Zitate

Medien-Zitate ab 1. Juli 2019

(Ausgewählt und kommentiert von Gerhard Riegler - Ältere Zitate siehe Archiv!)

Bildung versus Funktionieren:

„Bildung zielt auf ebenso selbstständige wie empathiefähige Persönlichkeiten, nicht auf das bloße ökonomische Funktionieren von Menschen. Dieses Verständnis von Bildung scheint seit der Jahrtausendwende leider im PISA-Wirbel untergegangen zu sein.“
Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, „gymnasium“ (Printmedium der AHS-Gewerkschaft) vom Mai/Juni 2019, S. 3

Bildung aus dem Kompetenzraster befreien:

„Die zentrale Leistung schulischer Bildung im Allgemeinen und der gymnasialen Bildung im Besonderen besteht darin, junge Menschen zu befähigen, sich in einer komplexen, dynamischen und zukunftsoffenen Gesellschaft orientieren zu können und dabei einen eigenen, persönlich befriedigenden Lebensweg zu finden.“
Univ.-Prof. Dr. Walter Herzog, Vortrag im Rahmen des 60. Internationalen Bodenseetreffens, St. Gallen am 21. September 2019

Verengung des Denkens:

„Es ist erstaunlich, wie sehr wir uns, was unser Bildungsdenken betrifft, in den letzten Jahrzehnten durch diese internationalen PISA-Tests verführen haben lassen, Bildung auf ganz, ganz wenige Dimensionen zu reduzieren: mathematische Kompetenz, naturwissenschaftliche Kompetenz, Lesekompetenz. Das war’s.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, Bundeslehrertag 2019 der ÖPU Oberösterreich, 27. März 2019

Jugend und deren Zukunft in den Mittelpunkt:

„Wenn wir in der Schule nur mehr alles auf Ausbildung und auf den Arbeitsmarkt ausrichten, wo wir noch gar nicht wissen, wie er in fünf, zehn oder 15 Jahren aussehen wird, dann läuft etwas falsch.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Kurier online am 1. Juli 2018

Die „Nutzlosigkeit“ des Bildungswissens:

„In der Pflege gerade des als nutzlos beargwöhnten Bildungswissens liegt für mich der Schlüssel, um den Einzelnen gegen die Synchrongewalten des ökonomischen Kalküls und einer Stabsstellenmentalität zu verteidigen, die der Kontrolloptimierung dient.“
Univ.-Prof. Dr. Peter Strasser, Festansprache zum 60. Internationalen Bodenseetreffen, St. Gallen am 22. September 2019

Bildung legt Basis für Zukunft:

„Die Förderung der Reflexion, der Kritikfähigkeit, die Fähigkeit zu motivationaler und emotionaler Wahrnehmung, die Freude an der kreativen Gestaltung sind neben und mit der digitalen Nutzung unabdingbar für unsere gesellschaftliche Weiterentwicklung.“
MMMag. Gertraud Salzmann, Bundesobfrau der VCL und Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft, VCLnews vom Juni 2019, S. 4

Bildung schützt Freiheit:

„Die Digitalisierung verändert Gesellschaften und wie Meinungen gesteuert werden. Wir müssen erkennen, dass hierin eine Bedrohung für Demokratien und freie Gesellschaften liegt. Klassische Bildung, Geschichte, Philosophie – all dies wirkt gegen den Verlust des kritischen Denkens.“
Neue Zürcher Zeitung online am 8. Juni 2018

Bildung nicht instrumentalisieren!
„Die humanistische Bildungstradition seit Platon legt Wert darauf, dass Bildung ein Selbstzweck sei, dass sich Bildung nicht erst als Mittel zur Erreichung anderer Zwecke rechtfertigt. Im Zentrum des Humanismus steht daher die Persönlichkeitsbildung (nicht Macht, Reichtum, Sieg etc.).“
Univ.-Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin, „Der Akademisierungswahn“ (2014), S. 48

Junge Menschen mit der Idee humanistischer Bildung infizieren!

„Die ideale humanistische Bildungsinstitution hat es nie gegeben und wird es wohl auch nie geben. Meiner Überzeugung nach sollten wir aber gemeinsam darum kämpfen, dass die uns anvertrauten jungen Menschen möglichst stark von der Idee humanistischer Bildung infiziert werden.“
Mag. Dr. Eckehard Quin, stv. Vorsitzender der ÖPU, ÖPU-Nachrichten vom September 2019, S. 14

Schule als Ort der Pädagogik:

„Richten wir den Blick ausschließlich auf die jungen Menschen und deren Zukunft! In alten Parteiprogrammen hat Österreichs ‚Schulpolitik‘ zu lang geschmökert und sich dabei in ideologischen Fesseln verstrickt. Eine Schulpolitik hat darauf abzuzielen, junge Menschen in eine gute Zukunft zu führen, hat im wahrsten Sinne des Wortes ‚pädagogisch‘ zu sein.“
Mag. Gudrun Pennitz, Vorsitzende der ÖPU, VCLnews vom Juni 2019, S. 11

Menschenbildung:

„Ich bin trotz des Imageschadens, den die Politik unserem Beruf zugefügt hat, gerne Lehrer. […] Es ist einfach schön zu sehen, wie aus kleinen, oft noch recht verschreckten Kindern, die nach der Volksschule zu uns gekommen sind, selbstbewusste junge Erwachsene werden, die mit viel Engagement und Freude auf ihr weiteres Leben blicken.“
Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, ÖPU-Nachrichten vom September 2019, S. 7

Pädagogische Begeisterung trotz politischer Diffamierung:

„Obwohl rund 30 % der Befragten angeben, sich derzeit zu hüten, in der Öffentlichkeit zu sagen, dass sie LehrerIn seien, sind fast alle grundsätzlich mit ihrem Beruf zufrieden. 97 % sagen, dass ihnen ihr Beruf grundsätzlich Freude macht.“
Dr. Gabriele Böheim-Galehr u. a., „Schule der 10- bis 14-Jährigen in Vorarlberg. Entwicklungen, Bildungshaltungen und Bildungserwartungen. Projektbericht Band 1“ (2014), S. 167

Wertschätzung wird vermisst:

„Wie die TALIS-Studie zeigt, haben Österreichs Lehrkräfte derzeit mehrheitlich leider nicht das Gefühl, dass ihr Beruf in der Gesellschaft geschätzt wird.“
BIFIE (Hrsg.), „TALIS 2018. Band 1“ (2019), S. 38

Gravierendes politisches Versäumnis:

„Leider hat die Schulpolitik der vergangenen Jahrzehnte es (absichtlich oder unabsichtlich) verabsäumt klar zu machen, dass es in hohem Maße das Verdienst von uns Lehrkräften ist, dass unser Land zu den reichsten Staaten der Welt gehört, die Jugendarbeitslosigkeit im internationalen Vergleich niedrig ist und der soziale Friede (noch) nicht wirklich gefährdet ist.“
Mag. Gudrun Pennitz, Vorsitzende der ÖPU, ÖPU-Nachrichten vom September 2019, S. 4

Gesamtgesellschaftliche Wertschätzung:

„In Finland people consider teaching an appealing occupational choice for various reasons. Teacher’s work is autonomous, highly appreciated and found diverse and challenging.“
Finnish Institute for Educational Reasearch (Hrsg.), „Mobility and transition of pedagogical expertise in Finland“ (2015), S. 7

Beneidenswert:

„A much higher proportion of teachers in Finland than the TALIS average consider that the teaching profession is valued in society and would choose to work as teachers if they could decide again.“
OECD (Hrsg.), „Education Policy Outlook 2015 – Making Reforms Happen“ (2015), S. 222

Österreichs LehrerInnen leisten weit mehr:

„Die Herausforderungen für die österreichischen Lehrkräfte sind gerade in den letzten zehn bis fünfzehn Jahren enorm gestiegen, sie übertreffen z.B. mit Blick auf Integrationsaufgaben die Herausforderungen des PISA-Musterlandes Finnland bei weitem. Neben der eigentlichen Unterrichtstätigkeit haben Österreichs Lehrer mittlerweile eine Fülle von zusätzlichen Arbeiten und Aufgaben zu bewältigen.“
MMMag. Gertraud Salzmann, Bundesobfrau der VCL und Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft, VCLnews vom Oktober 2019, S. 6

Die Daten bestätigen es:

„Das österreichische Bildungssystem positioniert sich weltweit und im Vergleich zu anderen EU- oder OECD-Staaten insgesamt gut.“
Statistik Austria (Hrsg.), „Bildung in Zahlen 2017/18. Schlüsselindikatoren und Analysen“ (2019), S. 114

Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, eine im Bildungsministerium leider rare Ausnahmeerscheinung:

„Das Bildungssystem leistet viel und dennoch wird ihm eine wachsende Zahl an gesellschaftlichen Aufgaben übertragen – von Konflikt lösen bis hin zur Vermittlung von Zeitdisziplin, Respekt und Selbstorganisation. Gleichzeitig wird die Schülerpopulation in einer diversen und pluralen Gesellschaft heterogener, was Erziehungs- und Unterrichtsarbeit auch nicht immer einfacher macht. Dies ist nicht nur eine Charakterisierung der Entwicklung, sondern auch ein Appell an jene, die noch mehr wollen, das Bildungssystem kritisieren und unzufrieden sind.“
BM a.D. Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, VCLnews vom Juni 2019, S. 8

Vertrauen in die Professionalität der LehrerInnen wiederherstellen!

„Lehrer brauchen Rückendeckung vom Staat, dass sie Kinder zu selbstständigen Personen entwickeln können. Der Lehrer muss endlich wieder als Profi gesehen und wertgeschätzt werden,“
Dr. Michael Winterhoff, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Kurier vom 2. Oktober 2019

Viele bildungswissenschaftliche Zitate zu Bedeutung und Ausmaß des Images von LehrerInnen in anderen Staaten sind auf www.bildungswissenschaft.at unter http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/zitate-g-bis-j/image nachzulesen.

Hoffentlich erhebt sich Österreichs künftige Schulpolitik deutlich über das Dienstag-Mittag-Niveau eines Wiener Bürgermeisters!


TALIS belegt dringenden politischen Handlungsbedarf:

„Die Aufrechterhaltung der Unterrichtsdisziplin wird von Österreichs Lehrerinnen und Lehrern 2018 im Vergleich zu 2008 als signifikant schwieriger beschrieben. 2018 geben signifikant mehr Lehrpersonen an, am Beginn der Stunde lang warten zu müssen, bis sich die Schüler/innen beruhigen bzw. dass sie viel Zeit wegen Unterbrechungen verlieren.“
BIFIE (Hrsg.), „TALIS 2018. Band 1“ (2019), S. 66

Basis für Erfolg:

„Empirical evidence suggests that individuals who are impatient are more likely to drop out of school despite having higher expected returns to schooling, and they are more likely to express regret at middle age and on average earn significantly less than their patient counterparts.“
Univ.-Prof. Dr. Mette Trier Damgaard u. a., „The use of nudges and other behavioural approaches in education“ (2017), S. 10

Social and emotional skills:

„Cognitive skills cannot compensate for a lack of social and emotional skills, and both are needed for people to prosper in life. In other words, social and emotional skills are the necessary ingredient of the skill set needed for effective functioning in different spheres of life.“
Univ.-Prof. Dr. Oleksandr S. Chernyshenko u.a., „Social and emotional skills for student success and wellbeing“ (2018), S. 23

Frühe Prägung:

„The main mechanism through which ECI (Anm.: ECI = Early Childhood Intervention) programs achieve results is by improving what economists call noncognitive skills. These skills comprise attitudes and behaviors that make people succeed in social interactions in both school and the workplace, such as motivation, patience, perseverance, self-control, and the capacity to evaluate the consequences of today’s action on future outcomes. Several studies show that such skills are crucial for success in life, more so than cognitive skills measured by IQ tests.“
Univ.-Prof. Dr. Matthias Doepke u. a., „Love, Money and Parenting“ (2019), S. 155

Früh fürs Leben lernen:

„People with low social and emotional skills are much more likely to become unemployed than those with low cognitive skills.“
OECD (Hrsg.), „Social and Emotional Skills“ (2017), S. 13

Kommunizierende Gefäße:

„Enquiry-based science activities are associated with lower test scores in science among students who work in disorderly classrooms or where the teacher has to wait a long time for students to calm down.“
OECD (Hrsg.), „PISA in Focus 90“ (November 2018), S. 2

Immer mehr LehrerInnen brennen aus:

„Wenn man unsere beiden GÖD-Belastungsstudien näher betrachtet, dann gehen bei den untersuchten Berufsgruppen des Öffentlichen Dienstes im Jahr 2014 die Pädagoginnen und Pädagogen mit 32,2 Prozent als die am stärksten gesundheitlich belastete Berufsgruppe hervor.“
Mag. Romana Deckenbacher, stv. GÖD-Vorsitzende, „Der öffentliche Dienst aktuell“ vom Juli 2019, S. 25

„Under pressure“:

„20 Jahre nach einer großangelegten Studie über die größten Belastungsfaktoren für LehrerInnen wird durch die aktuelle Studie belegt, dass die Politik bei ihrer Aufgabe, LehrerInnen in ihrer wichtigen Aufgabe für Staat und Gesellschaft zu unterstützen, völlig versagt hat.“
Mag. Gudrun Pennitz, „gymnasium“ (Printmedium der AHS-Gewerkschaft) vom Juli/August 2019, S. 19

Pädagogisch wirksame Interventionen ermöglichen!

„Es braucht zeitgerechte Maßnahmen, die uns Lehrern endlich wieder pädagogische Möglichkeiten in die Hand geben, um die notwendige Erziehungsarbeit zu leisten.“
MMMag. Gertraud Salzmann, Bundesobfrau der VCL und Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft, VCLnews vom Juni 2019, S. 5

Politik muss endlich handeln:

„Wir brauchen mehr Präventionsmaßnahmen, eine stärkere Sensibilisierung, strengere Ausschlusskriterien und zur Entlastung die von mir schon lange geforderten Timeout-Klassen, die sich in vielen Ländern Europas schon lange bewähren.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, „Das Schulblatt“ (Zeitschrift des CLV Oberösterreich) vom September 2019, S.  15

Viele bildungswissenschaftliche Zitate zum sozialen Verhalten und seinen Folgen sind auf www.bildungswissenschaft.at unter http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/zitate-r-bis-s/disziplin nachzulesen.


Angst vor Mobbing:

„Die Bertelsmann-Stiftung veröffentlichte jüngst Zahlen, wonach sich ein Drittel der Schüler an Gesamt-, Sekundar- und Hauptschulen nicht sicher fühle – auch aus Angst vor Mobbing. Bei Grundschulen und Gymnasien liegt ihr Anteil immerhin noch bei rund 20 Prozent.“
Focus online am 1. Oktober 2019

Folgen von Gewalt und Angst vor Gewalt:

„Victims are likely to experience low self-esteem, anxiety, depression, and suicidal ideation. Victimisation (i.e. being bullied) has also been linked to lower academic achievement and other behaviours such as disengagement, absenteeism and early school leaving.“
NESET (Hrsg.), „How to Prevent and Tackle Bullying and School Violence“ (2017), S. 18

„Null Toleranz“:

„Gewalt hat in der Schule – in welcher Form auch immer – nichts verloren. Daher ‚Null Toleranz‘ und ein konsequentes Vorgehen, um die Mehrheit unserer Schüler/innen und die Lehrer/innen vor einer gewaltbereiten Minderheit zu schützen.
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, „Das Schulblatt“ (Zeitschrift des CLV Oberösterreich) vom September 2019, S.  15

Das Wegschauen beenden!

„Die Opfer von psychischer oder physischer Gewalt in der Schule müssen geschützt und unterstützt werden, ein Wegschauen der Schulleitung oder der Schulaufsicht darf nicht passieren.“
MMMag. Gertraud Salzmann, Bundesobfrau der VCL und Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft, VCLnews vom Juni 2019, S. 6

LehrerInnen brauchen Rückendeckung und Unterstützung :

„The way students behave in school is strongly correlated with their eventual outcomes. […] Teachers alone, no matter how skilled, cannot intervene with the same impact as a school leader can.“
Dr. Tom Bennett, „Creating A Culture: How School Leaders Can Optimise Behaviour“ (2017), S. 6

Enorm starker Zusammenhang zwischen Disziplin und Leistungsniveau:

„On average across OECD countries, students attending schools where bullying is frequent, by international standards, score 47 points lower in science than students in schools where bullying occurs less frequently.“
OECD (Hrsg.), „PISA in Focus 71“ (April 2017), S. 2

Akzeptanz von Regeln:

„Vor allem […] scheinen neue Formen der Kooperation mit den Familien notwendig, wie in der einschlägigen Forschung seit Längerem thematisiert. Dabei geht es auch um die Erarbeitung, Vereinbarung und wechselseitige Akzeptanz von Regeln und gegenseitigen Erwartungen. Ein gemeinsamer Minimalkonsens an Verhaltensmaßregeln für alle Beteiligten, der klar kommuniziert, transparent und mit Konsequenzen verbunden ist, bedarf eines gesamtgesellschaftlichen Prozesses.“
BIFIE (Hrsg.), „TALIS 2018. Band 1“ (2019), S. 38

Unterrichtszeit in Österreich weiter gesunken:

„Im Vergleich zwischen TALIS 2008 und 2018 zeigt sich, dass die durchschnittliche Zeit, die die Lehrkräfte in Österreich mit tatsächlichem Lehren und Lernen verbringen, von 79 % auf 77 % gesunken ist.“
BIFIE (Hrsg.), „TALIS 2018. Band 1“ (2019), S. 87

Die Ignoranz der Schulpolitik durchbrechen:

„Disziplin fördert das Erreichen von Bildungszielen. Dieses Faktum ist allen LehrerInnen bewusst und wissenschaftlich belegt.“
Mag. Gudrun Pennitz, Vorsitzende der ÖPU, ÖPU-Nachrichten vom September 2019, S. 5

Schule als Ort des Lernens:

„It is not enough that children are in the classroom – it is imperative to make certain that they are learning.“
World Bank Group (Hrsg.), „Growing Smarter“ (2018), S. 4

Viele bildungswissenschaftliche Zitate zur Disziplin und ihrer Bedeutung im schulischen Kontext sind auf www.bildungswissenschaft.at unter http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/zitate-r-bis-s/disziplin nachzulesen.


Finanzielle und pädagogische Freiräume für Österreichs Schulen!

„Geben wir den LehrerInnen und damit dem Unterricht wieder mehr Freiräume! Geben wir den Schulen mehr Ressourcen, die sie selbst zum Wohl unserer Kinder und Jugendlichen einsetzen können!“
Mag. Herbert Weiss, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, ÖPU-Nachrichten vom September 2019, S. 7

Anteil des Bildungsbudgets an allen staatlichen Ausgaben (Stand 2017):

Singapur:
Vietnam:
Hongkong:
Norwege:
Schweden:
Schweiz:
weltweiter Durchschnitt:
Großbritannien:
USA:
Finnland:
Deutschland:
Österreich:
20,0 %
18,5 %
17,8 %
15,7 %
15,5 %
15,5 %
14,1 %
13,9 %
13,5 %
12,5 %
11,0 %
10,7 %
UNESCO (Hrsg.), Global Education Monitoring Report 2019 (2018), S.  278-287

Weltweite Zielvorgabe in Österreich extrem weit verfehlt:

„It is widely accepted that countries should allocate at least 20 % of their budget to education.“
UNESCO (Hrsg.), „Teaching and learning – Achieving quality for all“ (2014), S. 9

Höchste Zeit, zwischen SCHUL- und BILDUNGSbudget zu unterscheiden:

„Im Durchschnitt betrug der Teil der nationalen Ressourcen, der für Bildungseinrichtungen in den nicht tertiären Bildungsbereichen (Primar-, Sekundar- und postsekundärer, nicht tertiärer Bereich zusammen) aufgewendet wurde, 3,5 % des BIP, wesentlich mehr als der für den Tertiärbereich aufgewendete Teil (1,5 % des BIP).“
OECD (Hrsg.), „Bildung auf einen Blick 2019“ (2019), S. 323
In Österreich aber werden dem Primar-, Sekundar- und postsekundärer und nicht tertiären Bereich zusammen nur 3,1 % des BIP zur Verfügung gestellt, dem Tertiärbereich hingegen 1,8 %. (Quelle: OECD (Hrsg.), „Bildung auf einen Blick 2019“ (2019), Abbildung C2.1.)

Österreichs Bildungsbudget wird immer mehr für tertiären Bereich benötigt:

„Tatsache ist, dass uns im Hochschulsystem die privaten Mittel fehlen.“
BM Dr. Iris Rauskala, „Academia“ vom September 2019, S.  4

Finanzierung des tertiären Bildungsbereichs:

„In Australien, Chile, Japan, der Republik Korea, dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten werden über 60 % der Gesamtausgaben mit Mitteln aus privaten Quellen finanziert.“
OECD (Hrsg.), „Bildung auf einen Blick 2019“ (2019), S. 335
In Österreich sind es hingegen nur 6 %. (Quelle: OECD (Hrsg.), „Bildung auf einen Blick 2019“ (2019), Tabelle C3.1.)

Studiengebühren in Australien, Kanada, Schweden und den USA:

„In manchen Ländern kann es […] erhebliche Unterschiede bei den Bildungsgebühren für inländische und ausländische Bildungsteilnehmer geben. So erheben öffentliche Bildungseinrichtungen in Australien, Kanada und den Vereinigten Staaten beispielsweise für Bildungsgange auf Bachelorniveau 13.900 US-Dollar mehr pro Jahr von ausländischen als von inländischen Bildungsteilnehmern. […] In Schweden werden von inländischen und EU-Bildungsteilnehmern keine Bildungsgebühren erhoben, wohingegen Bildungsteilnehmer von außerhalb der EU für einen Bildungsgang auf Bachelorniveau mehr als 14.500 US-Dollar bezahlen müssen.“
OECD (Hrsg.), „Bildung auf einen Blick 2019“ (2019), S. 369

Statistik Austria Ressourcendefizit an österreichischen Schulen:

„Österreichs Ausgaben lagen in diesen Bereichen mit 2,1 % (Anm.: für die Primarstufe und Sekundarstufe I) bzw. 1,0 % (Anm.: für die Sekundarstufe II) unter dem EU22-Durchschnitt von 2,3 % bzw. 1,2 %.“
Statistik Austria (Hrsg.), „Bildung in Zahlen 2016/17. Schlüsselindikatoren und Analysen“ (2018), S. 96

Extreme Diskriminierung der AHS auch vom Nationalen Bildungsbericht bestätigt:

„Vergleichsweise gering sind […] die Ausgaben an AHS-Unterstufen. Diese liegen mit durchschnittlich rund 8.250 Euro um 36 % unter jenen der HS und um 50 % unter jenen der NMS.“
BMBWF (Hrsg.), „Nationaler Bildungsbericht Österreich 2018. Band 1“ (2019), S. 56

Dringender Veränderungsbedarf:

„Ein Blick in bildungswissenschaftliche Vergleichsstudien bringt leider die ernüchternde Erkenntnis, dass Österreich auf dem Gebiet der Begabtenförderung ein Entwicklungsland ist und das Ja zu Spitzenleistungen nur sehr, sehr leise klingt.“
Mag. Gudrun Pennitz, Vorsitzende der ÖPU, VCLnews vom Juni 2019, S. 11

Investitionen in Österreichs Zukunft:

„Jeder Euro, der rechtzeitig in die Kinder und Jugendlichen investiert wird, vermeidet langfristig hohe Kosten im Sozialsystem. Denn wir wollen und dürfen kein Kind zurücklassen!“
MMMag. Gertraud Salzmann, Bundesobfrau der VCL und Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft, VCLnews vom Oktober 2019, S. 6

Herzlichen Dank Gudrun Pennitz, die über das Wochenende alle Statistiken von www.bildungswissenschaft.at auf den aktuellsten veröffentlichten Stand gebracht hat!


Treten wir den Fake-News von „Bildungsexperten“ mit überprüfbaren Fakten entgegen: http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/statistik/category/17-migration?start=4.


Zeit und Zuwendung:

„Children subject to an intensive parenting style perform substantially better than those subject to nonintensive parenting within the same country. “
Univ.-Prof. Dr. Matthias Doepke u. a., „Love, Money and Parenting“ (2019), S. 75

„The quality of parenting and care”:

„There is strong evidence that the single most important factor influencing a child’s intellectual and social development is the quality of parenting and care they receive and the quality of the home environment this creates.“
Dr. Stacey Fox, „Better Systems, Better Chances“ (2015), S. 28

Interaktives Vorlesen:

„When parents engage in shared reading with their kindergarten children, they informally teach them vocabulary words because interactions during storybook reading revolve around discussing the meaning of print. […] Reading frequently to preschool children in the home, in particular, can contribute to give them the skills they need to be successful in school.“
Dr. Luisa Araújo u. a., „Home book reading and reading achievement in EU countries“. In: „Educational Research and Evaluation“, 2015, Vol. 21, S. 424

Mehr Wahrheit in die Bildungsdiskussion!

„Durch Pädagogik ist nicht jedes Problem zu lösen. […] In die Schule schlagen so viele Probleme herein, die eigentlich woanders entstehen und gelöst werden müssten. Das fängt bei Sozialpolitik an und geht hin bis zu einer Wohnpolitik, die den Familien und Kindern auch wirklich Raum zum Leben gibt.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Der Standard online am 24. April 2019

Quote der von Armut bedrohten 0- bis 6-Jährigen (Stand 2018)

Dänemark:
Finnland:
Norwegen:
Deutschland:
Schweden:
Österreich:
9,7 %
11,5 %
13,1 %
14,6 %
21,4 %
21,6 %
Eurostat-Datenbank, Abfrage vom 2. Oktober 2019

Zeit für Kinder:

„Viele Eltern stehen unter Druck und haben wenig Zeit für die Kinder.“
Dr. Michael Winterhoff, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Kurier vom 2. Oktober 2019

Bildschirm kein Ersatz für Eltern:

„Die emotionale Intelligenz beruht auf Erfahrungen. Hierzu braucht es aber soziale Beziehungserfahrungen. Bei Medien fehlt es aber an der Ich-Du-Begegnung. […] Kinder wollen Begegnung statt Berieselung.“
Dr. Oswald Hasselmann, Facharzt für Kinderneurologie, Tagblatt online am 9. Juni 2019

„Chancengleichheit“ bei Schuleintritt längst nicht mehr gegeben:

„Immer mehr Kinder kommen in die Schule, deren Entwicklungsstand Jahre hinter dem ihrer AltersgenossInnen zurückliegt und für die es damit zu diesem Zeitpunkt bereits keine gleichen Chancen mehr gibt.“
Mag. Gudrun Pennitz, Vorsitzende der ÖPU, ÖPU-Nachrichten vom September 2019, S. 5

Verhängnisvoller Irrtum:

„Ich halte es für verhängnisvoll zu glauben, dass das Bildungssystem oder die Schule tatsächlich alle Defizite der Gesellschaft kompensieren kann.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, „Der Standard mitreden“ am 23. September 2019

„Nicht nur unvernünftig, sondern auch unmoralisch“:

„Politische Forderungen aufzustellen, die sich pädagogisch nicht einlösen lassen, ist nicht nur unvernünftig, sondern auch unmoralisch. Da dem Prinzip der Chancengleichheit kein Kriterium innewohnt, das uns sagt, wann die Chancen wirklich gleich sind, lassen sich die Erwartungen auf Kompensation von ungleichen Bildungschancen ins Unendliche steigern.“
Univ.-Prof. Dr. Walter Herzog, Neue Zürcher Zeitung online am 29. März 2019

Zahlreiche bildungswissenschaftliche Zitate über die herausragende Bedeutung des familiären Umfelds sind auf www.bildungswissenschaft.at unter http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/zitate-d-bis-f/famumfeld nachzulesen.


OECD-weiter Trend zur Vielfalt schulischer Wege:

„The proportion of school admissions based on academic performance increased significantly in 34 of the 59 countries and economies that participated in PISA in both 2009 and 2015. […] The trend towards more selectivity is observed between 2009 and 2015 in both lower and upper secondary schools in many countries.“
OECD (Hrsg.), „Balancing School Choice and Equity: An International Perspective Based on PISA“ (2019), S. 39

Die Leistungsschwachen leiden am meisten:

„Gemeinsame Schulen haben den Nachteil, dass die dabei notwendige innere Differenzierung die schwächeren Schüler diskriminiere und bei ihnen zu Angst vor Schulversagen führe.“
Univ.-Prof. Dr. Rainer Dollase, Presseaussendung der ÖPU Vorarlberg vom 14. März 2019

„Fischteicheffekt“:

„Unter der Bezeichnung Big-Fish-Little-Pond Effect konnte aufgezeigt werden, dass Schüler/innen ein geringer ausgeprägtes Selbstkonzept entwickeln, wenn sie eine Schule mit (durchschnittlich) hohem Begabungsniveau besuchten als eine Schule mit geringerem Begabungsniveau.“
BIFIE (Hrsg.), „Nationaler Bildungsbericht Österreich 2015, Band 2“ (2016), S. 138
Dies wurde vor 35 Jahren bildungswissenschaftlich nachgewiesen, hat sich aber bis heute nicht in alle Parteisekretariate durchgesprochen.

Selbst Schweden hat inzwischen umgedacht:

„It has become common practice in recent years to group students by ability within comprehensive compulsory schools.“
Univ.-Prof. Dr. Matthias Doepke u. a., „Love, Money and Parenting“ (2019), S. 296

Vernunft soll an die Stelle von Sozialromantik treten:

„Die sozialromantische Vorstellung von einer durch die Gleichbehandlung Ungleicher künstlich herstellbaren Chancengleichheit ist […] in Wahrheit zutiefst inhuman - ganz abgesehen von der Tatsache, dass sie die Kluft zwischen ärmeren und wohlhabenderen Bevölkerungsschichten noch vertieft, weil letztere es sich leisten können, sich einer solchen erzwungenen Gleichschaltung mit Hilfe teurer Privateinrichtungen zu entziehen.“
HR Mag. Dr. Günter Schmid, Vorsitzender der „Bildungsplattform Leistung & Vielfalt“, VCLnews vom Juni 2019, S. 14

Frankreichs Privatschulen florieren:

„Although in theory all public high schools (lycées) offer the same curriculum in the framework of the national education system, in practice there is a common perception that some schools are much better than others. […] In recent years, an increasing number of private lycées have climbed the ladder in rankings.“
Univ.-Prof. Dr. Matthias Doepke u. a., „Love, Money and Parenting“ (2019), S. 302f

Gleichheit und Freiheit:

„Die Begründer der Menschenrechte im Jahrhundert der Aufklärung, die französischen Revolutionäre, wussten, weshalb sie ‚nur‘ die Gleichheit der Menschen vor dem Gesetz und hinsichtlich ihres gesellschaftlichen Status fordern, nicht aber die Gleichheit der Lebensbedingungen. Sie wussten, dass dies schlechterdings in einer freien Gesellschaft nicht verwirklichbar wäre, weil sich die Menschen aufgrund unterschiedlicher persönlicher Voraussetzungen (Begabung, Fleiß, Ehrgeiz) unterschiedlich entwickeln und sich dadurch ungleiche Lebensbedingungen herausbilden.“
Rainer Werner, guteschuleblog.wordpress.com am 7. Jänner 2018

Niederlandes vielfältiges Schulwesen:

„The Dutch system is segmented, with several different types of schools at every stage after primary, and end-of-sector tests contribute to the decision about where students should be placed in the next stage. However, teachers’ judgements are considered along with performance on the tests in making these decisions. […] In each subject, the leaving exam includes school-based assessments as well as centrally designed standardized test.“
Univ.-Prof. Dr. Daniel Koretz, „The Testing Charade. Pretending to Make Schools Better” (2017), S. 213f

Immer mehr Unterricht in Leistungsgruppen:

„Ability grouping is relatively widespread across OECD countries, with more than 70 % of students attending schools whose principal reported that students are grouped by ability for mathematics classes. Over 95 % of students in Australia, Ireland, Israel, Kazakhstan, Malaysia, New Zealand, the Russian Federation, Singapore and the United Kingdom attend such schools.“
OECD (Hrsg.), „Equations and Inequalities“ (2016), S. 99

Mehr Ressourcen und deren sinnvoller Einsatz:

„Qualität lässt sich […] nur durch den Einsatz entsprechend großer Geldmittel erzielen und auch nur dann, wenn jeder entsprechend seiner Leistungsfähigkeit gefördert wird.“
Univ.-Prof. Dr. Hans Peter Klein, „Abitur und Bachelor für alle – wie ein Land seine Zukunft verspielt“ (2019), S. 140

Ich hoffe, dass bildungswissenschaftliche Erkenntnis Personen, die das Bildungsprogramm der nächsten fünf Jahre verhandeln werden, vertraut ist. Hier der Link zum Thema „Gesamtschule versus Differenzierung“: http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/zitate-g-bis-j/gesamtschule-differenzierung


Keine Frage des Geldes:

„Das Elternhaus spielt im Sinne der ‚Vererbung‘ eine entscheidende Rolle. So haben die Bildungsvoraussetzungen der Eltern einen großen Einfluss auf die Lesekompetenz und Lesemotivation von Schüler/ innen, das zeigt die Internationale Grundschul-Lese-Untersuchung (IGLU). Dabei muss die ‚Vererbung‘ elterlicher Bildung nicht nur als starre Konstellation gesehen werden, es gibt durchaus eine aktive Komponente. ‚Vererbt‘ werden kann Lesekompetenz und Spaß am Lesen nämlich durch das elterliche Vorlesen, wie die deutsche Vorlesestudie 2018 zeigt.“
Mag. Dr. Christine Geserick. In: ÖIF (Hrsg.), „beziehungsweise“ vom Mai 2019, S. 6f

Wertschätzung des Lesens:

„Eine hohe elterliche Wertschätzung des Lesens wirkt günstig auf die lesebezogene Motivation und die Einstellungen der Kinder gegenüber dem Lesen kann somit indirekt auch durch eine intensivere Lesepraxis zu höheren kindlichen Lesekompetenzen führen.“
Dr. Franziska Schwabe. In: özbf (Hrsg.), „begabt & exzellent“, Ausgabe 2, 2018, S. 14

Natürlich förderliches Umfeld:

„Wenn ich in einem Haushalt aufwachse, in dem die Eltern auf dem Gymnasium und an der Uni waren und einen guten Job haben, sind das natürlich Tatsachen, die Kinder fast von selber aufnehmen. Hinzu kommt, dass man ja auch mit den Kindern über die Geschichte der Familie redet. Somit ist es sicherlich so, dass der Zusammenhang zwischen Bildung, Karriere und Einkommen den Kindern aus Akademikerhaushalten oder Haushalten mit höherem Einkommen einfach klar ist.“
Univ.-Prof. Dr. Matthias Doepke, Die Welt online am 13. April 2019

Von wegen, Bildung werde in Österreich besonders stark vererbt:

„The student populations in Norway, Switzerland, Austria, and the Netherlands are relatively representative of the population with regard to students’ education background.“
DZHW (Hrsg.), „Social and Economic Conditions of Student Life in Europe“ (2015), S. 54

Das Versagen des englischen Gesamtschulwesens:

„The primary cause of adult skills inequality in England is the exceptionally unequal skills outcomes of the initial education system sustained over a long period, fuelled and supplemented by an especially strong influence from social background.“
Univ.-Prof. Dr. Andy Green u. a., „Why are Literacy and Numeracy Skills in England so Unequal?“ (2015), S. 6

Das Ergebnis des italienischen Gesamtschulsystems:

„Too few young Italians from disadvantaged backgrounds tend to choose the licei when, instead, they would have the adequate skills and abilities to do so. […] Socioeconomic background rather than merit seem to play a much more important role in Italy than in Germany when it comes to enrolment to different types of schools.“
OECD (Hrsg.), „Getting Skills Right. Italy“ (2017), S. 94

Was man über Finnland auch wissen sollte:

„In Finnland gibt es so wenig Arbeiterkinder an den Unis wie nirgends sonst in der Europäischen Union, trotz eines lückenlosen Gesamtschulsystems.“
Univ.-Prof. Dr. Rainer Dollase. In: Hanns Seidel Stiftung (Hrsg.), „Akademikerschwemme versus Fachkräftemangel“ (2016), S. 33

Österreich und Deutschland „most effective in reducing relative inequalities”:

„Some of the countries with the least inclusive systems of higher education (like Austria and Germany) are amongst the most effective in reducing relative inequalities, while countries like England, with higher HE participation rates, are much less effective in this respect.“
Univ.-Prof. Dr. Andy Green u. a., „Why are Literacy and Numeracy Skills in England so Unequal?“ (2015), S. 52

„… zur Gruppe der besten, weil flexibelsten in Europa“:

„Der internationale Vergleich zur sozialen Herkunft der Studierenden […] bestätigt die insgesamt hohe Bildungsmobilität in Österreich. Das österreichische Bildungssystem zählt in dieser Hinsicht zur Gruppe der besten, weil flexibelsten in Europa.“
Mag. Dr. Wolfgang Feller, „Österreich, Land der Bildungsaufsteiger“ (2016), S. 54

Elternarbeit unterstützen und wertschätzen!

„Wir sollten endlich damit aufhören, es schlechtzureden, wenn sich Eltern ihren Kindern widmen, mit ihnen lesen und ins Theater gehen. ‚Ich bin ein böser Mensch, ich vererbe Bildung. Die Neos mögen mich nicht mehr.‘“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, Der Standard online am 24. September 2019

Viele bildungswissenschaftliche Zitate zur Chancengerechtigkeit sind auf www.bildungswisenschaft.at unter http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/zitate-a-bis-c/chancengerechtigkeit.


Bevölkerungsanteil der im Ausland Geborenen:


Österreich:
Deutschland:
Großbritannien:
OECD-Mittelwert:
Frankreich:
Finnland:
2000
10,5 %
12,9 %
7,9 %
9,5 %
10,3 %
2,6 %
2018
19,4 %
16,0 %
13,8 %
13,1 %
12,6 %
6,2 %
OECD (Hrsg.), International Migration Outlook 2019 (2019), Figure 1.10

Österreichs Schulwesen in einer Sondersituation: 

„Im Vergleich zu anderen EU-Ländern haben österreichische Grundschulen einen niedrigen Anteil an Klassen, in denen mehr als 75 % der Schüler/innen die Testsprache (i. e. Deutsch in Österreich) auch zuhause sprechen (56,7 % versus 77,2 % im Schnitt aller an PIRLS 2016 teilnehmenden EU-Länder).“
BIFIE (Hrsg.), „TALIS 2018. Band 1“ (2019), S. 85f

Enorme Unterschiede im Elternhaus über die Sprache hinaus:

„Während die Eltern der Personen ohne Migrationshintergrund nur zu 4 % keinen über die Pflichtschule hinausgehenden Bildungsabschluss erzielt haben, liegt dieser Anteil unter den Eltern der Personen der 2. Generation bei einem Drittel.“
Statistik Austria (Hrsg.), „Die 2. Generation – wie gelingt die Integration in den Arbeitsmarkt?“ (2019), S. 3

Bildungshintergrund:

„The higher the education level, the less likely migrants are to live in the European Union.“
OECD (Hrsg.), „Recruiting Immigrant Workers – Europe“ (2016), S. 97

Migrationspolitik höchst unterschiedlich:

„Countries in Europe historically have a larger share of family migrants and humanitarian migrants than countries such as Australia, Canada, New Zealand and the United States.“
OECD (Hrsg.), „Education at a Glance 2016“ (2016), S. 76f

Enorme Herausforderung für Österreichs Schulwesen:

„Insbesondere die Fluchtbewegungen der letzten Jahre stellen das formale Bildungswesen vor neue Herausforderungen. Diese reichen von der Integration geflüchteter Kinder in die Primarstufe bis zur schriftsprachlichen Kompetenzentwicklung von nicht mehr schulpflichtigen Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Diese Aufgaben sind im Kontext zunehmend heterogener kultureller und schulischer Hintergründe der Schüler/innen zu erbringen.“
BMBWF (Hrsg.), „Nationaler Bildungsbericht Österreich 2018. Band 1“ (2019), S. 30

Bis zu sechs Jahre:

„In der Forschung zu Kompetenzentwicklung im Kontext von Mehrsprachigkeit wird davon ausgegangen, dass die Ausbildung des bildungssprachlichen Niveaus in einer Zweitsprache bis zu sechs Jahren bedarf, auch wenn dies an der mündlichen Sprachkompetenz nicht zu erkennen ist.“
BIFIE (Hrsg.), „Fünf Jahre flächendeckende Bildungsstandardüberprüfungen in Österreich“ (2019), S. 182

Gesellschaftliche Gefahrenherde:

„Fehlende Deutschkenntnisse in Familien mit nichtdeutscher Muttersprache bergen Konfliktpotentiale. […] Kulturelle Unterschiede und Eigenheiten der verschiedenen Sprachgruppen führen in den letzten Jahren zur Abkapselung von Familien bis hin zur Ghettoisierung von Stadtteilen. Parallelwelten entstehen.“
HR Elisabeth Meixner, Bildungsdirektorin der Steiermark, VCLnews vom Juni 2019, S. 12

Besonders großer Unterschied in den Lesefertigkeiten:

„Die Ergebnisse von PIRLS 2016 zeigen, dass in Österreich weiterhin ein im internationalen Vergleich besonders großer Unterschied in den Lesefertigkeiten zwischen Kindern der 4. Schulstufe mit Migrationshintergrund und Kindern ohne Migrationshintergrund besteht. Der Abstand zwischen diesen beiden Gruppen hat sich in den letzten zehn Jahren sogar geringfügig erhöht. Nur in Bulgarien und der Slowakischen Republik ist dieser Leistungsabstand noch größer als in Österreich.“
BMBWF (Hrsg.), „Deutschförderklassen und Deutschförderkurse“ (2019), S. 4

Schon mehr als ein Viertel aller SchülerInnen spricht die Unterrichtssprache nicht als Umgangssprache:

„Der Anteil der Schülerinnen und Schüler mit nicht-deutscher Umgangssprache betrug im Schuljahr 2017/18 26,0%.“
Statistik Austria (Hrsg.), „Bildung in Zahlen 2017/18. Schlüsselindikatoren und Analysen“ (2019), S. 12
In der Volksschule ist der Anteil bundesweit bereits auf über 30 Prozent gestiegen.

Viele weitere bildungswissenschaftliche Zitate zum Themenbereich „Migration“ sind auf www.bildungswissenschaft.at unter http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/zitate-m-bis-p/migration nachzulesen.


Tatsächliches Gehalt von LehrerInnen der Sekundarstufe I als Anteil des durchschnittlichen Einkommens von AkademikerInnen (Stand 2017)

Deutschland:
Finnland::
England:
Estland:
OECD-Durchschnitt:
Frankreich:
Schweden:
Österreich:
USA:
100 %
98 %
92 %
91 %
88 %
88 %
88 %
87 %
65 %
OECD (Hrsg.), „Bildung auf einen Blick 2019“ (2019), Tabelle D3.1.

Politischer Weitblick gefordert:

„Da Vergütung und Arbeitsbedingungen wichtige Faktoren sind, wenn es darum geht, kompetente und hoch qualifizierte Lehrkräfte und Schulleiter anzuwerben, weiterzubilden und zu halten, sollte die Politik in ihrem Bemühen, sowohl einen qualitativ hochwertigen Unterricht als auch langfristig tragfähige Bildungshaushalte sicherzustellen, die Gehälter und Aufstiegsmöglichkeiten genau im Auge behalten.“
OECD (Hrsg.), „Bildung auf einen Blick 2019“ (2019), S. 457

Gehälter von SchuldirektorInnen:

„Im Durchschnitt der OECD-Länder und subnationalen Einheiten liegen die Gehälter von Schulleitern im Primar- und Sekundarbereich mindestens 25 % über den Erwerbseinkommen von Beschäftigten mit einem Abschluss im Tertiärbereich.“
OECD (Hrsg.), „Bildung auf einen Blick 2019“ (2019), S. 455
In Österreich sind es nur 15 %. (Quelle: ibidem, Abbildung D3.1.)

Großer Bedarf an neuen LehrerInnen:

„Da in mehreren OECD-Ländern ein großer Teil der Lehrkräfte in den nächsten 10 Jahren das Ruhestandsalter erreichen und in einigen Ländern eine Zunahme der Bevölkerung im schulpflichtigen Alter prognostiziert wird, sind die Regierungen unter Druck, neue Lehrkräfte anzuwerben und auszubilden.“
OECD (Hrsg.), „Bildung auf einen Blick 2019“ (2019), S. 510

Hoffentlich den politisch Verantwortlichen bewusst!

„Each country will get the quality of teacher it deserves by choosing to set the relative wage in teaching.“
Univ.-Prof. Peter Dolton u. a., „If you pay peanuts do you get monkeys?“ (2011), S. 11

Wertschätzung für Österreichs Schulwesen!

„Österreich gehört zu den erfolgreichsten, wohlhabendsten, sozialsten und sichersten Ländern dieser Erde. Das ist gar nicht so sehr das Verdienst einiger Wirtschaftskapitäne, sondern vielmehr Leistung und Können von Menschen, die alle in unseren Schulen gebildet wurden und werden.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, „Das Schulblatt“ (Zeitschrift des CLV Oberösterreich) vom September 2019, S.  15

Enormer Bedarf an Ressourcen:

„An Österreichs Schulen gibt es enormen Bedarf an Ressourcen, um Zusatzangebote für leistungsschwache Schülerinnen und Schülern erstellen und Interessen und besondere Begabungen fördern zu können. Die Schulpartner vor Ort wüssten, wie sie die zusätzlichen Ressourcen optimal einsetzen.“
Bundes-Schulgemeinschaftsausschuss (B-SGA), Presseaussendung vom 30. Jänner 2017

Perversion von Autonomie:

„Das Wort Autonomie können viele Lehrerinnen und Lehrer nicht mehr hören. Meist war es ein Synonym für die Mangelverwaltung, die man den Schulen umhängte. Im ‚Autonomiepaket‘ wurde der Begriff geradezu pervertiert.“
Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, „gymnasium“ (Printmedium der AHS-Gewerkschaft) vom März/April 2018, S. 5

Das Schulbudget zumindest auf internationales Mittelmaß anheben!

„Dass Österreich zu den reichsten Ländern der Welt zählt, verdankt es nicht zuletzt seinem hervorragenden Schulwesen und dessen Lehrkräften! Ein Mehr an Ressourcen, eine Anhebung des Schulbudgets sind daher legitime Forderungen!“
Mag. Gudrun Pennitz, ÖPU-Vorsitzende, „thema GYMNASIUM“ (Zeitschrift der ÖPU Oberösterreich), Juni 2019, S. 3

Viele bildungswissenschaftliche Zitate zur Höhe und Bedeutung von Lehrergehältern sind auf www.bildungswissenschaft.at unter http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/zitate-k-bis-l/lehrergehalt nachzulesen.


Aus Österreichs aktuellem Nationalen Bildungsbericht:

„Um die Höhe der Gehälter von Lehrkräften einschätzen zu können, muss bestimmt werden, inwiefern diese Einkommen mit jenen in anderen Berufen, insbesondere denen von Absolventinnen und Absolventen von Hochschulen und Akademien konkurrieren können.“
BMBWF (Hrsg.), „Nationaler Bildungsbericht Österreich 2018. Band 1“ (2019), S. 82

Gehalt und Wertschätzung bestimmen Attraktivität:

„Countries with higher teacher salaries (relative to GDP) and higher perceptions of the social value of the teaching profession have, on average, larger shares of students who expect to work as teachers.“
OECD (Hrsg.), „Teaching in Focus 22“ (Juni 2018), S. 2

Die Besten der Besten gewinnen:

„Die Bildungssysteme konkurrieren mit anderen Sektoren der Wirtschaft um hoch qualifizierte Absolventen, da sie sie als Lehrkräfte gewinnen wollen. […] Die Gehälter von Lehrkräften im Verhältnis zu denen von Beschäftigten in anderen Berufen (mit ähnlicher Ausbildung) und die zu erwartenden Einkommenssteigerungen können einen großen Einfluss darauf haben, ob sich Absolventen dafür entscheiden, den Lehrerberuf auch wirklich aufzunehmen bzw. ihn langfristig auszuüben.“
OECD (Hrsg.), „Bildung auf einen Blick 2018, OECD-Indikatoren“ (2018), S. 477

Die Attraktivität des Berufs heben:

„The complexity and variety of competences required poses a challenge for all national education systems: how to attract the most talented people into the teaching profession and retain them. […] Remuneration is a key element in making teaching an attractive profession. Along with other factors such as working conditions, career prospects, professional development opportunities and recognition, it plays an important role in drawing people into the profession as well as ensuring that serving teachers are satisfied and sufficiently motivated to continue to provide high quality teaching.“
EU-Kommission (Hrsg.), „Teachers’ and School Heads' Salaries and Allowances, 2016/17“ (2018), S. 11

Statistisch signifikanter Zusammenhang:

„Analysis of PISA results suggests that the only type of resource that is correlated with student performance is teacher salaries relative to national income. There is a statistically significant positive relationship between teacher salaries relative to GDP per capita and PISA 2012 math scores in economies with GDP per capita of more than US$20,000.“
World Bank Group (Hrsg.), „Growing Smarter“ (2018), S. 113

Gehalt muss mit den Herausforderungen des Berufs mithalten:

„The under-payment of teachers is a persistent problem across educational systems. As teachers’ tasks are becoming more and more demanding, teachers should be paid in a way that recognises these challenges.“
OECD (Hrsg.), „Teaching for the Future“ (2018), S. 59

Dem Top-Performer Südkorea sind seine LehrerInnen schon lange viel wert:

„Teachers are rewarded with high salaries, career stability and important social status. Korean primary and lower secondary school teachers with at least 15 years of experience receive statutory salaries that are much higher than the OECD average.“
OECD (Hrsg.), „Lessons from PISA for Korea“ (2014), S. 193

„Mehr Aufmerksamkeit und Anstrengungen“!

„Insgesamt braucht es mehr Aufmerksamkeit und Anstrengungen, diejenigen für den Lehrberuf zu gewinnen, die einen herausfordernden und gesellschaftlich entscheidenden Beruf ausüben möchten, und angemessen zu honorieren.“
Univ.-Prof. Dr. Klaus Zierer, news4teachers.de am 30. März 2019

Wenig überraschend:

„The literature indicates that when salaries are higher, teachers are less likely to leave the teaching profession.“
Dr. Lucie Cerna u. a., „Strength through diversity’s Spotlight Report for Sweden“ (2019), S. 13

Gesamtausgaben für das Schulwesen als Anteil am BI:


OECD-Mittelwert:
Österreich:
1999 
3,6 %
4,2 %
2016
3,4 %
3,1 %
1999: OECD (Hrsg.), Education at a Glance 2002 (2002), Table B2.1b
2016: OECD (Hrsg.), Education at a Glance 2019 (2019), Figure C2.1

Viele bildungswissenschaftliche Zitate zu Lehrergehältern und ihrer Bedeutung und Wirkung sind auf www.bildungswissenschaft.at unter http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/zitate-k-bis-l/lehrergehalt nachzulesen.


Umfrage des Verbandes Bildung und Erziehung zeigt, dass Gewalt von SchülerInnen gegen LehrerInnen alles andere als „Einzelfälle“ sind:

„Von psychischer Gewalt betroffen waren ein Viertel der Befragten. Erfahrungen mit körperlichen Misshandlungen wie schlagen, boxen, mit Gegenständen werfen, an den Haaren ziehen, mit den Fäusten oder mit Gegenständen prügeln, haben sechs Prozent der befragten Lehrkräfte gemacht.“
news4teachers.de am 15. Juli 2019

Konfliktlösung verdrängt Wissensvermittlung:

„Derzeit liegt der Fokus im Unterricht darauf, ein akzeptables Lernklima zu schaffen. Lehrerinnen und Lehrer müssen sich oft darauf konzentrieren, Konflikte zu lösen, anstatt Wissen zu vermitteln.“
Tobias Hofstätter, Bundesobmann der Schülerunion, „Der öffentliche Dienst aktuell“ vom Juli 2019, S. 29

Der Gewalt keinen Raum bieten!

„Psychische und physische Gewalt darf in unseren Schulen keinen Platz haben. Ein Verhalten, das andere schikaniert und entwürdigt, darf nicht hingenommen werden.“
MMMag. Gertraud Salzmann, Bundesobfrau der VCL und Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft, VCLnews vom Juni 2019, S. 5

Schulpolitik gefordert:

„Dass sich ständige Störungen der Schulstunden nicht nur auf Befinden und Gesundheit der PädagogInnen negativ auswirken, sondern vor allem die produktiven Unterrichtsphasen für die SchülerInnen verkürzen, liegt auf der Hand.“
Mag. Gudrun Pennitz, seit 5. September 2019 Vorsitzende der ÖPU, „gymnasium“ (Printmedium der AHS-Gewerkschaft) vom Juli/August 2019, S. 18

Bildungswissenschaftliche Evidenz:

„International evidence shows that limited use of instructional time is a contributor to poor student learning and high levels of student disruption can lead to teacher burnout and decreased effectiveness.“
Paul Cahu u. a., „Does School Safety and Classroom Disciplinary Climate Hinder Learning?“ (2019), S. 9f

Schul- und Unterrichtsklima schützen und fördern:

„Ein positives Schul- oder Unterrichtsklima wirkt sich nicht nur auf das Wohlbefinden der Schüler/innen und deren Lernerfolg aus, sondern auch auf die Wirksamkeit der Unterrichtenden, das Selbstvertrauen und das Engagement der Lehrenden in der Schule und im Unterricht. Die Unterrichtsdisziplin hat Einfluss auf das Schul- und Unterrichtsklima, insbesondere auf das Element der emotionalen und physischen Sicherheit.“
BIFIE (Hrsg.), „TALIS 2018. Band 1“ (2019), S. 61

Gesamtgesellschaftliche Fehlentwicklung:

„Der Ton in der Gesellschaft wird rauer. Das spüren wir ja nicht nur bei Lehrkräften, sondern auch bei Rettungskräften, die bei ihrer Arbeit angegriffen werden.“
Simone Fleischmann, Präsidentin des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes, news4teachers.de am 15. Juli 2019

„Nulltoleranz der Intoleranz“!

„Wenn es nicht anders geht, dann muss es halt einmal so weit gehen, dass Schüler aus den Schulklassen genommen werden und mehrere Wochen ‚schulfrei‘ bekommen, um darüber nachzudenken, wo sie Fehler gemacht haben, wo sie zu weit gegangen sind und was man möglicherweise nicht wiedergutmachen kann. Hier muss klar sein: Nulltoleranz der Intoleranz.“
Mag. Düzen Tekkal. In: ÖIF (Hrsg.), „Perspektiven Integration. Schule und Migration“ (2018), S. 47

Familie als Ort der Erziehung stärken!

„Ein zentraler Aspekt der Lebenswelt von Jugendlichen ist das Zusammenleben in der Familie. Verschiedene Studien zeigen, dass viele der bedeutsamsten Risiko- und Schutzfaktoren für die Entwicklung von gewalttätigem und delinquentem Verhalten in der Familie zu lokalisieren sind. Insbesondere die elterliche Erziehung stellt einen wichtigen Einflussfaktor auf die soziale, psychische und emotionale Entwicklung von Kindern und Jugendlichen dar.“
KFN (Hrsg.), „Jugendliche in Niedersachsen. Ergebnisse des Niedersachsensurveys 2017“ (2019), S. 120

Erziehungsoffensive notwendig:

„Es gibt keine Bildungsoffensive ohne Erziehungsoffensive. Wenn es zu Hause nicht klappt, dann klappt es in der Schule nicht. Das heißt: Es ist die Eigenverantwortung der Familien wieder stärker gefordert.“
Peter Schmidt, Ehrenpräsident des Deutschen Arbeitgeberverbands, die-deutsche-wirtschaft.de am 4. August 2019

Viele bildungswissenschaftliche Zitate zum Thema „Disziplin“ sind auf www.bildungswissenschaft.at unter http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/zitate-r-bis-s/disziplin nachzulesen.


Jugendarbeitslosenquote im internationalen Vergleich (Stand 30. August 2019)



Deutschland:
Österreich:
Großbritannien
EU-Mittelwert:
Finnland:
Frankreich: 
Schweden:
Italien:


 5,6 %
9,4 %
11,5 %
14,3 %
16,3 %
19,2 %
19,3 %
28,9 %
Differenzierung im
öff. Schulwesen ab:
10
10
16

16
15
16
14
AMS online am 2. September 2019

Vernunft und Erkenntnis statt dogmatischem Starrsinn:

„Warum auch sollte eine gemeinsame Schule mit gemeinsamen Klassen für alle automatisch zu besseren Ergebnissen für alle führen? Das funktioniert in keinem anderen Lebensbereich, nicht im Sport, nicht in der Musik und nicht in der Kunst.“
Univ.-Prof. Dr. Hans Peter Klein, Junge Welt online am 2. März 2019

Hochrisikofaktor Schulabbruch:

„Das mit Abstand höchste Arbeitslosigkeitsrisiko ergibt sich für Personen, die keinen über die Pflichtschule hinausgehenden Bildungsabschluss vorweisen können. Im Jahresdurchschnitt 2018 liegt diese Quote bei 22,8%, für Frauen beträgt sie 20,7%, für Männer 24,7%.“
AMS (Hrsg.), „Spezialthema zum Arbeitsmarkt“ vom April 2019, S. 1

18- bis 24-Jährige, die ihre Schullaufbahn ohne einen Sekundarstufe II-Abschluss beendet haben („Frühzeitige Schul- und Ausbildungsabgänger“) (Stand 2018)

Österreich:
Finnland:
Frankreich:
Schweden:
Deutschland:
OECD-Mittelwert:
Großbritannien:
Italien
7,3 %
8,3 %
8,9 %
9,3 %
10,3 %
10,6 %
10,7 %
14,5 %
Eurostat-Datenbank, Abfrage vom 3. September 2019

„Among low-educated men, the rate of non-employment increased from 47.1% in the mid-1990s to 53.3% in the mid-2000s.“
OECD (Hrsg.), „What is happening to middle skill workers?“ (2019), S. 35

Arbeitslosenquote 15- bis 29-Jähriger nach Geburtsort (Stand 2018)


Deutschland:
Österreich:
Großbritannien:
Schweden:
EU-Mittelwert:
Finnland:
Frankreich:: 
Italien:
Inland 
4,6 %
6,4 %
7,8 %
9,1 %
11,5 %
12,4 %
15,9 %
25,0 %
Ausland
9,4 %
12,3 %
9,5 %
24,2 %
15,8 %
22,0 %
22,3 %
23,8 %
Eurostat, Abfrage vom 3. September 2019

Schule braucht Hilfe:

„Noch nie gab es so viele Schüler mit mangelhaften Sprachkenntnissen und dazu viele, die nicht einmal minimale Umgangsformen beherrschen. In sogenannten Brennpunktschulen ist daher an einen normalen Unterricht oft nicht zu denken.
Chefredakteurin Dr. Martina Salomon, Der Kurier online am 11. Mai 2019

Integration über die Sprache:

„Lesen und Sprechen sind unumstrittene Schlüssel zur Wissensvermittlung. Besonders bei Schüler/inne/n mit Migrationshintergrund ist es essentiell, sie über die Sprache zu integrieren und dann in die Arbeitswelt mitzunehmen.“
HR Elisabeth Meixner, Bildungsdirektorin der Steiermark, VCLnews vom Juni 2019, S. 12

Österreich im OECD-weiten Spitzenfeld:

„Geht es um Kinder mit Migrationshintergrund, geben OECD-weit 17 Prozent der Lehrer an, in Schulen zu arbeiten, an denen mindestens zehn Prozent der Kinder einen solchen aufweisen. Österreich sticht hier hervor: Ganze 48 Prozent der Lehrerinnen und Lehrer arbeiten hierzulande an Schulen, an denen mindestens zehn Prozent der Kinder Migrationshintergrund haben.“
Der Standard online am 19. Juni 2019

Bildungswissenschaftliche Evidenz:

„Evidence suggests that a large concentration of children of immigrants with low-educated parents can lead to negative peer effects in classrooms.“
OECD (Hrsg.), „International Migration Outlook 2016“ (2016), S. 110

Wachsende Herausforderungen:

„Low educated migrants in OECD countries are increasingly concentrated in the European Union: between 2000 and 2010, the share of all low educated migrants in OECD countries living in the EU15 rose from 36 % to 45 %.“
OECD (Hrsg.), „Recruiting Immigrant Workers – Europe“ (2016), S. 15

Europas Schulwesen erleben extrem unterschiedliche Wirklichkeiten: 

„The shares of first-generation students are below 3 percent in many Eastern European countries, but also in NL, DK and FI.“
EU-Kommission (Hrsg.), „PISA 2015 – EU performance and initial conclusions regarding education policies in Europe“ (2016), S. 18

Ressourcen für die enorme Zusatzaufgabe des österreichischen Schulwesens!

„Die Erweiterte Bundesleitung der AHS-Gewerkschaft fordert die Bundesregierung mit Nachdruck dazu auf, den Schulen für die Bewältigung der extrem großen Zusatzaufgabe, die sich durch die Erweiterung der Deutschförderung ergibt, die notwendigen Mittel zur Verfügung zu stellen. Mehr als jede/r vierte Schüler/in im österreichischen Schulwesen spricht Deutsch nicht als Umgangssprache, in den Volksschulen schon fast jede/r dritte. Ein engagiertes Handeln ist dringend erforderlich, damit Österreichs Schule im gesamtstaatlichen Interesse eine Situation meistern kann, durch die Österreich OECD-weit herausragt und die über Österreichs Zukunft entscheidet. Österreichs Schulen benötigen, um die enormen Zusatzaufgaben meistern zu können, zusätzliche Ressourcen. In denselben zwei Jahrzehnten, in denen diese Zusatzaufgaben auf mehr als das Doppelte angewachsen sind, wurde der Anteil des BIP, der dem Schulwesen zur Verfügung gestellt wird, um ein Viertel reduziert.“
Beschluss der Erweiterten Bundesleitung der AHS-Gewerkschaft, Linz am 3. April 2019

„Under pressure“ (Lehrerbelastungsstudie 2019):

„Mehr als die Hälfte der Befragten leidet unter Problemen mit Stimme, Stimmbändern und Kehlkopf, 56,5 % fühlen sich relativ müde durch den Job, fast 25 % sehr müde, 65 % erleben den Berufsstress als belastend, fast 43 % als stark belastend, nahezu 55 % fühlen sich erschöpft, über 35 % stark erschöpft.“
Mag. Dr. Jörg Spenger u. a., „Under pressure. Berufsvollzugsprobleme und Belastungen von Lehrpersonen.
Eine empirische Studie.“ (2019), S. 149

Das Ergebnis von „Bildungsreformen“ in Serie:

„Ein Lehramtsstudium ist heute das Ticket für einen Risikojob. [...] Überforderung und Selbstzweifel zermürben immer mehr Pädagogen.“
Dr. Christine Eichel, „Deutschland, deine Lehrer - Warum sich die Zukunft unserer Kinder im Klassenzimmer entscheidet“ (2014), S. 305

Berufsspezifische Krankheitsbilder:

„Nach einer repräsentativen Erhebung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin unter mehr als 20 000 Erwerbstätigen sind Lehrer deutlich häufiger als andere Berufsgruppen von Erschöpfung (mehr als jeder Zweite), Kopfschmerzen (mehr als 40 Prozent), Nervosität und Reizbarkeit (knapp 40 Prozent) sowie von Schlafstörungen (35 Prozent) betroffen.“
Süddeutsche Zeitung online am 20. September 2018

Österreichs Lehrerinnen und Lehrer von Politik und Gesellschaft alleingelassen:

„Die Einzelkämpfer im Klassenzimmer rufen seit vielen Jahren vergeblich nach Unterstützung durch Beratungslehrer, Sozialarbeiter und Psychologen. Sie sollten sie bekommen und zudem von uns allen im Schulalltag weniger alleingelassen werden.“
Mag. Helmut Schliesselberger, Salzburger Nachrichten online am 11. Mai 2019

Folge schulpolitischen Versagens:

„Die Unterrichtsdisziplin wird im TALIS-10-Jahres-Vergleich zwischen 2008 und 2018 von österreichischen Lehrerinnen und Lehrern als herausfordernder beschrieben.“
BIFIE (Hrsg.), „TALIS 2018. Band 1“ (2019), S. 57

Höchste Zeit für Entlastung!

„Wir benötigen dringend fachlich kompetentes Unterstützungspersonal, das unseren Kolleginnen und Kollegen zur Seite steht und somit zur Entlastung der Lehrenden beiträgt.“
Mag. Michaela Germann, Vorsitzende der ÖPU Vorarlberg, ÖPU-Nachrichten vom Juni 2019, S. 10

Ohne Treibstoff geht’s höchstens bergab:

„Ohne den nötigen Treibstoff wird ein Vorankommen nicht möglich sein. Die künftige Regierung müsste also als erste Maßnahme die drastische Unterfinanzierung des Schulwesens beenden. Erst wenn man für dringend nötige sinnvolle Reformen die nötigen Mittel hat, kann man daraus etwas machen.“
Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, Der Standard online am 15. November 2017

Supportpersonal aus Sozialbudget finanzieren!

„Kein anderes Land der Welt verfügt über so wenig schulisches Unterstützungspersonal wie Österreich. Sozialarbeit, die zunehmend wertvolle Unterrichtszeit kostet, ist keine ureigene LehrerInnen-Aufgabe und sollte budgetär daher vom Sozial- und nicht vom Bildungsministerium bedeckt werden.“
Dir. Mag. Isabella Zins, Bundesvorsitzende der AHS-DirektorInnen und stv. Vorsitzende der Bildungsplattform
„Leistung & Vielfalt“, VCLnews vom Juni 2019, S. 21

Idealismus darf nicht länger missbraucht werden!

„Wir sind idealistische ÜberzeugungstäterInnen! Wir erfüllen unsere Aufgaben aus Liebe zu den jungen Menschen und schöpfen viel Kraft aus der Wertschätzung durch SchülerInnen und Eltern, wo und in welcher Form auch immer sie uns zuteilwird.“
Mag. Gudrun Pennitz, designierte ÖPU-Vorsitzende, ÖPU-Nachrichten vom Juni 2019, S. 6

Finnlands Bildungsbudget stark angehoben:

„Im Zeitraum von 2000 bis 2014 wurde ihr Anteil von 5,7 % auf 7,2 % erhöht. Damit liegen die staatlichen Bildungsausgaben Finnlands auf einem ähnlichen Niveau wie bei den anderen nordischen Staaten Dänemark (7,6 %), Schweden (7,7 %) und Norwegen (7,7 %).“
BMBWF (Hrsg.), „Nationaler Bildungsbericht Österreich 2018. Band 1“ (2019), S. 36

Österreichs Bildungswesen muss sich hingegen mit mageren 5,4 % begnügen, von denen ein immer kleinerer Anteil der Schule zur Verfügung gestellt wird.

Bildungswissenschaftliche Zitate zur finanziellen Ausstattung des Schul- und Bildungswesens im internationalen Vergleich sind auf www.bildungswissenschaft.at unter http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/zitate-a-bis-c/bildungsinvestitionen nachzulesen; Daten dazu sind unter http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/statistik/category/2-bildungsinvestitionen abzurufen.


TALIS zeigt neuerlich hohe intrinsische Motivation der LehrerInnen:

„90 % of them say that the chance to contribute to society and influence children‘s development was an important reason for becoming a teacher, according to the OECD Teaching and Learning International Survey (TALIS).“
OECD (Hrsg.), „TALIS 2018 Results. Volume I“ (2019), S. 13

Finnlands Bevölkerung und Politik wissen, was LehrerInnen für die Gesellschaft leisten und bedeuten

„Finland’s success in compulsory schooling is partly because teachers are valued by society and enjoy good working conditions, relatively high salaries, smaller classes and fewer teaching hours than the OECD average.“
OECD (Hrsg.), „Investing in Youth: Finland“ (2019), S. 12

China und Russland:

„The high reverence for teachers in China and Russia is clear because the comparison with doctors shows their position among the most respected members of society.“
Varkey Foundation (Hrsg.), „Global Teacher Status Index 2018“ (2018), S. 35

Flandern:

„45.9 % of lower secondary Flemish teachers reported that they agree or strongly agree that the teaching profession is valued in society, the 9th highest figure among TALIS countries.“
OECD (Hrsg.), „OECD Reviews of School Resources: Flemish Community of Belgium 2015“ (2015), S. 148

LehrerInnen verdienen höchste Wertschätzung:

„‚Wegen des Geldes‘ wird man nicht LehrerIn, wegen der tollen ‚Work-Life-Balance‘ wohl auch nicht. 50 bis 80 Stunden pro Woche für die Schule zu arbeiten, empfinden viele von uns als ganz normal.“
Mag. Gudrun Pennitz, designierte ÖPU-Vorsitzende, ÖPU-Nachrichten vom Juni 2019, S. 6

Immer mit 100 Prozent:

„Was viele nicht sehen, dass man so einen Lehrerberuf nicht mit 50 Prozent machen kann. Als Lehrer muss man immer 100 Prozent geben. Und das ist mit der Dauer sehr belastend.“
Prof. Dr. Michael Piazolo, seit 12. November 2018 Kultusminister Bayerns, news4teachers.de am 5. November 2018

Systemische Überforderung:

„Von Lehrerinnen und Lehrern wird zunehmend erwartet, dass sie Defizite in der häuslichen Erziehung kompensieren, dass sie vielfältige Medien bei nur unzureichender Grundausstattung einsetzen, Aufgaben wie inklusive Beschulung und Förderung von Kindern mit Migrationshintergrund wahrnehmen.“
Univ.-Prof. Dr. Susanne Lin-Klitzing, Bundesvorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, Zeit online am 4. Juli 2018

Besonderes Burnout-Risiko:

„Heute werden Lehrer mit so vielen neuen Aufgaben konfrontiert, für die sie nicht ausgebildet sind, ohne Unterstützung im Unterricht, ohne Anleitung von außen.“
Dr. Gisela Betz-Klöpfer, Fachärztin für Psychotherapie, Zeit online am 4. Juli 2018

Entlastung statt neuer Forderungen!

„Seit über 60 Jahren gibt es Studien zur Arbeitszeit von Lehrerinnen und Lehrern. Ganz egal, mit welcher methodischen Herangehensweise gearbeitet wird, ein Ergebnis ist immer gleich: Lehrkräfte arbeiten erheblich zu viel, und es existiert ein riesiger Berg nicht sichtbarer Überstunden – ohne Bezahlung, ohne Zeitausgleich, vielfach ohne Perspektive auf Besserung, weil diesbezügliche Hilferufe immer wieder vom chaotischen Geschrei neuer Forderungen erstickt werden.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, „aps“ vom Februar 2019, S. 3

„Under pressure“ (Lehrerbelastungsstudie 2019):

„Die Ergebnisse sind so eindeutig, dass sie den Verantwortungsträgerinnen und -trägern in unserem Schulsystem Anlass genug sein müssten, um den Beschäftigten jene Voraussetzungen zur Verfügung zu stellen, die ein erfolgreiches pädagogisches Wirken ermöglichen. […] Denn nur gesunde Lehrpersonen können jene Leistungen erbringen und entfalten, die auch am Ende des Tages jenen zugutekommen, die die Zukunft unserer Gesellschaft gestalten, nämlich den Schülerinnen und Schülern.
Mag. Dr. Jörg Spenger, Leiter der Studie „Under pressure“, ÖPU-Nachrichten vom Juni 2019, S. 17

Zahlreiche bildungswissenschaftliche Zitate zur hohen Belastung, der Lehrerinnen und Lehrer ausgesetzt sind, sind auf www.bildungswissenschaft.at unter http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/zitate-k-bis-l/lehrerbelastung nachzulesen.


Fehlende Schulreife:

„Was läuft da aus dem Ruder? Seit längerer Zeit weisen namhafte PsychologInnen auf die Zunahme schwerer psychischer Störungen im Kinder- und Jugendalter hin. Vielen Sechsjährigen wird das Fehlen von Selbstorganisation und Impulskontrolle sowie leichte Ablenkbarkeit attestiert. Schlechte Voraussetzungen für eine gelungene Schulkarriere.“
Dir. Mag. Isabella Zins, Bundesvorsitzende der AHS-DirektorInnen und stv. Vorsitzende der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“,
VCLnews vom Juni 2019, S. 21

Früh übt sich:

„The BCS data (Anm.: BCS = British Cohort Study) also show that better self-regulation at age 5 was associated with lower likelihoods of smoking and engaging in high-risk drinking in adulthood. Similarly, children in the Dunedin Study who exhibited better selfregulation throughout childhood were less likely to be dependent on substances in adulthood, including tobacco, alcohol, cannabis, street or prescription drugs.“
Dr. Elizabeth A. Shuey u. a., „The Power and Promise of Early Learning“ (2018), S. 26

Ergebnis der „Vorlesestudie 2015“:

„Vorlesen stärkt soziale Beziehungen. 40 Prozent der Kinder, denen täglich vorgelesen wurde, zeigen sich im Alltag besonders darum bemüht, andere in die Gemeinschaft zu integrieren. Dies gilt nur für 17 Prozent der Kinder, denen selten oder nie vorgelesen wurde.“
Stiftung Lesen (Hrsg.), „Vorlesen – Investition in Mitgefühl und solidarisches Handeln“ (2015), S. 42

Shared book reading:

„High frequency of shared book reading before the beginning of primary education is related to higher student achievement, both for children from high and from low parental education backgrounds.“
Dr. Luisa Araújo u. a., „Home book reading and reading achievement in EU countries“. In: „Educational Research and Evaluation“, 2015, Vol. 21, S. 431

Smartphone kein Ersatz für Eltern:

„Zwei bis dreijährige Kinder haben noch keine ausgereifte Persönlichkeit. Um diese zu entwickeln, brauchen sie Erfahrungen aus dem gesamten Sinnesbereich. Es ist ein Riesenunterschied, ob ein Kind einen Film sieht oder ob ihm jemand eine Geschichte erzählt. Beim Erzählen kann das Kind seelisch mitgehen, weil es durch Sprache und Mimik Emotionen miterlebt.“
Dr. Oswald Hasselmann, Facharzt für Kinderneurologie, Tagblatt online am 9. Juni 2019

Frühkindliche Prägung:

„Poor parenting behaviours, such as harsh and inconsistent discipline, little positive parental involvement with the child, and poor monitoring and supervision, are linked with child antisocial behaviour, while warm and proactive parenting behaviours, involving praise, encouragement, affection and boundary-setting, are associated with high child self-esteem, social and academic competence, and protection against later disruptive behaviour and substance misuse.“
Dr. Stacey Fox, „Better Systems, Better Chances“ (2015), S. 29f

Dringender Handlungsbedarf:

„In Schulen treten immer wieder ethische und grundrechtliche Übergriffe mittels digitaler Medien zu Tage. Lehrer oder Mitschüler werden – trotz bestehender Verbote - im Klassenzimmer gefilmt, mit herabwürdigenden und schlecht machenden Kommentaren werden Bilder und Videos auf Social Media Plattformen verbreitet. In Einzelfällen sind die Handlungen sogar rufschädigend und die Menschenwürde verletzend.“
MMMag. Gertraud Salzmann, Bundesobfrau der VCL und Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft, VCLnews vom Juni 2019, S. 4f

Ergebnis einer Befragung der LehrerInnen Baden-Württembergs:

„78 Prozent der befragten Lehrkräfte in Baden-Württemberg sehen eine Zunahme von Formen des Mobbings über das Internet. Fast jede vierte befragte Lehrkraft in Baden-Württemberg gab an, dass Fälle von Cybermobbing an der Schule vorkamen.“
„BBW Magazin“ vom Mai 2019, S. 7

Schulen stärken statt LehrerInnen schwächen:

„‚Gewalt ist kein schulisches Thema, vielmehr werden soziale und gesellschaftliche Konflikte in die Schule hineingetragen.‘ Die Schulen müssten präventiv gut aufgestellt sein, damit es erst gar nicht zu einer Eskalation komme.“
Rudolf Mair, Bildungsdirektor Salzburgs, Salzburger Nachrichten online am 6. Juni 2019

Absage an den Wiener Bildungsdirektor Himmer:

„Zwischen dem Aussprechen von Verboten und dem Schulverweis als letzter Maßnahme müsse es noch andere Möglichkeiten geben, auf Gewalt zu reagieren. ‚Die Rolle des Lehrers zu schwächen, ist der falsche Weg.‘“
Maria Hutter, Bildungslandesrätin Salzburgs, Salzburger Nachrichten online am 6. Juni 2019

Kinder brauchen Feedback:

„Eltern müssen Interesse zeigen, an dem, was das Kind macht. Wenn ich auf dem Spielplatz nur auf mein Smartphone schaue, statt meinem Kind beim Spielen zuzusehen, bekommt mein Kind kein Feedback.“
Dr. Oswald Hasselmann, Facharzt für Kinderneurologie, Tagblatt online am 9. Juni 2019

Dialogorientierte Bilderbuchbetrachtung:

„In der dialogorientierten Bilderbuchbetrachtung wird durch die physische und psychische Zugewandtheit nicht nur die Beziehung zwischen Eltern und Kindern gefördert, sondern das Kind kann gezielt seine Interessen, sein Wissen und seine Sprachkompetenzen erweitern.“
özbf (Hrsg.), „Familie macht stark“ (2017), S. 12

Eltern legen Basis für Erfolg:

„Positiv ist es, wenn Eltern mit dem Kind über seine Interessen und Potenziale sprechen, das unterstützt das Kind in einer optimistischen Selbsteinschätzung, die dann für den Erfolg so wichtig ist.“
Univ.-Prof. Dr. Bühler-Niederberger, Remscheider General-Anzeiger online am 31. Jänner 2016

Early cognitive ability:

„A number of longitudinal studies have shown that early cognitive ability influences later educational outcomes, with evidence to suggest that assessments of ability at 22 and 42 months predict educational outcomes at age 26 years.“
Dr. Stacey Fox, „Better Systems, Better Chances“ (2015), S. 265

Mehr maßlos überziehende Eltern:

„Der Anteil der nicht nur für die Schulen, sondern auch für die Kinder schwierigen, weil maßlos überziehenden Eltern wächst.“
Josef Kraus, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands, „Helikoptereltern – Schluss mit Förderwahn und Verwöhnung“,
Referat an der KPH Wien/Krems am 27. Oktober 2014

Mehr „Problembären“ unter Eltern:

„Die einen sind völlig teilnahmslos, die anderen drohen bei einer schlechten Note gleich mit dem Anwalt. Und manche Väter aus rückständigen Macho-Kulturen verweigern überhaupt Gespräche mit Lehrerinnen.“
Chefredakteurin Dr. Martina Salomon, Der Kurier online am 11. Mai 2019

Interaktives Vorlesen:

„Several home intervention studies have shown that programmes that teach parents dialogic reading strategies reduce the literacy underachieving of children from low-SES backgrounds. Interactive reading that encourages a dialogue whereby children are prompted to respond to the information presented and the adult expands and rephrases what the child has said has been shown to reduce children’s risk of school failure.“
Dr. Luisa Araújo u. a., „Home book reading and reading achievement in EU countries“.
In: „Educational Research and Evaluation“, 2015, Vol. 21, S. 431

Elternhaus prägt:

„Kinder, die hart, ohne Vertrauen, Sicherheit und Feinfühligkeit erzogen werden, werden gehässig, gemein und im Grunde nicht gesellschaftsfähig.“
Dr. Herbert Renz-Polster, Kleine Zeitung online am 20. Jänner 2019

Ein großartiges Zeugnis für die Mehrheit der Eltern:

„Die Mehrheit der Jugendlichen wünscht, dass sich die von ihnen erlebte vertrauensvolle und verständnisorientierte Beziehung zu den Eltern so auf die zukünftige Partnerschaft übertragen lässt.“
Shell Deutschland Holding (Hrsg.), „Jugend 2015 – Eine pragmatische Generation im Aufbruch“ (2015), S. 382

Elternhaus erste und wichtigste Bildungsinstitution:

„Kein Schulwesen der Welt kann ausgleichen, was Eltern ihren Kindern, warum auch immer, schuldig bleiben. Keine Schule kann so schlecht sein, um zu zerstören, was Eltern als erste und wichtigste LehrerInnen aufgebaut haben. Diese große Verantwortung sollte jungen Menschen, die ein Kind in die Welt setzen, bewusst sein. Diese große Verantwortung sollte möglichst allen bewusst gemacht werden!“
Mag. Gudrun Pennitz, designierte ÖPU-Vorsitzende, VCLnews vom Juni 2019, S. 11

Sehr viel bildungswissenschaftliche Evidenz zur Bedeutung des familiären Umfelds ist unter http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/zitate-d-bis-f/famumfeld nachzulesen. Herzlichen Dank für www.bildungswissenschaft.at an Gudrun Pennitz.


„Immenser Stressfaktor“:

„Verhaltensauffälligkeiten von SchülerInnen UND Eltern nehmen nicht nur zu, sondern Dimensionen an, die zu einem immensen Stressfaktor geworden sind. Es ist das Gefühl, damit allein gelassen zu sein, das so viele Betroffene davon abhält, darüber zu sprechen und sich selbstverständlich Unterstützung bei Vorgesetzten zu holen.“
Mag. Gudrun Pennitz, designierte ÖPU-Vorsitzende, ÖPU-Nachrichten vom Juni 2019, S. 7

„Under pressure“ (Lehrerbelastungsstudie 2019):

„Ca. zwei Drittel der Lehrpersonen vertreten die Ansicht, dass die Eltern (unangemessenerweise) ihren Erziehungsauftrag nicht wahrnehmen und stattdessen die Erziehungsaufgaben an die Schule delegieren, nahezu die Hälfte aller Befragten geben auch an, dass die mangelnde Unterstützung der Schülerinnen und Schüler durch die Eltern belastend sei.“
Mag. Dr. Jörg Spenger u. a., „Under pressure. Berufsvollzugsprobleme und Belastungen von Lehrpersonen. Eine empirische Studie.“ (2019), S. 44

„Sehr hohe Beanspruchungen“:

„Das Schulklima wird überwiegend positiv bewertet. Sobald jedoch Konflikte mit Schülerinnen und Schülern oder ihren Eltern auftreten, führt dies zu sehr hohen Beanspruchungen der Lehrkräfte […] Auch der Umgang mit schwierigen Schülerinnen und Schülern führt zu sehr hohen Beanspruchungen der betroffenen Lehrkräfte.“
Niedersächsisches Kultusministerium (Hrsg.), „Empfehlungen zur Entwicklung arbeitszeitrechtlicher Normen
für Lehrerinnen und Lehrer sowie Schulleitungen an niedersächsischen Schulen“ (2018), S. 71

Sekundärtugenden in Verlust geraten:

„‚Bitte‘ und ‚Danke‘ sagen, grüßen, sich entschuldigen, entsprechende Kleidung zum entsprechenden Anlass tragen, Rücksicht auf den anderen nehmen und vieles mehr. Vielen in der Elterngeneration ist das ebenfalls abhandengekommen, daher können die Eltern das nicht übernehmen. Nur die Schule kann zuständig sein.“
Christian Klar, Direktor einer NMS in Wien Floridsdorf. In: ÖIF (Hrsg.), „Perspektiven Integration. Schule und Migration“ (2018), S. 14

Führungslose Kinder:

„Eltern geraten durch das charmante, neue und so viel Spaß versprechende Erziehungsideal der ‚freien individuellen Potenzialentfaltung‘ enorm unter Druck und werden zu Steigbügelhaltern ihrer Kinder degradiert. Längst haben sie verlernt, Wünsche von wirklichen Bedürfnissen zu unterscheiden, und mutieren oftmals lieber gleich zu Freunden, statt ihrem Führungsauftrag nachzukommen.“
Prof. Dr. Martina Leibovici-Mühlberger, Ärztin und Psychotherapeutin, news4teachers.de am 23. September 2016

„Hilfeschrei nach Orientierung“:

„Eltern haben Vorbildcharakter und sollten sich dessen bewusst sein. Denn Kinder beobachten, wie die Erwachsenen miteinander umgehen. Wenn Kinder ihre Grenzen austesten – und das ist verständlich – können wir das als Hilfeschrei nach Orientierung verstehen. Wir können uns nicht beschweren, wenn wir unsere Aufgaben in der Erziehung nicht gemacht und keine Grenzen gesetzt haben.“
Axel Becker, Mediator für Gewaltprävention, t-online.de am 10. Oktober 2016

Schule braucht Unterstützung:

„Schulinterne Verhaltensvereinbarungen, Gespräche in der Direktion und die bloße ‚Androhung eines Ausschlusses‘ sind dort zahnlos, wo jemand seine Mitmenschen bewusst psychisch oder physisch schädigen will. Für solche Extremfälle braucht es daher spürbare Konsequenzen (von Wiedergutmachung bis zum Verlust des Schulplatzes) und eine besonders enge Kooperation zwischen Elternhaus und Schule, notfalls unter Einbindung des Jugendamtes.“
Dir. Mag. Isabella Zins, Bundesvorsitzende der AHS-DirektorInnen und stv. Vorsitzende der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“, VCLnews vom Juni 2019, S. 21

Verbale Gewalt:

„Gewalt gehe nicht nur von Schülern aus. Zunehmend gebe es auch Lehrer als Patienten in der Klinik, die auch verbale Gewalt durch Eltern erlebt hätten, beispielsweise im Rahmen von Elternabenden.“
Univ.-Prof. Dr. Claas Lahmann, Direktor der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie an der Universitätsklinik Freiburg,
Die Welt online am 11. April 2019

„Toxic“:

„It only takes a few disruptive students to derail an entire lesson. Disruptive behaviour does not need to be extreme such as fighting to cause real problems. Low-level disruption for example, repetitive whispering can also prove toxic to a calm classroom.“
Dr. Tom Bennett, „Creating A Culture: How School Leaders Can Optimise Behaviour“ (2017), S. 22

„Mehr Wertschätzung und Vertrauen sowie mehr rechtliche Möglichkeiten“:

„Wenn es einige sehr lästige Schüler in der Klasse gibt, leidet der gesamte Unterricht, zum gravierenden Nachteil der Mitschüler. Die bereits mehrfach angedachten Time-out-Klassen mögen dabei gerade im Bereich der Pflichtschule sicher EIN guter Lösungsansatz sein. Es braucht aber dazu Maßnahmen, die auch schulautonome Regelungen und Verhaltensvereinbarungen am Schulstandort ermöglichen und verbindlich machen. Wir müssen den Lehrern wieder mehr Wertschätzung und Vertrauen sowie mehr rechtliche Möglichkeiten geben, damit sie auf disziplinäres Fehlverhalten angemessen und wirkungsvoll reagieren können.“
MMMag. Gertraud Salzmann, Bundesobfrau der VCL und Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft, VCLnews vom Juni 2019, S. 5f

Höchste Zeit für Horizonterweiterung:

„‚Bildungsgerechtigkeit‘ wurde als ‚Bildungsgleichheit‘ verstanden und bedeutete automatisch ‚Gesamtschule‘ – für manche ‚ExpertInnen‘ bis heute. ‚Gerecht‘ geht es aber in einem Schulwesen meiner Überzeugung nach nur dann zu, wenn auch die Bedürfnisse besonders begabter, leistungsstarker Jugendlicher gleichermaßen berücksichtigt werden! Darauf aber wird nach wie vor viel zu wenig Wert gelegt, dafür werden vor allem viel zu wenig Mittel zur Verfügung gestellt. Immer noch scheint in der Gesellschaft die Meinung vorzuherrschen, begabte Kinder hätten ohnehin genug Hilfe und Unterstützung von zuhause oder kämen von ganz allein zurecht.“

Mag. Gudrun Pennitz, designierte ÖPU-Vorsitzende, VCLnews vom Juni 2019, S. 10


Anteil der Schulen, die die Teilnahme an Bühnenspiel oder einer Musikgruppe anbieten (Stand 2015)

Großbritannien:
Frankreich:
Deutschland:
Niederlande:
OECD-Durchschnitt:
Estland:
Scweden:
Finnland:
Österreich:
87,6 %
70,3 %
61,6 %
59,9 %
58,5 %
50,5 %
46,8 %
40,3 %
34,4 %
OECD (Hrsg.), "PISA 2015 Results. Policies and Practices for Successful Schools" (2016), Figure II.6.24
Siehe www.bildungswissenschaft.at 

Anteil der Schulen der 15-Jährigen, die Zusatzunterricht zur Förderung mathematischer Begabung anbieten (Stand 2012)

Großbritannien:
Estland:
OECD-Mittelwert:
Frankreich:
Deutschland:
Finnland:
Schweden:
Niederlande:
Österreich:
70,5 %
45,7 %
44,4 %
40,3 %
32,4 %
32,4 %
29,5 %
19,0 %
15,1 %
OECD (Hrsg.), "What Makes Schools Successful?" (2013), Table iV.3.29
Siehe www.bildungswissenschaft.at

Massives Defizit:

„Begabtenförderung gibt es in Österreichs Schulen in Wahrheit nur mehr auf dem Papier. Es fehlen einfach die Mittel.“
Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, „gymnasium“ (Printmedium der AHS-Gewerkschaft) vom März/April 2019, S. 7

Standard statt Spitzenleistungen:

„Gute Schüler werden in einem Schulsystem, das auf standardisierte Tests ausgerichtet ist, permanent an den Füßen festgehalten, wenn sie mal versuchen, geistig zu fliegen.“
Univ.-Prof. Dr. Wolfram Meyerhöfer, Rubikon online am 4. April 2019

„to foster talents“:

„The mission of education and training are not only to improve people‘s knowledge, to educate and train human resources, but also to foster talents so as to exploit the country‘s talent potential and provide the country with high quality labour-force.“
Nguyen Van Tuan u. a., „Talent Support in Vietnamese Education“. In: Győri, „International horizons of talent support II. Best practices within and without the European Union II“ (2012), S. 191

Der Luxus der Ignoranz:

„Apparently no state can afford the luxury of not having at least a vision of how to support talent or how to ensure is social usefulness, but the extent to which it reserves the right to develop and represent that or delegates such rights to society is conducive to major differences.“
Dr. János Gordon Győri u. a., „New Trends in Talent Support“. In: Győri, „International horizons of talent support. Best practices within and without the European Union“ (2011), S. 230

Spaniens seit Jahren gesteigerte Aufmerksamkeit:

„Spanish education has been adjusted to the European standards. As a result, it devotes increasing attention to the very able, mainly according to the German model.“
Istvan Benyhe, „Links between of Spanish Public Education and Gifted Education“. In: Győri, „International horizons of talent support. Best practices within and without the European Union“ (2011), S. 191

Eine Frage der sozialen Gerechtigkeit:

„Kein Talent dürfe verloren gehen. ‚Gerade für Kinder aus gesellschaftlich schwächeren Schichten bietet die Hochbegabtenförderung die Chance, qualitativ hochwertige Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten gratis zu nutzen.‘“
Mag. Christine Haberlander, Bildungslandesrätin Oberösterreichs, Oberösterreichische Nachrichten online am 28. März 2019

Ressourcen für gezielte Förderung von Begabungen!

„PISA 2015 hat einmal mehr aufgezeigt, dass Österreich zu den OECD-Staaten gehört, an deren Schulen am wenigsten Angebote für die Förderung besonderer Begabungen bestehen. Die erweiterte Bundesleitung der AHS-Gewerkschaft fordert dringend zusätzliche Ressourcen, die zweckgebunden für die Förderung spezieller Begabungen (z.B. Olympiade-Kurse, MINTKurse, ECHA-Kurse, Sprachwettbewerbe, Bundesjugendsingen, Unverbindliche Übungen, Freigegenstände …) zur Verfügung gestellt werden. Die massiven Sparmaßnahmen der letzten 20 Jahre haben die Angebote in diesem Bereich überproportional getroffen.“
Beschluss der Erweiterten Bundesleitung der AHS-Gewerkschaft, Linz am 3. April 2019

Viele bildungswissenschaftliche Zitate zur gezielten Förderung besonderer Begabungen sind auf www.bildungswissenschaft.at unter http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/zitate-a-bis-c/begabtenfoerderung nachzulesen.


Genug Schaden angerichtet!

„Selbsternannte Bildungsexperten wollen allem ihren Stempel aufdrücken und ruinieren, was erfolgreich ist – nur, weil es nicht ihrer Idee entspricht!“
Jürgen Böhm, Bundesvorsitzender des Verbandes Deutscher Realschullehrer (VDR), bildungsklick.de am 30. April 2019

Auf die Lehrerinnen und Lehrer hören!

„Lehrerinnen und Lehrer wissen ganz genau, unter welchen Rahmenbedingungen Unterricht erfolgreich sein kann.“
HR Mag. Dr. Günter Schmid, Vorsitzender der „Bildungsplattform Leistung & Vielfalt“, Presseaussendung vom 4. Oktober 2018

Therapie für Bildungsverantwortliche:

„Jeder Bildungsverantwortliche – ob Forscher, Beamter oder Politiker – müsse einmal pro Jahr an einer Brennpunktschule hospitieren und unterrichten, dann würde die Sicht realistischer werden.“
Univ.-Prof. Dr. Rainer Dollase, Presseaussendung der ÖPU Vorarlberg vom 14. März 2019

„Als Bildungsexperten verkleidete Alchemisten“:

„Zu verlockend scheint für Politik und manche Wissenschaft der Traum, den grauen Schulalltag ein für alle Mal durch eigenes Zutun zu vergolden. Natürlich finden sich dann auch jedes Mal als Bildungsexperten verkleidete Alchemisten, die Erfahrung ignorieren oder Missverständnisse behaupten und dem staunenden Publikum versichern, diesmal werde das Wunder geschehen.“
Univ.-Prof. Dr. Stefan Hopmann, Die Furche online am 31. Oktober 2018

Est modus in rebus:

„Selbst bei seriösen wissenschaftlichen Expertisen – was man bei der Bildungspolitik manchmal nicht findet, da hier viel Ideologie mit hineinschwingt – würde ich immer raten, sie wie ein Parfum zu behandeln: Man soll daran riechen, aber bitte das Zeug nicht schlucken!“
NR-Abg. Univ.-Prof. Dr. Rudolf Taschner, Bildungssprecher der ÖVP, Nationalratssitzung vom 12. Dezember 2018

„Eines der Hauptprobleme“ ist …

„… dass diejenigen, die Bildung auch zu ihrem Beruf gemacht haben, also diejenigen, die diese Kompetenz mitbringen, oft nicht in der Bildungspolitik zu finden sind. Dass diejenigen, die sich in der Schulbildung auskennen, diese nicht gestalten dürfen.“
Univ.-Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin, in Hanns Seidel Stiftung (Hrsg.), „Akademikerschwemme versus Fachkräftemangel“ (2016), S. 107

„Under pressure“ (Lehrerbelastungsstudie 2019):

„Hören wir wieder mehr auf die Lehrerinnen und Lehrer als Expertinnen und Experten ihres Tuns, beziehen wir ihre Sichtweise ein (praktischerweise über deren Standesvertretung, die sich – entgegen der veröffentlichten Meinung – nie gegen sinnvolle Reformen verwehrt) – und ja, nehmen wir auch die Befunde der Bildungswissenschaft ernst, sie liefert jene Evidenzen, an denen sich die Bildungspolitik orientieren kann.“
Mag. Dr. Jörg Spenger u. a., „Under pressure. Berufsvollzugsprobleme und Belastungen von Lehrpersonen. Eine empirische Studie.“ (2019), S. 154

Politik darf nicht abheben:

„Ich glaube, das Problem jener, die Politik machen, ist, dass sie sich innerhalb einer sozialen Gruppe bewegen, nämlich der, die Politik betreibt und durchsetzt. Sie werden vielleicht noch begleitet von Medien, aber sie bilden einen eigenen Mikrokosmos. Und ich sehe das Zuhörenkönnen, das Sich-nicht-abhängen-Lassen von der Mehrheit der Bevölkerung und deren Sorgen und Ängsten schon als immanentes Problem der politischen Kommunikation.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, Der Standard online am 29. Dezember 2018

Anerkennung und Unterstützung für den neuen Weg:

„Minister Faßmanns Mut, mit der ‚Tradition‘ seiner Amtsvorgängerinnen zu brechen und allen Unkenrufen sogenannter ‚Experten‘ zum Trotz ein an den Bedürfnissen der Schulpraxis orientiertes Reformpaket auf den Weg zu bringen, verdient Anerkennung und Unterstützung.“
HR Mag. Dr. Günter Schmid, Vorsitzender der „Bildungsplattform Leistung & Vielfalt“, Presseaussendung vom 4. Oktober 2018

Hoffentlich kommt es zu keinem Rückfall in die langjährige Tradition österreichischer „Schulpolitik“!

„Die Lehrer tun so, als ob sie Lernstoff vermitteln würden, obwohl sie seit 20 Jahren die gleichen Arbeitsblätter austeilen.“
Dr. Andreas Salcher, „Bildungsexperte“, Salzburger Nachrichten online am 9. Februar 2016

Längst bekannt, aber von der Schulpolitik jahrelang ignoriert:

„Österreich gehört zu den fünf OECD-Staaten, in denen die meisten SchuldirektorInnen physische und psychische Gewalt unter SchülerInnen als Hindernis für den Unterrichtserfolg wahrnehmen! 19 % österreichischer 13-Jähriger gaben im Schuljahr 2013/14 an, in den letzten Monaten mindestens zweimal im Monat Opfer von ‚bullying‘ zu sein.“
Mag. Gudrun Pennitz, designierte ÖPU-Vorsitzende, VCLnews vom Juni 2019, S. 10

„Suicide, anxiety, depression and self-harm”:

„In many cases, bullying leads victims to suicide or attempted suicide, anxiety, depression and self-harm. Being a perpetrator of bullying is associated with later violent behaviour and anti-social personality disorder.“
NESET (Hrsg.), „How to Prevent and Tackle Bullying and School Violence“ (2017), S. 6

Mut zur Konsequenz:

„Konsequenz ist gefragt und daran mangelt es meist. […] Es geht darum zu lernen, die Persönlichkeit und Freiheit anderer Menschen zu respektieren.“
Axel Becker, Mediator für Gewaltprävention, t-online.de am 10. Oktober 2016

„Unhelpful and untrue”:

„Directing students to behave in a specific way is often mischaracterised as an act of oppression. This is both unhelpful and untrue. It is the duty of every adult to help create in students the habit of self-restraint or self-regulation.“
Dr. Tom Bennett, „Creating A Culture: How School Leaders Can Optimise Behaviour“ (2017), S. 23

Pädagogische Leitplanken:

„Ein guter Lehrer wird […] nicht nur freundlich oder hilfsbereit sein, sondern auch Position beziehen, um Reibungsflächen besorgt sein, sich als Leitplanke zur Verfügung stellen.“
Michael Felten, „Nur Lernbegleiter? Unsinn, Lehrer! Lob der Unterrichtslenkung“ (2016), S. 81

Einhaltung von Regeln durchsetzen:

„School rules that are conveyed, but never enforced or required, are no rules at all, and students learn quickly the difference between what boundaries are supposed to exist, and which ones actually exist.“
Dr. Tom Bennett, „Creating A Culture: How School Leaders Can Optimise Behaviour“ (2017), S. 53

Folgen politischer Ignoranz:

„Die in der Gesellschaft zunehmende Gewaltbereitschaft wird auch in die Schulen hineingetragen. Vielfach trauen sich Lehrer nicht, über undiszipliniertes, respektloses und entwürdigendes Verhalten der Schüler zu berichten. Man schaut zu lange weg, kehrt die Probleme unter den Teppich und sucht den Grund für das Fehlverhalten der Schüler oft beim Lehrer.“
MMMag. Gertraud Salzmann, Bundesobfrau der VCL und Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft, VCLnews vom Juni 2019, S. 5

Ergebnis einer Befragung der LehrerInnen Baden-Württembergs:

„Von den Schulleitungen gaben 39 Prozent an, dass Gewalt gegen Lehrkräfte (eher) ein Tabuthema ist und dass damit nicht offen umgegangen wird.“
„BBW Magazin“ vom Mai 2019, S. 7

Rückhalt der Behörden fehlt:

„DirektorInnen und LehrerInnen brauchen den Rückhalt der Behörden (Bildungsdirektion, Polizei) für schnelles Eingreifen im Eskalationsfall und Soforthilfe vor Ort, beispielsweise durch begleitendes Supportpersonal und Timeout-Klassen als Überbrückungshilfen.“
Dir. Mag. Isabella Zins, Bundesvorsitzende der AHS-DirektorInnen und stv. Vorsitzende der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“, VCLnews vom Juni 2019, S. 21

Gefühl der Sicherheit nimmt in der Sekundarstufe I deutlich ab:

„More than 60% of grade four boys and more than 65% of grade four girls agreed a lot that they felt safe in school. While, among grade eight students, only approximately 46% of boys and 49% of girls agreed a lot that they felt safe in school, it is nonetheless positive that nearly half of the grade eight students still agreed a lot that they felt safe in school.“
IEA (Hrsg.), „Do both boys and girls feel safe at school – and does it matter?“ (2019), S. 2

Bildungswissenschaftliche Erkenntnisse zu Mobbing und Bullying sind auf www.bildungswissenschaft.at unter http://www.bildungswissenschaft.at/index.php/zitate-m-bis-p/mobbing-bullying nachzulesen.


Begreifen und endlich eingreifen:

„Gezielte Mobbingaktionen und Gewaltausbrüche von SchülerInnen gegen Lehrkräfte mögen nach wie vor die Ausnahme darstellen, dennoch ist ein Punkt erreicht, der die VerantwortungsträgerInnen in den Bildungsdirektionen und im Ministerium endlich begreifen lassen muss, dass es sich um ein gesamtgesellschaftliches Problem handelt und nicht das einzelner LehrerInnen.“
Mag. Gudrun Pennitz, designierte ÖPU-Vorsitzende, ÖPU-Nachrichten vom Juni 2019, S. 7

Verantwortliche wachrütteln:

„Störendes Verhalten im Unterricht wirkt sich nachweislich direkt auf die Leistungen aus. Das allein müsste alle für Erziehung und Bildung Verantwortlichen wachrütteln.“
Dir. Mag. Isabella Zins, Bundesvorsitzende der AHS-DirektorInnen und stv. Vorsitzende der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“,
VCLnews vom Juni 2019, S. 21

1323 „Einzelfälle“:

„Im Jahr 2018 wurden bundesweit 1323 Straftaten (Körperverletzung, gefährliche Drohung, Nötigung) in Schulen angezeigt, was einen Anstieg um 22,6 Prozent seit 2015 ausweist.“
MMMag. Gertraud Salzmann, Bundesobfrau der VCL und Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft, VCLnews vom Juni 2019, S. 5

Höchste Zeit für Konsequenzen:

„Wenn in Schulklassen schon Enthauptungsvideos auf den Smartphones der Kinder die Runde machen, muss man doppelt hinschauen. Wobei man eigentlich schon viel früher beginnen müsste, etwa bei Drohungen in den sozialen Medien, in denen die Hemmschwelle niedriger ist. Bisher gab es ja kaum Konsequenzen. Und wenn es keine Konsequenzen gibt, ist es so, als hätte es nie stattgefunden.“
Mag. Düzen Tekkal. In: ÖIF (Hrsg.), „Perspektiven Integration. Schule und Migration“ (2018), S. 45

Negative Konsequenzen für alle SchülerInnen:

„Unbehandeltes aggressives Verhalten in Schulen hat negative Konsequenzen auf die Lernleistungen und auf das Sozialverhalten aller SchülerInnen.“
BMBWF (Hrsg.), „Mobbing an Schulen“ (2018), S. 10

Der Wahnsinn als schulpolitisches Leitmotiv:

„Es ist absoluter Wahnsinn, dass man immer mehr auch alle jene Jugendlichen in normale Klassen setzt, die grob verhaltensauffällig und destruktiv sind, die geistig oder sprachlich außerstande sind, dem Unterricht zu folgen, oder die völlig desinteressiert an allem sind, was Lehrer tun.“
Dr. Andreas Unterberger, Online-Journalist des Jahres 2010, www.andreas-unterberger.at am 13. Mai 2019

Klare Rollenverteilung unverzichtbar:

„Natürlich soll die Beziehung zwischen Lehrer und Schüler angstfrei und von Vertrauen geprägt sein. Aber es darf keinen Zweifel daran geben, dass der Lehrer die Person ist, an der sich der Schüler orientiert.“
Dr. Michael Winterhoff, „Die Wiederentdeckung der Kindheit – Wie wir unsere Kinder glücklich und lebenstüchtig machen“ (2017), S. 169

Interventionsinstrumente nötig:

„Pünktlichkeit, das Einhalten von Terminen und eine ernsthafte Arbeitshaltung sollten als Selbstverständlichkeit vorausgesetzt werden. Und wenn dem nicht so ist, müssen wir den Lehrenden Instrumente in die Hand geben, die dies zu erreichen versuchen.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, VCLnews vom Juni 2019, S. 9

„Zu viel Autorität geraubt“:

„Natürlich war es notwendig, die alte Rohrstaberlmentalität aus der Schule zu vertreiben, aber man hat dem Lehrpersonal zu viel Autorität geraubt.“
Chefredakteurin Dr. Martina Salomon, Der Kurier online am 11. Mai 2019

Massives Defizit bei Supportpersonal seit 10 Jahren bewiesen:

„Auch wenn die Schule nicht als Reparaturinstanz für die gesamte Gesellschaft herhalten kann, wäre ein verstärkter Einsatz von Supportpersonal längst überfällig. Der vom BIFIE herausgegebene Nationale Bildungsbericht Österreich zeigt: ‚In Österreich kommen im Schnitt 29 Lehrer/innen auf eine pädagogisch unterstützende Kraft, das bedeutet damit im OECD-/EU-Vergleich das schlechteste Verhältnis. [...] In den allgemeinbildenden höheren Schulen kommt auf 51 Lehrer/innen nur eine Unterstützungskraft, in den Hauptschulen ist dies das Verhältnis von 1:24.‘“
Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, „gymnasium“ (Printmedium der AHS-Gewerkschaft) vom Mai/Juni 2018, S. 3

Schulpolitisches Versagen:

„In keinem anderen Staat steht den Lehrkräften so wenig Supportpersonal zur Seite wie in Österreich. Sogar der Türkei muss sich Österreich diesbezüglich geschlagen geben.“
Mag. Gerhard Riegler, Vorsitzender der ÖPU, quintessenzen.at am 23. März 2018

„Under pressure“ (Lehrerbelastungsstudie 2019):

„Fast jeder zweite Lehrer in Wien und Niederösterreich leidet darunter, dass es zu wenig Sanktionsmöglichkeiten für undisziplinierte Schüler gibt.“
Niederösterreichische Nachrichten online am 14. Mai 2019

„Vom Gesetzgeber im Stich gelassen“:

„Die Schulen wurden auch vom Gesetzgeber im Stich gelassen. Gewaltbereite Schüler müssen wissen, welche Konsequenzen drohen. Doch es gibt keine. Es gibt keine Möglichkeit, massives Fehlverhalten zu sanktionieren.“
Mag. Helmut Schliesselberger, Salzburger Nachrichten online am 11. Mai 2019

Alles andere als „Einzelfälle“:

„16 % of students reported being bullied about weekly, providing ample evidence that bullying is a systemic problem at the international level and that bullying is occurring during the early years of schooling. “
IEA (Hrsg.), „How systemic is international bullying and what relationship does it have with mathematics achievement in 4th grade?“ (2018), S. 2

Früh eingreifen!

„Ich denke an einen Dienst für die Schulgemeinschaft. In einem Schulhaus gibt es viele Arbeiten, für die manchmal keine Zeit ist, bei denen etwa dem Schulwart geholfen werden könnte. […] Es sollten einfach Mittel sein, mit denen wir relativ früh sagen können: ,Pass auf, du hast eine Grenze überschritten.‘ Wenn wir Möglichkeiten hätten, mit denen wir früher eingreifen könnten, dann würde die Situation wahrscheinlich oft gar nicht eskalieren.“
Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, Ganze Woche online am 14. Mai 2019

Die Fakten liegen seit 10 Jahren auf dem Tisch!

„Der eklatante Mangel an psychologischem Supportpersonal ist ein Skandal und muss endlich behoben werden!“
Mag. Gudrun Pennitz, designierte ÖPU-Vorsitzende, VCLnews vom Juni 2019, S. 10

 


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