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Ausgezeichneter Schulerfolg

Rechtsgrundlage: §§ 22 Abs. 2 lit. g und 38 Abs. 3 SchUG in der bis 31. August 2009 geltenden Fassung bzw. § 38 Abs. 6 SchUG in der seit 1. September 2010 geltenden Fassung, die abweichend von diesem Zeitpunkt hinsichtlich der allgemein bildenden höheren Schulen auf Reifeprüfungen mit Haupttermin ab 2015 und hinsichtlich der berufsbildenden mittleren und höheren Schulen sowie der höheren Anstalten der Lehrerbildung und der Erzieherbildung auf abschließende Prüfungen mit Haupttermin ab 2016 Anwendung finden; § 3 Abs. 1 Z 1 ZeuVO.

Im Folgenden wird nur der ausgezeichnete Schulerfolg dargestellt, den Schüler als Gesamtkalkül für Jahreszeugnisse bzw. bei der Reifeprüfung erhalten können. Davon zu unterscheiden ist die überdurchschnittliche Leistungsfeststellung für Lehrer. Vgl. hiezu das Stichwort „Leistungsfeststellung für Lehrer"; siehe im Übrigen auch „Guter Erfolg".

a) Inhalt des Jahreszeugnisses:

  • Am Ende eines jeden Unterrichtsjahres, bei lehrgangsmäßigen Berufsschulen am Ende des Lehrganges, ist dem Schüler ein Jahreszeugnis über die betreffende Schulstufe auszustellen, das insbesondere Folgendes zu enthalten hat:
    • Bezeichnung, Form bzw. Fachrichtung der Schulart und den Standort der Schule;
    • die Personalien des Schülers;
    • die besuchte Schulstufe und die Bezeichnung der Klasse (des Jahrgangs);
    • die Unterrichtsgegenstände der betreffenden Schulstufe und die Beurteilung der darin erbrachten Leistungen, sofern der Unterricht in Leistungsgruppen erfolgt, auch die Angabe der Leistungsgruppe (nicht an Berufsschulen); in der 7. und 8. Schulstufe der NMS sind in den differenzierten Pflichtgegenständen die Beurteilungen mit einem entsprechenden Zusatz der grundlegenden oder der vertieften Allgemeinbildung anzuführen;
    • die Beurteilung des Verhaltens des Schülers in der Schule (außer in Abschlussklassen);
    • allfällige Beurkundungen über die Berechtigung oder Nichtberechtigung zum Aufsteigen oder den nicht erfolgreichen Abschluss der letzten Stufe der besuchten Schulart, die Berechtigung zum Übertritt in eine mittlere oder höhere Schule nach der 8. Schulstufe der NMS, in leistungsdifferenzierten Pflichtgegenständen die Leistungsgruppe, die der Schüler im folgenden Unterrichtsjahr zu besuchen hat (an Berufsschulen nur im Falle einer Umstufung in die höhere Leistungsgruppe); die Zulässigkeit der Ablegung einer Wiederholungsprüfung oder der Wiederholung einer Schulstufe, die Beendigung des Schulbesuches wegen Überschreitens der zulässigen Höchstdauer;
    • die Feststellung, dass der Schüler die Schulstufe mit ausgezeichnetem Erfolg abgeschlossen hat; in der Volksschule und den Sonderschulen (ausgenommen die Sonderschulen nach dem Lehrplan der Hauptschule oder der NMS und der Polytechnischen Schule) ist die Feststellung des ausgezeichneten Erfolges nicht zu treffen;
    • die Feststellung, dass der Schüler die Schulstufe mit gutem Erfolg abgeschlossen hat; in der Volksschule und den Sonderschulen (ausgenommen die Sonderschulen nach dem Lehrplan der Hauptschule oder der NMS und der Polytechnischen Schule) ist die Feststellung des guten Erfolges nicht zu treffen;
    • sofern für Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf Lehrpläne verschiedener Schularten oder Schulstufen Anwendung finden, sind Abweichungen vom Lehrplan der Schulart und der Schulstufe, die der Schüler besucht, zu vermerken;
    • im Falle der Beendigung der allgemeinen Schulpflicht eine diesbezügliche Feststellung;
    • Ort und Datum der Ausstellung, Unterschrift des Schulleiters und des Klassenvorstandes, Rundsiegel der Schule.

b) Bedingungen für den „ausgezeichneten Erfolg":

  • Die Feststellung, dass der Schüler die Schulstufe mit ausgezeichnetem Erfolg abgeschlossen hat, ist dann zu treffen, wenn er in mindestens der Hälfte der Pflichtgegenstände mit „Sehr gut" und in den übrigen Pflichtgegenständen mit „Gut" beurteilt wurde, wobei Beurteilungen mit „Befriedigend" diese Feststellung nicht hindern, wenn dafür gleich viele Beurteilungen mit „Sehr gut" über die Hälfte der Pflichtgegenstände hinaus vorliegen.
  • In der NMS setzt die Feststellung des ausgezeichneten Erfolges in der 7. und 8. Schulstufe eine entsprechende Beurteilung in der Vertiefung sämtlicher differenzierter Pflichtgegenstände voraus.
  • Aus dem Wortlaut des Gesetzes ergibt sich somit, dass bei 7 „Sehr gut", 5 „Gut" und 1 „Befriedigend" kein ausgezeichneter Erfolg vorliegt, da die „Hälfte der Pflichtgegenstände" bei 13 Gegenständen 6,5 ist und der Schüler daher mit 7 „Sehr gut" nicht eine ganze Beurteilung mit „Sehr gut" über die Hälfte der Pflichtgegenstände hinaus aufzuweisen hat. Hingegen liegt ein ausgezeichneter Erfolg vor, wenn der Schüler bei 13 Pflichtgegenständen 7 „Sehr gut" und 6 „Gut" oder 8 „Sehr gut", 4 „Gut" und 1 „Befriedigend" oder 9 „Sehr gut", 2 „Gut" und 2 „Befriedigend" oder 10 „Sehr gut" und 3 „Befriedigend" hat.
  • Bei der Berechnung des „ausgezeichneten Erfolges" ist also zunächst immer von der Gesamtzahl der Pflichtgegenstände auszugehen. Freigegenstände zählen nicht mit, ebensowenig Pflichtgegenstände, von denen der Schüler befreit ist (z. B. Bewegung und Sport oder Religion).
  • Liegt eine gerade Anzahl von Pflichtgegenständen vor (z. B. 12 oder 14), ist von genau der Hälfte „Sehr gut" auszugehen (also 6 oder 7 „Sehr gut"). Liegen darüber hinaus nur „Gut" vor, ist „ausgezeichneter Erfolg" gegeben. Liegt aber ein „Befriedigend" vor, muss dieses durch ein weiteres „Sehr gut" über die Hälfte der Noten hinaus egalisiert werden. Im Falle von 12 Pflichtnoten genügen also 7 „Sehr gut", 4 „Gut" und 1 „Befriedigend" für den ausgezeichneten Erfolg.
  • Umfasst das Zeugnis eine ungerade Anzahl von Pflichtgegenständen (z. B. 13), ist für jedes „Befriedigend" ein weiteres „Sehr gut" über die (aufgerundete!) Hälfte der Notenzahl hinaus nötig (siehe obiges Beispiel).
  • Ein „ausgezeichneter Erfolg" ist nicht möglich, wenn auch nur ein einziges „Genügend" vorliegt. Es liegt also z. B. bei 13 Pflichtgegenständen auch im - hypothetischen - Extremfall von 12 „Sehr gut" und einem „Genügend" kein ausgezeichneter Erfolg vor.

c) Beispiele für „ausgezeichneten Erfolg" im Jahreszeugnis:

  • 11 Pflichtgegenstände mit Beurteilung im Zeugnis:
    • 5 „Sehr gut", 6 „Gut" = keine Auszeichnung;
    • 6 „Sehr gut", 5 „Gut" = Auszeichnung;
    • 7 „Sehr gut", 3 „Gut", 1 „Befriedigend" = Auszeichnung;
    • 8 „Sehr gut", 1 „Gut", 2 „Befriedigend" = Auszeichnung;
    • 8 „Sehr gut", 3 „Befriedigend" = keine Auszeichnung;
    • 9 „Sehr gut", 2 „Befriedigend" = Auszeichnung;
    • 9 „Sehr gut", 1 „Gut", 1 „Genügend" = keine Auszeichnung.
  • 12 beurteilte Pflichtgegenstände im Zeugnis:
    • 5 „Sehr gut", 7 „Gut" = keine Auszeichnung;
    • 6 „Sehr gut", 6 „Gut" = Auszeichnung;
    • 7 „Sehr gut", 4 „Gut", 1 „Befriedigend" = Auszeichnung;
    • 8 „Sehr gut", 2 „Gut", 2 „Befriedigend" = Auszeichnung;
    • 8 „Sehr gut", 1 „Gut", 3 „Befriedigend" = keine Auszeichnung;
    • 9 „Sehr gut", 1 „Gut", 2 „Befriedigend" = Auszeichnung;
    • 9 „Sehr gut", 3 „Befriedigend" = Auszeichnung;
    • 11 „Sehr gut", 1 „Genügend" = keine Auszeichnung.
  • 13 beurteilte Pflichtgegenstände im Zeugnis:
    • 6 „Sehr gut", 7 „Gut" = keine Auszeichnung;
    • 7 „Sehr gut", 6 „Gut" = Auszeichnung;
    • 8 „Sehr gut", 4 „Gut", 1 „Befriedigend" = Auszeichnung;
    • 8 „Sehr gut", 3 „Gut", 2 „Befriedigend" = keine Auszeichnung;
    • 9 „Sehr gut", 3 „Gut", 1 „Befriedigend" = Auszeichnung;
    • 9 „Sehr gut", 2 „Gut", 2 „Befriedigend" = Auszeichnung;
    • 9 „Sehr gut", 1 „Gut", 3 „Befriedigend" = keine Auszeichnung;
    • 10 „Sehr gut", 2 „Gut", 1 „Befriedigend" = Auszeichnung;
    • 10 „Sehr gut", 1 „Gut", 2 „Befriedigend" = Auszeichnung;
    • 10 „Sehr gut", 3 „Befriedigend" = Auszeichnung;
    • 11 „Sehr gut", 2 „Befriedigend" = Auszeichnung;
    • 12 „Sehr gut", 1 „Genügend" = keine Auszeichnung.

d) „Ausgezeichneter Erfolg" bei Leistungsgruppen:

  • AnSchulartenmitLeistungsgruppen(Hauptschule,Polytechnischer Lehrgang und Berufsschule) ist bei der Feststellung des „ausgezeichneten Erfolges" ein „Befriedigend" in der höchsten (= ersten) Leistungsgruppe als „Gut" bzw. ein „Gut" als „Sehr gut" zu bewerten.
  • An Schularten mit drei Leistungsgruppen (= Hauptschule und Polytechnischer Lehrgang) ist die Feststellung des „ausgezeichneten Erfolges" nur zu treffen, wenn
    • das Jahreszeugnis in leistungsdifferenzierten Pflichtgegenständen (= Deutsch, Mathematik, Lebende Fremdsprache) in der mittleren Leistungsgruppe keine schlechtere Beurteilung als „Gut" aufweist und das Jahreszeugnis - mit Ausnahme des Jahreszeugnisses der jeweils letzten Stufe der betreffenden Schulart - den Vermerk enthält, dass der Schüler im nächsten Unterrichtsjahr in den leistungsdifferenzierten Pflichtgegenständen die höchste Leistungsgruppe zu besuchen hat;
    • der Schüler in keinem leistungsdifferenzierten Pflichtgegenstand den Unterricht am Ende des Unterrichtsjahres in der niedrigsten Leistungsgruppe besucht hat.
  • Für den „ausgezeichneten Erfolg" kommen mithin nur Schüler in Betracht, die die zweite oder erste Leistungsgruppe besuchen. In der zweiten Leistungsgruppe darf man kein „Befriedigend" haben, die Aufstiegsberechtigung in die höchste Leistungsgruppe muss vorliegen. In der ersten Leistungsgruppe zählen ein „Befriedigend" bzw. ein „Gut" jeweils um eine Note besser, wenn es um die Berechnung des „ausgezeichneten Schulerfolges" für das Jahreszeugnis geht.
  • An Berufsschulen ist ein „Befriedigend" in einem Pflichtgegenstand mit erweitertem oder vertieftem Bildungsangebot als „Gut" bzw. ein „Gut" als „Sehr gut" zu bewerten, sofern dieses Bildungsangebot nicht in einem zusätzlichen Pflichtgegenstand erfolgt.

e) „Guter Erfolg" im Jahreszeugnis:

  • Die Feststellung, dass der Schüler die Schulstufe mit gutem Erfolg abgeschlossen hat, ist zu treffen, wenn er in keinem Pflichtgegenstand schlechter als mit „Befriedigend" beurteilt worden ist und mindestens gleich viele Beurteilungen mit „Sehr gut" aufweist wie mit „Befriedigend".
  • In der NMS setzt die Feststellung des guten Erfolges in der 7. und 8. Schulstufe eine entsprechende Beurteilung in der Vertiefung sämtlicher differenzierter Pflichtgegenstände voraus.
  • Während für den „ausgezeichneten Erfolg" also der Notenschnitt mindestens 1,5 sein muss, ist für den „guten Erfolg" ein Schnitt von mindestens 2,0 erforderlich. In beiden Fällen darf allerdings kein „Genügend" vorliegen.
  • Beispiele für „Guten Erfolg" im Jahreszeugnis bei 12 Pflichtnoten:
    • 5 „Sehr gut", 7 „Gut";
    • 5 „Sehr gut", 6 „Gut", 1 „Befriedigend";
    • 5 „Sehr gut", 5 „Gut", 2 „Befriedigend";
    • 5 „Sehr gut", 4 „Gut", 3 „Befriedigend";
    • 5 „Sehr gut", 3 „Gut", 4 „Befriedigend";
    • 5 „Sehr gut", 2 „Gut", 5 „Befriedigend";
    • 4 „Sehr gut", 8 „Gut";
    • 4 „Sehr gut", 7 „Gut", 1 „Befriedigend";
    • 4 „Sehr gut", 6 „Gut", 2 „Befriedigend";
    • 4 „Sehr gut", 5 „Gut", 3 „Befriedigend";
    • 4 „Sehr gut", 4 „Gut", 4 „Befriedigend";
    • 3 „Sehr gut": maximal 3 „Befriedigend" (und 6 „Gut");
    • 2 „Sehr gut": maximal 2 „Befriedigend" (und 8 „Gut");
    • 1 „Sehr gut": maximal 1 „Befriedigend" (und 10 „Gut").
  • Beispiele für "Guten Erfolg" bei 13 Pflichtnoten:
    • 6 „Sehr gut", 7 „Gut";
    • 6 „Sehr gut", 1 „Gut", 6 „Befriedigend"
    • 5 „Sehr gut": maximal 5 „Befriedigend" (und 3 „Gut");
    • 4 „Sehr gut": maximal 4 „Befriedigend" (und 5 „Gut");
    • 3 „Sehr gut": maximal 3 „Befriedigend" (und 7 „Gut");
    • 2 „Sehr gut": maximal 2 „Befriedigend" (und 9 „Gut");
    • 1 „Sehr gut": maximal 1 „Befriedigend" (und 11 „Gut").
  • An Schularten mit Leistungsgruppen (Hauptschule, Polytechnischer Lehrgang, Berufsschule) ist ein „Befriedigend" in der höchsten Leistungsgruppe als „Gut" bzw. ein „Gut" als „Sehr gut" zu bewerten.
  • An Schularten mit drei Leistungsgruppen (Hauptschule, Polytechnischer Lehrgang) ist die Feststellung des „guten Erfolges" nur zu treffen, wenn
    • das Jahreszeugnis in leistungsdifferenzierten Pflichtgegenständen in der mittleren Leistungsgruppe keine schlechtere Beurteilung als „Befriedigend" aufweist und
    • der Schüler in keinem leistungsdifferenzierten Pflichtgegenstand den Unterricht am Ende des Unterrichtsjahres in der niedrigsten Leistungsgruppe besucht hat.
  • An Berufsschulen ist ein „Befriedigend" in einem Pflichtgegenstand mit erweitertem oder vertieftem Bildungsangebot als „Gut" bzw. ein „Gut" als „Sehr gut" zu bewerten, sofern dieses Bildungsangebot nicht in einem zusätzlichen Pflichtgegenstand erfolgt.

f) „Ausgezeichneter Erfolg" bei der Reifeprüfung:

  • Auf Grund der einzelnen Beurteilungen der Leistungen in den Prüfungsgebieten der Vorprüfung und der Hauptprüfung hat der Vorsitzende der Prüfungskommissionen der Hauptprüfung über die Gesamtbeurteilung der abschließenden Prüfung zu entscheiden. Die abschließende Prüfung ist
    • „mit ausgezeichnetem Erfolg bestanden", wenn mindestens die Hälfte der Prüfungsgebiete mit „Sehr gut" und die übrigen Prüfungsgebiete mit „Gut" beurteilt werden; Beurteilungen mit „Befriedigend" hindern diese Feststellung nicht, wenn dafür mindestens gleich viele Beurteilungen mit „Sehr gut" über die Hälfte der Prüfungsgebiete hinaus vorliegen;
    • „mit gutem Erfolg bestanden", wenn keines der Prüfungsgebiete schlechter als mit „Befriedigend" beurteilt wird und im Übrigen mindestens gleich viele Prüfungsgebiete mit „Sehr gut" wie mit „Befriedigend" beurteilt werden;
    • „bestanden", wenn kein Prüfungsgebiet mit „Nicht genügend" beurteilt wird und die in den beiden vorherigen Punkten genannten Voraussetzungen nicht gegeben sind
    • „nicht bestanden" wenn die Leistungen in einem oder mehreren Prüfungsgebieten mit „Nicht genügend" beurteilt werden.
  • Die Gesamtbeurteilung der Leistungen des Prüfungskandidaten ist in einem Zeugnis über die abschließende Prüfung zu beurkunden.
  • Für die Kalküle „ausgezeichneter Erfolg" und „guter Erfolg" gelten bei der Reifeprüfung die gleichen Bedingungen wie bei den Jahreszeugnissen.
  • Für den „ausgezeichneten Erfolg" bei der Reifeprüfung sind also beispielsweise folgende Bedingungen zu erfüllen:
  • Bei 4 Prüfungsgebieten:
    • 4 „Sehr gut";
    • 3 „Sehr gut", 1 „Gut";
    • 3 „Sehr gut", 1 „Befriedigend";
    • 2 „Sehr gut", 2 „Gut".
  • Bei 5 Prüfungsgebieten:
    • 5 „Sehr gut";
    • 4 „Sehr gut", 1 „Gut";
    • 4 „Sehr gut", 1 „Befriedigend";
    • 3 „Sehr gut", 2 „Gut".
  • Bei 6 Prüfungsgebieten:
    • 6 „Sehr gut";
    • 5 „Sehr gut", 1 „Gut";
    • 5 „Sehr gut", 1 „Befriedigend";
    • 4 „Sehr gut", 2 „Gut";
    • 4 „Sehr gut", 1 „Gut", 1 „Befriedigend";
    • 3 „Sehr gut", 3 „Gut". Bei 7 Prüfungsgebieten:
    • 7 „Sehr gut";
    • 6 „Sehr gut", 1 „Gut";
    • 6 „Sehr gut", 1 „Befriedigend";
    • 5 „Sehr gut", 2 „Gut";
    • 5 „Sehr gut", 1 „Gut", 1 „Befriedigend";
    • 4 „Sehr gut", 3 „Gut".
  • Es darf in keinem Fall ein „Genügend" vorliegen. Auch für den „guten Erfolg" darf das Reifeprüfungszeugnis kein „Genügend" enthalten.
  • Ein „guter Erfolg" ist im Fall von 4 Prüfungsgebieten z. B. auch noch mit 2 „Sehr gut" und 2 „Befriedigend", im Fall von 6 Prüfungsgebieten mit 3 „Sehr gut" und 3 „Befriedigend" gegeben. Im Fall von 5 Prüfungsgebieten sind folgende Kombinationen möglich: 3 „Sehr gut", 2 „Befriedigend"; oder 3 „Sehr gut", 1 „Gut", 1 „Befriedigend"; oder 2 „Sehr gut", 1 „Gut" und 2 „Befriedigend". Bei 7 Prüfungsgebieten sind für den „guten Erfolg" zum Beispiel auch noch 3 „Sehr gut", 1 „Gut" und 3 „Befriedigend" ausreichend.

g) Vermerk des „ausgezeichneten Erfolges" im Jahreszeugnis:

  • Gemäß § 3 Abs. 1 ZeuVO lautet der Zeugnisvermerk (die Zeugnisklausel) im Jahreszeugnis für den Schüler, der die betreffende Schulstufe mit ausgezeichnetem Erfolg abgeschlossen hat, folgendermaßen:
  • „Er/Sie hat gemäß § 22 Abs. 2 lit. g des Schulunterrichtsgesetzes die/den ... Klasse/Jahrgang (... Schulstufe) mit ausgezeichnetem Erfolg abgeschlossen."
  • Der „gute Erfolg" wird so vermerkt:
  • „Er/Sie hat gemäß § 22 Abs. 2 lit. h des Schulunterrichtsgesetzes die/den ... Klasse/Jahrgang (... Schulstufe) mit gutem Erfolg abgeschlossen."

h) Sonstige Berücksichtigungen:

  • Der „ausgezeichnete Schulerfolg"findetimÜbrigenauchbeizahlreichen Stipendien privater Organisationen Berücksichtigung, indem er ein Stipendium bzw. eine Schulbeihilfe erhöht oder auch den grundsätzlichen Anspruch (z. B. auf ein Begabtenstipendium) überhaupt erst begründet.
  • Der Vollständigkeit halber sei auch darauf hingewiesen, dass für die Verleihung des Ehrenringes bei der Promotion „sub auspiciis Praesidentis rei publicae" nicht nur ausgezeichnete Studienerfolge, sondern auch ausgezeichnete Schulerfolge während der gesamten Oberstufe erforderlich sind.

(Zuletzt aktualisiert: Oktober 2013)

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Das US-amerikanische „Gesamtschulsystem“:

„Der Stanford Soziologe Sean F. Reardon zeigt auf Basis von Millionen Leistungstests aus allen US-Schulbezirken, wie ungleich Schulbildung nach Region und ethnischer Herkunft verteilt ist. Die Studierenden der besten Schulen, die nicht zufällig im Silicon Valley und bei Boston liegen, sind den schlechtesten um sechs Jahre voraus.“
Der Standard online am 4. März 2019

„Bildungspolitik“ im Fahrwasser der OECD:

„Einigen dürfte nicht einmal bewusst sein, in welchem Fahrwasser sie sich bewegen. Das trifft auch und gerade auf Teile der Reformpädagogik oder vielmehr der unentwegten Reformer zu, die die Schulen in einem bis zur Jahrtausendwende nie gekannten Eifer mit immer neuen Kursänderungen an den Rand der Verzweiflung getrieben haben.“
Univ.-Prof. Dr. Hans Peter Klein, Junge Welt online am 2. März 2019

Durchbruch nach zwei Jahrzehnten!

„Damit findet eine seit Langem erhobene Forderung der VCL endlich Einzug ins Regelschulwesen. […] Die Erfahrungen der Schulversuche lassen keinen Zweifel daran bestehen, dass ein verpflichtender Ethikunterricht für alle, die keinen Religionsunterricht besuchen, einen wesentlichen Beitrag zur Wertevermittlung sowie zu gegenseitiger Toleranz und Respekt bringt und eine spürbare Verbesserung des Schulklimas bewirkt.“
MMMag. Gertraud Salzmann, Bundesobfrau der Vereinigung Christlicher Lehrerinnen und Lehrer an den höheren Schulen (VCL), Presseaussendung vom 6. März 2019

Bildungsminister teilt ÖPU-Anliegen:

„Ethikunterricht ist mir ein sehr wichtiges Anliegen. Gerade in einer religionspluralen Gesellschaft mit wachsendem Anteil an Nichtgläubigen. Wir brauchen so etwas wie ein gemeinsames Wertefundament im Umgang miteinander und mit der Umwelt. Wir müssen uns darauf einigen, was ethisch falsch und was richtig ist.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, Oberösterreichische Nachrichten online am 28. Februar 2019

Pflicht der Eltern:

„Für mich sind Eltern keine Erziehungsberechtigten, sondern Erziehungsverpflichtete. Wenn Eltern gegen die Interessen ihrer Kinder handeln und ihnen Chancen nehmen, dann hat der Staat die Pflicht, im Sinne dieser Kinder einzuschreiten.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Kurier online am 14. Februar 2019

Mut zur Korrektur!

„Um einen erfolgreichen Schritt in die Zukunft zu setzen, ist es wichtig, statt ‚Kompetenzorientierung‘ wieder Inhalte, Wissen und Leistung in den Vordergrund zu stellen.“
Mag. Werner Hittenberger, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft Oberösterreich, ÖPU-Nachrichten vom März 2019, S. 17

Wie wahr!

„Wir haben wohl das Kind mit dem Bade ausgeschüttet. Gab es früher eine zu starre Hierarchie, haben wir jetzt oft das andere Extrem. […] In der Schule müssen wir Regeln vereinbaren, wie wir kommunizieren, einander zuhören, mit anderen Meinungen umgehen. Es muss auch akzeptiert werden, dass die Lehrkraft Anforderungen an die Schüler stellt.“
Univ.-Prof. DDr. Christiane Spiel, Kurier online am 12. Februar 2019

Von den Erfahrungen von Gesamtschulländern lernen!

„‚Wenn man auf alle Schulen entweder AHS oder NMS schreibt, dann gibt es trotzdem Schulen, die als ,gute Gesamtschule’ gelten, und Schulen, die als ,weniger gute Gesamtschule’ gelten. Den Elternwillen kann man nicht steuern.‘ Zudem würden die Privatschulen noch mehr ausgebaut werden: ‚Wir sehen das in Gesamtschulländern. Dort ist der Privatschulsektor sehr stark, weil die Eltern dann diesen Weg wählen.‘“
MMag. Dr. Corinna Geppert, ORF online am 18. Februar 2019

Politisches Gaukeln beenden!

„Von Schulen zu verlangen, an einem sehr belasteten Standort Chancengerechtigkeit herzustellen, ist illusorisch. Das wäre, als würde man von einem Arzt in einem Armenviertel verlangen, die Lebenserwartung der Patienten auf das Niveau einer Luxuswohngegend zu bringen.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Kurier online am 14. Februar 2019

Die Würfel fallen vor dem Schuleintritt:

„Schon beim Eintritt in die Volksschule betrage der Leistungsunterschied zwischen den Kindern zwei bis drei Jahre. ‚Das ist auch mit den besten didaktischen und pädagogischen Konzepten nur schwer auszugleichen. […] Es macht einen massiven Unterschied, ob man mit einem Kind viel spricht und ihm vorliest, oder ob man es nur vor Fernseher und Computer setzt.‘“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Die Presse online am 15. Februar 2019

Kinder und Familie in den Mittelpunkt:

„Wir müssen unsere Gesellschaft neu aufbauen, mit einem fokussierten Blick auf die Kinder und die Familie. Anders können wir uns nicht mehr weiterentwickeln. Dann schafft der Mensch sich schon sehr bald selbst ab.“
Mag. Michael Hüter, Focus online am 15. Jänner 2019

Jahrzehntelanges politisches Versagen:

„Die größte und von Jahr zu Jahr größer werdende Herausforderung des österreichischen Schulwesens ergibt sich aus der Tatsache, dass Österreich ein Einwanderungsland ist, das sich leider jahrzehntelang nicht als Einwanderungsland verstanden und dementsprechend integrationspolitische Maßnahmen gröblichst vernachlässigt hat.“
Mag. Gerhard Riegler, „gymnasium“ (Printmedium der AHS-Gewerkschaft) vom März/April 2018, S. 18

Hohe Dunkelziffer:

„Es sei dringend notwendig etwas zu tun. Und das bedeute auch, dass ‚man Geld in die Hand nehmen wird müssen‘. Denn an den Schulen passiere viel und es werde viel erst gar nicht zur Anzeige gebracht.“
Thomas Krebs, Vorsitzender Wiener der Pflichtschullehrer, ORF Wien online am 7. Jänner 2019

Schulpolitik kann Wohnpolitik nicht ersetzen:

„Gerade die Frage der Segregation in der Schule ist letztlich immer nur eine Folge von Segregation im Wohnviertel. Da langfristige Maßnahmen zu setzen, wäre sehr wichtig.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, Der Standard online am 29. Dezember 2018

Österreichs Privileg:

„Wir haben ein kostenfreies Schulsystem, das mit gut qualifizierten Lehrkräften operiert. Das ist ein Privileg, verglichen mit den USA oder Großbritannien. Es ist ein offenes Schulsystem, das Chancen generiert, aber sie müssen auch wahrgenommen werden, und die Verantwortung kann man den Eltern auch nicht abnehmen.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, Der Standard online am 29. Dezember 2018

20 Jahre, nachdem die VCL diese Forderung erstmals aufgestellt hat:

„Ethik aus dem Schulversuch herauszuholen und als systematisches Fach zu platzieren, ist eine Intention unseres Hauses. Ein guter Einstieg wäre in der Sekundarstufe 2, also in der AHS-Oberstufe. Von dort sollte es über die Sekundarstufe 1 schrittweise hinuntergehen, letztlich bis in die Volksschule.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, Tiroler Tageszeitung online am 10. Jänner 2019


Schule „kann nur bis zu einem gewissen Grad kompensieren“:

„Schule kann nicht alles kompensieren, was Gesellschafts-, Familien-, Sozial- oder Sicherheitspolitik versäumen. Die Schule ist ohnehin eine der wichtigsten Sicherheitseinrichtungen in diesem Land. Aber Chancengleichheit herstellen kann sie nicht allein, sie kann nur bis zu einem gewissen Grad kompensieren. Wir brauchen jedenfalls mehr Unterstützung und mehr Ressourcen, wenn wir uns wirklich bestmöglich um alle Kinder kümmern sollen.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Der Standard online am 26. Dezember 2018

Bildung beginnt mit der Geburt:

„Die gelingende Einbeziehung und Aktivierung von Eltern in die frühkindliche und schulische Bildung ist der Schlüssel, denn in der Tat beginnt die Bildungsbiografie mit der Geburt des Kindes!“
Univ.-Prof. Dr. Susanne Lin-Klitzing, Bundesvorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, „Profil“ (Zeitung des dphv) vom Dezember 2018, S. 5

Finnlands Politik hat „etwas“ schneller reagiert:

„Für Kinder, die zu Hause kein Finnisch oder Schwedisch sprechen, gibt es die Möglichkeit, Extra-Unterricht zu bekommen, eine Art Intensivkurs, bevor sie in die ‚richtige‘ Schule kommen. Dem Weltbildungsbericht zufolge besuchten 2012 fast 80 Prozent der Migrantenkinder (erste Migrantengeneration) mit wenig Finnischkenntnissen solche Kurse.“
Focus online am 10. Dezember 2018

In Summe erfreulich, die Differenz wird aber immer größer:

„Im Dezember gab es erneut weniger Arbeitslose. Inklusive AMS-Schulungsteilnehmern waren Ende Dezember 413.936 Personen auf Arbeitssuche, ein Rückgang von 6,7 Prozent gegenüber 2017. […] Bei Inländern ging die Zahl der Arbeitslosen um 8,4 Prozent zurück, bei Ausländern um ein Prozent.“
ORF online am 1. Jänner 2019