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Ausgezeichneter Schulerfolg

Rechtsgrundlage: §§ 22 Abs. 2 lit. g und 38 Abs. 3 SchUG in der bis 31. August 2009 geltenden Fassung bzw. § 38 Abs. 6 SchUG in der seit 1. September 2010 geltenden Fassung, die abweichend von diesem Zeitpunkt hinsichtlich der allgemein bildenden höheren Schulen auf Reifeprüfungen mit Haupttermin ab 2015 und hinsichtlich der berufsbildenden mittleren und höheren Schulen sowie der höheren Anstalten der Lehrerbildung und der Erzieherbildung auf abschließende Prüfungen mit Haupttermin ab 2016 Anwendung finden; § 3 Abs. 1 Z 1 ZeuVO.

Im Folgenden wird nur der ausgezeichnete Schulerfolg dargestellt, den Schüler als Gesamtkalkül für Jahreszeugnisse bzw. bei der Reifeprüfung erhalten können. Davon zu unterscheiden ist die überdurchschnittliche Leistungsfeststellung für Lehrer. Vgl. hiezu das Stichwort „Leistungsfeststellung für Lehrer"; siehe im Übrigen auch „Guter Erfolg".

a) Inhalt des Jahreszeugnisses:

  • Am Ende eines jeden Unterrichtsjahres, bei lehrgangsmäßigen Berufsschulen am Ende des Lehrganges, ist dem Schüler ein Jahreszeugnis über die betreffende Schulstufe auszustellen, das insbesondere Folgendes zu enthalten hat:
    • Bezeichnung, Form bzw. Fachrichtung der Schulart und den Standort der Schule;
    • die Personalien des Schülers;
    • die besuchte Schulstufe und die Bezeichnung der Klasse (des Jahrgangs);
    • die Unterrichtsgegenstände der betreffenden Schulstufe und die Beurteilung der darin erbrachten Leistungen, sofern der Unterricht in Leistungsgruppen erfolgt, auch die Angabe der Leistungsgruppe (nicht an Berufsschulen); in der 7. und 8. Schulstufe der NMS sind in den differenzierten Pflichtgegenständen die Beurteilungen mit einem entsprechenden Zusatz der grundlegenden oder der vertieften Allgemeinbildung anzuführen;
    • die Beurteilung des Verhaltens des Schülers in der Schule (außer in Abschlussklassen);
    • allfällige Beurkundungen über die Berechtigung oder Nichtberechtigung zum Aufsteigen oder den nicht erfolgreichen Abschluss der letzten Stufe der besuchten Schulart, die Berechtigung zum Übertritt in eine mittlere oder höhere Schule nach der 8. Schulstufe der NMS, in leistungsdifferenzierten Pflichtgegenständen die Leistungsgruppe, die der Schüler im folgenden Unterrichtsjahr zu besuchen hat (an Berufsschulen nur im Falle einer Umstufung in die höhere Leistungsgruppe); die Zulässigkeit der Ablegung einer Wiederholungsprüfung oder der Wiederholung einer Schulstufe, die Beendigung des Schulbesuches wegen Überschreitens der zulässigen Höchstdauer;
    • die Feststellung, dass der Schüler die Schulstufe mit ausgezeichnetem Erfolg abgeschlossen hat; in der Volksschule und den Sonderschulen (ausgenommen die Sonderschulen nach dem Lehrplan der Hauptschule oder der NMS und der Polytechnischen Schule) ist die Feststellung des ausgezeichneten Erfolges nicht zu treffen;
    • die Feststellung, dass der Schüler die Schulstufe mit gutem Erfolg abgeschlossen hat; in der Volksschule und den Sonderschulen (ausgenommen die Sonderschulen nach dem Lehrplan der Hauptschule oder der NMS und der Polytechnischen Schule) ist die Feststellung des guten Erfolges nicht zu treffen;
    • sofern für Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf Lehrpläne verschiedener Schularten oder Schulstufen Anwendung finden, sind Abweichungen vom Lehrplan der Schulart und der Schulstufe, die der Schüler besucht, zu vermerken;
    • im Falle der Beendigung der allgemeinen Schulpflicht eine diesbezügliche Feststellung;
    • Ort und Datum der Ausstellung, Unterschrift des Schulleiters und des Klassenvorstandes, Rundsiegel der Schule.

b) Bedingungen für den „ausgezeichneten Erfolg":

  • Die Feststellung, dass der Schüler die Schulstufe mit ausgezeichnetem Erfolg abgeschlossen hat, ist dann zu treffen, wenn er in mindestens der Hälfte der Pflichtgegenstände mit „Sehr gut" und in den übrigen Pflichtgegenständen mit „Gut" beurteilt wurde, wobei Beurteilungen mit „Befriedigend" diese Feststellung nicht hindern, wenn dafür gleich viele Beurteilungen mit „Sehr gut" über die Hälfte der Pflichtgegenstände hinaus vorliegen.
  • In der NMS setzt die Feststellung des ausgezeichneten Erfolges in der 7. und 8. Schulstufe eine entsprechende Beurteilung in der Vertiefung sämtlicher differenzierter Pflichtgegenstände voraus.
  • Aus dem Wortlaut des Gesetzes ergibt sich somit, dass bei 7 „Sehr gut", 5 „Gut" und 1 „Befriedigend" kein ausgezeichneter Erfolg vorliegt, da die „Hälfte der Pflichtgegenstände" bei 13 Gegenständen 6,5 ist und der Schüler daher mit 7 „Sehr gut" nicht eine ganze Beurteilung mit „Sehr gut" über die Hälfte der Pflichtgegenstände hinaus aufzuweisen hat. Hingegen liegt ein ausgezeichneter Erfolg vor, wenn der Schüler bei 13 Pflichtgegenständen 7 „Sehr gut" und 6 „Gut" oder 8 „Sehr gut", 4 „Gut" und 1 „Befriedigend" oder 9 „Sehr gut", 2 „Gut" und 2 „Befriedigend" oder 10 „Sehr gut" und 3 „Befriedigend" hat.
  • Bei der Berechnung des „ausgezeichneten Erfolges" ist also zunächst immer von der Gesamtzahl der Pflichtgegenstände auszugehen. Freigegenstände zählen nicht mit, ebensowenig Pflichtgegenstände, von denen der Schüler befreit ist (z. B. Bewegung und Sport oder Religion).
  • Liegt eine gerade Anzahl von Pflichtgegenständen vor (z. B. 12 oder 14), ist von genau der Hälfte „Sehr gut" auszugehen (also 6 oder 7 „Sehr gut"). Liegen darüber hinaus nur „Gut" vor, ist „ausgezeichneter Erfolg" gegeben. Liegt aber ein „Befriedigend" vor, muss dieses durch ein weiteres „Sehr gut" über die Hälfte der Noten hinaus egalisiert werden. Im Falle von 12 Pflichtnoten genügen also 7 „Sehr gut", 4 „Gut" und 1 „Befriedigend" für den ausgezeichneten Erfolg.
  • Umfasst das Zeugnis eine ungerade Anzahl von Pflichtgegenständen (z. B. 13), ist für jedes „Befriedigend" ein weiteres „Sehr gut" über die (aufgerundete!) Hälfte der Notenzahl hinaus nötig (siehe obiges Beispiel).
  • Ein „ausgezeichneter Erfolg" ist nicht möglich, wenn auch nur ein einziges „Genügend" vorliegt. Es liegt also z. B. bei 13 Pflichtgegenständen auch im - hypothetischen - Extremfall von 12 „Sehr gut" und einem „Genügend" kein ausgezeichneter Erfolg vor.

c) Beispiele für „ausgezeichneten Erfolg" im Jahreszeugnis:

  • 11 Pflichtgegenstände mit Beurteilung im Zeugnis:
    • 5 „Sehr gut", 6 „Gut" = keine Auszeichnung;
    • 6 „Sehr gut", 5 „Gut" = Auszeichnung;
    • 7 „Sehr gut", 3 „Gut", 1 „Befriedigend" = Auszeichnung;
    • 8 „Sehr gut", 1 „Gut", 2 „Befriedigend" = Auszeichnung;
    • 8 „Sehr gut", 3 „Befriedigend" = keine Auszeichnung;
    • 9 „Sehr gut", 2 „Befriedigend" = Auszeichnung;
    • 9 „Sehr gut", 1 „Gut", 1 „Genügend" = keine Auszeichnung.
  • 12 beurteilte Pflichtgegenstände im Zeugnis:
    • 5 „Sehr gut", 7 „Gut" = keine Auszeichnung;
    • 6 „Sehr gut", 6 „Gut" = Auszeichnung;
    • 7 „Sehr gut", 4 „Gut", 1 „Befriedigend" = Auszeichnung;
    • 8 „Sehr gut", 2 „Gut", 2 „Befriedigend" = Auszeichnung;
    • 8 „Sehr gut", 1 „Gut", 3 „Befriedigend" = keine Auszeichnung;
    • 9 „Sehr gut", 1 „Gut", 2 „Befriedigend" = Auszeichnung;
    • 9 „Sehr gut", 3 „Befriedigend" = Auszeichnung;
    • 11 „Sehr gut", 1 „Genügend" = keine Auszeichnung.
  • 13 beurteilte Pflichtgegenstände im Zeugnis:
    • 6 „Sehr gut", 7 „Gut" = keine Auszeichnung;
    • 7 „Sehr gut", 6 „Gut" = Auszeichnung;
    • 8 „Sehr gut", 4 „Gut", 1 „Befriedigend" = Auszeichnung;
    • 8 „Sehr gut", 3 „Gut", 2 „Befriedigend" = keine Auszeichnung;
    • 9 „Sehr gut", 3 „Gut", 1 „Befriedigend" = Auszeichnung;
    • 9 „Sehr gut", 2 „Gut", 2 „Befriedigend" = Auszeichnung;
    • 9 „Sehr gut", 1 „Gut", 3 „Befriedigend" = keine Auszeichnung;
    • 10 „Sehr gut", 2 „Gut", 1 „Befriedigend" = Auszeichnung;
    • 10 „Sehr gut", 1 „Gut", 2 „Befriedigend" = Auszeichnung;
    • 10 „Sehr gut", 3 „Befriedigend" = Auszeichnung;
    • 11 „Sehr gut", 2 „Befriedigend" = Auszeichnung;
    • 12 „Sehr gut", 1 „Genügend" = keine Auszeichnung.

d) „Ausgezeichneter Erfolg" bei Leistungsgruppen:

  • AnSchulartenmitLeistungsgruppen(Hauptschule,Polytechnischer Lehrgang und Berufsschule) ist bei der Feststellung des „ausgezeichneten Erfolges" ein „Befriedigend" in der höchsten (= ersten) Leistungsgruppe als „Gut" bzw. ein „Gut" als „Sehr gut" zu bewerten.
  • An Schularten mit drei Leistungsgruppen (= Hauptschule und Polytechnischer Lehrgang) ist die Feststellung des „ausgezeichneten Erfolges" nur zu treffen, wenn
    • das Jahreszeugnis in leistungsdifferenzierten Pflichtgegenständen (= Deutsch, Mathematik, Lebende Fremdsprache) in der mittleren Leistungsgruppe keine schlechtere Beurteilung als „Gut" aufweist und das Jahreszeugnis - mit Ausnahme des Jahreszeugnisses der jeweils letzten Stufe der betreffenden Schulart - den Vermerk enthält, dass der Schüler im nächsten Unterrichtsjahr in den leistungsdifferenzierten Pflichtgegenständen die höchste Leistungsgruppe zu besuchen hat;
    • der Schüler in keinem leistungsdifferenzierten Pflichtgegenstand den Unterricht am Ende des Unterrichtsjahres in der niedrigsten Leistungsgruppe besucht hat.
  • Für den „ausgezeichneten Erfolg" kommen mithin nur Schüler in Betracht, die die zweite oder erste Leistungsgruppe besuchen. In der zweiten Leistungsgruppe darf man kein „Befriedigend" haben, die Aufstiegsberechtigung in die höchste Leistungsgruppe muss vorliegen. In der ersten Leistungsgruppe zählen ein „Befriedigend" bzw. ein „Gut" jeweils um eine Note besser, wenn es um die Berechnung des „ausgezeichneten Schulerfolges" für das Jahreszeugnis geht.
  • An Berufsschulen ist ein „Befriedigend" in einem Pflichtgegenstand mit erweitertem oder vertieftem Bildungsangebot als „Gut" bzw. ein „Gut" als „Sehr gut" zu bewerten, sofern dieses Bildungsangebot nicht in einem zusätzlichen Pflichtgegenstand erfolgt.

e) „Guter Erfolg" im Jahreszeugnis:

  • Die Feststellung, dass der Schüler die Schulstufe mit gutem Erfolg abgeschlossen hat, ist zu treffen, wenn er in keinem Pflichtgegenstand schlechter als mit „Befriedigend" beurteilt worden ist und mindestens gleich viele Beurteilungen mit „Sehr gut" aufweist wie mit „Befriedigend".
  • In der NMS setzt die Feststellung des guten Erfolges in der 7. und 8. Schulstufe eine entsprechende Beurteilung in der Vertiefung sämtlicher differenzierter Pflichtgegenstände voraus.
  • Während für den „ausgezeichneten Erfolg" also der Notenschnitt mindestens 1,5 sein muss, ist für den „guten Erfolg" ein Schnitt von mindestens 2,0 erforderlich. In beiden Fällen darf allerdings kein „Genügend" vorliegen.
  • Beispiele für „Guten Erfolg" im Jahreszeugnis bei 12 Pflichtnoten:
    • 5 „Sehr gut", 7 „Gut";
    • 5 „Sehr gut", 6 „Gut", 1 „Befriedigend";
    • 5 „Sehr gut", 5 „Gut", 2 „Befriedigend";
    • 5 „Sehr gut", 4 „Gut", 3 „Befriedigend";
    • 5 „Sehr gut", 3 „Gut", 4 „Befriedigend";
    • 5 „Sehr gut", 2 „Gut", 5 „Befriedigend";
    • 4 „Sehr gut", 8 „Gut";
    • 4 „Sehr gut", 7 „Gut", 1 „Befriedigend";
    • 4 „Sehr gut", 6 „Gut", 2 „Befriedigend";
    • 4 „Sehr gut", 5 „Gut", 3 „Befriedigend";
    • 4 „Sehr gut", 4 „Gut", 4 „Befriedigend";
    • 3 „Sehr gut": maximal 3 „Befriedigend" (und 6 „Gut");
    • 2 „Sehr gut": maximal 2 „Befriedigend" (und 8 „Gut");
    • 1 „Sehr gut": maximal 1 „Befriedigend" (und 10 „Gut").
  • Beispiele für "Guten Erfolg" bei 13 Pflichtnoten:
    • 6 „Sehr gut", 7 „Gut";
    • 6 „Sehr gut", 1 „Gut", 6 „Befriedigend"
    • 5 „Sehr gut": maximal 5 „Befriedigend" (und 3 „Gut");
    • 4 „Sehr gut": maximal 4 „Befriedigend" (und 5 „Gut");
    • 3 „Sehr gut": maximal 3 „Befriedigend" (und 7 „Gut");
    • 2 „Sehr gut": maximal 2 „Befriedigend" (und 9 „Gut");
    • 1 „Sehr gut": maximal 1 „Befriedigend" (und 11 „Gut").
  • An Schularten mit Leistungsgruppen (Hauptschule, Polytechnischer Lehrgang, Berufsschule) ist ein „Befriedigend" in der höchsten Leistungsgruppe als „Gut" bzw. ein „Gut" als „Sehr gut" zu bewerten.
  • An Schularten mit drei Leistungsgruppen (Hauptschule, Polytechnischer Lehrgang) ist die Feststellung des „guten Erfolges" nur zu treffen, wenn
    • das Jahreszeugnis in leistungsdifferenzierten Pflichtgegenständen in der mittleren Leistungsgruppe keine schlechtere Beurteilung als „Befriedigend" aufweist und
    • der Schüler in keinem leistungsdifferenzierten Pflichtgegenstand den Unterricht am Ende des Unterrichtsjahres in der niedrigsten Leistungsgruppe besucht hat.
  • An Berufsschulen ist ein „Befriedigend" in einem Pflichtgegenstand mit erweitertem oder vertieftem Bildungsangebot als „Gut" bzw. ein „Gut" als „Sehr gut" zu bewerten, sofern dieses Bildungsangebot nicht in einem zusätzlichen Pflichtgegenstand erfolgt.

f) „Ausgezeichneter Erfolg" bei der Reifeprüfung:

  • Auf Grund der einzelnen Beurteilungen der Leistungen in den Prüfungsgebieten der Vorprüfung und der Hauptprüfung hat der Vorsitzende der Prüfungskommissionen der Hauptprüfung über die Gesamtbeurteilung der abschließenden Prüfung zu entscheiden. Die abschließende Prüfung ist
    • „mit ausgezeichnetem Erfolg bestanden", wenn mindestens die Hälfte der Prüfungsgebiete mit „Sehr gut" und die übrigen Prüfungsgebiete mit „Gut" beurteilt werden; Beurteilungen mit „Befriedigend" hindern diese Feststellung nicht, wenn dafür mindestens gleich viele Beurteilungen mit „Sehr gut" über die Hälfte der Prüfungsgebiete hinaus vorliegen;
    • „mit gutem Erfolg bestanden", wenn keines der Prüfungsgebiete schlechter als mit „Befriedigend" beurteilt wird und im Übrigen mindestens gleich viele Prüfungsgebiete mit „Sehr gut" wie mit „Befriedigend" beurteilt werden;
    • „bestanden", wenn kein Prüfungsgebiet mit „Nicht genügend" beurteilt wird und die in den beiden vorherigen Punkten genannten Voraussetzungen nicht gegeben sind
    • „nicht bestanden" wenn die Leistungen in einem oder mehreren Prüfungsgebieten mit „Nicht genügend" beurteilt werden.
  • Die Gesamtbeurteilung der Leistungen des Prüfungskandidaten ist in einem Zeugnis über die abschließende Prüfung zu beurkunden.
  • Für die Kalküle „ausgezeichneter Erfolg" und „guter Erfolg" gelten bei der Reifeprüfung die gleichen Bedingungen wie bei den Jahreszeugnissen.
  • Für den „ausgezeichneten Erfolg" bei der Reifeprüfung sind also beispielsweise folgende Bedingungen zu erfüllen:
  • Bei 4 Prüfungsgebieten:
    • 4 „Sehr gut";
    • 3 „Sehr gut", 1 „Gut";
    • 3 „Sehr gut", 1 „Befriedigend";
    • 2 „Sehr gut", 2 „Gut".
  • Bei 5 Prüfungsgebieten:
    • 5 „Sehr gut";
    • 4 „Sehr gut", 1 „Gut";
    • 4 „Sehr gut", 1 „Befriedigend";
    • 3 „Sehr gut", 2 „Gut".
  • Bei 6 Prüfungsgebieten:
    • 6 „Sehr gut";
    • 5 „Sehr gut", 1 „Gut";
    • 5 „Sehr gut", 1 „Befriedigend";
    • 4 „Sehr gut", 2 „Gut";
    • 4 „Sehr gut", 1 „Gut", 1 „Befriedigend";
    • 3 „Sehr gut", 3 „Gut". Bei 7 Prüfungsgebieten:
    • 7 „Sehr gut";
    • 6 „Sehr gut", 1 „Gut";
    • 6 „Sehr gut", 1 „Befriedigend";
    • 5 „Sehr gut", 2 „Gut";
    • 5 „Sehr gut", 1 „Gut", 1 „Befriedigend";
    • 4 „Sehr gut", 3 „Gut".
  • Es darf in keinem Fall ein „Genügend" vorliegen. Auch für den „guten Erfolg" darf das Reifeprüfungszeugnis kein „Genügend" enthalten.
  • Ein „guter Erfolg" ist im Fall von 4 Prüfungsgebieten z. B. auch noch mit 2 „Sehr gut" und 2 „Befriedigend", im Fall von 6 Prüfungsgebieten mit 3 „Sehr gut" und 3 „Befriedigend" gegeben. Im Fall von 5 Prüfungsgebieten sind folgende Kombinationen möglich: 3 „Sehr gut", 2 „Befriedigend"; oder 3 „Sehr gut", 1 „Gut", 1 „Befriedigend"; oder 2 „Sehr gut", 1 „Gut" und 2 „Befriedigend". Bei 7 Prüfungsgebieten sind für den „guten Erfolg" zum Beispiel auch noch 3 „Sehr gut", 1 „Gut" und 3 „Befriedigend" ausreichend.

g) Vermerk des „ausgezeichneten Erfolges" im Jahreszeugnis:

  • Gemäß § 3 Abs. 1 ZeuVO lautet der Zeugnisvermerk (die Zeugnisklausel) im Jahreszeugnis für den Schüler, der die betreffende Schulstufe mit ausgezeichnetem Erfolg abgeschlossen hat, folgendermaßen:
  • „Er/Sie hat gemäß § 22 Abs. 2 lit. g des Schulunterrichtsgesetzes die/den ... Klasse/Jahrgang (... Schulstufe) mit ausgezeichnetem Erfolg abgeschlossen."
  • Der „gute Erfolg" wird so vermerkt:
  • „Er/Sie hat gemäß § 22 Abs. 2 lit. h des Schulunterrichtsgesetzes die/den ... Klasse/Jahrgang (... Schulstufe) mit gutem Erfolg abgeschlossen."

h) Sonstige Berücksichtigungen:

  • Der „ausgezeichnete Schulerfolg"findetimÜbrigenauchbeizahlreichen Stipendien privater Organisationen Berücksichtigung, indem er ein Stipendium bzw. eine Schulbeihilfe erhöht oder auch den grundsätzlichen Anspruch (z. B. auf ein Begabtenstipendium) überhaupt erst begründet.
  • Der Vollständigkeit halber sei auch darauf hingewiesen, dass für die Verleihung des Ehrenringes bei der Promotion „sub auspiciis Praesidentis rei publicae" nicht nur ausgezeichnete Studienerfolge, sondern auch ausgezeichnete Schulerfolge während der gesamten Oberstufe erforderlich sind.

(Zuletzt aktualisiert: Oktober 2013)

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Aktuelle Zitate

 

 

Schule „kann nur bis zu einem gewissen Grad kompensieren“:

„Schule kann nicht alles kompensieren, was Gesellschafts-, Familien-, Sozial- oder Sicherheitspolitik versäumen. Die Schule ist ohnehin eine der wichtigsten Sicherheitseinrichtungen in diesem Land. Aber Chancengleichheit herstellen kann sie nicht allein, sie kann nur bis zu einem gewissen Grad kompensieren. Wir brauchen jedenfalls mehr Unterstützung und mehr Ressourcen, wenn wir uns wirklich bestmöglich um alle Kinder kümmern sollen.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Der Standard online am 26. Dezember 2018

Bildung beginnt mit der Geburt:

„Die gelingende Einbeziehung und Aktivierung von Eltern in die frühkindliche und schulische Bildung ist der Schlüssel, denn in der Tat beginnt die Bildungsbiografie mit der Geburt des Kindes!“
Univ.-Prof. Dr. Susanne Lin-Klitzing, Bundesvorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, „Profil“ (Zeitung des dphv) vom Dezember 2018, S. 5

Finnlands Politik hat „etwas“ schneller reagiert:

„Für Kinder, die zu Hause kein Finnisch oder Schwedisch sprechen, gibt es die Möglichkeit, Extra-Unterricht zu bekommen, eine Art Intensivkurs, bevor sie in die ‚richtige‘ Schule kommen. Dem Weltbildungsbericht zufolge besuchten 2012 fast 80 Prozent der Migrantenkinder (erste Migrantengeneration) mit wenig Finnischkenntnissen solche Kurse.“
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In Summe erfreulich, die Differenz wird aber immer größer:

„Im Dezember gab es erneut weniger Arbeitslose. Inklusive AMS-Schulungsteilnehmern waren Ende Dezember 413.936 Personen auf Arbeitssuche, ein Rückgang von 6,7 Prozent gegenüber 2017. […] Bei Inländern ging die Zahl der Arbeitslosen um 8,4 Prozent zurück, bei Ausländern um ein Prozent.“
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An Europas Spitze:

„Das Bildungssystem funktioniere, Österreichs Jugendarbeitslosigkeit sei eine der niedrigsten in Europa.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, Oberösterreichische Nachrichten online am 13. Dezember 2018

Auf den Punkt gebracht:

„Kindern vorzulesen, auf Deutsch, auf Türkisch oder mit ihnen Deutsch zu lernen, anstatt stundenlang vor dem Fernseher zu sitzen, ist keine Frage des Geldes. Aber wer es nicht macht, reduziert die Chancen von Kindern, oft mehr als vieles andere.“
Mag. Carina Kerschbaumer, Kleine Zeitung vom 1. Dezember 2018

„Spiegelbild der Gesellschaft“:

„‚Das ist ein allgemeingesellschaftliches Problem.‘ Die Hemmschwelle für Aggression sei gesunken, ‚daher müssen wir bei der Konfliktkultur ansetzen. Die Schulen sind ein Spiegelbild der Gesellschaft.‘“
MMMag. Gertraud Salzmann, Bundesobfrau der VCL und Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft, Salzburger Nachrichten vom 22. November 2018

Mut zur Korrektur:

„Ich appelliere an Bildungsminister Faßmann, die Reformen der letzten Jahre zu überdenken und dort, wo es erforderlich ist, die Reißleine zu ziehen. Ein mutiges Beispiel dafür hat er z. B. bei der NOST schon gesetzt.“
Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, „gymnasium“ (Printmedium der AHS-Gewerkschaft) vom November/Dezember 2018, S. 7

Den Einstieg in die Praxis gelingen lassen!

„Wer in der Klasse bestehen will, braucht höchste fachliche, pädagogische, didaktische und menschliche Qualitäten. Gutes Coaching beim Einstieg in die Praxis hilft StudentInnen, sich zu erfolgreichen Lehrerpersönlichkeiten zu entwickeln.“
Dir. Mag. Isabella Zins, Bundesvorsitzende der AHS-DirektorInnen und stv. Vorsitzende der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“,
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Imageschäden schnellstmöglich beheben:

„Die Aufgaben und Herausforderungen, denen wir uns tagtäglich stellen, können wohl nicht oft genug ins öffentliche Bewusstsein gerückt werden. Möge es gelingen, unseren wichtigen und schönen Beruf auch in Zukunft den ‚Besten der Besten‘ unter den jungen Menschen schmackhaft zu machen! Die Kinder werden diese mehr denn je brauchen!“
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„Dass es in Österreich sowohl die Neuen Mittelschulen, als auch die Gymnasien in der Unterstufe gibt, ist ein echter Vorteil. Durch diese Differenzierung ist es möglich, alle Schülerinnen und Schüler bestmöglich zu fördern. Jedes Kind hat unterschiedliche Stärken und Talente und es ist notwendig, alle Potenziale zu nutzen. Fakt ist, dass das in den Neuen Mittelschulen jedoch nur durch verstärkte Leistungsdifferenzierung ermöglicht werden kann.”
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Erkenntnis aus Deutschlands Nationalem Bildungspanel (NEPS):

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Nach langem Irren am Ziel angekommen:

„Teacher-directed instruction is associated with better test scores regardless of the classroom environment.“
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