Information der Erziehungsberechtigten

Rechtsgrundlage: SchUG 19, 62; LB-VO 7/10, 8/10, 11/3a; MVBl. 55/97 (= RS BMU 15/97).

a) Information und Erziehungspartnerschaft:

  • Im Sinne der Schulpartnerschaft soll den Eltern und Erziehungsberechtigten ein umfassendes Informationsrecht bezüglich der Erziehungssituation und des Leistungsstandes des Schülers eingeräumt werden.
  • § 19 SchUG sieht die Information der Erziehungsberechtigten durch Sprechstunden, Sprechtage, Einzelaussprachen und durch die Schulnachricht vor.
  • Gem. § 62Abs.1 SchUG haben Lehrer und Erziehungsberechtigte eine möglichst enge Zusammenarbeit in allen Fragen der Erziehung und des Unterrichtes der Schüler zu pflegen. Zu diesem Zweck sind Einzelaussprachen und gemeinsame Beratungen zwischen Lehrern und Erziehungsberechtigten über Fragen der Erziehung, den Leistungsstand, den geeignetsten Bildungsweg, die Schulgesundheitspflege und den gemeinsamen Unterricht von Kindern ohne und mit sonderpädagogischem Förderbedarf durchzuführen.
  • Gern. § 7 Abs. 10 und § 8 Abs. 10 LBVO ist den Erziehungsberechtigten Gelegenheit zur Einsichtnahme in Schularbeiten und schriftliche Überprüfungen zu geben.

b) Einsichtnahme in Unterlagen:

  • Es besteht kein Einwand, den Erziehungsberechtigten bzw. den Schülern (Prüfungskandidaten) in Wahrnehmung dieses Informationsrechtes auf Verlangen Einsicht in die Unterlagen des schriftlichen bzw. praktischen Teils ihrer Feststellungs-, Nachtrags- oder Wiederholungsprüfung und in die Klausurarbeiten ihrer Reifeprüfung, Reife- und Diplomprüfung, Reife- und Befähigungsprüfung, Befähigungsprüfung oder Abschlussprüfung nach erfolgter Beurteilung durch die zuständigen Organe zu gewähren.
  • Die Erziehungsberechtigten bzw. Schüler (Prüfungskandidaten) können von den schriftlichen Arbeiten nach erfolgter Beurteilung durch die zuständigen Organe an Ort und Stelle auch Abschriften oder nach Maßgabe der vorhandenen technischen Möglichkeiten auf ihre Kosten Kopien anfertigen.
  • Es ist dafür Vorsorge zu treffen, dass hierbei weder Veränderungen an den Unterlagen vorgenommen werden noch diese selbst oder Teile derselben für die Schule in Verlust geraten.
  • Bei Reifeprüfungen, Reife- und Diplomprüfung, Reife- und Befähigungsprüfungen, Befähigungsprüfungen und Abschlussprüfungen ist dies bis längstens drei Tage vor der mündlichen Prüfung zulässig.
  • Unabhängig von diesem Recht auf Einsichtnahme besteht im Rahmen entsprechender Rechtsmittelverfahren auch das Recht auf Akteneinsicht bei den Schulbehörden (§ 17 Abs. 1 AVG).

c) Information über die Leistung:

  • Gem. § 11 Abs. 3a LBVO hat auf Wunsch des Schülers oder seiner Erziehungsberechtigten eine Information über den Leistungsstand des Schülers zu erfolgen.

Siehe auch “Eigenberechtigung des Schülers”, “Elternsprechtag”, "Elternverständigung",· "Frühwarnsystem" und “Klassenelternberatung

(Letzte Aktualisierung Dezember 2016)