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Bezugszettel:

1. Allgemeines zum Bezugszettel:

  • Der Bezug wird vom BRZ nach den von der Schule über den LSR / SSR gemeldeten Angaben berechnet und an jedem Monatsersten (bei Vertragslehrern am 15.) für den laufenden Monat auf das Gehaltskonto des Lehrers angewiesen.
  • Der Monatsbezugszettel ist in vier Bereiche gegliedert: Stammdaten, Bezugsbestandteile, Abzugsbestandteile und sonstige Hinweise.

2. Stammdaten:

  • Im oberen Bereich des Bezugsnachweises werden folgende Daten angeführt:
    • Der Monat, für den der Entgeltnachweis erstellt wurde, sowie das Datum, an dem der Entgeltnachweis erstellt wurde
    • Personalnummer des Mitarbeiters
    • Abrechnungskreis, dem der Mitarbeiter zugeordnet ist. Der Abrechnungskreis steuert den Zeitpunkt der Auszahlung der Bezüge:
      Abrechnungskreis 91 = Beamte
      Abrechnungskreis 92 = Monatserster (Vertragsbedienstete bzw. Angestellte)
      Abrechnungskreis 93 = 15. des Monats (Vertragsbedienstete bzw. Angestellte und Lehrlinge)
      Abrechnungskreis 94 = Monatsletzter (Vertragsbedienstete bzw. Angestellte)
      Abrechnungskreis 95 = Pensionisten
    • Kostenstelle (Kost.) sowie zuständige Dienstbehörde (DB) bzw. der Personalteilbereich (TB)
    • Name des Mitarbeiters und Anschrift der Dienststelle des Mitarbeiters (bzw. die Wohnadresse des Pensionisten)
    • Daten zur organisatorischen Zuordnung des Mitarbeiters; Angabe der Kostenstelle und der Planstellennummer
    • Angaben über die Einreihung bzw. Einstufung, die Gehaltsbzw. Entlohnungsstufe sowie das nächste Vorrückungsdatum
    • Die aus der gegenständlichen Abrechnung resultierenden Nebengebührenwerte des laufenden Monats samt Bemessungsgrundlage.
    • Die aus der gegenständlichen Abrechnung für Nachzahlungen vorangegangener Monate resultierenden Nebengebührenwerte samt Bemessungsgrundlage.
    • Beschäftigungsgrad (Angabe in Prozent)
    • Die Sozialversicherungsnummer des Mitarbeiters bzw. der Abrechnungskreis. Wurde in den Stammdaten des Mitarbeiters keine Versicherungsnummer eingepflegt, erfolgt die Darstellung mit dem Wert „0000".

3. Bezugsbestandteile:

  • Bezugsbestandteile, Nebengebühren und sonstige Geldleistungen werden in Form eines vierstelligen Wertes und dem entsprechenden Lohnartenlangtext dargestellt.
  • In der Spalte „Monat" wird jener Monat angeführt, für welchen die Bezugsbestandteile gebühren. Bei Rückrechnungen in die Vergangenheit wird der Monat angeführt, für welchen die Aufrollung entstanden ist.
  • Bei Nebengebühren, die aus einer Grundvergütung und einem Zuschlag oder ausschließlich aus einem Zuschlag bestehen und in Stundensätzen zu bemessen sind (z. B. Überstundenvergütungen), wird zusätzlich die Anzahl der verrechneten Stunden mit zwei Dezimalstellen angegeben.
  • Angaben in der Spalte „Wert" stellen den Stundensatz einer Lohnart dar, wobei z. B. bei Einzelsupplierungen der Wert im Langtext und nicht in der Wert-Spalte angegeben wird.

4. Abzugsbestandteile:

  • Auch Abzugslohnarten werden in Form eines vierstelligen Wertes und dem entsprechenden Langtext angegeben. Dann wird der Monat genannt, in welchem der jeweilige Abzug entstanden ist. Im Gegensatz zur Auflistung der Bezugsbestandteile wird als Abzugsmonat immer der laufende Monat angegeben. Allerdings werden Abzüge im Langtext mit dem Zusatz „Rückrechnung" gekennzeichnet, wenn sie sich auf Bezugsbestandteile beziehen, die für Monate vor dem Abrechnungsmonat gebühren.
  • Als Basis für die Berechnung von Sozialversicherungsbeiträgen, Pensions(versicherungs)beiträgen bzw. Pensionssicherungsbeiträgen sowie der Lohnsteuer werden die zugehörigen Bemessungsgrundlagen inklusive der jeweils relevante Steuer- und Sozialversicherungstage angeführt. (Ein voller Monat wird immer mit 30 Tagen gerechnet.)
  • Ist bei der Aufgliederung der gesetzlichen Abzüge hinter einem Betrag kein Minuszeichen vorhanden, kennzeichnet das einen Erstattungs-(Auszahlungs-)betrag.

5. Sonstige Hinweise:

  • Im Bereich „Überweisung" werden die Bankdaten des Empfängers und die Bankdaten des Auftraggebers (Dienstbehörde) sowie der Nettoauszahlungsbetrag angegeben.
  • Im Bereich „Informationen" werden Informationen abgedruckt, die teils direkt das Abrechnungsergebnis beeinflussen, teils aber lediglich Informationscharakter besitzen, wie z. B. Angaben zur Höhe das aktuellen Jahressechstels bzw. zur Sechstelüberschreitung, Angaben über Dienstgeberbeiträge zur Bundespensionskasse oder Angaben über Lohnarten, die lediglich die Lohnsteuerbemessungsgrundlage beeinflussen (z. B. Mitversteuerung).
  • Unter „lfd. Bezüge für Sechstel" werden nicht alle laufenden Bezüge im Sinne des Einkommensteuergesetzes ausgewiesen, die im Abschnitt „Bezugsbestandteile" genannt werden, sondern nur diejenigen, auf die ein Anspruch im Bezugsmonat entstanden ist.
  • Im Feld „Steuerbegünstigungen" sind Angaben überSteuerfreibeträge zu finden.
  • „FB §35" bezeichnet einen Freibetrag auf Grund von Behinderungen. Das „JA" oder „NEIN" neben „Allein.V/E" gibt an, ob ein Anspruch auf den Alleinverdiener- bzw. Alleinerzieherabsetzbetrag besteht. Pendlerpauschale („Pend.P."), ein Freibetrag auf Grund von Erwerbsminderung („FB Erw.M.") und Werbungskosten („Werbek.") können ausgewiesen werden. Nur bei Pensionisten wird man ein „JA" neben dem Pensionistenabsetzbetrag („PensAbs") finden. Wenn dem Dienstgeber ein Freibetragsbescheid übermittelt wurde, scheint neben „FB §63" der monatliche Steuerfreibetrag auf, der bei der Lohnverrechnung berücksichtigt wird. Unter „Stf§68" werden Steuerfreibeträge für die Besteuerung bestimmter Zulagen und Zuschläge angeführt. Wenn eine steuerbegünstigte Zukunftssicherung abgeschlossen wurde, wird der Steuerfreibetrag (meist 25,00 Euro) unter „ZukSi§3" angeführt.

(Zuletzt aktualisiert Oktober 2015)

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Aktuelle Zitate

 

 

 

LehrerInnen verdienen höchste Wertschätzung:

„‚Wegen des Geldes‘ wird man nicht LehrerIn, wegen der tollen ‚Work-Life-Balance‘ wohl auch nicht. 50 bis 80 Stunden pro Woche für die Schule zu arbeiten, empfinden viele von uns als ganz normal.“
Mag. Gudrun Pennitz, designierte ÖPU-Vorsitzende, ÖPU-Nachrichten vom Juni 2019, S. 6

Absage an den Wiener Bildungsdirektor Himmer:

„Zwischen dem Aussprechen von Verboten und dem Schulverweis als letzter Maßnahme müsse es noch andere Möglichkeiten geben, auf Gewalt zu reagieren. ‚Die Rolle des Lehrers zu schwächen, ist der falsche Weg.‘“
Maria Hutter, Bildungslandesrätin Salzburgs, Salzburger Nachrichten online am 6. Juni 2019 

Elternhaus erste und wichtigste Bildungsinstitution:

„Kein Schulwesen der Welt kann ausgleichen, was Eltern ihren Kindern, warum auch immer, schuldig bleiben. Keine Schule kann so schlecht sein, um zu zerstören, was Eltern als erste und wichtigste LehrerInnen aufgebaut haben. Diese große Verantwortung sollte jungen Menschen, die ein Kind in die Welt setzen, bewusst sein. Diese große Verantwortung sollte möglichst allen bewusst gemacht werden!“
Mag. Gudrun Pennitz, designierte ÖPU-Vorsitzende, VCLnews vom Juni 2019, S. 11

„Immenser Stressfaktor“:

„Verhaltensauffälligkeiten von SchülerInnen UND Eltern nehmen nicht nur zu, sondern Dimensionen an, die zu einem immensen Stressfaktor geworden sind. Es ist das Gefühl, damit allein gelassen zu sein, das so viele Betroffene davon abhält, darüber zu sprechen und sich selbstverständlich Unterstützung bei Vorgesetzten zu holen.“
Mag. Gudrun Pennitz, designierte ÖPU-Vorsitzende, ÖPU-Nachrichten vom Juni 2019, S. 7

Schule braucht Unterstützung:

„Schulinterne Verhaltensvereinbarungen, Gespräche in der Direktion und die bloße ‚Androhung eines Ausschlusses‘ sind dort zahnlos, wo jemand seine Mitmenschen bewusst psychisch oder physisch schädigen will. Für solche Extremfälle braucht es daher spürbare Konsequenzen (von Wiedergutmachung bis zum Verlust des Schulplatzes) und eine besonders enge Kooperation zwischen Elternhaus und Schule, notfalls unter Einbindung des Jugendamtes.“
Dir. Mag. Isabella Zins, Bundesvorsitzende der AHS-DirektorInnen und stv. Vorsitzende der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“, VCLnews vom Juni 2019, S. 21

Folgen politischer Ignoranz:

„Die in der Gesellschaft zunehmende Gewaltbereitschaft wird auch in die Schulen hineingetragen. Vielfach trauen sich Lehrer nicht, über undiszipliniertes, respektloses und entwürdigendes Verhalten der Schüler zu berichten. Man schaut zu lange weg, kehrt die Probleme unter den Teppich und sucht den Grund für das Fehlverhalten der Schüler oft beim Lehrer.“
MMMag. Gertraud Salzmann, Bundesobfrau der VCL und Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft, VCLnews vom Juni 2019, S. 5

Interventionsinstrumente nötig:

„Pünktlichkeit, das Einhalten von Terminen und eine ernsthafte Arbeitshaltung sollten als Selbstverständlichkeit vorausgesetzt werden. Und wenn dem nicht so ist, müssen wir den Lehrenden Instrumente in die Hand geben, die dies zu erreichen versuchen.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, VCLnews vom Juni 2019, S. 9

„Under pressure“ (Lehrerbelastungsstudie 2019):

„Fast jeder zweite Lehrer in Wien und Niederösterreich leidet darunter, dass es zu wenig Sanktionsmöglichkeiten für undisziplinierte Schüler gibt.“
Niederösterreichische Nachrichten online am 14. Mai 2019

Schluss mit dem Sparen an der Schule!

„‚Wenn ein Schüler suspendiert wird, sitzt er nur drei Wochen zu Hause. In einer Timeout-Klasse wird mit ihm gearbeitet.‘ Für diese Aufgabe brauche es aber eben auch speziell geschultes Personal. Zusätzlich.“
Dir. Mag. Isabella Zins, Bundesvorsitzende der AHS-DirektorInnen und stv. Vorsitzende der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“, Der Standard online am 16. Mai 2019

Wertschätzung und Vertrauen!

„Unseren Lehrerinnen und Lehrern, die tagtäglich in den Schulklassen stehen und in den heterogenen Klassen vor großen Herausforderungen stehen, müssen wir wieder viel mehr Wertschätzung und viel mehr Vertrauen entgegenbringen.“
NR-Abg. MMMag. Gertraud Salzmann, Bundesobfrau der VCL und Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft, Nationalratssitzung vom 15. Mai 2019

Kein Platz für Gewalt!

„Psychische und physische Gewalt darf an unseren Schulen keinen Platz haben. […] Ein Verhalten, das andere schikaniert, entwürdigt, darf nicht hingenommen werden.“
NR-Abg. MMMag. Gertraud Salzmann, Bundesobfrau der VCL und Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft, Nationalratssitzung vom 15. Mai 2019

Ein schlimmes Jahrzehnt „Schulpolitik“ beenden!

„Ganz wichtig wäre das Unterstützungspersonal. Es hat im Jahr 2008 Österreich auch an der TALIS-Studie teilgenommen. Da wurden die Rahmenbedingungen für Lehrkräfte untersucht. Da ist Österreich wirklich als Schlusslicht dagestanden. Und dann sind wir aus der Studie ausgestiegen. […] Da wird man auf jeden Fall ansetzen müssen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das kostenneutral funktioniert.
Dir. Mag. Isabella Zins, Bundesvorsitzende der AHS-DirektorInnen und stv. Vorsitzende der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“, Ö1-Morgenjournal vom 14. Mai 2019 

Riesiger Rückstand bei den Rahmenbedingungen:

„‚Das Verhältnis von Lehrkräften zu pädagogisch-unterstützendem Personal beträgt 29:1 und jenes von Lehrkräften zu administrativem Personal 25:1.‘ Im Vergleich dazu kommt etwa in Dänemark auf zehn Lehrpersonen eine Supportstelle. Der OECD/EU-Schnitt liegt bei 16:1. Würde sich Österreich an diesem orientieren, so müssten hierzulande an die 13.500 zusätzliche Posten im Schulsupport geschaffen werden, wiederholt Kimberger eine langjährige Gewerkschaftsforderung.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Der Standard online am 24. April 2019

Keine Toleranz gegenüber Gewalt!

„Für gewalttätiges Verhalten in der Schule darf es keine Toleranz geben.“
Mag. Elisabeth Rosenberger, Präsidentin des Bundeselternverbands (BEV), Presseaussendung vom 13. Mai 2019 

Pädagogische Interventionsmittel notwendig:

„Wenn die Gespräche mit Lehrkräften, Klassenvorstand, Eltern, Direktion nichts nützen, dann gibt’s im Moment wirklich nur Zahnloses. […] Wenn man gesehen hat, wie diese Schüler agieren, dann hat man das Gefühl: Die wissen, es passiert ihnen nichts. Die fühlen sich so sicher in ihrem Verhalten, dass sie tun und lassen können, was sie wollen. Da braucht die Schule auf jeden Fall stärkere Maßnahmen.“
Dir. Mag. Isabella Zins, Bundesvorsitzende der AHS-DirektorInnen und stv. Vorsitzende der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“, Ö1-Morgenjournal vom 14. Mai 2019

Der Gewalt keinen Nährboden!

„Zwar handle es sich um eine Minderheit, die Lehrer terrorisiere, trotzdem müsse mit voller Stärke durchgegriffen werden. Auch der Rechtsstaat sei bei derartigen Übergriffen gefragt. ‚Gewalt in der Schule – egal von welcher Seite – müssen wir unterbinden. Sonst ist es in zehn Jahren kein Schulproblem, sondern ein gesellschaftliches Problem.‘“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Kurier online am 6. Mai 2019

857 „Einzelfälle“ …

„Laut Ministerium gab es vergangenes Schuljahr österreichweit 857 Polizeieinsätze an Schulen – die meisten in Wien und die meisten wegen Konflikten unter Schülern.“
Die Presse online am 7. Mai 2019

Leider viel zu lang:

„Schon lang gehört Lehrer-Bashing zum guten Ton. Dabei wird völlig vergessen, dass das stetig sinkende gesellschaftliche Ansehen der Lehrer für Österreich zunehmend zum Problem wird. Das macht sich in den Klassenzimmern bemerkbar, wenn Schüler ihren Lehrern keinen Funken Respekt mehr entgegenbringen, weil die Eltern in den Gesprächen zu Hause aus ihrer Ablehnung gegenüber den Pädagogen kein Geheimnis machen.“
Mag. Julia Neuhauser, Die Presse online am 30. Juni 2016

Offen und ehrlich gefragt:

„Wer übernimmt die Verantwortung für all den Kram, den wir in den letzten Jahren ausbaden mussten?“
Dr. Matthias Burchardt, Bildungsphilosoph, GBW-Tagung „Time for Change? Teil II: Im Hamsterrad. Schule zwischen Überlastung und Anpassungsdruck“, Bergische Universität Wuppertal am 4. Mai 2019