es meist. […] Es geht darum zu lernen, die Persönlichkeit und Freiheit anderer Menschen zu respektieren.“
Axel Becker, Mediator für Gewaltprävention, t-online.de am 10. Oktober 2016

„Unhelpful and untrue”:

„Directing students to behave in a specific way is often mischaracterised as an act of oppression. This is both unhelpful and untrue. It is the duty of every adult to help create in students the habit of self-restraint or self-regulation.“
Dr. Tom Bennett, „Creating A Culture: How School Leaders Can Optimise Behaviour“ (2017), S. 23

Pädagogische Leitplanken:

„Ein guter Lehrer wird […] nicht nur freundlich oder hilfsbereit sein, sondern auch Position beziehen, um Reibungsflächen besorgt sein, sich als Leitplanke zur Verfügung stellen.“
Michael Felten, „Nur Lernbegleiter? Unsinn, Lehrer! Lob der Unterrichtslenkung“ (2016), S. 81

Einhaltung von Regeln durchsetzen:

„School rules that are conveyed, but never enforced or required, are no rules at all, and students learn quickly the difference between what boundaries are supposed to exist, and which ones actually exist.“
Dr. Tom Bennett, „Creating A Culture: How School Leaders Can Optimise Behaviour“ (2017), S. 53

Folgen politischer Ignoranz:

„Die in der Gesellschaft zunehmende Gewaltbereitschaft wird auch in die Schulen hineingetragen. Vielfach trauen sich Lehrer nicht, über undiszipliniertes, respektloses und entwürdigendes Verhalten der Schüler zu berichten. Man schaut zu lange weg, kehrt die Probleme unter den Teppich und sucht den Grund für das Fehlverhalten der Schüler oft beim Lehrer.“
MMMag. Gertraud Salzmann, Bundesobfrau der VCL und Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft, VCLnews vom Juni 2019, S. 5

Ergebnis einer Befragung der LehrerInnen Baden-Württembergs:

„Von den Schulleitungen gaben 39 Prozent an, dass Gewalt gegen Lehrkräfte (eher) ein Tabuthema ist und dass damit nicht offen umgegangen wird.“
„BBW Magazin“ vom Mai 2019, S. 7

Rückhalt der Behörden fehlt:

„DirektorInnen und LehrerInnen brauchen den Rückhalt der Behörden (Bildungsdirektion, Polizei) für schnelles Eingreifen im Eskalationsfall und Soforthilfe vor Ort, beispielsweise durch begleitendes Supportpersonal und Timeout-Klassen als Überbrückungshilfen.“
Dir. Mag. Isabella Zins, Bundesvorsitzende der AHS-DirektorInnen und stv. Vorsitzende der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“, VCLnews vom Juni 2019, S. 21

Gefühl der Sicherheit nimmt in der Sekundarstufe I deutlich ab:

„More than 60% of grade four boys and more than 65% of grade four girls agreed a lot that they felt safe in school. While, among grade eight students, only approximately 46% of boys and 49% of girls agreed a lot that they felt safe in school, it is nonetheless positive that nearly half of the grade eight students still agreed a lot that they felt safe in school.“
IEA (Hrsg.), „Do both boys and girls feel safe at school – and does it matter?“ (2019), S. 2

Bildungswissenschaftliche Erkenntnisse zu Mobbing und Bullying sind auf www.bildungswissenschaft.at unter http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/zitate-m-bis-p/mobbing-bullying nachzulesen.


Begreifen und endlich eingreifen:

„Gezielte Mobbingaktionen und Gewaltausbrüche von SchülerInnen gegen Lehrkräfte mögen nach wie vor die Ausnahme darstellen, dennoch ist ein Punkt erreicht, der die VerantwortungsträgerInnen in den Bildungsdirektionen und im Ministerium endlich begreifen lassen muss, dass es sich um ein gesamtgesellschaftliches Problem handelt und nicht das einzelner LehrerInnen.“
Mag. Gudrun Pennitz, designierte ÖPU-Vorsitzende, ÖPU-Nachrichten vom Juni 2019, S. 7

Verantwortliche wachrütteln:

„Störendes Verhalten im Unterricht wirkt sich nachweislich direkt auf die Leistungen aus. Das allein müsste alle für Erziehung und Bildung Verantwortlichen wachrütteln.“
Dir. Mag. Isabella Zins, Bundesvorsitzende der AHS-DirektorInnen und stv. Vorsitzende der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“,
VCLnews vom Juni 2019, S. 21

1323 „Einzelfälle“:

„Im Jahr 2018 wurden bundesweit 1323 Straftaten (Körperverletzung, gefährliche Drohung, Nötigung) in Schulen angezeigt, was einen Anstieg um 22,6 Prozent seit 2015 ausweist.“
MMMag. Gertraud Salzmann, Bundesobfrau der VCL und Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft, VCLnews vom Juni 2019, S. 5

Höchste Zeit für Konsequenzen:

„Wenn in Schulklassen schon Enthauptungsvideos auf den Smartphones der Kinder die Runde machen, muss man doppelt hinschauen. Wobei man eigentlich schon viel früher beginnen müsste, etwa bei Drohungen in den sozialen Medien, in denen die Hemmschwelle niedriger ist. Bisher gab es ja kaum Konsequenzen. Und wenn es keine Konsequenzen gibt, ist es so, als hätte es nie stattgefunden.“
Mag. Düzen Tekkal. In: ÖIF (Hrsg.), „Perspektiven Integration. Schule und Migration“ (2018), S. 45

Negative Konsequenzen für alle SchülerInnen:

„Unbehandeltes aggressives Verhalten in Schulen hat negative Konsequenzen auf die Lernleistungen und auf das Sozialverhalten aller SchülerInnen.“
BMBWF (Hrsg.), „Mobbing an Schulen“ (2018), S. 10

Der Wahnsinn als schulpolitisches Leitmotiv:

„Es ist absoluter Wahnsinn, dass man immer mehr auch alle jene Jugendlichen in normale Klassen setzt, die grob verhaltensauffällig und destruktiv sind, die geistig oder sprachlich außerstande sind, dem Unterricht zu folgen, oder die völlig desinteressiert an allem sind, was Lehrer tun.“
Dr. Andreas Unterberger, Online-Journalist des Jahres 2010, www.andreas-unterberger.at am 13. Mai 2019

Klare Rollenverteilung unverzichtbar:

„Natürlich soll die Beziehung zwischen Lehrer und Schüler angstfrei und von Vertrauen geprägt sein. Aber es darf keinen Zweifel daran geben, dass der Lehrer die Person ist, an der sich der Schüler orientiert.“
Dr. Michael Winterhoff, „Die Wiederentdeckung der Kindheit – Wie wir unsere Kinder glücklich und lebenstüchtig machen“ (2017), S. 169

Interventionsinstrumente nötig:

„Pünktlichkeit, das Einhalten von Terminen und eine ernsthafte Arbeitshaltung sollten als Selbstverständlichkeit vorausgesetzt werden. Und wenn dem nicht so ist, müssen wir den Lehrenden Instrumente in die Hand geben, die dies zu erreichen versuchen.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, VCLnews vom Juni 2019, S. 9

„Zu viel Autorität geraubt“:

„Natürlich war es notwendig, die alte Rohrstaberlmentalität aus der Schule zu vertreiben, aber man hat dem Lehrpersonal zu viel Autorität geraubt.“
Chefredakteurin Dr. Martina Salomon, Der Kurier online am 11. Mai 2019

Massives Defizit bei Supportpersonal seit 10 Jahren bewiesen:

„Auch wenn die Schule nicht als Reparaturinstanz für die gesamte Gesellschaft herhalten kann, wäre ein verstärkter Einsatz von Supportpersonal längst überfällig. Der vom BIFIE herausgegebene Nationale Bildungsbericht Österreich zeigt: ‚In Österreich kommen im Schnitt 29 Lehrer/innen auf eine pädagogisch unterstützende Kraft, das bedeutet damit im OECD-/EU-Vergleich das schlechteste Verhältnis. [...] In den allgemeinbildenden höheren Schulen kommt auf 51 Lehrer/innen nur eine Unterstützungskraft, in den Hauptschulen ist dies das Verhältnis von 1:24.‘“
Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, „gymnasium“ (Printmedium der AHS-Gewerkschaft) vom Mai/Juni 2018, S. 3

Schulpolitisches Versagen:

„In keinem anderen Staat steht den Lehrkräften so wenig Supportpersonal zur Seite wie in Österreich. Sogar der Türkei muss sich Österreich diesbezüglich geschlagen geben.“
Mag. Gerhard Riegler, Vorsitzender der ÖPU, quintessenzen.at am 23. März 2018

„Under pressure“ (Lehrerbelastungsstudie 2019):

„Fast jeder zweite Lehrer in Wien und Niederösterreich leidet darunter, dass es zu wenig Sanktionsmöglichkeiten für undisziplinierte Schüler gibt.“
Niederösterreichische Nachrichten online am 14. Mai 2019

„Vom Gesetzgeber im Stich gelassen“:

„Die Schulen wurden auch vom Gesetzgeber im Stich gelassen. Gewaltbereite Schüler müssen wissen, welche Konsequenzen drohen. Doch es gibt keine. Es gibt keine Möglichkeit, massives Fehlverhalten zu sanktionieren.“
Mag. Helmut Schliesselberger, Salzburger Nachrichten online am 11. Mai 2019

Alles andere als „Einzelfälle“:

„16 % of students reported being bullied about weekly, providing ample evidence that bullying is a systemic problem at the international level and that bullying is occurring during the early years of schooling. “
IEA (Hrsg.), „How systemic is international bullying and what relationship does it have with mathematics achievement in 4th grade?“ (2018), S. 2

Früh eingreifen!

„Ich denke an einen Dienst für die Schulgemeinschaft. In einem Schulhaus gibt es viele Arbeiten, für die manchmal keine Zeit ist, bei denen etwa dem Schulwart geholfen werden könnte. […] Es sollten einfach Mittel sein, mit denen wir relativ früh sagen können: ,Pass auf, du hast eine Grenze überschritten.‘ Wenn wir Möglichkeiten hätten, mit denen wir früher eingreifen könnten, dann würde die Situation wahrscheinlich oft gar nicht eskalieren.“
Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, Ganze Woche online am 14. Mai 2019

Die Fakten liegen seit 10 Jahren auf dem Tisch!

„Der eklatante Mangel an psychologischem Supportpersonal ist ein Skandal und muss endlich behoben werden!“
Mag. Gudrun Pennitz, designierte ÖPU-Vorsitzende, VCLnews vom Juni 2019, S. 10

Mangelnde Self-regulation:

„Low self-regulation at age 5 in the BCS (Anm.: BCS = British Cohort Study) was linked with a greater likelihood of having a criminal conviction in adolescence or adulthood.“
Dr. Elizabeth A. Shuey u. a., „The Power and Promise of Early Learning“ (2018), S. 33

„Unbedankt alleine gelassen“:

„So viele Kinder wie noch nie zuvor verfügen mit dem Eintritt in die sogenannte Schulreife noch nicht einmal über ausreichendes Selbstmanagement, um überhaupt einem Unterricht folgen zu können, sind also schwer beschulbar. […] Doch Schule erhält weder Anerkennung dafür, noch Ressourcen. Pädagogen werden mit diesem unausgesprochenen Zusatzauftrag unbedankt alleine gelassen, müssen oft ganz nebenbei noch Bezugsperson, Sozialarbeiter oder Mediator sein.“
Prof. Dr. Martina Leibovici-Mühlberger, Ärztin und Psychotherapeutin, news4teachers.de am 5. Juli 2016

Ergebnis einer Befragung der LehrerInnen Baden-Württembergs:

„Von Fällen an der Schule, in denen Lehrkräfte in den letzten fünf Jahren körperlich angegriffen worden, wussten 13 Prozent der befragten Lehrkräfte […] Körperliche Gewalt haben vier Prozent der befragten Lehrkräfte in Baden-Württemberg am eigenen Leib erlebt. […] Von Fällen physischer Gewalt gegen Lehrerinnen und Lehrer berichten auch 16 Prozent der befragten Schulleiterinnen und Schulleiter.“
„BBW Magazin“ vom Mai 2019, S. 7

„Time-out-Klassen maßvoll eingesetzt eine sinnvolle Maßnahme“:

„Es ist meine ureigenste Aufgabe als Direktorin, ein Schulklima zu schaffen, wo man vernünftig, gut, partnerschaftlich miteinander umgeht. Aber trotzdem braucht’s
Zusatzmaßnahmen, weil manchmal trotzdem etwas eskaliert. Man kann mit Gesprächen allein nicht alles lösen.“
Dir. Mag. Isabella Zins, Bundesvorsitzende der AHS-DirektorInnen und stv. Vorsitzende der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“, Ö1-Morgenjournal vom 14. Mai 2019

Politik des Vertuschens beenden!

„Die Lehrer werden von den neubenamsten Bildungsdirektionen alleingelassen. Wiener Lehrer berichten, es sei viele Jahre von oben nicht erwünscht gewesen, Gewaltvorfälle ans Licht zu bringen - Fälle, bei denen wie im HTL-Anlassfall auch der Migrationshintergrund durch- bzw. zuschlägt, schon gar nicht.“
Mag. Helmut Schliesselberger, Salzburger Nachrichten online am 11. Mai 2019

Viele bildungswissenschaftliche Erkenntnisse zum Sozialverhalten im schulischen Kontext sind auf www.bildungswissenschaft.at unter http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/zitate-r-bis-s/disziplin nachzulesen.


PädagogInnen Freiheit zurückgeben:

„Pädagogische Freiheit ist die Voraussetzung für die Wahrnehmung pädagogischer Verantwortung. Wer die die pädagogische Freiheit von Lehrerinnen und Lehrern unterdrückt, mindert die Qualität von Unterricht, unterbindet personale Bildung und macht Schule zu einem Ort der organisierten Verantwortungslosigkeit.“
Dr. Matthias Burchardt, GBW-Tagung „Time for Change? Teil II: Im Hamsterrad. Schule zwischen Überlastung und Anpassungsdruck“,
Bergische Universität Wuppertal am 4. Mai 2019

Vertrauen in die Professionalität der Lehrkräfte – Finnlands „Erfolgsgeheimnis“:

„Parents trust teachers as professionals who know what is best for their children.“
OECD (Hrsg.), „Lessons from PISA for Korea“ (2014), S. 175

„Trusting teachers“:

„Trusting teachers also implies developing trust in the unique nature of the pedagogical relationship in which teachers and learners engage, which is also based on some degree of autonomy.“
Dr. Lucie Cerna, „Trust: What it is and Why it Matters for Governance and Education“ (2014), S. 32

Finnlands LehrerInnen werden „von oben“ kaum gestört:

„Once they are hired, teachers are free to manage their classrooms with little to no interference from the government or policy-makers.“
Kelly Lynch, „A Comparison of the American Common Core State Standards with the Finnish“ (2014), S. 45

Vertrauen Basis für Investitionen, Investitionen Basis für Erfolg:

„High-performing systems invest in the profession of teaching. When systems invest in teacher’s knowledge and skill, teachers are acknowledged as expert educators who are trusted to make judgements about practice and how to improve it.“
Univ.-Prof. Dr. Linda Darling-Hammond u. a., „Empowered Educators“ (2017), S. 238

Im Nationalen Bildungsbericht(!) nachzulesen, was vom Ministerium jahrelang abgestritten wurde:

„Im internationalen Vergleich sind die Bildungsausgaben in den nordischen Ländern Dänemark, Finnland, Norwegen und Schweden mit jeweils mehr als 7 % des BIP deutlich höher als in Österreich.“
BMBWF (Hrsg.), „Nationaler Bildungsbericht Österreich 2018. Band 1“ (2019), S. 27

Zusätzliche Ressourcen notwendig:

„Eine Verbesserung unseres Schulsystems ist ohne zusätzliche Geldmittel einfach nicht möglich. Immerhin hat man den Anteil am BIP, der den Schulen zur Verfügung steht, im Zeitraum von 1999 bis 2014 von 4,2 % auf 3,1 % gesenkt.“
Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, „gymnasium“ (Printmedium der AHS-Gewerkschaft) vom März/April 2018, S. 5

Lehrerbashing als Unterstützung für Ressourcenentzug:

„The relationship between trust and individual support for public education expenditures might explain why high-trust countries are more likely have high levels of public expenditure.“
Dr. Nurullah Gur u. a., „In Public Education Expenditures We Trust: Does Trust Increase Support for Public Education Expenditures?“.
In: „Educational Sciences: Theorie & Practice“ (2015), 15(2), S.379

„Under pressure“ (Lehrerbelastungsstudie 2019):

„Lehrkräfte in Ruhe arbeiten lassen, ihnen als Expertinnen und Experten von Schule, Erziehung und Unterricht mehr Vertrauen entgegen zu bringen, wäre das Gebot der Stunde.“
Mag. Dr. Jörg Spenger u. a., „Under pressure. Berufsvollzugsprobleme und Belastungen von Lehrpersonen. Eine empirische Studie.“ (2019), S. 153

An die Menschen glauben!

„Eine wirksame Bildungspolitik müsste mehr an die Menschen glauben als an Systeme.“
Dr. Carl Bossard, Gründungsrektor der PH Zug, GBW-Tagung „Time for Change? Teil II:
Im Hamsterrad. Schule zwischen Überlastung und Anpassungsdruck“, Bergische Universität Wuppertal am 4. Mai 2019

Bildungswissenschaftliche Zitate zur Bedeutung des Lehrerimages für den Erfolg des Unterrichts sind auf www.bildungswissenschaft.at unter http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/zitate-g-bis-j/image nachzulesen.


Die Lüge von den „Einzelfällen“ beenden!

„‚Wir haben an den Schulen ein Gewaltproblem. Es gibt einen qualitativen und quantitativen Anstieg von Gewaltphänomenen.‘ Das Spektrum reiche von verbaler Gewalt, Gewalt in sozialen Medien bis zu körperlichen Übergriffen: ‚Das passiert auch vermehrt gegenüber Lehrern.‘“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Oberösterreichische Nachrichten online am 18. Mai 2019

Schluss mit dem Sparen an der Schule!

„‚Wenn ein Schüler suspendiert wird, sitzt er nur drei Wochen zu Hause. In einer Timeout-Klasse wird mit ihm gearbeitet.‘ Für diese Aufgabe brauche es aber eben auch speziell geschultes Personal. Zusätzlich.“
Dir. Mag. Isabella Zins, Bundesvorsitzende der AHS-DirektorInnen und stv. Vorsitzende der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“,
Der Standard online am 16. Mai 2019

Seit fast zwanzig Jahren!

„In der Schweiz existieren schon seit fast zwanzig Jahren ‚Auszeit-Klassen‘, sogar ganze ‚Time-Out-Schulen‘. Sie sind in der Regel für schulpflichtige Kinder zwischen zehn und 16 Jahren gedacht. Meist sind Burschen in der Mehrheit. Wer alle Aufträge und Anweisungen im Klassenzimmer verweigert, ist ebenso ein ‚Auszeit‘-Kandidat, wie Dauer-Störer, die den Unterricht erheblich beeinträchtigen oder Mobber.“
Ganze Woche online am 14. Mai 2019

Höchste Zeit, das schulpolitische Time-out zu beenden!

„Gegen ein Problem, das man nicht sehen will, kann man auch nichts tun. Dabei muss bei Gewalt an Schulen sofort gehandelt werden. Nach einem langjährigen Time-out, das sich die Schulverwaltung bei dem Thema nahm, wird nun sinnigerweise an Time-out-Klassen gebastelt.“
Mag. Helmut Schliesselberger, Salzburger Nachrichten online am 11. Mai 2019

Konsequenteres Durchgreifen ermöglichen:

„Wir müssen tatsächlich den Schulen ein konsequenteres Durchgreifen ermöglichen. Suspendierungen und Ausschlüsse müssen rascher und unbürokratischer erfolgen.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, Kronen Zeitung online am 12. Mai 2019

Der Schule Autorität und Respekt wiederzuerkennen:

„Lehrer, die fördern und fordern, sollten auch Konsequenzen setzen dürfen und dabei nicht immer gleich von Bürokratie erstickt werden. Sie brauchen Unterstützung von starken Schulmanagern sowie von der Schulbehörde. Sonst können weder Konflikte vernünftig gelöst, noch Unterrichtsziele erreicht werden.“
Chefredakteurin Dr. Martina Salomon, Der Kurier online am 11. Mai 2019

Erziehen erfordert Erziehungsmittel:

„Es gibt im Prinzip nichts zwischen einem beratenden Gespräch und der Versetzung in eine andere Klasse oder einem Schulverweis. Das ist so, als würde ich bei einem Autofahrer sagen, es gibt entweder eine Beratung oder einen Führerschein-Entzug.“
Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, Ganze Woche online am 14. Mai 2019

Kastrierte Pädagogik:

„Gewiss haben einzelne Lehrer in der Vergangenheit ihre Macht missbraucht. Aber es war völlig falsch, deswegen gleich alle zu kastrieren. Bei einer Wiederherstellung der Lehrer-Autorität ginge es natürlich nicht um Rohrstaberl- und Ins-Winkerl-Stell-Pädagogik, wie rote und pinke Politiker sofort gestänkert haben, sondern darum, den Lehrern echte Mittel der Disziplinierung in die Hand zu geben.“
Dr. Andreas Unterberger, Online-Journalist des Jahres 2010, www.andreas-unterberger.at am 13. Mai 2019

Mangel an Autorität:

„Begriffe wie Disziplin sind in Verruf gekommen. Als Partner der Erwachsenen sind Kinder jedoch überfordert. Sie sehen keine Autorität mehr. Daraus kann Respektlosigkeit entstehen.“
Axel Becker, Mediator für Gewaltprävention, t-online.de am 10. Oktober 2016

SchülerInnen und Unterricht verdienen Schutz:

„Wir müssen die Mehrheit der Schüler, die sich ordentlich benimmt und lernen will, von jenen Schülern, die einen Unterricht unmöglich machen oder gefährlich sind, schützen.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Kronen Zeitung vom 19. Mai 2019

„Under pressure“ (Lehrerbelastungsstudie 2019):

„Ein besonders großer Belastungsfaktor dürfte das wahrgenommene, mangelnde Prestige der Lehrkräfte in der Gesellschaft sein, verbunden mit einem Schlechtmachen in den Medien (Stichwort: ‚Lehrerbashing‘) und auch der nicht selten geäußerten Kritik seitens der Politik (Stichwort: ‚Dienstag-Mittag bin ich fertig‘, Wiens ehemaliger Bürgermeister Häupl) bzw. sogenannter Schul- und Bildungsexpertinnen und -experten, denen man oftmals diese Expertise nicht zuschreibt.“
Mag. Dr. Jörg Spenger u. a., „Under pressure. Berufsvollzugsprobleme und Belastungen von Lehrpersonen. Eine empirische Studie.“ (2019), S. 47

Lehrerinnen und Lehrern schlägt „hochtrainierte Form von Ignoranz“ entgegen:

„Heute ist Lehrerbashing Volkssport. […] Eine Mischung aus Neid und Verachtung schlägt ihnen entgegen. Oft verbirgt sich dahinter eine hochtrainierte Form von Ignoranz.“
Dr. Christine Eichel, „Deutschland, deine Lehrer - Warum sich die Zukunft unserer Kinder im Klassenzimmer entscheidet“ (2014), S. 18

„Not just a nice to have“:

„Status is not just a nice to have, but something which can be a direct contributor to improved pupil performance – via an increased likelihood of more effective teachers entering the profession and remaining in the profession. Whilst status is already high in some countries, it remains a mid ranked profession in many, and therefore presents a real and present challenge to governments as they seek to improve the capacity of their teaching profession.“
Varkey Foundation (Hrsg.), „Global Teacher Status Index 2018“ (2018), S. 125

Österreichs Zukunftsproblem:

„‚Ein Problem ist, dass Lehrer in Österreich ein schlechtes Prestige haben.‘ Der Beruf brauche mehr Prestige, um die am besten geeigneten Lehrer anzulocken.“
Mag. Dr. Roland Bernhard, Universität Salzburg, Der Standard online am 27. März 2019

Eine Frage der gesellschaftlichen Einordnung:

„Many of the high-performing countries share a commitment to professionalised teaching in ways that imply that teachers are accorded the same status as other highly-regarded professions.“
OECD (Hrsg.), „Teacher Remuneration in Latvia. An OECD Perspective“ (2014), S. 47

Wertschätzung und Vertrauen!

„Unseren Lehrerinnen und Lehrern, die tagtäglich in den Schulklassen stehen und in den heterogenen Klassen vor großen Herausforderungen stehen, müssen wir wieder viel mehr Wertschätzung und viel mehr Vertrauen entgegenbringen.“
NR-Abg. MMMag. Gertraud Salzmann, Bundesobfrau der VCL und Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft, Nationalratssitzung vom 15. Mai 2019

„Zeit für mehr Wertschätzung“:

„Die Pädagogen hätten es generell immer schwerer, ihrem Beruf nachzugehen. Die Verantwortung der Lehrer habe zugenommen, der Respekt ihnen gegenüber sei dagegen nicht unbedingt gewachsen – und gleichzeitig sei das Image des Berufs angekratzt. ‚Deshalb ist es Zeit für mehr Wertschätzung für den Lehrerberuf.‘“
BM Mag. Gernot Blümel, Die Presse online am 7. Mai 2019

Gewalt folgt Bashing:

„Ansehen und Autorität des für die Zukunft unseres Landes wichtigsten Berufsstands werden viel zu oft gedankenlos untergraben. Mediales Lehrerbashing könnte das Feld für körperliches Bashing aufbereitet haben. Wir alle zollen dem Lehrberuf nicht den verdienten Respekt.“
Mag. Helmut Schliesselberger, Salzburger Nachrichten online am 11. Mai 2019

„Lehrerbild ganz stark stärken“:

„Wir müssen das Lehrerbild ganz stark stärken. Die brauchen eine Wertschätzung, die sie aktuell nicht bekommen.“
Ali Mahlodji, EU-Botschafter für Jugend, „Im Zentrum“, ORF 2, 12. Mai 2019

„Dort passiert die wirkliche Arbeit“:

„Ich bin in erster Linie den Lehrerinnen und Lehrern dankbar. Denn sie sind vor Ort. Dort passiert die wirkliche Arbeit.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, Vorarlberger Nachrichten online am 27. Februar 2019

Dutzende bildungswissenschaftliche Zitate zur Bedeutung des Images von Lehrerinnen und Lehrern für das Gelingen von Schule sind auf www.bildungswissenschaft.at unter http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/zitate-g-bis-j/image nachzulesen.


Kein Platz für Gewalt!

„Psychische und physische Gewalt darf an unseren Schulen keinen Platz haben. […] Ein Verhalten, das andere schikaniert, entwürdigt, darf nicht hingenommen werden.“
NR-Abg. MMMag. Gertraud Salzmann, Bundesobfrau der VCL und Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft, Nationalratssitzung vom 15. Mai 2019

Soziales Verhalten trainieren:

„Positive Erfahrungen habe ich mit der Einrichtung von sozialen Trainingsräumen in der Schule gemacht, in denen ein Pädagoge sich dann um den Schüler kümmert und mit ihm seine Probleme bespricht. Das hilft, alternative Verhaltensweisen zu entwickeln.“
Axel Becker, Mediator für Gewaltprävention, t-online.de am 10. Oktober 2016

MitschülerInnen und LehrerInnen verdienen Schutz:

„Bei gravierenden Verstößen gegen Verhaltensregeln sollte eine vorübergehende Suspendierung vom Unterricht zum Schutze der MitschülerInnen und auch LehrerInnen(!) viel unbürokratischer und rascher ausgesprochen werden können.“
Mag. Gudrun Pennitz, designierte ÖPU-Vorsitzende, Leserbrief an die Kleine Zeitung vom 8. Mai 2019

„Not only unavoidable, but right“

„Once available strategies have been exhausted, it can be necessary and in the student’s best interests to be somewhere their needs and behaviour can be better provided for. […] If the teacher is unable to deliver a lesson due to the continued behaviour of a student, removal is not only unavoidable, but right.“
Dr. Tom Bennett, „Creating A Culture: How School Leaders Can Optimise Behaviour“ (2017), S. 44

Recht auf Unterricht:

„Die Time-out-Klassen haben bei uns zur Beruhigung beigetragen. […] Es wird häufig das Augenmerk darauf gelegt, was mit den Störern passiert. Mir ist die Mehrheit der Schüler, die gerne lernen, wichtiger.“
Christian Klar, Direktor einer NMS in Wien Floridsdorf, Die Presse vom 15. Mai 2019

Systemische Überforderung:

„Schule erhält weder Anerkennung dafür, noch Ressourcen. Pädagogen werden mit diesem unausgesprochenen Zusatzauftrag unbedankt alleine gelassen, müssen oft ganz nebenbei noch Bezugsperson, Sozialarbeiter oder Mediator sein.“
Prof. Dr. Martina Leibovici-Mühlberger, Ärztin und Psychotherapeutin, www.news4teachers.de am 16. Mai 2016

Gewalt an Schulen:

„Wir stellen fest, dass die Fälle schwieriger und komplexer werden. Oft fehlt es an Halt. Die soziale Binde- und Haltefunktion der Familien hat abgenommen.“
Klaus Seyfried, Leiter des Schulpsychologischen Beratungszentrums Tempelhof-Schöneberg in Berlin a. D., news4teachers.de am 23. September 2016

Mut, Grenzen zu setzen:

„‚Viele Eltern trauen sich auch nicht mehr, mal Nein zu sagen und den Kindern Grenzen zu setzen.‘ Vor allem Alleinerziehende seien häufig unsicher, weil ihnen der Partner fehle, mit dem sie über Erziehungsfragen sprechen könnten.“
Klaus Seyfried, Leiter des Schulpsychologischen Beratungszentrums Tempelhof-Schöneberg in Berlin, news4teachers.de am 18. Oktober 2016

Eltern unverzichtbar:

„Wir brauchen natürlich die Eltern, die eine Erziehungsverpflichtung haben.“ 
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, „Im Zentrum“, ORF 2, 12. Mai 2019

Ein schlimmes Jahrzehnt „Schulpolitik“ beenden!

„Ganz wichtig wäre das Unterstützungspersonal. Es hat im Jahr 2008 Österreich auch an der TALIS-Studie teilgenommen. Da wurden die Rahmenbedingungen für Lehrkräfte untersucht. Da ist Österreich wirklich als Schlusslicht dagestanden. Und dann sind wir aus der Studie ausgestiegen. […] Da wird man auf jeden Fall ansetzen müssen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das kostenneutral funktioniert.
Dir. Mag. Isabella Zins, Bundesvorsitzende der AHS-DirektorInnen und stv. Vorsitzende der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“,
Ö1-Morgenjournal vom 14. Mai 2019

Bildungswissenschaftliche Aussagen zur Rolle des Supportpersonals sind auf www.bildungswissenschaft unter http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/zitate-r-bis-s/support nachzulesen.


Österreich internationales Schlusslicht:

„‚Wir haben nach wie vor kein flächendeckendes Supportsystem wie in anderen OECD-Ländern.‘ […] Es gebe nicht nur eine Unterversorgung im Bereich Schulsozialarbeit, ‚die immer wichtiger wird. Wir haben auch zunehmend Kinder in den Klassen, die dringend mehr Unterstützung brauchen.‘“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Der Standard online am 24. April 2019

Großbritannien und USA bauten Support massiv aus:

„The United Kingdom and the United States have the highest average ratio of support staff, with 15.5 teacher aides and teaching/research assistants per 1 000 students. These two countries have experienced significant increases of learning support staff in recent years.“
Francesc Masdeu Navarro, „Learning support staff: A literature review“ (2015), S. 8

Österreich, laut TALIS-Studie letztplatziert beim Supportpersonal, stieg hingegen ganz einfach bei TALIS aus …

Support statt Kontrolle, Finnlands Weg:

„Instead of inspections and national achievement tests, resources are allocated to the main aim – promoting the interaction of teachers and students, and supporting learning.“
Irmeli Halinen u. a., „Curricular balance based on dialogue, cooperation and trust – The case of Finland“.
In: CIDREE (Hrsg.), „Balancing Curriculum Regulation and Freedom across Europe“ (2013), S. 58

Konzentration auf die Kernaufgabe ermöglichen:

„Damit sich die Lehrkräfte auf ihre Kernaufgabe, die Unterrichtsgestaltung wieder stärker konzentrieren können, wäre es sinnvoll, alle Aufgaben, die durch Verwaltungskräfte erledigt werden können, an Verwaltungskräfte zu übergeben.“
Niedersächsisches Kultusministerium (Hrsg.), „Empfehlungen zur Entwicklung arbeitszeitrechtlicher Normen
für Lehrerinnen und Lehrer sowie Schulleitungen an niedersächsischen Schulen“ (2018), S. 72

Jetzt auch im Nationalen Bildungsbericht(!) nachzulesen:

„Die Anforderungen der pädagogischen Praxis im Schulalltag erfordern oft Tätigkeiten, die nicht zu den Kernaufgaben der pädagogischen Arbeit von Lehrkräften gehören und über die unterrichtliche Arbeit hinaus nur bedingt leistbar sind. Um einen gelingenden Unterricht zu fördern und von unterrichtsfremden Aufgaben zu entlasten, ist pädagogisch unterstützendes Personal von Bedeutung.“
BMBWF (Hrsg.), „Nationaler Bildungsbericht Österreich 2018. Band 1“ (2019), S. 94

„Under pressure“ (Lehrerbelastungsstudie 2019):

„Der so genannte ‚Papierkram‘, also der Aufwand für Berichte, Dokumentationen, Listen und dergleichen dürfte zeitlich besonders aufwendig sein. 65,2 % sehen das so. Für fast die Hälfte der Befragten ist der Aufwand offenbar viel zu hoch. Daran kann man auch ermessen und verstehen, wie berechtigt die oft erhobene Forderung der Lehrergewerkschaft für eine bürokratische Entlastung der Lehrkräfte und auch Schulleiterinnen und Schulleiter und hinsichtlich mehr Unterstützungs- und Supportpersonal ist.“
Mag. Dr. Jörg Spenger u. a., „Under pressure. Berufsvollzugsprobleme und Belastungen von Lehrpersonen. Eine empirische Studie.“ (2019), S. 33f

Anteil des Schulbudgets im Sinkflug:

„Vom Bildungsbudget entfielen im Jahr 2000 auf das Schulwesen 68,4 Prozent. Dieser Anteil wurde zwischen 2000 und 2016 um fast ein Fünftel auf 56,2 Prozent verkleinert.“
Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, „gymnasium“ (Printmedium der AHS-Gewerkschaft) vom März/April 2019, S. 5

Großartig, aber auch auf Kosten des Schulbudgets:

„Im EU-Vergleich liegt die Forschungsquote Österreichs (Bruttoinlandsausgaben für F&E in % des BIP) im europäischen Spitzenfeld: 2017 wurde der zweithöchste Wert erreicht.“
Statistik Austria (Hrsg.), „Österreich. Zahlen.Daten.Fakten 18/19“ (2019), S. 66

Österreichs Schulbudget im internationalen Vergleich:

„Most OECD and partner countries (33 out of 38 countries with available data) spend more than twice as much on primary, secondary and post-secondary non-tertiary education combined as on tertiary education.“
OECD (Hrsg.), „Education at a Glance 2015: OECD Indicators“ (2015), S. 253

Im OECD-Mittel wurde 2015 ins Schulwesen um 140 % mehr investiert als ins tertiäre Bildungswesen. In Österreich sind es inzwischen nur um 62 % mehr. (Stand 2017)

Riesiger Rückstand bei den Rahmenbedingungen:

„‚Das Verhältnis von Lehrkräften zu pädagogisch-unterstützendem Personal beträgt 29:1 und jenes von Lehrkräften zu administrativem Personal 25:1.‘ Im Vergleich dazu kommt etwa in Dänemark auf zehn Lehrpersonen eine Supportstelle. Der OECD/EU-Schnitt liegt bei 16:1. Würde sich Österreich an diesem orientieren, so müssten hierzulande an die 13.500 zusätzliche Posten im Schulsupport geschaffen werden, wiederholt Kimberger eine langjährige Gewerkschaftsforderung.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Der Standard online am 24. April 2019

Bildungswissenschaftliche Zitate zum Supportpersonal im internationalen Vergleich sind auf www.bildungswissenschaft.at unter http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/zitate-r-bis-s/support nachzulesen.


Pädagogische Interventionsmittel notwendig:

„Wenn die Gespräche mit Lehrkräften, Klassenvorstand, Eltern, Direktion nichts nützen, dann gibt’s im Moment wirklich nur Zahnloses. […] Wenn man gesehen hat, wie diese Schüler agieren, dann hat man das Gefühl: Die wissen, es passiert ihnen nichts. Die fühlen sich so sicher in ihrem Verhalten, dass sie tun und lassen können, was sie wollen. Da braucht die Schule auf jeden Fall stärkere Maßnahmen.“
Dir. Mag. Isabella Zins, Bundesvorsitzende der AHS-DirektorInnen und stv. Vorsitzende der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“,
Ö1-Morgenjournal vom 14. Mai 2019

Hilflose Beschwichtigungspolitik beenden!

„1323 ‚Einzelfälle‘ von Körperverletzungen, Nötigungen und gefährlichen Drohungen an Österreichs Schulen wurden im Jahr 2018 zur Anzeige gebracht […]. Hier noch zu behaupten, man habe das Thema Gewalt an Schulen gut im Griff, ist ein weiterer ärgerlicher Beschwichtigungsversuch.“
Mag. Gudrun Pennitz, designierte ÖPU-Vorsitzende, Leserbrief an die Kleine Zeitung vom 8. Mai 2019

Keine Toleranz gegenüber Gewalt!

„Für gewalttätiges Verhalten in der Schule darf es keine Toleranz geben.“
Mag. Elisabeth Rosenberger, Präsidentin des Bundeselternverbands (BEV), Presseaussendung vom 13. Mai 2019

Mehr Verbindlichkeit für Regeln:

„Erziehungsideale und -modelle müssen überprüft werden. Es gilt, kritisch zu hinterfragen, ob deren hoher Anspruch auf Freiwilligkeit, Einsicht und Selbstständigkeit die aktuell vorhandenen Fähigkeiten sozial behinderter junger Menschen in vielerlei Hinsicht überschätzt.“
Axel Becker, „Die Toleranzfalle“ (2016), S. 11

Grenzen und Geborgenheit:

„Ohne einen sicheren Zaun, der einen altersgerechten Spielplatz strukturiert und Geborgenheit für die anstehende Exploration des umgebenden Raums bietet, müssen Kinder beständig das Ende der Welt oder wenigstens einen festen Punkt suchen.“
Prof. Dr. Martina Leibovici-Mühlberger, „Der Tyrannenkinder-Erziehungsplan“ (2018), S. 323

Prägung im Elternhaus:

„Jugendliche, die in sehr positiven familiären Umständen aufgewachsen sind, haben zu 3,8 % in den letzten zwölf Monaten eine Gewalttat ausgeführt; zu 0,7 % gehören sie den Mehrfachgewalttätern an. Bei Jugendlichen in sehr negativen familiären Umständen liegen die Raten mit 18,4 bzw. 6,8 % um ein Vielfaches höher.“
Univ.-Prof. Dr. Christian Pfeiffer u. a., „Zur Entwicklung der Gewalt in Deutschland“ (2018), S. 39f

Recht auf lernförderliches Klima:

„Unsere Kinder müssen in einer ruhigen und angenehmen Atmosphäre lernen können.“
DI Anne Mautner Markhof, Präsidentin des Hauptverbands der Katholischen Elternvereine Österreichs, Mag. Elisabeth Rosenberger,
Präsidentin des Bundeselternverbands (BEV), Presseaussendung vom 13. Mai 2019

Lernförderliches Klima schaffen:

„Unterrichtsstörungen und Disziplinprobleme zählen […] zu den größten Kräfteräubern für die Lehrpersonen und behindern zugleich die ganze Klasse bei ihrer Lernarbeit. Deswegen benötigen Lehrerinnen und Lehrer effektive Methoden, um störendes Verhalten zu unterbinden und lernförderliches Verhalten zu stärken.“
Helmut Heyse u.a., „Kollegien stark machen. Schulen erfolgreich entwickeln“ (2018), S. 249f

Schule wieder zum Ort des Lehrens und Lernens werden lassen:

„School safety and classroom disciplinary climate have a direct impact on teachers’ ability to teach and students’ ability to learn. The more time teachers spend on classroom management, the less they are able to direct their efforts toward the teaching and learning practices.“
Paul Cahu u. a., „Does School Safety and Classroom Disciplinary Climate Hinder Learning?“ (2019), S. 2

Schule braucht Unterstützung von außen:

„Wenn im Unterricht so viel Zeit gebraucht wird, um überhaupt Ordnung herzustellen und einen Unterricht zu ermöglichen, dann braucht es Unterstützung von außen. Das können Lehrkräfte nicht allein stemmen. Sie sind keine ausgebildeten Sozialarbeiter.“
Dir. Mag. Isabella Zins, Bundesvorsitzende der AHS-DirektorInnen und stv. Vorsitzende der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“,
Ö1-Morgenjournal vom 14. Mai 2019

Wertschätzung für die Bedeutung der Eltern:

„An increase in the valuing of parenting and the social norms to support good parenting - establishing norms which respect and enable parents as first teachers - will both aid child development and provide the necessary foundations, for example, for further enabling early education and health, education and family services staff to engage parents.“
Dr. Stacey Fox, „Better Systems, Better Chances“ (2015), S. 79

Fundament der Bildung:

„Children who have a solid grounding in early developing skills are in a better position to gain from instruction that is focused on more advanced skills. Learning letter words and sounds supports the development of vocabulary and the capacity to share well-formed narratives, while learning to count supports children’s understanding of mathematical concepts such as cardinality, relative size, and problem-solving (calculating, measuring) skills.“
Dr. Margaret R. Burchinal, „The Current State of Scientific Knowledge on Pre-Kindergarten Effects“ (2017), S. 23

Frühe Spracherfahrungen:

„Children’s early language exposure impacts their later linguistic skills, cognitive abilities, and academic achievement, and large disparities in language exposure are associated with family socioeconomic status (SES).“
Dr. Rachel R. Romeo u. a., „Beyond the 30-Million-Word Gap: Children’s Conversational Exposure Is Associated With Language-Related Brain Function“.
In: „Psychological Science“, 2018, Vol. 29(5), S. 700

Zeit und Geborgenheit:

„Parents who invest time reading to their children are likely to have children with more extensive vocabularies. Similarly, a secure attachment in infancy enhances social, cognitive and emotional skills in later life.“
Social Mobility Commission (Hrsg.), „Helping Parents to Parent“, 20. Februar 2017, S. 11

San Francisco:

„Parents of pre-school children in San Francisco received three informational text message reminders per week with simple information about key components of early childhood learning and practical tips for initiatives they could implement at home to support their child’s learning. The programme significantly increased home literacy activities and parental involvement as well as some aspects of student learning.“
Univ.-Prof. Dr. Mette Trier Damgaard u. a., „The use of nudges and other behavioural approaches in education“ (2017), S. 22

„Critical for early learning outcomes”:

„Parents’ behaviours and the home learning environments they create are critical for early learning outcomes: In addition to direct expenditures on their children, parents invest in their children through the quality of the interactions they have together. […] Findings from the United Kingdom suggest the home learning environment is in fact the strongest predictor of early literacy. Access to developmentally-appropriate books, toys and cultural resources promotes early learning and may be particularly important for supporting children with weak early language skills.“
Dr. Elizabeth A. Shuey u. a., „The Power and Promise of Early Learning“ (2018), S. 41

Ergebnis der „Vorlesestudie 2015“:

„Vorlesen stärkt gesellschaftliches Miteinander. 85 Prozent der Kinder, denen täglich vorgelesen wurde, besitzen nach Aussage ihrer Mütter einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, aber nur 40 Prozent derjenigen, denen selten oder nie vorgelesen wurde.“
Stiftung Lesen (Hrsg.), „Vorlesen – Investition in Mitgefühl und solidarisches Handeln“ (2015), S. 44

„The most productive input”:

„Dozens of studies have demonstrated many differences in the way advantaged and disadvantaged parents engage their children and how these differences matter to children’s adult success. Among other things, advantaged parents spend more time, in particular on educational activities, with their children and produce more cognitively stimulating home learning environments. […] The gaps in parental time investment are important because research suggests that spending time with a child has a direct and causal effect on children’s cognitive test scores and that it is the most productive input for cognitive skill development.“
Univ.-Prof. Dr. Susan E. Mayer u. a., „Using behavioral insights to increase parental engagement“ (2015), S. 4f

Das Elternhaus als erste und wichtigste Bildungsinstitution:

„Eltern können viel tun, um Bedingungen zu schaffen, unter denen ihre Kinder viele Erfolgserlebnisse haben. Eine wichtige Strategie besteht darin, mit ihnen an unterhaltsamen, aber stetig anspruchsvolleren Aufgaben zu arbeiten – ob es nun darum geht, Klavierspielen zu lernen, mit Klötzchen und Legosteinen zu bauen oder auf einem Spielturm herumzuklettern.“
Univ.-Prof. Dr. Walter Mischel, „Der Marshmallow Test. Willensstärke, Belohnungsaufschub und die Entwicklung der Persönlichkeit“ (2015), S. 336

Ansetzen, wo die Chancen vergeben werden:

„There is clear evidence that children’s life chances are influenced by their families and communities and that they are able to be changed for the better.“
Dr. Stacey Fox, „Better Systems, Better Chances“ (2015), S. 1

Viele bildungswissenschaftliche Zitate zur Bedeutung des familiären Umfelds sind auf www.bildungswissenschaft.at unter http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/zitate-d-bis-f/famumfeld nachzulesen.


857 „Einzelfälle“ …

„Laut Ministerium gab es vergangenes Schuljahr österreichweit 857 Polizeieinsätze an Schulen – die meisten in Wien und die meisten wegen Konflikten unter Schülern.“
Die Presse online am 7. Mai 2019

Ergebnis einer Befragung 15-Jähriger in allen niedersächsischen Schulformen:

„Fast jeder zweite Schüler gab an, im vergangenen Schulhalbjahr gehänselt, ausgeschlossen oder ignoriert worden zu sein (48,3 Prozent). Noch etwas mehr berichteten von Cybermobbing im selben Zeitraum (49,3 Prozent).“
Der Spiegel online am 1. April 2019

Messer, Schlagring oder Schlagstock:

„Obwohl es in Niedersachsen grundsätzlich verboten ist, solche Gegenstände mit in die Schule zu bringen, gaben 7,8 Prozent der Schüler an, sie gelegentlich oder sogar häufig auf dem Schulgelände dabeizuhaben. 2013 und 2015 lag der Anteil bei knapp unter sechs Prozent. In der Freizeit führte 2017 sogar gut jeder fünfte Jugendliche (21,8 Prozent) mindestens ab und zu ein Messer, einen Schlagring oder einen Schlagstock mit sich.“
Der Spiegel online am 1. April 2019

Höchste Zeit zu handeln:

„Die Lehrkräfte fühlen sich oft allein gelassen. […] Wir müssen handeln und etwas tun.“
LT-Abg. Sabine Schwarz, Bildungssprecherin der ÖVP-Wien, meinbezirk.at am 7. Mai 2019

Wegschauen beenden!

„Warum verschloss die Schuldirektion die Augen? Wusste die Bildungsdirektion nichts?“
NR-Abg. Univ.-Prof. Dr. Rudolf Taschner, Bildungssprecher der ÖVP, meinbezirk.at am 7. Mai 2019

„Schulpolitik“ des Vertuschens:

„Nicht selten gibt der Stadtschulrat, also seine Bezirksschulinspektoren, die Empfehlung, über Gewalt gegenüber Lehrern und unter Schülern zu schweigen, ganz besonders in der Öffentlichkeit. Vor allem wenn die Gewalt von Migranten oder Flüchtlingen ausgeht. Mit Sicherheit spielt auch dabei eine Rolle, dass das Bekanntwerden von Gewaltvorfällen an Schulen und politischen Gegnern nützen könnte.“
Susanne Wiesinger, „Kulturkampf im Klassenzimmer“ (2018), S. 136f

Vogel-Strauß-Politik beenden!

„Es handle sich nicht um Einzelfälle, sondern um ein ‚massives Problem, das immer weiter um sich greift. Wir müssen alles daransetzen, dass Gewaltdelikte an Schulen der Vergangenheit angehören.‘“
Mag. Barbara Fruhwürth, Vorsitzende des Katholischen Familienverbandes der Erzdiözese Wien, kathpress online am 6. Mai 2019

Der Gewalt keinen Nährboden!

„Zwar handle es sich um eine Minderheit, die Lehrer terrorisiere, trotzdem müsse mit voller Stärke durchgegriffen werden. Auch der Rechtsstaat sei bei derartigen Übergriffen gefragt. ‚Gewalt in der Schule – egal von welcher Seite – müssen wir unterbinden. Sonst ist es in zehn Jahren kein Schulproblem, sondern ein gesellschaftliches Problem.‘“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Kurier online am 6. Mai 2019

„Under pressure“ (Lehrerbelastungsstudie 2019):

„Ca. die Hälfte alle Befragten stellen eine gewisse Hilflosigkeit der Eltern bei der Kindererziehung bzw. einen ‚problematischen‘ Erziehungsstil der Eltern fest […] Dazu kommt noch, dass sehr viele Lehrkräfte den Eindruck haben, dass die Eltern bzw. Erziehungsberechtigten die Erziehungsaufgabe (übermäßig) an die Schule ‚abwälzen‘, dass also seitens des Elternhauses zu wenig Unterstützung in diese Richtung kommt.“
Mag. Dr. Jörg Spenger u. a., „Under pressure. Berufsvollzugsprobleme und Belastungen von Lehrpersonen. Eine empirische Studie.“ (2019), S. 44

Grenzen erfahren lassen:

„Eltern sollten immer als Erzieherpersönlichkeiten auftreten, die klar und deutlich sagen, wo die Grenzen liegen. Ob das jetzt das Trotzalter ist oder die Pubertät: Unser Nachwuchs hat das Recht aufzubegehren, er will sich austesten und an uns reiben.“
Dr. Jan-Uwe Rogge, Familienberater und vielfacher Buchautor, Oberösterreichische Nachrichten online am 13. April 2019

Nichts geht ohne die Eltern!

„Das sollte angesichts einer zunehmenden, politisch beförderten ‚Verstaatlichung‘ von Bildung und Erziehung betont werden, nichts geht ohne die Eltern, die aus erziehungswissenschaftlicher Sicht zu Recht laut Grundgesetz die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht für die Erziehung der Kinder und Jugendlichen haben.“
Univ.-Prof. Dr. John Hattie u. a., „Visible Learning. Auf den Punkt gebracht“ (2018), S. 141

Befund aus den USA:

„College-educated parents engage more strongly in intensive parenting, with its emphasis on spending time with children and on dads sharing child care responsibilities.“
Univ.-Prof. Dr. Robert Putnam, „Our Kids: The American Dream in Crisis“ (2015), S. 128

Interaktives Vorlesen:

„More than twice as many mothers with a university degree read aloud to their children than mothers who do not complete secondary education. Moreover, the former have been found to read to their children using an interactive style that involves the children in the reading, and they also ask more 'why' questions.“
Dr. Luisa Araújo u. a., „Home book reading and reading achievement in EU countries“. In: „Educational Research and Evaluation“, 2015, Vol. 21, S. 425

Ergebnis der „Vorlesestudie 2015“:

30 Prozent der Kinder wurde, als sie noch klein waren und noch nicht lesen konnten, von ihren Eltern nicht einmal „einmal in der Woche“ vorgelesen, der Hälfte von ihnen sogar „nie“.
Quelle: Stiftung Lesen (Hrsg.), „Vorlesen – Investition in Mitgefühl und solidarisches Handeln“ (2015), S. 10

Die Studie stammt aus Deutschland, die Aussagen von Müttern, deren Kinder bei der Befragung 8 bis 12 Jahre alt waren.

Geschlechterdifferenz:

„Besonders für Buben, die insgesamt häufiger von Problemen beim Lesenlernen berichten als Mädchen, macht das elterliche Vorlesen einen großen Unterschied für den eigenen Leseerfolg, sie profitieren noch mehr als Mädchen. Auch ist interessant, dass nicht nur das Lesen selbst leichter gelingt, sondern Schüler/innen mit Vorleseerfahrung lieber zur Schule gehen als andere.“
Mag. Dr. Christine Geserick. In: ÖIF (Hrsg.), „beziehungsweise“ vom Mai 2019, S. 7

Frühkindliche Prägung:

„The antenatal period and children’s first three years are crucial to building strong foundations and establishing the competencies that lead to the development of essential relational, self-regulation and problem-solving skills.“
Dr. Stacey Fox, „Better Systems, Better Chances“ (2015), S. 4

Lesen öffnet Tore:

„The first book you read opens a whole new set of operational skills and cognitive possibilities.“
Dr. Joanna Sikora u. a., „Scholarly culture: How books in adolescence enhance adult literacy, numeracy and technology skills in 31 societies“.
In: „Social Science Research“ 77 (2019), S. 3

„Positive upwards spiral“:

„Children who like to read, read more. Because they read more, they read better, and because they read better, they enjoy reading more. It is crucial, therefore, to create this positive upwards spiral.“
EU-Kommission (Hrsg.), „EU High Level Group of Experts on Literacy. Final Report“ (2012), S. 68

Schule „Reparaturbetrieb der Gesellschaft“:

„Wir müssen uns mit der Frage befassen, ob Schule nicht längst zum Reparaturbetrieb der Gesellschaft geworden ist. Dafür gibt es Anhaltspunkte.“
Mag. Dr. Susanne Eisenmann, Kultusministerin Baden-Württembergs, Südwest Presse online am 2. April 2019

Wie wahr!

„Ziel muss es sein, die Wertschätzung der Eltern für eine gute Bildung und Ausbildung ihrer Kinder zu steigern und sie viel stärker als Partner der Schulen in die Verantwortung zu nehmen.“
MMMag. Gertraud Salzmann, Bundesobfrau der VCL und Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft. In: AKV (Hrsg.),
„Die neuen Herausforderungen für Schule und Bildung“ (2018), S. 43

Bildungswissenschaftliche Zitate über die hohe Bedeutung des Lesens sind auf www.bildungswissenschaft.at unter http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/zitate-k-bis-l/lesen nachzulesen.


Ergebnis einer Befragung 15-Jähriger in allen niedersächsischen Schulformen:

„2017 gab mehr als jeder vierte Schüler (27,2 Prozent) an, verprügelt oder - viel seltener - sexuell belästigt, ausgeraubt oder erpresst worden zu sein.“
Der Spiegel online am 1. April 2019

Folgen fehlender Bindung im Baby- und Kleinkindalter:

„‚Die Schwere der psychischen Störungen von Kindern und Jugendlichen nimmt eindeutig zu.‘ So seien 12-Jährige mit Suizidversuchen und dissozialem Verhalten keine Seltenheit mehr.“
Dr. Michael Merl, Primar der Kinder- und Jugendpsychiatrische Abteilung im Kepler-Uniklinikum, Oberösterreichische Nachrichten online am 13. Dezember 2018

„Schulreife“:

„So viele Kinder wie noch nie zuvor verfügen mit dem Eintritt in die sogenannte Schulreife noch nicht einmal über ausreichendes Selbstmanagement, um überhaupt einem Unterricht folgen zu können, sind also schwer beschulbar. Dabei geht’s nicht um kognitive Intelligenz, sondern um solche Dinge wie Selbstorganisation, etwas unmittelbare Bedürfnisverschiebung, Ablenkbarkeit, Aufmerksamkeit in der Kommunikation oder Impulskontrolle.“
Prof. Dr. Martina Leibovici-Mühlberger, Ärztin und Psychotherapeutin, www.news4teachers.de am 16. Mai 2016

Möglichkeiten der Schule begrenzt:

„Mit Blick auf das Elternhaus lässt sich festhalten, dass es einen großen Einfluss auf die schulische Leistung hat, die mit strukturellen Veränderungen von Schulen nicht maßgeblich beeinflusst werden kann. Insofern ist eine intensive Kooperation auf Augenhöhe zwischen Lehrpersonen und Eltern unerlässlich. Dort, wo sich diese Kooperation zum Wohl des Kindes nicht herstellen lässt, stößt auch die Arbeit von Lehrpersonen an Grenzen.“
Univ.-Prof. Dr. John Hattie u. a., „Visible Learning. Auf den Punkt gebracht“ (2018), S. 57

Leider viel zu lang:

„Schon lang gehört Lehrer-Bashing zum guten Ton. Dabei wird völlig vergessen, dass das stetig sinkende gesellschaftliche Ansehen der Lehrer für Österreich zunehmend zum Problem wird. Das macht sich in den Klassenzimmern bemerkbar, wenn Schüler ihren Lehrern keinen Funken Respekt mehr entgegenbringen, weil die Eltern in den Gesprächen zu Hause aus ihrer Ablehnung gegenüber den Pädagogen kein Geheimnis machen.“
Mag. Julia Neuhauser, Die Presse online am 30. Juni 2016

Wachsendes Problem:

„Wir haben sehr engagierte Eltern, die sich einbringen, die ganz aktiv zum Schulleben beitragen. Aber manche Eltern ziehen sich da auch sauber raus. Wir haben eine wachsende Zahl von Eltern, die sich von ihrem Erziehungsauftrag und vom gemeinsamen Wirken mit Lehrern verabschiedet haben.“
Mag. Dr. Susanne Eisenmann, Kultusministerin Baden-Württembergs, Südwest Presse online am 2. April 2019

„Halt- und Orientierungslosigkeit“:

„Erziehung hat mit Beziehung zu tun, mit beharrlicher Beziehungsarbeit, die nicht immer harmonisch ist. Wer sich aus der Erziehung zurückzieht, lässt seine Kinder allein, macht sie halt- und orientierungslos.“
Dr. Jan-Uwe Rogge, Familienberater und vielfacher Buchautor, Oberösterreichische Nachrichten online am 13. April 2019

„Under pressure“ (Lehrerbelastungsstudie 2019):

„Besonders wirkungsvoll wären etwa die aus anderen Ländern bekannten Time-Out-Klassen, in denen Schüler/innen, die in der Großgruppe nicht mehr tragbar bzw. beschulbar sind und auch die Mitschüler/innen vom Lernen abhalten, zumindest eine Zeit lang von Sozialpädagoginnen und -pädagogen oder auch speziell geschulten Lehrkräften in Kleingruppen unterrichtet werden.“
Mag. Dr. Jörg Spenger u. a., „Under pressure. Berufsvollzugsprobleme und Belastungen von Lehrpersonen. Eine empirische Studie.“ (2019), S. 156

„Eine der schwierigsten und zugleich entscheidendsten Fragen“:

„Die Aufgabe, jungen Menschen die Regeln unseres Rechtsstaates und einer freien, offenen Gesellschaft zu vermitteln, geht uns alle an. Es ist eine der schwierigsten und zugleich entscheidendsten Fragen unserer heutigen Gesellschaft.“
Axel Becker, „Die Toleranzfalle“ (2016), S. 12

Seit fast 2 Jahrzehnten bekannt, aber von Österreichs „Schulpolitik“ bisher ignoriert:

„There is indeed a robust correlation between the disciplinary climate measure derived from the PISA questionnaire and students’ performance as measured by the same survey. A robust positive relationship between disciplinary climate and students’ performance has been observed since the first wave of the PISA survey in 2000.“
Paul Cahu u. a., „Does School Safety and Classroom Disciplinary Climate Hinder Learning?“ (2019), S. 8

Viele bildungswissenschaftliche Zitate zum Sozialverhalten, seinen Ursachen und Auswirkungen sind auf www.bildungswissenschaft.at unter  http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/zitate-r-bis-s/disziplin nachzulesen.


„Under pressure“ (Lehrerbelastungsstudie 2019):

„In der letzten Dekade wurde aus Sicht der Betroffenen sehr viel am Schulsystem ‚herumexperimentiert‘, eine – oft wenig gut durchdachte oder zumindest (z.B. ressourcenmäßig) konsequent zu Ende gedachte – Reform jagte die nächste, ein Reformpaket das andere.“
Mag. Dr. Jörg Spenger u. a., „Under pressure. Berufsvollzugsprobleme und Belastungen von Lehrpersonen. Eine empirische Studie.“ (2019), S. 152

Drohender Kollaps:

„Durch zu rasche und zu viele Reformen auf einmal wurden von drei SPÖ-Bildungsministerinnen viele bildungspolitische Baustellen aufgerissen. Diese gilt es nun – unter geänderten politischen Vorzeichen im Bildungsministerium – rasch zu beheben. Andernfalls droht tatsächlich der Kollaps.“
Dir. Mag. Isabella Zins, Bundesvorsitzende der AHS-DirektorInnen und stv. Vorsitzende der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“.
In: AKV (Hrsg.), „Die neuen Herausforderungen für Schule und Bildung“ (2018), S. 21

Politische Verantwortlichkeit:

„Der Anspruch an die Pädagoginnen und Pädagogen, meine Damen und Herren, ist in den letzten Jahren massiv gestiegen – unter anderem deshalb, weil der Unterricht in den Klassen mit einer steigenden Heterogenität einhergeht.“
MMMag. Gertraud Salzmann, Bundesobfrau der VCL, Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft
und seit Juni 2018 NR-Abgeordnete, Nationalratssitzung vom 12. Dezember 2018

Hochrisiko-Beruf:

„It has been recognized that being a teacher is a demanding and sometimes even exhausting job. […] Compared to other professions, teaching in fact poses a relatively high risk of burnout.“
Dr. Melanie M. Keller u. a., „Teachers’ emotional experiences and exhaustion as predictors of emotional labor in the classroom“.
In: „Frontiers in Psychology“ vom Dezember 2014

Systemimmanente Überlastung:

„Auch wenn viele Lehrkräfte mit reichlich Elan in ihren Beruf starteten, immer früher entwickelt sich diese Tätigkeit zu einer großen Belastung. Ständig geraten sie zwischen die Fronten schulorganisatorischer Notwendigkeiten, störenden Verhaltensweisen von Schülern und überzogenen elterlichen Forderungen.“
Dr. Albert Wunsch, Erziehungswissenschaftler, Berliner Umschau vom 8. Mai 2014

Der Blick von außen:

„Seit ein paar Jahren bin ich extrem froh, dass ich nicht Lehrerin geworden bin.“
Vea Kaiser, NEWS vom 1. März 2019, S. 66

Offen und ehrlich gefragt:

„Wer übernimmt die Verantwortung für all den Kram, den wir in den letzten Jahren ausbaden mussten?“
Dr. Matthias Burchardt, Bildungsphilosoph, GBW-Tagung „Time for Change?
Teil II: Im Hamsterrad. Schule zwischen Überlastung und Anpassungsdruck“, Bergische Universität Wuppertal am 4. Mai 2019 

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Aktuelle Zitate

 

 

 

Österreichs Lehrerinnen und Lehrer von Politik und Gesellschaft alleingelassen:

„Die Einzelkämpfer im Klassenzimmer rufen seit vielen Jahren vergeblich nach Unterstützung durch Beratungslehrer, Sozialarbeiter und Psychologen. Sie sollten sie bekommen und zudem von uns allen im Schulalltag weniger alleingelassen werden.“
Mag. Helmut Schliesselberger, Salzburger Nachrichten online am 11. Mai 2019

LehrerInnen verdienen höchste Wertschätzung:

„‚Wegen des Geldes‘ wird man nicht LehrerIn, wegen der tollen ‚Work-Life-Balance‘ wohl auch nicht. 50 bis 80 Stunden pro Woche für die Schule zu arbeiten, empfinden viele von uns als ganz normal.“
Mag. Gudrun Pennitz, designierte ÖPU-Vorsitzende, ÖPU-Nachrichten vom Juni 2019, S. 6

Absage an den Wiener Bildungsdirektor Himmer:

„Zwischen dem Aussprechen von Verboten und dem Schulverweis als letzter Maßnahme müsse es noch andere Möglichkeiten geben, auf Gewalt zu reagieren. ‚Die Rolle des Lehrers zu schwächen, ist der falsche Weg.‘“
Maria Hutter, Bildungslandesrätin Salzburgs, Salzburger Nachrichten online am 6. Juni 2019 

Elternhaus erste und wichtigste Bildungsinstitution:

„Kein Schulwesen der Welt kann ausgleichen, was Eltern ihren Kindern, warum auch immer, schuldig bleiben. Keine Schule kann so schlecht sein, um zu zerstören, was Eltern als erste und wichtigste LehrerInnen aufgebaut haben. Diese große Verantwortung sollte jungen Menschen, die ein Kind in die Welt setzen, bewusst sein. Diese große Verantwortung sollte möglichst allen bewusst gemacht werden!“
Mag. Gudrun Pennitz, designierte ÖPU-Vorsitzende, VCLnews vom Juni 2019, S. 11

„Immenser Stressfaktor“:

„Verhaltensauffälligkeiten von SchülerInnen UND Eltern nehmen nicht nur zu, sondern Dimensionen an, die zu einem immensen Stressfaktor geworden sind. Es ist das Gefühl, damit allein gelassen zu sein, das so viele Betroffene davon abhält, darüber zu sprechen und sich selbstverständlich Unterstützung bei Vorgesetzten zu holen.“
Mag. Gudrun Pennitz, designierte ÖPU-Vorsitzende, ÖPU-Nachrichten vom Juni 2019, S. 7

Schule braucht Unterstützung:

„Schulinterne Verhaltensvereinbarungen, Gespräche in der Direktion und die bloße ‚Androhung eines Ausschlusses‘ sind dort zahnlos, wo jemand seine Mitmenschen bewusst psychisch oder physisch schädigen will. Für solche Extremfälle braucht es daher spürbare Konsequenzen (von Wiedergutmachung bis zum Verlust des Schulplatzes) und eine besonders enge Kooperation zwischen Elternhaus und Schule, notfalls unter Einbindung des Jugendamtes.“
Dir. Mag. Isabella Zins, Bundesvorsitzende der AHS-DirektorInnen und stv. Vorsitzende der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“, VCLnews vom Juni 2019, S. 21

Folgen politischer Ignoranz:

„Die in der Gesellschaft zunehmende Gewaltbereitschaft wird auch in die Schulen hineingetragen. Vielfach trauen sich Lehrer nicht, über undiszipliniertes, respektloses und entwürdigendes Verhalten der Schüler zu berichten. Man schaut zu lange weg, kehrt die Probleme unter den Teppich und sucht den Grund für das Fehlverhalten der Schüler oft beim Lehrer.“
MMMag. Gertraud Salzmann, Bundesobfrau der VCL und Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft, VCLnews vom Juni 2019, S. 5

Interventionsinstrumente nötig:

„Pünktlichkeit, das Einhalten von Terminen und eine ernsthafte Arbeitshaltung sollten als Selbstverständlichkeit vorausgesetzt werden. Und wenn dem nicht so ist, müssen wir den Lehrenden Instrumente in die Hand geben, die dies zu erreichen versuchen.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, VCLnews vom Juni 2019, S. 9

„Under pressure“ (Lehrerbelastungsstudie 2019):

„Fast jeder zweite Lehrer in Wien und Niederösterreich leidet darunter, dass es zu wenig Sanktionsmöglichkeiten für undisziplinierte Schüler gibt.“
Niederösterreichische Nachrichten online am 14. Mai 2019

Schluss mit dem Sparen an der Schule!

„‚Wenn ein Schüler suspendiert wird, sitzt er nur drei Wochen zu Hause. In einer Timeout-Klasse wird mit ihm gearbeitet.‘ Für diese Aufgabe brauche es aber eben auch speziell geschultes Personal. Zusätzlich.“
Dir. Mag. Isabella Zins, Bundesvorsitzende der AHS-DirektorInnen und stv. Vorsitzende der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“, Der Standard online am 16. Mai 2019

Wertschätzung und Vertrauen!

„Unseren Lehrerinnen und Lehrern, die tagtäglich in den Schulklassen stehen und in den heterogenen Klassen vor großen Herausforderungen stehen, müssen wir wieder viel mehr Wertschätzung und viel mehr Vertrauen entgegenbringen.“
NR-Abg. MMMag. Gertraud Salzmann, Bundesobfrau der VCL und Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft, Nationalratssitzung vom 15. Mai 2019

Kein Platz für Gewalt!

„Psychische und physische Gewalt darf an unseren Schulen keinen Platz haben. […] Ein Verhalten, das andere schikaniert, entwürdigt, darf nicht hingenommen werden.“
NR-Abg. MMMag. Gertraud Salzmann, Bundesobfrau der VCL und Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft, Nationalratssitzung vom 15. Mai 2019

Ein schlimmes Jahrzehnt „Schulpolitik“ beenden!

„Ganz wichtig wäre das Unterstützungspersonal. Es hat im Jahr 2008 Österreich auch an der TALIS-Studie teilgenommen. Da wurden die Rahmenbedingungen für Lehrkräfte untersucht. Da ist Österreich wirklich als Schlusslicht dagestanden. Und dann sind wir aus der Studie ausgestiegen. […] Da wird man auf jeden Fall ansetzen müssen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das kostenneutral funktioniert.
Dir. Mag. Isabella Zins, Bundesvorsitzende der AHS-DirektorInnen und stv. Vorsitzende der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“, Ö1-Morgenjournal vom 14. Mai 2019 

Riesiger Rückstand bei den Rahmenbedingungen:

„‚Das Verhältnis von Lehrkräften zu pädagogisch-unterstützendem Personal beträgt 29:1 und jenes von Lehrkräften zu administrativem Personal 25:1.‘ Im Vergleich dazu kommt etwa in Dänemark auf zehn Lehrpersonen eine Supportstelle. Der OECD/EU-Schnitt liegt bei 16:1. Würde sich Österreich an diesem orientieren, so müssten hierzulande an die 13.500 zusätzliche Posten im Schulsupport geschaffen werden, wiederholt Kimberger eine langjährige Gewerkschaftsforderung.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Der Standard online am 24. April 2019

Keine Toleranz gegenüber Gewalt!

„Für gewalttätiges Verhalten in der Schule darf es keine Toleranz geben.“
Mag. Elisabeth Rosenberger, Präsidentin des Bundeselternverbands (BEV), Presseaussendung vom 13. Mai 2019 

Pädagogische Interventionsmittel notwendig:

„Wenn die Gespräche mit Lehrkräften, Klassenvorstand, Eltern, Direktion nichts nützen, dann gibt’s im Moment wirklich nur Zahnloses. […] Wenn man gesehen hat, wie diese Schüler agieren, dann hat man das Gefühl: Die wissen, es passiert ihnen nichts. Die fühlen sich so sicher in ihrem Verhalten, dass sie tun und lassen können, was sie wollen. Da braucht die Schule auf jeden Fall stärkere Maßnahmen.“
Dir. Mag. Isabella Zins, Bundesvorsitzende der AHS-DirektorInnen und stv. Vorsitzende der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“, Ö1-Morgenjournal vom 14. Mai 2019

Der Gewalt keinen Nährboden!

„Zwar handle es sich um eine Minderheit, die Lehrer terrorisiere, trotzdem müsse mit voller Stärke durchgegriffen werden. Auch der Rechtsstaat sei bei derartigen Übergriffen gefragt. ‚Gewalt in der Schule – egal von welcher Seite – müssen wir unterbinden. Sonst ist es in zehn Jahren kein Schulproblem, sondern ein gesellschaftliches Problem.‘“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Kurier online am 6. Mai 2019

857 „Einzelfälle“ …

„Laut Ministerium gab es vergangenes Schuljahr österreichweit 857 Polizeieinsätze an Schulen – die meisten in Wien und die meisten wegen Konflikten unter Schülern.“
Die Presse online am 7. Mai 2019

Leider viel zu lang:

„Schon lang gehört Lehrer-Bashing zum guten Ton. Dabei wird völlig vergessen, dass das stetig sinkende gesellschaftliche Ansehen der Lehrer für Österreich zunehmend zum Problem wird. Das macht sich in den Klassenzimmern bemerkbar, wenn Schüler ihren Lehrern keinen Funken Respekt mehr entgegenbringen, weil die Eltern in den Gesprächen zu Hause aus ihrer Ablehnung gegenüber den Pädagogen kein Geheimnis machen.“
Mag. Julia Neuhauser, Die Presse online am 30. Juni 2016

Offen und ehrlich gefragt:

„Wer übernimmt die Verantwortung für all den Kram, den wir in den letzten Jahren ausbaden mussten?“
Dr. Matthias Burchardt, Bildungsphilosoph, GBW-Tagung „Time for Change? Teil II: Im Hamsterrad. Schule zwischen Überlastung und Anpassungsdruck“, Bergische Universität Wuppertal am 4. Mai 2019