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Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD)

a) Allgemeines:

  • Die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) ist mit etwa 240.000 Mitgliedern die zweitstärkste Gewerkschaft der sieben Fachgewerkschaften des ÖGB. Sie ist überparteilich und in ihrem Zuständigkeitsbereich autonom. Alle, die sich zu den Grundsätzen der Demokratie und der Solidarität, somit zu den Statuten des ÖGB bekennen, haben in der GÖD ihre Heimat. In den 26 Bundesvertretungen sind alle Berufsgruppen des öffentlichen Dienstes vereinigt.
  • Die Gewerkschaft ist als einer der Sozialpartner an allen Verhandlungen zu Rechtsvorschriften von allgemeiner Bedeutung beteiligt. Der derzeitige Standard unserer Rechtsordnung wurde maßgeblich durch die Mitarbeit der Gewerkschaft erreicht.
  • Die Zusammensetzung der Gewerkschaftsorgane ergibt sich entweder durch Umlegung der PV-Wahlergebnisse oder durch gewerkschaftseigene Wahlen wie im Bereich der AHSGewerkschaft (Bundesvertretung 11).
  • Adresse der GÖD: 1010 Wien, Teinfaltstraße 7, Telefon: 01/534 54, www.goed.at.

b) Rechtsschutz durch die Gewerkschaft:

  • GÖD-Mitglieder erhalten unter den Voraussetzungen des Rechtsschutzregulativs des ÖGB unentgeltlichen Rechtsschutz in allen Angelegenheiten, die mit dem Lehr-, Arbeits- oder Dienstverhältnis oder der Ausübung einer gewerkschaftlichen bzw. betriebsrätlichen Funktion (Dem ist die Tätigkeit als Mandatar der Personalvertretung gleichgestellt.) unmittelbar in Zusammenhang stehen.
  • In folgenden Angelegenheiten werden die Mitglieder von Juristen der GÖD-Rechtsabteilung beraten und vertreten:
  •  Beratung in dienst-, besoldungs- und pensionsrechtlichen Fragen
  • Vertretung in Dienstrechtsverfahren
  • Vertretung bei Arbeitsgerichtsverfahren (z. B. bei Kündigungen, Entlassungen, Einstufungen, Entgeltforderungen, Abwehr von Forderungen des Dienstgebers nach dem Amtshaftungs-, Organhaftpflicht- oder Dienstnehmerhaftpflichtgesetz)
  • Vertretung in Sozialgerichtsverfahren (z. B. wegen Leistungen aus der Unfallversicherung, Invaliditäts- bzw. Berufsunfähigkeitspensionen, Ansprüche aus Bundespflegegeldgesetz
  • In folgenden Verfahren wird ein Rechtsanwalt durch die GÖD beigestellt:
  • Vertretung in Zivilprozessen zur Erlangung von Schadenersatz - Verteidigung in Strafverfahren
  • Verteidigung in Disziplinarverfahren (ev. auch Beistellung eines Kollegenverteidigers)
  • Einbringung von Beschwerden beim Verwaltungsgerichtshof oder Verfassungsgerichtshof
  • Voraussetzung zur Gewährung des Rechtsschutzes ist, dass der Rechtsschutzwerber mindestens sechs Monatsvollbeiträge (26 Wochenvollbeiträge) zur GÖD nachweist, mit seinen Beiträgen nicht länger als zwei Monate im Rückstand ist und keine andere Stelle (Rechtsanwalt) vorher mit seiner Vertretung in der gleichen Rechtssache betraut hat.
  • Ausnahmen von den vorstehenden Bestimmungen können in begründeten Fällen auf Beschluss des geschäftsführenden Organs der GÖD (Vorstand, Präsidium) bewilligt werden.

c) Serviceleistungen der GÖD (Auswahl):

  • Mitglieder der Gewerkschaft erhalten kostenlos die Zeitschriften der GÖD sowie der Bundesvertretungen und über Anforderung das Jahrbuch (Zusammenfassung aller wichtigen dienst- und besoldungsrechtlichen Gesetze, Verordnungen, Erlässe etc.), ferner Broschüren wie das Personalvertretungsgesetz, das Bundes-Bedienstetenschutzgesetz sowie weitere aktuelle Publikationen
  • Darüber hinaus ist jedes Gewerkschaftsmitglied durch die Solidaritätsversicherung versichert, z. B. bei Unfällen (Freizeitunfällen)
  • Gewerkschaftsmitglieder haben ferner die Möglichkeit, preisgünstige Ferien in den Urlaubsheimen des ÖGB und der GÖD zu verbringen. In außergewöhnlichen Notfällen gewährt die Gewerkschaft ihren Mitgliedern finanzielle Notstandsunterstützungen
  • Weiters gibt es ein Stipendium für studierende Kinder, und wie bereits oben ausgeführt, kostenlosen Rechtsschutz in allen Streitfällen aus dem Arbeits- und Dienstverhältnis.
  • Die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst stellt erhebliche Mittel für Zuschüsse an Kinderferienaktionen zur Verfügung und vergibt unter bestimmten Voraussetzungen auch Zuschüsse für positiv abgelegte Prüfungen zur Verbesserung des beruflichen Aufstiegs- sowie Bildungsförderungsbeiträge.
  • Schließlich gibt es eine große Palette von Vergünstigungen auf verschiedenste Dienstleistungen und Waren.

Siehe auch „Landesvertretung“, „Jahrbuch“, „Gewerkschaftsbeitrag“, "Besoldungsgruppen"

(Letzte Aktualisierung August 2016)

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Wichtige Websites

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Aktuelle Zitate

 

 

Schule „kann nur bis zu einem gewissen Grad kompensieren“:

„Schule kann nicht alles kompensieren, was Gesellschafts-, Familien-, Sozial- oder Sicherheitspolitik versäumen. Die Schule ist ohnehin eine der wichtigsten Sicherheitseinrichtungen in diesem Land. Aber Chancengleichheit herstellen kann sie nicht allein, sie kann nur bis zu einem gewissen Grad kompensieren. Wir brauchen jedenfalls mehr Unterstützung und mehr Ressourcen, wenn wir uns wirklich bestmöglich um alle Kinder kümmern sollen.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Der Standard online am 26. Dezember 2018

Bildung beginnt mit der Geburt:

„Die gelingende Einbeziehung und Aktivierung von Eltern in die frühkindliche und schulische Bildung ist der Schlüssel, denn in der Tat beginnt die Bildungsbiografie mit der Geburt des Kindes!“
Univ.-Prof. Dr. Susanne Lin-Klitzing, Bundesvorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, „Profil“ (Zeitung des dphv) vom Dezember 2018, S. 5

Finnlands Politik hat „etwas“ schneller reagiert:

„Für Kinder, die zu Hause kein Finnisch oder Schwedisch sprechen, gibt es die Möglichkeit, Extra-Unterricht zu bekommen, eine Art Intensivkurs, bevor sie in die ‚richtige‘ Schule kommen. Dem Weltbildungsbericht zufolge besuchten 2012 fast 80 Prozent der Migrantenkinder (erste Migrantengeneration) mit wenig Finnischkenntnissen solche Kurse.“
Focus online am 10. Dezember 2018

In Summe erfreulich, die Differenz wird aber immer größer:

„Im Dezember gab es erneut weniger Arbeitslose. Inklusive AMS-Schulungsteilnehmern waren Ende Dezember 413.936 Personen auf Arbeitssuche, ein Rückgang von 6,7 Prozent gegenüber 2017. […] Bei Inländern ging die Zahl der Arbeitslosen um 8,4 Prozent zurück, bei Ausländern um ein Prozent.“
ORF online am 1. Jänner 2019

An Europas Spitze:

„Das Bildungssystem funktioniere, Österreichs Jugendarbeitslosigkeit sei eine der niedrigsten in Europa.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, Oberösterreichische Nachrichten online am 13. Dezember 2018

Auf den Punkt gebracht:

„Kindern vorzulesen, auf Deutsch, auf Türkisch oder mit ihnen Deutsch zu lernen, anstatt stundenlang vor dem Fernseher zu sitzen, ist keine Frage des Geldes. Aber wer es nicht macht, reduziert die Chancen von Kindern, oft mehr als vieles andere.“
Mag. Carina Kerschbaumer, Kleine Zeitung vom 1. Dezember 2018

„Spiegelbild der Gesellschaft“:

„‚Das ist ein allgemeingesellschaftliches Problem.‘ Die Hemmschwelle für Aggression sei gesunken, ‚daher müssen wir bei der Konfliktkultur ansetzen. Die Schulen sind ein Spiegelbild der Gesellschaft.‘“
MMMag. Gertraud Salzmann, Bundesobfrau der VCL und Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft, Salzburger Nachrichten vom 22. November 2018

Mut zur Korrektur:

„Ich appelliere an Bildungsminister Faßmann, die Reformen der letzten Jahre zu überdenken und dort, wo es erforderlich ist, die Reißleine zu ziehen. Ein mutiges Beispiel dafür hat er z. B. bei der NOST schon gesetzt.“
Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, „gymnasium“ (Printmedium der AHS-Gewerkschaft) vom November/Dezember 2018, S. 7

Den Einstieg in die Praxis gelingen lassen!

„Wer in der Klasse bestehen will, braucht höchste fachliche, pädagogische, didaktische und menschliche Qualitäten. Gutes Coaching beim Einstieg in die Praxis hilft StudentInnen, sich zu erfolgreichen Lehrerpersönlichkeiten zu entwickeln.“
Dir. Mag. Isabella Zins, Bundesvorsitzende der AHS-DirektorInnen und stv. Vorsitzende der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“,
Kurier online am 11. Dezember 2018

Imageschäden schnellstmöglich beheben:

„Die Aufgaben und Herausforderungen, denen wir uns tagtäglich stellen, können wohl nicht oft genug ins öffentliche Bewusstsein gerückt werden. Möge es gelingen, unseren wichtigen und schönen Beruf auch in Zukunft den ‚Besten der Besten‘ unter den jungen Menschen schmackhaft zu machen! Die Kinder werden diese mehr denn je brauchen!“
Mag. Gudrun Pennitz, Mitglied im ZA AHS, ÖPU, ÖPU-Nachrichten vom Dezember 2018, S. 15

„Echter Vorteil“:

„Dass es in Österreich sowohl die Neuen Mittelschulen, als auch die Gymnasien in der Unterstufe gibt, ist ein echter Vorteil. Durch diese Differenzierung ist es möglich, alle Schülerinnen und Schüler bestmöglich zu fördern. Jedes Kind hat unterschiedliche Stärken und Talente und es ist notwendig, alle Potenziale zu nutzen. Fakt ist, dass das in den Neuen Mittelschulen jedoch nur durch verstärkte Leistungsdifferenzierung ermöglicht werden kann.”
Tobias Hofstätter, Bundesobmann der Schülerunion Österreich, Presseaussendung vom 1. Dezember 2018

Erkenntnis aus Deutschlands Nationalem Bildungspanel (NEPS):

„Integrative Systeme sind für die schwächsten Schüler am wenigsten zuträglich, die leistungsstarken können mit Komplexität viel besser umgehen und zuweilen sogar davon profitieren. Die Schwächsten dagegen geraten rasch ins Hintertreffen. Mit anderen Worten: Differenzierung nach Leistungsgruppen wäre im Sinne der Bildungsgerechtigkeit das Gebot der Stunde.“
Dr. Heike Schmoll, Frankfurter Allgemeine Zeitung online am 16. November 2018

Nach langem Irren am Ziel angekommen:

„Teacher-directed instruction is associated with better test scores regardless of the classroom environment.“
OECD (Hrsg.), „PISA in Focus 90“ (November 2018), S. 2