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Reisegebühren

Quelle: Reisegebührenvorschrift, letztgültige Fassung

Siehe auch: Reisegebühren - Tarife (PDF-Download)

Anspruchsberechtigung:

Lehrer haben Anspruch auf Ersatz des Mehraufwandes, der ihnen erwächst durch

  • eine Dienstreise (s.d., = erteilter Auftrag zu einer Dienstverrichtung mehr als 2 km von der Stammschule bzw. Wohnung entfernt). Beachten Sie bitte, dass in einigen Bundesländern ein Antrag auf Dienstauftrag gemäß RGV bereits vor Beginn der Dienstreise (z.B.: Seminar) verlangt wird.)
  • eine Dienstverrichtung am Dienstort
  • eine Dienstzuteilung
  • eine Versetzung

Reisekosten:

Amtliches Kilometergeld bei Benützung des eigenen PKW (nur bei Bestätigung der Notwendigkeit durch die Dienststelle):

Betrag je km
Amtliches Kilometergeld (PKW) 0,42 €
Zuschlag für jede mitbeförderte Person 0,05 €

Bahnfahrten werden gemäß den tatsächlichen Ausgaben (Fahrausweise) vergütet. Dabei sind vom Dienstgeber die Fahrausweise oder sonstige Tarifermäßigungen zur Verfügung zu stellen.
Sonstige Reisekosten (Bus, Straßenbahn) werden gegen Nachweis betragsmäßig hinzugerechnet.
Zusatzkosten (z.B. für spezielle Züge, Platzreservierungen oder Liegewagen) werden gegen Nachweis vergütet.

Beförderungszuschuss (seit 1.1.2016)

Auf Verlangen des Dienstnehmers anstelle der nachgewiesenen Auslagen für die Beförderung mit Massenverkehrsmittel(n). Der Zuschuss beträgt pro Wegstrecke

für die ersten 50 km € 0,20 / km
für die weiteren 250 km € 0,10 / km
für jeden weiteren km € 0,05
bei Weglängen bis 8 km € 1,64 / Wegstrecke

Maximale Höhe des Zuschusses je Wegstrecke: € 52,0.
Für die Weglänge ist die kürzeste Wegstrecke von Ausgangspunkt zum Zielpunkt maßgebend, also nicht mehr Auto- oder Bahn-Kilometer.

Z.B.: Hinfahrt und Rückfahrt einer Dienstreise je 303 km. Der Zuschuss beträgt je Fahrt € 35,15.
Berechnung: (50 km x 0,20) + (250 km x 0,10) + (3 km x 0,05) = 10 + 25 + 0,15 = 35,15

Es können auch für Teilstrecken die Ausgaben für öffentliche Verkehrsmittel nachgewiesen werden, z.B. eine Bahnkarte. Dann ist für den Beförderungszuschuss die Summe der Weglängen der übrigen Teilstrecken maßgeblich.

Tagesgebühr:

Sie wird je nach "Tarif" und "Beginn und Ende" berechnet.

Nächtigungsgebühr:

Sie wird entweder nach dem Fixsatz oder nach den tatsächlichen Kosten (Beleg) ersetzt.

Gebührenstufen:

Sämtliche Gebührenstufen (1, 2a, 2b, 3) wurden in der Novelle (im Budgetbegleitgesetz 2011 = Sparprogramm) gestrichen, daher gibt es ab 1.1.2011 nur mehr einheitliche Tarife!

Tarif in € (2015):

Die Tarife sind seit 2011 aufgrund des Wegfalls der Gebührenstufen und der Reduzierung der Tarifhöhe niedriger als 2010! Die Nächtigungsgebühr mit Beleg wurde erhöht!

Tagesgebühren Nächtigungsgebühr
Tarif I Tarif II
5-8
Std.(1/3)
8-12
Std.(2/3)
12-24
Std.(3/3)
5-8
Std.(1/3)
8-12
Std.(2/3)
12-24
Std.(3/3)
ohne
Beleg
mit Beleg
8,8 17,6 26,4 6,6 13,2 19,8 15,0 max. 105,0

Tarif I: Reisen außerhalb des politischen Bezirks oder Bezirksreisen mit Nächtigung
Tarif II: Bezirksreisen ohne Nächtigung

Dauer:

Laut § 16 Abs 3 RGV gelten folgende Regelungen: Wird die Dienstreise mit einem Massenbeförderungsmittel begonnen oder beendet und ist die Dienststelle nicht mehr als zwei Kilometer vom Bahnhof entfernt, so gilt

  • als Zeitpunkt des Verlassens der Dienststelle der Zeitpunkt, der dreiviertel Stunden vor der fahrplanmäßigen Abfahrtszeit des Massenbeförderungsmittels liegt,
  • als Zeitpunkt des Wiederbetretens der Dienststelle der Zeitpunkt, der eine halbe Stunde nach der tatsächlichen Ankunftszeit des Massenbeförderungsmittels liegt.

Wird die Dienstreise mit einem Massenbeförderungsmittel begonnen oder beendet und ist die Dienststelle mehr als zwei Kilometer vom Bahnhof entfernt, so gilt

  • als Zeitpunkt des Verlassens der Dienststelle der Zeitpunkt, der eine halbe Stunde zuzüglich der für den Weg zum Bahnhof erforderlichen Zeit vor der fahrplanmäßigen Abfahrtszeit des Massenbeförderungsmittels liegt,
  • als Zeitpunkt des Wiederbetretens der Dienststelle der Zeitpunkt, der eine Viertelstunde zuzüglich der für den Weg vom Bahnhof erforderlichen Zeit nach der tatsächlichen Ankunftszeit des Massenbeförderungsmittels liegt.

Für Dienstreisen
    über 12 Stunden werden 3/3 der Tagesgebühr (s.o.),
    über 8 Stunden werden 2/3 der Tagesgebühr,
    über 5 Stunden werden 1/3 der Tagesgebühr
vergütet.Tarife für Schulveranstaltungen (pauschalierte Reisezulage): 2011 niedrigere Gebühren als 2010 wegen der Reduzierung der Tagesgebühr!

Tarife für Schulveranstaltungen (pauschalierte Reisezulage)

Art der Schulveranstanltung Dauer Gebühr € steuerfrei €
Exkursionen und Berufspraktische Tage 5-8 Std. 6,86 zur Gänze
Exkursionen und Berufspraktische Tage im Dienstort 8-12 Std. 13,33 zur Gänze
12-24 Std. 20,06 zur Gänze
Exkursionen und Berufspraktische Tage außerh. d. Dienstortes über 8 Std. wie Dienstreisen  
Exkursionen und Berufspraktische Tage über 24. Std. wie Dienstreisen  
Halbtägige Wandertage und halbtägige Sporttage 5-8 Std. 11,22 zur Gänze
Ganztägige Wandertage und ganztägige Sporttage (je Tag) über 8 Std. 23,10 über 8 Std: 19,8
über 9: 22
über 10: 24
über 11: zur Gänze
Projekt- und Fremdsprachenwochen (je Tag) bis 3 Tage 23,10 zur Gänze
Projekt- und Fremdsprachenwochen (je Tag) ab 4 Tage 25,34 26,4
Wintersportwoche (je Tag)   31,94 26,4
Sommersportwoche (je Tag)   27,72 26,4

Allenfalls entstehende Auslagen für Nächtigungen werden gegen Beleg ersetzt, jedoch höchstens 200% der Nächtigungskosten eines Schülers. Daher hat der Beleg zu enthalten: tatsächliche Nächtigungskosten des Lehrers und Nächtigungspreis für Schüler.

Die Belegpflicht gilt auch bei Verrechnung von Liftfahrten, Schifffahrten etc. und Eintrittsgebühren.

Nimmt der Lehrer einen Freiplatz in Anspruch, mindert dies seinen Anspruch auf die pauschalierten Reisezulagen (15% Frühstück, je 40% für Mittag- und Abendessen).

Abgeltung bei mehrtägigen Schulveranstaltungen:

Ab einer zweitägigen Schulveranstaltung gebührt einem Lehrer für die pädagogische Betreuung der Schüler über die Bauschgebühr hinaus eine tägliche Betreuungsgebühr. Diese beträgt 2015
- für L PH und L 1 € 42,73 / Tag,
- für L 2 € 34,61 und
- für L 3 € 22,25.

Im neuen Dienstrecht gebührt der Vertragslehrperson pro Tag eine Abgeltung in der Höhe von € 38,50.

Abgeltung für die Leitung einer mehrtägigen Schulveranstaltung:

Dem Leiter einer mehrtägigen Schulveranstaltung mit mindestens viertägiger Dauer und Nächtigung gebührt gemäß MVBl. 95/98 als Abgeltung die Einrechnung von 4,33 Wochenstunden der Lehrverpflichtungsgruppe III (= 4,547 Werteinheiten) in seine Lehrverpflichtung in der Woche, in der die Schulveranstaltung endet. Darüber hinaus erhält er die pauschale Reisezulage.

Im neuen Dienstrecht bekommt er € 189,40.

Rechnungslegung:

Der Anspruch auf Reisegebühren ist bei der Stammschule mittels Reiserechnung bis spätestens 6 Monate nach der Dienstreise geltend zu machen (sonst Anspruchsverlust!). Die Frist beginnt mit dem Ersten des Monats, in dem der Gebührenanspruch anfällt!

(Letzte Aktualisierung: März 2016)

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Aktuelle Zitate

 

 

 

Österreichs Schulpolitik hat Reformbedarf:

„Reformen können nur erfolgreich sein, wenn eine breite Einbindung der Betroffenen mit dem Ziel einer sozialpartnerschaftlichen Einigung stattfindet.“
Dr. Norbert Schnedl, Vorsitzender der GÖD, „Der öffentliche Dienst aktuell“ vom Mai-Juni 2017, S. 3

Zusammenfassung für PolitikerInnen, die für www.bildungswissenschaft.at keine Zeit haben:

„Für die beiden Hauptargumente, die hier verwenden werden, Chancengleichheit und Leistung, haben solche Modellregionen, Modellversuche, nachweislich noch nie einen messbaren nachhaltigen Effekt gehabt.“
Univ.-Prof. Dr. Stefan Hopmann, „Hohes Haus“, ORF 2 am 25. Juni 2017

P-Ä-D-A-G-O-G-I-K:

„Ich wünsche mir auch von der künftigen Bundesregierung, dass es endlich um Pädagogik geht, um Inhalte, die uns in der Schule helfen, und nicht irgendwelche Organisationsstrukturen, die in Wirklichkeit keiner braucht.“

Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, „Hohes Haus“, ORF 2 am 25. Juni 2017


Peinlich bis zum Ende:

„Es [Das Autonomiepaket] bringt für Schulen und Kinder absolut nichts wirklich Positives, auch wenn die Kurzzeit-Bildungsministerin jetzt wie ein begeistertes Kind vor Freude hüpft.“
Dr. Andreas Unterberger, Online-Journalist des Jahres 2010, www.andreas-unterberger.at am 20. Juni 2017

Differenzierung statt Eintopf!

„Es wird keine Verbesserung der Chancen für Schülerinnen und Schüler geben, wenn man sie alle in einen Topf wirft. Ein differenziertes Schulsystem fördert Talente und Aufstiegschancen von Schülerinnen und Schülern.“
Harald Zierfuß, Bundesschulsprecher, Presseaussendung vom 12. Juni 2017

Mogelpackung „Bildungscluster“:

„Die großen Bildungscluster […] könnten ein Schlüssel sein, um die AHS-Unterstufe (die ohnehin finanziell ausgehungert wird) noch weiter an den Rand zu drücken, um sie irgendwann ganz durch die Gesamtschule zu ersetzen.“
Dr. Martina Salomon, stv. Chefredakteurin, Kurier vom 9. Juni 2017

Österreichs Schulwesen von Schulpolitik geschädigt:

„Die Politik hat Druck auf die Schulen ausgeübt, keine schlechten Noten mehr zu vergeben und alle, auch schwerst geistig Behinderte, in den Unterricht zu integrieren. Das Leistungsprinzip wurde damit gesprengt und die Motivation der Lehrenden untergraben. Das rächt sich jetzt bitter.“
Dr. Martina Salomon, stv. Chefredakteurin, Kurier vom 9. Juni 2017

Bestmögliche Bildung für alle:

„Wir brauchen nicht weniger, sondern mehr sonderpädagogische Förderung: Alle Kinder, ob mit Defizit oder Hochbegabungen, sollen die für sie bestmögliche Bildung erhalten.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, „Der öffentliche Dienst aktuell“ vom Mai-Juni 2017, S. 1

Österreichs „Schulpolitik“ sollte endlich ihre Lesekompetenz beweisen:

„Schon vor einem Jahr hat das Bildungsforschungsinstitut Bifie festgestellt, dass vier von zehn Kindern nach Ende der Volksschulzeit nicht sinnerfassend lesen können. Das ist dramatisch, weil die Schüler diesen Nachteil später kaum mehr aufholen können.“
Dr. Martina Salomon, stv. Chefredakteurin, Kurier vom 9. Juni 2017

Absage an rot-grüne Forderung:

„Eine größere Möglichkeit, in einigen Bundesländern die Gesamtschule einzuführen, das können wir uns nicht vorstellen.“
BM Sebastian Kurz, ZIB2, ORF2 vom 7. Juni 2017

Eltern beginnen sich gegen den Missbrauch ihrer Kinder zur Wehr zu setzen:

„Eltern wünschen sich einfach nur Schulen, die in gutem Zustand sind, mit kleinen Klassen und motivierten Lehrern. Stattdessen sind die Schulen in gesellschaftliche Labore verwandelt worden, mit den Kindern als Versuchskaninchen.“
Tagesspiegel online am 31. Mai 2017

Widerstand wächst:

„Die Bildungspolitik zählt zu den beliebtesten Experimentierfeldern der Parteien – zum wachsenden Ärger der Bürger.“
Die Welt online am 26. Mai 2017 

Unter-35-Jährige, die in den letzten drei Jahren ein Studium abgeschlossen haben, aber keinen Arbeitsplatz haben (Stand 2016):

Deutschland:
Österreich:
Frankreich:
7,4 %
12,4 %
24,5 %
Eurostat-Datenbank, Abfrage vom 11. Mai 2017

Gemeinsames Lernen lässt Potenziale verkümmern:

„Jedes Kind nach seinen unterschiedlichen Bedürfnissen und Fähigkeiten gezielt zu fördern, ist der einzige Weg, sein Potenzial auszuschöpfen. Doch das prioritäre Ziel vieler Politiker ist das gemeinsame Lernen: möglichst ab der Krippe und bis zum Abitur.“
Die Welt online am 26. Mai 2017

Freiheit oder Gleichheit:

„Schule ist keine Institution zur Herstellung von Gleichheit, sondern zur Förderung von Verschiedenheit und Individualität. Gewiss ist das Spannungsverhältnis von Gleichheit und Freiheit nicht aufhebbar. Wer qua Schule Gleichheit und Freiheit zugleich verspricht, ist ein Scharlatan.“
Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbands, „30 Jahre Bildungspolitik – 
eine kleine Geschichte wiederkehrender und neuer Dogmen“, Berlin am 16. Mai 2017

„Schier jakobinisch geht es zu“:

„Es scheint zu gelten: ‚Was nicht alle können, darf keiner können. Was nicht alle haben, darf keiner haben. Was nicht alle sind, darf keiner sein.‘ […] Manche Jakobiner machten sich in ihrem Tugendterror und Gleichheitseifer gar daran, Kirchtürme zu schleifen, weil diese ungleich seien.“
Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbands, „30 Jahre Bildungspolitik – eine kleine Geschichte wiederkehrender und neuer Dogmen“, Berlin am 16. Mai 2017

Disziplin unverzichtbar:

„Ich halte sehr viel von Disziplin und Pünktlichkeit. Ohne Disziplin kann man nichts erreichen im Leben.“
Winfried Kretschmann, Ministerpräsident Baden-Württembergs, Schwäbische online am 26. April 2017

Sprachbeherrschung Basis für Bildungserfolg:

„Es ist wichtig, die Kinder zunächst fit für die Sprache zu machen, bevor sie in den regulären Unterricht kommen.“
Sebastian Kurz, Außen- und Integrationsminister, Oberösterreichische Nachrichten online am 3. März 2016

„Autonomiepaket“ hat riesigen Verbesserungsbedarf:

„Wenn man nicht weiß wohin die Reise gehen soll, ist es völlig sinnlos, schneller dort sein zu wollen! Der Verbesserungsbedarf ist derart groß, dass es in höchstem Maße verantwortungslos wäre, diese Gesetzesvorlage noch vor dem Sommer durchzuwinken!“
Gernot Schreyer, Akad. FDL, Präsident des Bundesverbandes der Elternvereine an mittleren und höheren Schulen,
Presseaussendung vom 12. Mai 2017

Respekt vor den Betroffenen!

„Unzählige Organisationen, Vereine, Vertreter der Schulpartner und der Direktoren und auch Einzelpersonen, stellen dieser Gesetzesvorlage ein denkbar schlechtes Zeugnis aus.“
Bundesverband der Elternvereine an mittleren und höheren Schulen Österreichs (BEV), Presseaussendung vom 12. Mai 2017

Die 100-Millionen-Frage:

„Würden in jeder Klasse tatsächlich nur 25 Schüler sitzen, müsste der Staat 100 Millionen Euro pro Jahr zusätzlich investieren – nur um das aktuelle Gesetz einzuhalten. Darauf würde man mit dem neuen Autonomie-Paket verzichten können. Gesetzliche Höchstzahlen wären dann Geschichte.“
MMMag. Gertraud Salzmann, Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft, 
Vorsitzende der AHS-Gewerkschaft Salzburgs und Obfrau der VCL-Salzburg, www.salzburger-fenster.at am 8. Mai 2017

Jahrzehntelanges integrationspolitisches Versäumnis:

„Wir haben vor Jahrzehnten Gastarbeiter aus der Türkei geholt und nicht damit gerechnet, dass sie dableiben. Es gab kein Integrationsangebot und keinen Druck, dass diese Menschen das Angebot annehmen.“
BM Sebastian Kurz, Außen- und Integrationsminister, Die Presse vom 5. Mai 2017

Förderung statt Gleichmacherei:

„Schulen sind keine Anstalt zum Herstellen der Gleichheit, sondern zur Förderung der Individualität.“
Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Saarbrücker Zeitung online am 25. April 2017

(Betr.: Inklusion) „Nicht vertretbar“:

„Der prinzipielle Verzicht auf spezielle Beschulungsformen (Klassen/Schulen) und die Aufgabe von Wahlfreiheiten sind aus fachlicher Sicht und im Sinne des Kindeswohls nicht vertretbar.“
Univ.-Prof. Dr. Bernd Ahrbeck, Institut für Rehabilitationswissenschaft an der Berliner Humboldt Universität, www.news4teachers.de am 26. April 2017

Finnlands schwindender PISA-Erfolg als Folge von Reformen:

„Die guten Ergebnisse bei der ersten Pisa-Studie habe es nicht wegen der Reformen gegeben, sondern ihnen zum Trotz. Sie seien eine Nachwirkung der alten finnischen Schule, eines zentralisierten Systems mit autoritären Lehrern, das die Schüler auch früher schon zu Spitzenleistungen geführt habe.
Gabriel Heller Sahlgren, Die Zeit online am 23. März 2017

Miserable Ergebnisse der Gesamtschule:

„In allen Schulleistungsstudien im innerdeutschen Vergleich hat sich herausgestellt, dass eine Gesamtschule, dass eine Einheitsschule, dass eine Gemeinschaftsschule, egal wie man sie nennt, miserabel abgeschnitten hat“
Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Deutschlandfunk online am 20. März 2017

Viel mehr Differenzierung!

„Wir brauchen nicht weniger, sondern wir brauchen viel mehr Differenzierung.“
Univ.-Prof. Dr. Stefan Hopmann, Journal Panorama, Ö1 am 22. März 2017

„Abgehobenes Schreibtischpapier“:

„Für den Vorsitzenden des Bundeselternverbands an den mittleren und höheren Schulen, Gernot Schreyer, ist der Gesetzesentwurf ‚ein abgehobenes Schreibtischpapier, dem die Erdung fehlt‘.“
Kurier online am 27. April 2017

Widerstand der Eltern:

„Wir geben keine Ruhe, bis es nicht umfangreiche Änderungen gibt.“
Gernot Schreyer, Akad. FDL, Präsident des Bundesverbandes der Elternvereine 
an mittleren und höheren Schulen, Kurier online am 27. April 2017

Die Bildungsministerin entscheidet, wie es weitergeht:

„Sollte Sonja Hammerschmid auf ihrer Position bleiben und diese Stellungnahmen nicht ernstnehmen, wird sie mit Widerstand aus der Lehrergewerkschaft rechnen müssen.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, ZIB 17, ORF 2 am 17. April 2017

Ehrgeiz „weniger stark ausgeprägt“:

„Generell ist der Ehrgeiz der österreichischen Schülerinnen und Schüler im internationalen Vergleich weniger stark ausgeprägt. Nur 47 Prozent der Jugendlichen gaben bei Pisa 2015 an, dass sie zu den Klassenbesten gehören wollen. Im OECD-Schnitt sind es 59 Prozent.“
Der Standard online am 19. April 2017

Freiheit und Vertrauen:

„Meine Schulreform bestünde darin, dass ich den Schulen sagen würde: Ihr müsst herausfinden, was für euch notwendig ist. Erst wenn euch das überhaupt nicht gelingt, helfen wir euch. Ich würde den Schredder aufbauen und sämtliche Erlässe vom Minoritenplatz hineinwerfen.“
Univ.-Prof. Dr. Stefan Hopmann, Vorarlberger Nachrichten online am 30. März 2017

Sonderschulen retten:

„Die CLÖ spricht sich eindeutig gegen die Abschaffung der Sonderschulen und der Zentren für Inklusiv- und Sonderpädagogik aus. Das bewährte System der individuellen sonderpädagogischen Förderung und die Wahlmöglichkeit für Eltern müssen erhalten bleiben.“
Aus der Stellungnahme der CLÖ (Christliche Lehrerschaft Österreichs) zum Begutachtungsentwurf des „Autonomiepakets“ vom 21. April 2017

„Null-Toleranz-Praxis“:

„Andreas Schleicher, Bildungsdirektor der OECD, fordert eine ‚Null-Toleranz-Praxis‘ bei Mobbing, um deutlich zu machen, dass so etwas nicht akzeptiert wird. Im Kampf gegen Schikanen an den Schulen müssten alle Beteiligten - Schulleitungen, Lehrer, Eltern und Kinder - an einen Tisch gebracht werden.“
Die Presse online am 19. April 2017

Wird Privatisierung vorbereitet?

„Je weniger das öffentliche Schulsystem differenziert, umso mehr werden die bildungsinteressierten Eltern auf eigene Rechnung differenzieren.“
Univ.-Prof. Dr. Stefan Hopmann, Vorarlberger Nachrichten online am 30. März 2017

Differenzierung nach Leistung, nicht nach Reichtum:

„Das achtjährige Gymnasium ist ein wesentlicher Bestandteil des leistungsorientierten und differenzierten österreichischen Schulsystems.“
Mag. Wolfgang Türtscher, Obmann der Vorarlberger ÖAAB-Lehrer, themavorarlberg.at am 2. Mai 2015

Geht jetzt auch BM Hammerschmid zu ihrem „Autonomiepaket“ auf Distanz?

„Da gibt‘s grobe Missverständnisse: alle suchen da irgendwie Pädagogik in den Gesetzesentwürfen.“
BM Mag. Dr. Sonja Hammerschmid, Ö1-Mittagsjournal vom 3. April 2017