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Ausgezeichneter Schulerfolg

Rechtsgrundlage: §§ 22 Abs. 2 lit. g und 38 Abs. 3 SchUG in der bis 31. August 2009 geltenden Fassung bzw. § 38 Abs. 6 SchUG in der seit 1. September 2010 geltenden Fassung, die abweichend von diesem Zeitpunkt hinsichtlich der allgemein bildenden höheren Schulen auf Reifeprüfungen mit Haupttermin ab 2015 und hinsichtlich der berufsbildenden mittleren und höheren Schulen sowie der höheren Anstalten der Lehrerbildung und der Erzieherbildung auf abschließende Prüfungen mit Haupttermin ab 2016 Anwendung finden; § 3 Abs. 1 Z 1 ZeuVO.

Im Folgenden wird nur der ausgezeichnete Schulerfolg dargestellt, den Schüler als Gesamtkalkül für Jahreszeugnisse bzw. bei der Reifeprüfung erhalten können. Davon zu unterscheiden ist die überdurchschnittliche Leistungsfeststellung für Lehrer. Vgl. hiezu das Stichwort „Leistungsfeststellung für Lehrer"; siehe im Übrigen auch „Guter Erfolg".

a) Inhalt des Jahreszeugnisses:

  • Am Ende eines jeden Unterrichtsjahres, bei lehrgangsmäßigen Berufsschulen am Ende des Lehrganges, ist dem Schüler ein Jahreszeugnis über die betreffende Schulstufe auszustellen, das insbesondere Folgendes zu enthalten hat:
    • Bezeichnung, Form bzw. Fachrichtung der Schulart und den Standort der Schule;
    • die Personalien des Schülers;
    • die besuchte Schulstufe und die Bezeichnung der Klasse (des Jahrgangs);
    • die Unterrichtsgegenstände der betreffenden Schulstufe und die Beurteilung der darin erbrachten Leistungen, sofern der Unterricht in Leistungsgruppen erfolgt, auch die Angabe der Leistungsgruppe (nicht an Berufsschulen); in der 7. und 8. Schulstufe der NMS sind in den differenzierten Pflichtgegenständen die Beurteilungen mit einem entsprechenden Zusatz der grundlegenden oder der vertieften Allgemeinbildung anzuführen;
    • die Beurteilung des Verhaltens des Schülers in der Schule (außer in Abschlussklassen);
    • allfällige Beurkundungen über die Berechtigung oder Nichtberechtigung zum Aufsteigen oder den nicht erfolgreichen Abschluss der letzten Stufe der besuchten Schulart, die Berechtigung zum Übertritt in eine mittlere oder höhere Schule nach der 8. Schulstufe der NMS, in leistungsdifferenzierten Pflichtgegenständen die Leistungsgruppe, die der Schüler im folgenden Unterrichtsjahr zu besuchen hat (an Berufsschulen nur im Falle einer Umstufung in die höhere Leistungsgruppe); die Zulässigkeit der Ablegung einer Wiederholungsprüfung oder der Wiederholung einer Schulstufe, die Beendigung des Schulbesuches wegen Überschreitens der zulässigen Höchstdauer;
    • die Feststellung, dass der Schüler die Schulstufe mit ausgezeichnetem Erfolg abgeschlossen hat; in der Volksschule und den Sonderschulen (ausgenommen die Sonderschulen nach dem Lehrplan der Hauptschule oder der NMS und der Polytechnischen Schule) ist die Feststellung des ausgezeichneten Erfolges nicht zu treffen;
    • die Feststellung, dass der Schüler die Schulstufe mit gutem Erfolg abgeschlossen hat; in der Volksschule und den Sonderschulen (ausgenommen die Sonderschulen nach dem Lehrplan der Hauptschule oder der NMS und der Polytechnischen Schule) ist die Feststellung des guten Erfolges nicht zu treffen;
    • sofern für Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf Lehrpläne verschiedener Schularten oder Schulstufen Anwendung finden, sind Abweichungen vom Lehrplan der Schulart und der Schulstufe, die der Schüler besucht, zu vermerken;
    • im Falle der Beendigung der allgemeinen Schulpflicht eine diesbezügliche Feststellung;
    • Ort und Datum der Ausstellung, Unterschrift des Schulleiters und des Klassenvorstandes, Rundsiegel der Schule.

b) Bedingungen für den „ausgezeichneten Erfolg":

  • Die Feststellung, dass der Schüler die Schulstufe mit ausgezeichnetem Erfolg abgeschlossen hat, ist dann zu treffen, wenn er in mindestens der Hälfte der Pflichtgegenstände mit „Sehr gut" und in den übrigen Pflichtgegenständen mit „Gut" beurteilt wurde, wobei Beurteilungen mit „Befriedigend" diese Feststellung nicht hindern, wenn dafür gleich viele Beurteilungen mit „Sehr gut" über die Hälfte der Pflichtgegenstände hinaus vorliegen.
  • In der NMS setzt die Feststellung des ausgezeichneten Erfolges in der 7. und 8. Schulstufe eine entsprechende Beurteilung in der Vertiefung sämtlicher differenzierter Pflichtgegenstände voraus.
  • Aus dem Wortlaut des Gesetzes ergibt sich somit, dass bei 7 „Sehr gut", 5 „Gut" und 1 „Befriedigend" kein ausgezeichneter Erfolg vorliegt, da die „Hälfte der Pflichtgegenstände" bei 13 Gegenständen 6,5 ist und der Schüler daher mit 7 „Sehr gut" nicht eine ganze Beurteilung mit „Sehr gut" über die Hälfte der Pflichtgegenstände hinaus aufzuweisen hat. Hingegen liegt ein ausgezeichneter Erfolg vor, wenn der Schüler bei 13 Pflichtgegenständen 7 „Sehr gut" und 6 „Gut" oder 8 „Sehr gut", 4 „Gut" und 1 „Befriedigend" oder 9 „Sehr gut", 2 „Gut" und 2 „Befriedigend" oder 10 „Sehr gut" und 3 „Befriedigend" hat.
  • Bei der Berechnung des „ausgezeichneten Erfolges" ist also zunächst immer von der Gesamtzahl der Pflichtgegenstände auszugehen. Freigegenstände zählen nicht mit, ebensowenig Pflichtgegenstände, von denen der Schüler befreit ist (z. B. Bewegung und Sport oder Religion).
  • Liegt eine gerade Anzahl von Pflichtgegenständen vor (z. B. 12 oder 14), ist von genau der Hälfte „Sehr gut" auszugehen (also 6 oder 7 „Sehr gut"). Liegen darüber hinaus nur „Gut" vor, ist „ausgezeichneter Erfolg" gegeben. Liegt aber ein „Befriedigend" vor, muss dieses durch ein weiteres „Sehr gut" über die Hälfte der Noten hinaus egalisiert werden. Im Falle von 12 Pflichtnoten genügen also 7 „Sehr gut", 4 „Gut" und 1 „Befriedigend" für den ausgezeichneten Erfolg.
  • Umfasst das Zeugnis eine ungerade Anzahl von Pflichtgegenständen (z. B. 13), ist für jedes „Befriedigend" ein weiteres „Sehr gut" über die (aufgerundete!) Hälfte der Notenzahl hinaus nötig (siehe obiges Beispiel).
  • Ein „ausgezeichneter Erfolg" ist nicht möglich, wenn auch nur ein einziges „Genügend" vorliegt. Es liegt also z. B. bei 13 Pflichtgegenständen auch im - hypothetischen - Extremfall von 12 „Sehr gut" und einem „Genügend" kein ausgezeichneter Erfolg vor.

c) Beispiele für „ausgezeichneten Erfolg" im Jahreszeugnis:

  • 11 Pflichtgegenstände mit Beurteilung im Zeugnis:
    • 5 „Sehr gut", 6 „Gut" = keine Auszeichnung;
    • 6 „Sehr gut", 5 „Gut" = Auszeichnung;
    • 7 „Sehr gut", 3 „Gut", 1 „Befriedigend" = Auszeichnung;
    • 8 „Sehr gut", 1 „Gut", 2 „Befriedigend" = Auszeichnung;
    • 8 „Sehr gut", 3 „Befriedigend" = keine Auszeichnung;
    • 9 „Sehr gut", 2 „Befriedigend" = Auszeichnung;
    • 9 „Sehr gut", 1 „Gut", 1 „Genügend" = keine Auszeichnung.
  • 12 beurteilte Pflichtgegenstände im Zeugnis:
    • 5 „Sehr gut", 7 „Gut" = keine Auszeichnung;
    • 6 „Sehr gut", 6 „Gut" = Auszeichnung;
    • 7 „Sehr gut", 4 „Gut", 1 „Befriedigend" = Auszeichnung;
    • 8 „Sehr gut", 2 „Gut", 2 „Befriedigend" = Auszeichnung;
    • 8 „Sehr gut", 1 „Gut", 3 „Befriedigend" = keine Auszeichnung;
    • 9 „Sehr gut", 1 „Gut", 2 „Befriedigend" = Auszeichnung;
    • 9 „Sehr gut", 3 „Befriedigend" = Auszeichnung;
    • 11 „Sehr gut", 1 „Genügend" = keine Auszeichnung.
  • 13 beurteilte Pflichtgegenstände im Zeugnis:
    • 6 „Sehr gut", 7 „Gut" = keine Auszeichnung;
    • 7 „Sehr gut", 6 „Gut" = Auszeichnung;
    • 8 „Sehr gut", 4 „Gut", 1 „Befriedigend" = Auszeichnung;
    • 8 „Sehr gut", 3 „Gut", 2 „Befriedigend" = keine Auszeichnung;
    • 9 „Sehr gut", 3 „Gut", 1 „Befriedigend" = Auszeichnung;
    • 9 „Sehr gut", 2 „Gut", 2 „Befriedigend" = Auszeichnung;
    • 9 „Sehr gut", 1 „Gut", 3 „Befriedigend" = keine Auszeichnung;
    • 10 „Sehr gut", 2 „Gut", 1 „Befriedigend" = Auszeichnung;
    • 10 „Sehr gut", 1 „Gut", 2 „Befriedigend" = Auszeichnung;
    • 10 „Sehr gut", 3 „Befriedigend" = Auszeichnung;
    • 11 „Sehr gut", 2 „Befriedigend" = Auszeichnung;
    • 12 „Sehr gut", 1 „Genügend" = keine Auszeichnung.

d) „Ausgezeichneter Erfolg" bei Leistungsgruppen:

  • AnSchulartenmitLeistungsgruppen(Hauptschule,Polytechnischer Lehrgang und Berufsschule) ist bei der Feststellung des „ausgezeichneten Erfolges" ein „Befriedigend" in der höchsten (= ersten) Leistungsgruppe als „Gut" bzw. ein „Gut" als „Sehr gut" zu bewerten.
  • An Schularten mit drei Leistungsgruppen (= Hauptschule und Polytechnischer Lehrgang) ist die Feststellung des „ausgezeichneten Erfolges" nur zu treffen, wenn
    • das Jahreszeugnis in leistungsdifferenzierten Pflichtgegenständen (= Deutsch, Mathematik, Lebende Fremdsprache) in der mittleren Leistungsgruppe keine schlechtere Beurteilung als „Gut" aufweist und das Jahreszeugnis - mit Ausnahme des Jahreszeugnisses der jeweils letzten Stufe der betreffenden Schulart - den Vermerk enthält, dass der Schüler im nächsten Unterrichtsjahr in den leistungsdifferenzierten Pflichtgegenständen die höchste Leistungsgruppe zu besuchen hat;
    • der Schüler in keinem leistungsdifferenzierten Pflichtgegenstand den Unterricht am Ende des Unterrichtsjahres in der niedrigsten Leistungsgruppe besucht hat.
  • Für den „ausgezeichneten Erfolg" kommen mithin nur Schüler in Betracht, die die zweite oder erste Leistungsgruppe besuchen. In der zweiten Leistungsgruppe darf man kein „Befriedigend" haben, die Aufstiegsberechtigung in die höchste Leistungsgruppe muss vorliegen. In der ersten Leistungsgruppe zählen ein „Befriedigend" bzw. ein „Gut" jeweils um eine Note besser, wenn es um die Berechnung des „ausgezeichneten Schulerfolges" für das Jahreszeugnis geht.
  • An Berufsschulen ist ein „Befriedigend" in einem Pflichtgegenstand mit erweitertem oder vertieftem Bildungsangebot als „Gut" bzw. ein „Gut" als „Sehr gut" zu bewerten, sofern dieses Bildungsangebot nicht in einem zusätzlichen Pflichtgegenstand erfolgt.

e) „Guter Erfolg" im Jahreszeugnis:

  • Die Feststellung, dass der Schüler die Schulstufe mit gutem Erfolg abgeschlossen hat, ist zu treffen, wenn er in keinem Pflichtgegenstand schlechter als mit „Befriedigend" beurteilt worden ist und mindestens gleich viele Beurteilungen mit „Sehr gut" aufweist wie mit „Befriedigend".
  • In der NMS setzt die Feststellung des guten Erfolges in der 7. und 8. Schulstufe eine entsprechende Beurteilung in der Vertiefung sämtlicher differenzierter Pflichtgegenstände voraus.
  • Während für den „ausgezeichneten Erfolg" also der Notenschnitt mindestens 1,5 sein muss, ist für den „guten Erfolg" ein Schnitt von mindestens 2,0 erforderlich. In beiden Fällen darf allerdings kein „Genügend" vorliegen.
  • Beispiele für „Guten Erfolg" im Jahreszeugnis bei 12 Pflichtnoten:
    • 5 „Sehr gut", 7 „Gut";
    • 5 „Sehr gut", 6 „Gut", 1 „Befriedigend";
    • 5 „Sehr gut", 5 „Gut", 2 „Befriedigend";
    • 5 „Sehr gut", 4 „Gut", 3 „Befriedigend";
    • 5 „Sehr gut", 3 „Gut", 4 „Befriedigend";
    • 5 „Sehr gut", 2 „Gut", 5 „Befriedigend";
    • 4 „Sehr gut", 8 „Gut";
    • 4 „Sehr gut", 7 „Gut", 1 „Befriedigend";
    • 4 „Sehr gut", 6 „Gut", 2 „Befriedigend";
    • 4 „Sehr gut", 5 „Gut", 3 „Befriedigend";
    • 4 „Sehr gut", 4 „Gut", 4 „Befriedigend";
    • 3 „Sehr gut": maximal 3 „Befriedigend" (und 6 „Gut");
    • 2 „Sehr gut": maximal 2 „Befriedigend" (und 8 „Gut");
    • 1 „Sehr gut": maximal 1 „Befriedigend" (und 10 „Gut").
  • Beispiele für "Guten Erfolg" bei 13 Pflichtnoten:
    • 6 „Sehr gut", 7 „Gut";
    • 6 „Sehr gut", 1 „Gut", 6 „Befriedigend"
    • 5 „Sehr gut": maximal 5 „Befriedigend" (und 3 „Gut");
    • 4 „Sehr gut": maximal 4 „Befriedigend" (und 5 „Gut");
    • 3 „Sehr gut": maximal 3 „Befriedigend" (und 7 „Gut");
    • 2 „Sehr gut": maximal 2 „Befriedigend" (und 9 „Gut");
    • 1 „Sehr gut": maximal 1 „Befriedigend" (und 11 „Gut").
  • An Schularten mit Leistungsgruppen (Hauptschule, Polytechnischer Lehrgang, Berufsschule) ist ein „Befriedigend" in der höchsten Leistungsgruppe als „Gut" bzw. ein „Gut" als „Sehr gut" zu bewerten.
  • An Schularten mit drei Leistungsgruppen (Hauptschule, Polytechnischer Lehrgang) ist die Feststellung des „guten Erfolges" nur zu treffen, wenn
    • das Jahreszeugnis in leistungsdifferenzierten Pflichtgegenständen in der mittleren Leistungsgruppe keine schlechtere Beurteilung als „Befriedigend" aufweist und
    • der Schüler in keinem leistungsdifferenzierten Pflichtgegenstand den Unterricht am Ende des Unterrichtsjahres in der niedrigsten Leistungsgruppe besucht hat.
  • An Berufsschulen ist ein „Befriedigend" in einem Pflichtgegenstand mit erweitertem oder vertieftem Bildungsangebot als „Gut" bzw. ein „Gut" als „Sehr gut" zu bewerten, sofern dieses Bildungsangebot nicht in einem zusätzlichen Pflichtgegenstand erfolgt.

f) „Ausgezeichneter Erfolg" bei der Reifeprüfung:

  • Auf Grund der einzelnen Beurteilungen der Leistungen in den Prüfungsgebieten der Vorprüfung und der Hauptprüfung hat der Vorsitzende der Prüfungskommissionen der Hauptprüfung über die Gesamtbeurteilung der abschließenden Prüfung zu entscheiden. Die abschließende Prüfung ist
    • „mit ausgezeichnetem Erfolg bestanden", wenn mindestens die Hälfte der Prüfungsgebiete mit „Sehr gut" und die übrigen Prüfungsgebiete mit „Gut" beurteilt werden; Beurteilungen mit „Befriedigend" hindern diese Feststellung nicht, wenn dafür mindestens gleich viele Beurteilungen mit „Sehr gut" über die Hälfte der Prüfungsgebiete hinaus vorliegen;
    • „mit gutem Erfolg bestanden", wenn keines der Prüfungsgebiete schlechter als mit „Befriedigend" beurteilt wird und im Übrigen mindestens gleich viele Prüfungsgebiete mit „Sehr gut" wie mit „Befriedigend" beurteilt werden;
    • „bestanden", wenn kein Prüfungsgebiet mit „Nicht genügend" beurteilt wird und die in den beiden vorherigen Punkten genannten Voraussetzungen nicht gegeben sind
    • „nicht bestanden" wenn die Leistungen in einem oder mehreren Prüfungsgebieten mit „Nicht genügend" beurteilt werden.
  • Die Gesamtbeurteilung der Leistungen des Prüfungskandidaten ist in einem Zeugnis über die abschließende Prüfung zu beurkunden.
  • Für die Kalküle „ausgezeichneter Erfolg" und „guter Erfolg" gelten bei der Reifeprüfung die gleichen Bedingungen wie bei den Jahreszeugnissen.
  • Für den „ausgezeichneten Erfolg" bei der Reifeprüfung sind also beispielsweise folgende Bedingungen zu erfüllen:
  • Bei 4 Prüfungsgebieten:
    • 4 „Sehr gut";
    • 3 „Sehr gut", 1 „Gut";
    • 3 „Sehr gut", 1 „Befriedigend";
    • 2 „Sehr gut", 2 „Gut".
  • Bei 5 Prüfungsgebieten:
    • 5 „Sehr gut";
    • 4 „Sehr gut", 1 „Gut";
    • 4 „Sehr gut", 1 „Befriedigend";
    • 3 „Sehr gut", 2 „Gut".
  • Bei 6 Prüfungsgebieten:
    • 6 „Sehr gut";
    • 5 „Sehr gut", 1 „Gut";
    • 5 „Sehr gut", 1 „Befriedigend";
    • 4 „Sehr gut", 2 „Gut";
    • 4 „Sehr gut", 1 „Gut", 1 „Befriedigend";
    • 3 „Sehr gut", 3 „Gut". Bei 7 Prüfungsgebieten:
    • 7 „Sehr gut";
    • 6 „Sehr gut", 1 „Gut";
    • 6 „Sehr gut", 1 „Befriedigend";
    • 5 „Sehr gut", 2 „Gut";
    • 5 „Sehr gut", 1 „Gut", 1 „Befriedigend";
    • 4 „Sehr gut", 3 „Gut".
  • Es darf in keinem Fall ein „Genügend" vorliegen. Auch für den „guten Erfolg" darf das Reifeprüfungszeugnis kein „Genügend" enthalten.
  • Ein „guter Erfolg" ist im Fall von 4 Prüfungsgebieten z. B. auch noch mit 2 „Sehr gut" und 2 „Befriedigend", im Fall von 6 Prüfungsgebieten mit 3 „Sehr gut" und 3 „Befriedigend" gegeben. Im Fall von 5 Prüfungsgebieten sind folgende Kombinationen möglich: 3 „Sehr gut", 2 „Befriedigend"; oder 3 „Sehr gut", 1 „Gut", 1 „Befriedigend"; oder 2 „Sehr gut", 1 „Gut" und 2 „Befriedigend". Bei 7 Prüfungsgebieten sind für den „guten Erfolg" zum Beispiel auch noch 3 „Sehr gut", 1 „Gut" und 3 „Befriedigend" ausreichend.

g) Vermerk des „ausgezeichneten Erfolges" im Jahreszeugnis:

  • Gemäß § 3 Abs. 1 ZeuVO lautet der Zeugnisvermerk (die Zeugnisklausel) im Jahreszeugnis für den Schüler, der die betreffende Schulstufe mit ausgezeichnetem Erfolg abgeschlossen hat, folgendermaßen:
  • „Er/Sie hat gemäß § 22 Abs. 2 lit. g des Schulunterrichtsgesetzes die/den ... Klasse/Jahrgang (... Schulstufe) mit ausgezeichnetem Erfolg abgeschlossen."
  • Der „gute Erfolg" wird so vermerkt:
  • „Er/Sie hat gemäß § 22 Abs. 2 lit. h des Schulunterrichtsgesetzes die/den ... Klasse/Jahrgang (... Schulstufe) mit gutem Erfolg abgeschlossen."

h) Sonstige Berücksichtigungen:

  • Der „ausgezeichnete Schulerfolg"findetimÜbrigenauchbeizahlreichen Stipendien privater Organisationen Berücksichtigung, indem er ein Stipendium bzw. eine Schulbeihilfe erhöht oder auch den grundsätzlichen Anspruch (z. B. auf ein Begabtenstipendium) überhaupt erst begründet.
  • Der Vollständigkeit halber sei auch darauf hingewiesen, dass für die Verleihung des Ehrenringes bei der Promotion „sub auspiciis Praesidentis rei publicae" nicht nur ausgezeichnete Studienerfolge, sondern auch ausgezeichnete Schulerfolge während der gesamten Oberstufe erforderlich sind.

(Zuletzt aktualisiert: Oktober 2013)

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LehrerInnen verdienen höchste Wertschätzung:

„‚Wegen des Geldes‘ wird man nicht LehrerIn, wegen der tollen ‚Work-Life-Balance‘ wohl auch nicht. 50 bis 80 Stunden pro Woche für die Schule zu arbeiten, empfinden viele von uns als ganz normal.“
Mag. Gudrun Pennitz, designierte ÖPU-Vorsitzende, ÖPU-Nachrichten vom Juni 2019, S. 6

Absage an den Wiener Bildungsdirektor Himmer:

„Zwischen dem Aussprechen von Verboten und dem Schulverweis als letzter Maßnahme müsse es noch andere Möglichkeiten geben, auf Gewalt zu reagieren. ‚Die Rolle des Lehrers zu schwächen, ist der falsche Weg.‘“
Maria Hutter, Bildungslandesrätin Salzburgs, Salzburger Nachrichten online am 6. Juni 2019 

Elternhaus erste und wichtigste Bildungsinstitution:

„Kein Schulwesen der Welt kann ausgleichen, was Eltern ihren Kindern, warum auch immer, schuldig bleiben. Keine Schule kann so schlecht sein, um zu zerstören, was Eltern als erste und wichtigste LehrerInnen aufgebaut haben. Diese große Verantwortung sollte jungen Menschen, die ein Kind in die Welt setzen, bewusst sein. Diese große Verantwortung sollte möglichst allen bewusst gemacht werden!“
Mag. Gudrun Pennitz, designierte ÖPU-Vorsitzende, VCLnews vom Juni 2019, S. 11

„Immenser Stressfaktor“:

„Verhaltensauffälligkeiten von SchülerInnen UND Eltern nehmen nicht nur zu, sondern Dimensionen an, die zu einem immensen Stressfaktor geworden sind. Es ist das Gefühl, damit allein gelassen zu sein, das so viele Betroffene davon abhält, darüber zu sprechen und sich selbstverständlich Unterstützung bei Vorgesetzten zu holen.“
Mag. Gudrun Pennitz, designierte ÖPU-Vorsitzende, ÖPU-Nachrichten vom Juni 2019, S. 7

Schule braucht Unterstützung:

„Schulinterne Verhaltensvereinbarungen, Gespräche in der Direktion und die bloße ‚Androhung eines Ausschlusses‘ sind dort zahnlos, wo jemand seine Mitmenschen bewusst psychisch oder physisch schädigen will. Für solche Extremfälle braucht es daher spürbare Konsequenzen (von Wiedergutmachung bis zum Verlust des Schulplatzes) und eine besonders enge Kooperation zwischen Elternhaus und Schule, notfalls unter Einbindung des Jugendamtes.“
Dir. Mag. Isabella Zins, Bundesvorsitzende der AHS-DirektorInnen und stv. Vorsitzende der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“, VCLnews vom Juni 2019, S. 21

Folgen politischer Ignoranz:

„Die in der Gesellschaft zunehmende Gewaltbereitschaft wird auch in die Schulen hineingetragen. Vielfach trauen sich Lehrer nicht, über undiszipliniertes, respektloses und entwürdigendes Verhalten der Schüler zu berichten. Man schaut zu lange weg, kehrt die Probleme unter den Teppich und sucht den Grund für das Fehlverhalten der Schüler oft beim Lehrer.“
MMMag. Gertraud Salzmann, Bundesobfrau der VCL und Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft, VCLnews vom Juni 2019, S. 5

Interventionsinstrumente nötig:

„Pünktlichkeit, das Einhalten von Terminen und eine ernsthafte Arbeitshaltung sollten als Selbstverständlichkeit vorausgesetzt werden. Und wenn dem nicht so ist, müssen wir den Lehrenden Instrumente in die Hand geben, die dies zu erreichen versuchen.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, VCLnews vom Juni 2019, S. 9

„Under pressure“ (Lehrerbelastungsstudie 2019):

„Fast jeder zweite Lehrer in Wien und Niederösterreich leidet darunter, dass es zu wenig Sanktionsmöglichkeiten für undisziplinierte Schüler gibt.“
Niederösterreichische Nachrichten online am 14. Mai 2019

Schluss mit dem Sparen an der Schule!

„‚Wenn ein Schüler suspendiert wird, sitzt er nur drei Wochen zu Hause. In einer Timeout-Klasse wird mit ihm gearbeitet.‘ Für diese Aufgabe brauche es aber eben auch speziell geschultes Personal. Zusätzlich.“
Dir. Mag. Isabella Zins, Bundesvorsitzende der AHS-DirektorInnen und stv. Vorsitzende der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“, Der Standard online am 16. Mai 2019

Wertschätzung und Vertrauen!

„Unseren Lehrerinnen und Lehrern, die tagtäglich in den Schulklassen stehen und in den heterogenen Klassen vor großen Herausforderungen stehen, müssen wir wieder viel mehr Wertschätzung und viel mehr Vertrauen entgegenbringen.“
NR-Abg. MMMag. Gertraud Salzmann, Bundesobfrau der VCL und Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft, Nationalratssitzung vom 15. Mai 2019

Kein Platz für Gewalt!

„Psychische und physische Gewalt darf an unseren Schulen keinen Platz haben. […] Ein Verhalten, das andere schikaniert, entwürdigt, darf nicht hingenommen werden.“
NR-Abg. MMMag. Gertraud Salzmann, Bundesobfrau der VCL und Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft, Nationalratssitzung vom 15. Mai 2019

Ein schlimmes Jahrzehnt „Schulpolitik“ beenden!

„Ganz wichtig wäre das Unterstützungspersonal. Es hat im Jahr 2008 Österreich auch an der TALIS-Studie teilgenommen. Da wurden die Rahmenbedingungen für Lehrkräfte untersucht. Da ist Österreich wirklich als Schlusslicht dagestanden. Und dann sind wir aus der Studie ausgestiegen. […] Da wird man auf jeden Fall ansetzen müssen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das kostenneutral funktioniert.
Dir. Mag. Isabella Zins, Bundesvorsitzende der AHS-DirektorInnen und stv. Vorsitzende der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“, Ö1-Morgenjournal vom 14. Mai 2019 

Riesiger Rückstand bei den Rahmenbedingungen:

„‚Das Verhältnis von Lehrkräften zu pädagogisch-unterstützendem Personal beträgt 29:1 und jenes von Lehrkräften zu administrativem Personal 25:1.‘ Im Vergleich dazu kommt etwa in Dänemark auf zehn Lehrpersonen eine Supportstelle. Der OECD/EU-Schnitt liegt bei 16:1. Würde sich Österreich an diesem orientieren, so müssten hierzulande an die 13.500 zusätzliche Posten im Schulsupport geschaffen werden, wiederholt Kimberger eine langjährige Gewerkschaftsforderung.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Der Standard online am 24. April 2019

Keine Toleranz gegenüber Gewalt!

„Für gewalttätiges Verhalten in der Schule darf es keine Toleranz geben.“
Mag. Elisabeth Rosenberger, Präsidentin des Bundeselternverbands (BEV), Presseaussendung vom 13. Mai 2019 

Pädagogische Interventionsmittel notwendig:

„Wenn die Gespräche mit Lehrkräften, Klassenvorstand, Eltern, Direktion nichts nützen, dann gibt’s im Moment wirklich nur Zahnloses. […] Wenn man gesehen hat, wie diese Schüler agieren, dann hat man das Gefühl: Die wissen, es passiert ihnen nichts. Die fühlen sich so sicher in ihrem Verhalten, dass sie tun und lassen können, was sie wollen. Da braucht die Schule auf jeden Fall stärkere Maßnahmen.“
Dir. Mag. Isabella Zins, Bundesvorsitzende der AHS-DirektorInnen und stv. Vorsitzende der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“, Ö1-Morgenjournal vom 14. Mai 2019

Der Gewalt keinen Nährboden!

„Zwar handle es sich um eine Minderheit, die Lehrer terrorisiere, trotzdem müsse mit voller Stärke durchgegriffen werden. Auch der Rechtsstaat sei bei derartigen Übergriffen gefragt. ‚Gewalt in der Schule – egal von welcher Seite – müssen wir unterbinden. Sonst ist es in zehn Jahren kein Schulproblem, sondern ein gesellschaftliches Problem.‘“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Kurier online am 6. Mai 2019

857 „Einzelfälle“ …

„Laut Ministerium gab es vergangenes Schuljahr österreichweit 857 Polizeieinsätze an Schulen – die meisten in Wien und die meisten wegen Konflikten unter Schülern.“
Die Presse online am 7. Mai 2019

Leider viel zu lang:

„Schon lang gehört Lehrer-Bashing zum guten Ton. Dabei wird völlig vergessen, dass das stetig sinkende gesellschaftliche Ansehen der Lehrer für Österreich zunehmend zum Problem wird. Das macht sich in den Klassenzimmern bemerkbar, wenn Schüler ihren Lehrern keinen Funken Respekt mehr entgegenbringen, weil die Eltern in den Gesprächen zu Hause aus ihrer Ablehnung gegenüber den Pädagogen kein Geheimnis machen.“
Mag. Julia Neuhauser, Die Presse online am 30. Juni 2016

Offen und ehrlich gefragt:

„Wer übernimmt die Verantwortung für all den Kram, den wir in den letzten Jahren ausbaden mussten?“
Dr. Matthias Burchardt, Bildungsphilosoph, GBW-Tagung „Time for Change? Teil II: Im Hamsterrad. Schule zwischen Überlastung und Anpassungsdruck“, Bergische Universität Wuppertal am 4. Mai 2019