Verhalten in der Schule

Rechtsgrundlage: SchUG 18/5, 21, 23; SchUG 43; LBVO 18.

  • Gem. §18 Abs. 5 SchUG darf das Verhalten des Schülers in der Schule in die Leistungsbeurteilung nicht einbezogen werden.
  • Gem. § 21 Abs. 1 SchUG hat der zuständige Bundesminister durch Verordnung nach den Aufgaben der einzelnen Schularten und der Altersstufe der Schüler zu bestimmen, in welchen Schularten und Schulstufen das Verhalten des Schülers in der Schule zu beurteilen ist.
  • Gem. § 21 Abs. 2 SchUG sind für die Beurteilung des Verhaltens des Schülers in der Schule folgende Beurteilungsstufen (Noten) zu verwenden: Sehr zufriedenstellend, Zufriedenstellend, Wenig zufriedenstellend, Nicht zufriedenstellend. Im Gegensatz zu den Noten im Rahmen der Leistungsbeurteilung sind hier keine Ziffern vorgesehen; das entsprechende Kalkül für das Verhalten in der Schule wird daher stets ausgeschrieben.
  • Durch die Noten für das Verhalten des Schülers in der Schule ist zu beurteilen, inwieweit sein persönliches Verhalten und seine Einordnung in die Klassengemeinschaft den Anforderungen der Schulordnung bzw. der Hausordnung entsprechen. Bei der Beurteilung sind die Anlagen des Schülers, sein Alter und sein Bemühen um ein ordnungsgemäßes Verhalten zu berücksichtigen (§ 21 Abs. 3 SchUG).
  • Die Beurteilung ist gem. § 21 Abs. 4 SchUG durch die Klassenkonferenz auf Antrag des Klassenvorstandes zu beschließen.
  • Eine Beurteilung des Verhaltens in der Schule hat gemäß § 18 Abs. 1 LBVO in der Schulnachricht und im Jahreszeugnis nur
    • in den allgemeinbildenden Pflichtschulen in der 5. bis 7. Schulstufe und
    • in den AHS, in den BMHS, in den BAKIP und in den Bildungsanstalten für Sozialpädagogik in allen Schulstufen

zu erfolgen.

  • Eine Beurteilung des Verhaltens in der Schulnachricht und im Jahreszeugnis hat jedoch in der letzten Stufe einer Schulart nicht zu erfolgen; ferner hat sie arj allgemeinbildenden Pflichtschulen in der Schulnachricht und im Jahreszeugnis nicht zu erfolgen, wenn der Schüler zufolge der Erfüllung der allgemeinen Schulpflicht die Schule verlässt.
  • Im 9. Jahr der allgemeinen Schulpflicht ist daher die Beurteilung des Verhaltens an Pflichtschulen nicht in das Zeugnis aufzunehmen, ebenso wenig in der 4. Schulstufe der Volksschule, da die Beurteilung des Verhaltens in der 4. Schulstufe ohnehin nicht vorgesehen ist und diese außerdem gern. ministeriellem RS Nr. 32/1994 vom 14. Oktober 1994, ZI. 13.260/5-111/4/94 generell als letzte Stufe der Volksschule anzusehen ist.
  • Für die Beurteilung des Verhaltens in der Schule bestehen gern. § 18 Abs. 2 LBVO folgende Beurteilungsstufen (Noten), wobei keine Ziffernbenotung vorgesehen und eine solche daher unzulässig ist:
  • Sehr zufriedenstellend,
  • Zufriedenstellend,
  • Wenig zufriedenstellend,
  • Nicht zufriedenstellend.
  • Durch die Noten für das Verhalten des Schülers in der Schule ist gern. § 18 Abs. 3 LBVO zu beurteilen, inwieweit sein persönliches Verhalten und seine Einordnung in die Klassengemeinschaft den Anforderungen der Schulordnung entsprechen.
  • Die durch die Beurteilung des Verhaltens des Schülers zu beurteilenden Pflichten des Schülers umfassen insbesondere die in § 43 SchUG genannten Pflichten.
  • Gern. § 43 Abs. 1 SchUG sind die Schüler verpflichtet, durch ihre Mitarbeit und ihre Einordnung in die Gemeinschaft der Klasse und der Schule an der Erfüllung der Aufgabe der österreichischen Schule (§ 2 SchOG) mitzuwirken und die Unterrichtsarbeit zu fördern. Sie haben den Unterricht (und den Betreuungsteil an ganztägigen Schulformen, zu dem sie angemeldet sind) regelmäßig und pünktlich zu besuchen, die erforderlichen Unterrichtsmittel mitzubringen und die Schulordnung bzw. die Hausordnung einzuhalten.
  • Der Schüler ist gern. § 43 Abs. 2 SchUG über Auftrag des Schulleiters, eines Abteilungsvorstandes, eines Fachvorstandes oder eines Lehrers verpflichtet, vorsätzlich durch ihn herbeigeführte Beschädigungen oder Beschmutzungen der Schulliegenschaft und schulischer Einrichtungen zu beseitigen, sofern dies zumutbar ist.
  • Die Beurteilung des Verhaltens des Schülers hat besonders auch der Selbstkontrolle und Selbstkritik des Schülers zu dienen. Bei der Beurteilung sind die Anlagen des Schülers, sein Alter und sein Bemühen um ein ordnungsgemäßes Verhalten zu berücksichtigen.

(Zuletzt aktualisiert: August 2015)