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Aufnahme eines Schülers in die Schule

Rechtsgrundlage: §§ 4, 40 SchOG; § 13 Abs. 6 Pflichtschulerhaltungs-Grundsatzgesetz ; §§ 6, 7 SchPflG; §§ 3, 4, 5, 6, 7, 8, 28 SchUG; EiPrVO; AufEiPVO.

1. Allgemeine Zugänglichkeit der Schulen:

  • Die öffentlichen Schulen sind allgemein ohne Unterschied der Geburt, des Geschlechtes, der Rasse, des Standes, der Klasse, der Sprache und des Bekenntnisses zugänglich. Aus organisatorischen oder lehrplanmäßigen Gründen können jedoch Schulen und Klassen eingerichtet werden, die nur für Knaben oder nur für Mädchen bestimmt sind, sofern damit keine Minderung der Organisation eintritt (§ 4 Abs. 1 SCHOG).
  • Für Privatschulen gelten diese Bestimmungen mit der Maßgabe, dass an Schulen, deren Schulerhalter eine gesetzlich anerkannte Kirche oder Religionsgesellschaft, eine nach deren Recht bestehende Einrichtung oder ein anderer Rechtsträger ist, sofern er nicht öffentlich-rechtlichen Charakter hat, die Auswahl der Schüler nach dem Bekenntnis und nach der Sprache sowie die Geschlechtertrennung zulässig sind (§ 4 Abs. 3 SchOG).
  • Derartige Ausnahmen von der seit 1976 geltenden grundsätzlich koedukativen Unterrichtsführung lägen z. B. vor, wenn die koedukative Führung aus räumlichen Gründen nicht möglich wäre. Lehrplanmäßige Gründe hingegen sind nicht mehr gegeben. Sie konnten früher bestehen, weil eigene Schularten für Mädchen - wie z. B. das Wirtschaftskundliche Realgymnasium für Mädchen - vorgesehen waren. Unter „Minderung der Organisation" wäre z. B. bei Volksschulen die Führung mehrerer Schulstufen in einer Klasse zu verstehen.
  • Die Aufnahme eines Schülers in eine öffentliche Schule darf gemäß § 4 Abs. 2 SchOG nur abgelehnt werden,
    • wenn der Schüler die schulrechtlichen Aufnahmsbedingungen nicht erfüllt (Bei Nichterfüllung der schulrechtlichen Aufnahmsbedingungen darf der Schüler gar nicht aufgenommen werden; dies gilt auch für Privatschulen.);
    • wenn der Schüler dem für die Schule vorgesehenen Schulsprengel nicht angehört (Solche Schulsprengel bestehen nur für öffentliche Pflichtschulen.)
    • wenn für die Schule kein Schulsprengel vorgesehen ist (z. B. AHS), wegen Überfüllung der Schule.
  • Jeder Schulpflichtige ist in die für ihn nach der Schulart in Betracht kommende Schule, deren Schulsprengel er angehört, aufzunehmen. Auf die Aufnahme in die eigene Sprengelschule - soweit sie nach der Schulart und den Aufnahmsbedingungen für den Besuch des Kindes schulrechtlich in Betracht kommt - besteht somit ein Rechtsanspruch.
  • Die Aufnahme eines dem Schulsprengel nicht angehörigen Schulpflichtigen kann jedoch vom gesetzlichen Schulerhalter der um die Aufnahme ersuchten Schule verweigert werden. Die Aufnahmeverweigerung sprengelfremder Kinder kann, wenn die Ausführungsgesetzgebung nicht anderes bestimmt, auch ohne Angabe von Gründen erfolgen (§ 13 Abs. 6 Pflichtschulerhaltungs-Grundsatzgesetz).
  • Sprengelangehörig sind jene Schulpflichtigen, die im Schulsprengel, wenn auch nur zum Zwecke des Schulbesuches, wohnen. Unter „wohnen" ist hier der regelmäßige Aufenthalt, einschließlich der Nächtigung, während des Schuljahres zu verstehen. Darunterfällt auch der Aufenthalt in einem Schülerheim (§ 13 Abs. 7 Pflichtschulerhaltungs-Grundsatzgesetz).

2. Aufnahme als ordentlicher Schüler:

a) Voraussetzungen:

  • Als ordentlicher Schüler ist gem. § 3 SchUG aufzunehmen, wer
    • die gesetzlichen Aufnahmsvoraussetzungen für die betreffende Schulart und Schulstufe erfüllt,
    • die Unterrichtssprache der betreffenden Schule soweit beherrscht, dass er dem Unterricht zu folgen vermag, und
    • die Eignung für die betreffende Schulart besitzt, zu deren Feststellung im Zweifelsfalle ein Gutachten des Schularztes oder des Amtsarztes einzuholen ist.
  • Der zweite Punkt ist nicht anzuwenden auf Schüler, die nach den Bestimmungen der Minderheiten-Schulgesetze für Kärnten und das Burgenland in eine in diesen Gesetzen genannte Schule angemeldet werden.
  • Zu den Aufnahmsvoraussetzungen zählen v. a.
    • bei der Aufnahme in eine Pflichtschule das Vorliegen der Schulpflicht (Für die Aufnahme in die Vorschulstufe, die erste Stufe der Volksschule sowie die Sonderschule enthält das SchPlfG noch weitere Voraussetzung.);
    • der erfolgreiche Abschluss derjenigen Schulstufe, die für die Aufnahme in die erste Stufe einer Schulart erforderlich sind (Ausnahme: Für den Besuch der Polytechnischen Schule und der Forstfachschule ist der Abschluss der achten Schulstufe nicht erforderlich.);
    • die erfolgreiche Ablegung der Aufnahms- oder Eignungsprüfung, soweit eine solche vorgesehen ist
    • die Feststellung der Eignung zum Aufsteigen in die betreffende Schulstufe, wenn es sich um die Aufnahme in eine höhere als die erste Stufe einer Schulart handelt.
  • Der Widerruf einer trotz Fehlens der Voraussetzungen erfolgen Aufnahme in eine öffentliche Schule ist nicht zulässig, da das in § 33 SchUG (Beendigung des Schulbesuches) nicht ausdrücklich vorgesehen ist (Erkenntnis des VwGH vom 9. Juni 1980, ZI. 576/80). Die Aufnahme in eine Privatschule erfolgt hingegen durch einen Vertrag des bürgerlichen Rechts zwischen dem Schüler und dem Privatschulerhalter. Wenn jedoch ein Aufnahmsbewerber trotz Nichterfüllung der schulrechtlichen Aufnahmsvoraussetzungen aufgenommen wird, ist der Aufnahmevertrag rechtsunwirksam.
  • Sofern die Aufnahmsvoraussetzungen erfüllt werden und kein Ablehnungsgrund vorliegt, ist eine Ablehnung unzulässig. Daher darf zum Beispiel ein Schüler nicht abgelehnt werden, wenn ein Elternteil Lehrer an der Schule ist (Erkenntnis des VwGH vom 28. Juni 1993, ZI. 93/10/0071 und 93/10/0072).

b) Schulwechsel:

  • Wenn der Aufnahmsbewerber vorher Schüler einer anderen Schule nach österreichischem Lehrplan war, darf eine Aufnahme als ordentlicher Schüler - ausgenommen in Pflichtschulen-nur erfolgen, wenn er ein Abschlusszeugnis oder ein Zeugnis bzw. eine Besuchsbestätigung mit Abgangsklausel der bisher besuchten Schule vorlegt.

c) Einstufungsprüfung:

  • Ein Aufnahmsbewerber, der die Aufnahme in eine Schulstufe anstrebt,
    • ohne durch das Zeugnis einer öffentlichen oder mit dem Öffentlichkeitsrecht ausgestatteten Schule zur Aufnahme in die betreffende Schulstufe berechtigt zu sein, ferner
    • nicht jünger ist, als der betreffenden Schulstufe entspricht und
    • nicht im unmittelbar vorangegangenen Schuljahr eine Schulstufe besucht hat, deren erfolgreicher Abschluss zur Aufnahme in die angestrebte Schulstufe berechtigt, ist vom Schulleiter zur Ablegung einer Einstufungsprüfung zuzulassen.
  • Bis zur vollständigen Ablegung der Einstufungsprüfung ist der Schüler als außerordentlicher Schüler aufzunehmen. Sofern die letzte Teilprüfung der Einstufungsprüfung erst in dem auf die Aufnahme folgenden Schuljahr abgelegt wird, darf der Schüler aufsteigen, wenn in den Pflichtgegenständen, in denen keine Einstufungsprüfung mehr abzulegen ist, eine positive Beurteilung erfolgte.
  • Zweck der Einstufungsprüfung ist die Feststellunann insoweit entfallen, als der Schüler durch die Mitarbeit im Unterricht sowie durch in die Unterrichtsarbeit sonst eingeordnete Leistungsfeststellungen zu erkennen gibt, dass er das Bildungsziel des betreffenden Pflichtgegenstandes in den vorangegangenen Schulstufen in den wesentlichen Bereichen überwiegend erfüllt (= Definition des „Genügend" in der LBVO).
  • Die diesbezügliche Feststellung trifft deg, ob die Vorbildung des Aufnahmsbewerbers für die angestrebte Schulstufe ausreicht. Die Einstufungsprüfung kr den Pflichtgegenstand unterrichtende Lehrer und ist dem Schüler unverzüglich bekanntzugeben. Auf eine derartige Feststellung besteht kein Rechtsanspruch. Der Entfall der Einstufungsprüfung liegt somit im pflichtgemäßen Ermessen des jeweiligen Lehrers.
  • Die näheren Bestimmungen über die Aufnahme auf Grund einer Einstufungsprüfung sind unter Berücksichtigung der Aufgabe und des Lehrplanes der einzelnen Schularten in der AufEiPVO geregelt.
  • Hat der Aufnahmsbewerber die Einstufungsprüfung nicht bestanden, ist er zu einer Wiederholung derEinstufungsprüfung berechtigt. Er ist vom Schulleiter innerhalb einer Frist von zwei Monaten zu einer Wiederholung der Prüfung zuzulassen; hiebei sind jene Prüfungsgebiete zu wiederholen, die mit „Nicht genügend" beurteilt worden sind. Eine zweite Wiederholung der Einstufungsprüfung (im selben Prüfungsgebiet) ist nicht zulässig.

d) Gültigkeitsdauer der Aufnahme:

  • Die Aufnahme eines Schülers an einer Schule gilt ohne weitere Anmeldung für alle an der betreffenden Schule geführten Schulstufen derselben Schulart bis zur Beendigung des Schulbesuches im Sinne des § 33 SchUG. Die Aufnahme in die Unterstufe einer AHS gilt daher auch für die entsprechenden Oberstufenformen an der betreffenden Schule.

3. Aufnahme als außerordentlicher Schüler:

a) Voraussetzungen:

  • Die Aufnahme als außerordentlicher Schüler kommt insbesondere in Betracht, wenn die Aufnahmsvoraussetzungen für die Aufnahme als ordentlicher Schüler nicht erfüllt sind.
  • Voraussetzung für die Aufnahme als außerordentlicher Schüler ist, dass der Aufnahmsbewerber nach Alter und geistiger Reife zur Teilnahme am Unterricht der betreffenden Schulstufe geeignet ist und wichtige in seiner Person liegende Gründe die Aufnahme rechtfertigen. Die Aufnahme eines ausgeschlossenen Schülers in eine Schule, auf die sich der Ausschluss erstreckt, ist unzulässig. In Berufsschulen können bei Erfüllung dieser Voraussetzungen auch Personen, die nicht schulpflichtig sind, als außerordentliche Schüler aufgenommen werden.
  • Der allgemeinen Schulpflicht unterliegende Kinder sind nur dann als außerordentliche Schüler aufzunehmen, wenn
    • ihre Aufnahme als ordentliche Schüler wegen mangelnder Kenntnis der Unterrichtssprache nicht zulässig ist oder
    • der Schüler zur Ablegung einer Einstufungsprüfung zugelassen wird.
  • Die Aufnahme als außerordentlicher Schüler ist in diesen Fällen höchstens für die Dauer von zwölf Monaten zulässig, wobei im Falle einer Aufnahme während des zweiten Semesters diese Frist erst mit dem folgenden 1. September zu laufen beginnt. Im Falle der mangelnden Beherrschung der Unterrichtssprache kann die Aufnahme als außerordentlicher Schüler für höchstens weitere zwölf Monate erfolgen, wenn die Voraussetzungen für die Aufnahme weiter vorliegen und die ausreichende Erlernung der Unterrichtssprache ohne Verschulden des Schülers nicht möglich war. Nach Beendigung des außerordentlichen Schulbesuches ist der Schüler ohne Rücksicht auf die Sprachkenntnis als ordentlicher Schüler aufzunehmen.
  • Ein weiterer Fall der Aufnahme als außerordentlicher Schüler ist bei Stundung der Aufnahmsprüfung im Falle eines Übertrittes in eine andere Schulart gegeben, wobei die Stundung insgesamt zwölf Monate nicht überschreiten darf.

b) Besuch aller oder einzelner Pflichtgegenstände:

  • Schulpflichtige Kinder, die wegen mangelnder Kenntnis der Unterrichtssprache als außerordentliche Schüler aufgenommen worden sind, haben alle Pflichtgegenstände der betreffenden Schulstufe zu besuchen.
  • Das gleiche gilt für schulpflichtige außerordentliche Schüler, die wegen Zulassung zu einer Einstufungsprüfung als außerordentliche Schüler aufgenommen worden sind; auf ihr Ansuchen können sie jedoch vom Besuch einzelner Pflichtgegenstände befreit werden, wenn sie dem Unterricht in diesen Pflichtgegenständen mangels entsprechender Vorkenntnisse nicht zu folgen vermögen.
  • Alle anderen außerordentlichen Schüler können zum Besuch aller oder einzelner Unterrichtsgegenstände einer oder mehrerer Schulstufen aufgenommen werden.
  • Für nicht mehr schulpflichtige Personen besteht dadurch die Möglichkeit, einzelne Unterrichtsgegenstände (auch verschiedener Schulstufen) als außerordentliche Schüler zu besuchen und auf diese Weise einen eigenen, auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnittenen Studienplan zu erstellen. Die Aufnahme eines nicht schulpflichtigen Aufnahmsbewerbers als außerordentlicher Schüler ist allerdings nur dann zulässig, wenn alle als ordentliche Schüler in Betracht kommenden Aufnahmsbewerber aufgenommen worden sind. Zum Besuch einzelner Unterrichtsgegenstände dürfen außerordentliche Schüler nur dann aufgenommen werden, wenn dadurch keine Klassenteilung (Gruppenteilung) erforderlich ist. Das gilt nicht für Privatschulen.
  • Da sich diese Regelung nur auf den Besuch einzelner Unterrichtsgegenstände bezieht, ist damit nicht nur die Klassenteilung bei Überschreitung der Klassenschülerhöchstzahl, sondern auch die in einzelnen Unterrichtsgegenständen bei einer niedrigeren Schülerzahl vorgesehene Teilung der Klasse gemeint.
  • Nicht schulpflichtig sind Personen, die weder der allgemeinen Schulpflicht gem. §§ 1-3 SchPfIG noch der Berufsschulpflicht gem. §§ 20 und 21 SchPfIG unterliegen. Kinder im schulpflichtigen Alter, die sich nur vorübergehend in Österreich aufhalten und daher nicht der allgemeinen Schulpflicht unterliegen, sind jedoch gemäß § 17 SchPfIG wie Schulpflichtige zum Schulbesuch berechtigt.

c) Leistungsbeurteilung für einzelne Gegenstände:

  • Sollte ein in der Universitätsberechtigungsverordnung genannter Unterrichtsgegenstand (Latein, Griechisch, Darstellende Geometrie, Biologie und Umweltkunde) an einer Schule nicht als Pflichtgegenstand und auch nicht als Freigegenstand geführt werden, ist es zulässig, den betreffenden Unterrichtsgegenstand als außerordentlicher Schüler an einer anderen Schulart zu besuchen. In diesem Fall hat der Schüler gem. § 24 Abs. 2 SchUG das Recht, eine Leistungsbeurteilung zu verlangen. Die in diesem Fall ausgestellte Schulbesuchsbestätigung mit Beurteilung ist die ordnungsgemäße öffentliche Urkunde über den erfolgreichen Besuch des in Betracht kommenden Unterrichtsgegenstandes im Sinne der Universitätsberechtigungsverordnung (Erlass des Bundesministeriums für Unterricht vom 9. Dezember 1985, ZI. 14.081/1-111/4/85).

d) Aufsteigen in die nächste Klasse:

  • Aufnahmsbewerber, die eine Schulstufe als ordentliche Schüler ohne Erfolg besucht haben (also zum Aufsteigen in die nächsthöhere Schulstufe nicht berechtigt sind), dürfen in eine höhere Schulstufe der gleichen Schulart nicht als außerordentliche Schüler aufgenommen werden.
  • Hingegen ist es nicht untersagt, einen außerordentlichen Schüler auch ohne Erfüllen der Voraussetzungen zum Aufsteigen (§ 25 Abs. 1 oder 2) „aufsteigen" zu lassen, wobei der Status „außerordentlicher Schüler" beibehalten wird. Die Entscheidung obliegt dem Schulleiter. Die Kriterien für diese Entscheidung haben sich an den in § 4 Abs. 1 SchUG festgelegten Voraussetzungen zu orientieren (Alter, geistige Reife, wichtige in der Person des Aufnahmsbewerbers liegende Gründe), wobei darüber hinaus die Entwicklungsmöglichkeiten des Schülers in der höheren oder niedrigeren Schulstufe zu berücksichtigen sein werden (Erlass des Bundesministeriums für Unterricht vom 1. August 1995, ZI. 13.261/10-111/4/95).

4. Aufnahmsverfahren:

  • Für die Aufnahme in die erste Stufe der einzelnen Schularten (ausgenommen der Volks- und Sonderschule sowie der Berufsschule) hat der zuständige Bundesminister durch Verordnung die näheren Bestimmungen über das Aufnahmsverfahren festzulegen. Das ist erstmals mit der Verordnung der Bundesministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur über das Verfahren zur Aufnahme in Schulen (Aufnahmsverfahrensverordnung) 2006 geschehen (BGBI. II 317/2006 vom 24. August 2006).
  • Für die Aufnahme in Schulen, für die kein Schulsprengel besteht, sind in der Verordnung für alle Aufnahmsbewerber in gleicher Weise geltende Reihungskriterien festzulegen, wobei jedenfalls auf die bisherigen Leistungen, auf die Wohnortnähe sowie auf einen allfälligen Besuch der Schule durch Geschwister Bedacht zu nehmen ist.
  • In der Verordnung ist weiters an Schulen, für die kein Schulsprengel besteht, der Schulgemeinschaftsausschuss zu ermächtigen, im Hinblick auf die Aufgabe der betreffenden Schulart (Form, Fachrichtung) nähere Bestimmungen über die Reihung festzulegen, wobei hinsichtlich der Eignung der Aufnahmsbewerber auch auf eine allfällige schulautonome Profilbildung und auf allenfalls bestehende Schulkooperationen Bedacht zu nehmen ist (schulautonome Reihungskriterien). Die Fristen für die Anmeldung sind so festzulegen, dass das Aufnahmsverfahren, sofern nicht zwingende Gründe (z. B. die Ablegung von Prüfungen) entgegenstehen, zu Beginn der Hauptferien beendet ist.
  • Über die Aufnahme der angemeldeten Aufnahmsbewerber einschließlich jener, die die Voraussetzungen für die Aufnahme als außerordentlicher Schüler erfüllen, hat der Schulleiter zu entscheiden. Die Aufnahme ist durch Anschlag an der Amtstafel der Schule oder in anderer geeigneter Weise bekanntzugeben. Die Ablehnung der Aufnahme ist dem Aufnahmsbewerber schriftlich unter Angabe der Gründe mitzuteilen.
  • Die vorstehenden Absätze gelten nicht für Privatschulen. Die Aufnahme in eine Privatschule erfolgt durch einen Vertrag des bürgerlichen Rechts zwischen dem Schüler und dem Privatschulerhalter. Wenn jedoch ein Aufnahmsbewerber trotz Nichterfüllung der schulrechtlichen Aufnahmsvoraussetzungen aufgenommen wird, ist der Aufnahmevertrag rechtsunwirksam.
  • Für die Aufnahme in die Vorschulstufe und die erste Stufe der Volksschule sowie die Aufnahme in eine Sonderschule gelten das SchPfIG und das Pflichtschulerhaltungsgesetz des betreffenden Bundeslandes.

a) Antrag auf Aufnahme: 

  • Der Antrag auf Aufnahme ist bei der Schule, deren Besuch in Aussicht genommen wird, so zeitgerecht zu stellen, dass er bis spätestens am zweiten Freitag nach den Semesterferien bei der Schulleitung dieser Schule eingelangt ist. Nach diesem Zeitpunkt einlangende Anträge auf Aufnahme sind nach Maßgabe des Zeitpunktes des Einlangens sowie der organisatorischen Gegebenheiten nach Möglichkeit dennoch zu berücksichtigen oder, wenn dies nicht möglich ist, dem Aufnahmsbewerber unverzüglich und nachweislich rückzuübermitteln.
  • Gleichzeitig mit dem Antrag auf Aufnahme
    • sind die Bekanntgaben zu machen, die von der betreffenden Schule als für die Durchführung des Verfahrens erforderlich verlangt werden,
    • sind das Original und eine Abschrift der Schulnachricht der zum Zeitpunkt der Antragstellung besuchten Schule vorzulegen,
    • ist bekannt zu geben, ob bzw. welche weitere(n) Schulen allenfalls auch in Betracht gezogen werden, und
    • ist eine Rückmeldemöglichkeit (z. B. elektronisch, postalisch, telefonisch, per Fax) anzugeben.
  • Der Antrag auf Aufnahme ist am Original der Schulnachricht der zum Zeitpunkt der Antragstellung besuchten Schule zu bestätigen. Wird zum Zeitpunkt der Antragstellung keine Schule besucht oder wurde keine Schulnachricht ausgestellt, so tritt an die Stelle der Schulnachricht das von der zuletzt besuchten Schule ausgestellte Zeugnis.
  • Die Anträge sind, sofern auf Grund der verfügbaren Schulplätze und der Zahl der Anträge auf Aufnahme nicht allen Antragstellern ein Schulplatz vorläufig zugewiesen werden kann sowie weiters unter Bedachtnahme auf landesrechtliche Bestimmungen über Schulsprengel für öffentliche Pflichtschulen, nach den Kriterien des § 5 Aufnahmsverfahrensverordnung zu reihen (siehe unten). Den Schulbehörden erster Instanz ist bis spätestens am fünften Montag nach den Semesterferien mitzuteilen, wie viele Schulplätze unter Bedachtnahme auf die vorzunehmenden vorläufigen Schulplatzzuweisungen an der betreffenden Schule weiterhin verfügbar bleiben.

b) Zuweisung eines Schulplatzes:

  • Nach Maßgabe der verfügbaren Plätze sowie unter Bedachtnahme auf landesrechtliche Bestimmungen über Schulsprengel für öffentliche Pflichtschulen ist den nach der Reihung geeigneteren Aufnahmsbewerbern bis spätestens am siebenten Montag nach den Semesterferien ein Schulplatz vorläufig zuzuweisen. Bei der Bestimmung der verfügbaren Plätze durch den Leiter der Schule sind jene Plätze, deren Verfügbarkeit im Hinblick auf die Durchführung von Aufnahms- und Wiederholungsprüfungen, auf Anträge von Aufnahmsbewerbern aus anderen Bundesländern sowie aus anderen erfahrungsgemäßen Gründen zu einem späteren Zeitpunkt gewährleistet zu sein hat, auszuschließen.
  • Die vorläufige Zuweisung eines Schulplatzes hat nicht zu erfolgen, wenn
    • die Schulnachricht bzw. das zuletzt ausgestellte Zeugnis in den Pflichtgegenständen Deutsch, Lesen, Schreiben oder Mathematik eine schlechtere Beurteilung als „Gut" aufweist (gilt nur für die Aufnahme in die erste Klasse der HS, NMS und AHS) oder
    • nach den Vermerken am Original der Schulnachricht bzw. des Zeugnisses bereits zuvor ein Antrag auf Aufnahme bei einer oder mehreren anderen Schulen gestellt wurde.
  • Ein vorläufig zugewiesener Schulplatz gilt unter der Bedingung, dass zum Zeitpunkt der Aufnahme die gesetzlichen Aufnahmsvoraussetzungen erfüllt werden, als verbindlich. Die Nichtannahme eines vorläufig zugewiesenen Schulplatzes ist nur gegenüber der ausstellenden Schule zulässig und von dieser der Schulbehörde erster Instanz zur Kenntnis zu bringen.
  • Gleichzeitig mit der vorläufigen Zuweisung eines Schulplatzes sind
    • die zu diesem Zeitpunkt allenfalls besuchte AHS (gilt nur für die Aufnahme in die Polytechnische Schule, in die fünfte Klasse der AHS sowie in die erste Stufe von BMHS und Anstalten der Lehrer und Erzieherbildung mit Jahresgliederung) und die Schulbehörde erster Instanz über die vorläufige Schulplatzzuweisung zu informieren und
    • diejenigen Aufnahmsbewerber, denen kein Schulplatz vorläufig zugewiesen werden konnte, unter gleichzeitiger Bekanntgabe einer bei der Schulbehörde erster Instanz einzurichtenden Informations-Hotline darüber zu informieren, an welchen Schulen Schulplätze verfügbar sind.
  • Die Leiter von Schulen haben Anträge auf Aufnahme von Aufnahmsbewerbern, denen kein Schulplatz vorläufig zugewiesen werden konnte, bis spätestens Ende April entgegenzunehmen und unter Beifügung allfälliger schulautonomer Reihungskriterien der Schulbehörde erster Instanz zur Kenntnis zu bringen. Die Schulbehörde erster Instanz oder in deren Auftrag der Schulleiter hat durch Herstellen der erforderlichen Kontakte zu den in Betracht kommenden Schulleitungen und allenfalls den Aufnahmsbewerbern den nach der Reihung geeigneteren Aufnahmsbewerbern
    • nach Maßgabe der in ihrem örtlichen Wirkungsbereich verfügbaren Schulplätze,
    • unter Bedachtnahme auf weitere allenfalls in Betracht kommende Schulen und andere Wünsche des Aufnahmsbewerbers,
    • unter Bedachtnahme auf die für die Reihung ausschlaggebenden Kriterien und
    • unter besonderer Beachtung allfälliger landesgrenzenüberschreitender Aufnahmsanträge bis spätestens Donnerstag oder Freitag der letzten Woche des Unterrichtsjahres einen Schulplatz vorläufig zuzuweisen.
  • Diejenigen Aufnahmsbewerber, denen kein Schulplatz vorläufig zugewiesen werden konnte, sind - bei Aufnahme in die fünfte Schulstufe unter Hinweis auf die für sie jeweils in Betracht kommende öffentliche Pflichtschule bzw. bei Aufnahme in die neunte Schulstufe im Falle der aufrechten Schulpflicht unter Hinweis auf die für sie jeweils in Betracht kommende öffentliche Polytechnische Schule - darüber zu informieren.
  • Gleichzeitig mit der vorläufigen Zuweisung eines Schulplatzes in der neunten Schulstufe ist die zu diesem Zeitpunkt allenfalls besuchte AHS zu informieren.
  • Sinngemäß gilt das erläuterte Verfahren auch für die Aufnahme in die erste Stufe von Schulen mit Semestergliederung. Für Aufnahmen im Sommersemester sind die Anmeldefristen durch die Schulleitung der jeweiligen Schule festzulegen. Die allenfalls durch die Schulbehörde erster Instanz vorzunehmenden vorläufigen Schulplatzzuweisungen haben statt bis Donnerstag oder Freitag der letzten Woche des Unterrichtsjahres jeweils frühestmöglich zu erfolgen.

c) Reihungskriterien:

  • Die Reihung der Aufnahmsbewerber hat nach Maßgabe der Eignung, der Wohnortnähe und des Besuchs der Schule durch mindestens eine Schwester oder einen Bruder des Aufnahmsbewerbers zu erfolgen.
  • Für die Bewertung der Eignung sind die bisher erbrachten Leistungen sowie im Rahmen von Aufnahms- und Eignungsprüfungen erbrachte Leistungen zu berücksichtigen. Dabei sind für die Aufnahme in die erste Klasse der AHS jedenfalls die Leistungsbeurteilungen in den Pflichtgegenständen Deutsch, Lesen, Schreiben und Mathematik, im Übrigen jedenfalls die Leistungsbeurteilungen in den Pflichtgegenständen Deutsch, Mathematik und Lebende Fremdsprache entsprechend der Beurteilung in der Schulnachricht zu berücksichtigen. Sonstige Leistungen, wie z. B. die Leistungen in anderen Unterrichtsgegenständen, in vorangehenden Schulstufen erbrachte Leistungen und die Leistungsentwicklung, sind nach Maßgabe allfälliger schulautonomer Reihungskriterien zu berücksichtigen.
  • Für die Bewertung der Wohnortnähe ist jedenfalls die Erreichbarkeit einer anderen Schule gleicher Schulart (Schulform, Fachrichtung) zu berücksichtigen (z. B. kürzerer und/oder weniger gefährlicher Schulweg, Verkehrsanbindung, sonstige Infrastruktur), wobei auch die jeweilige Altersstufe mit einzubeziehen ist.
  • Für die Bewertung des Besuches der Schule durch mindestens eine Schwester oder einen Bruder des Aufnahmsbewerbers sind ebenfalls die Wohnortnähe (insbesondere jedoch die Verkehrsinfrastruktur) und die Altersstufe zu berücksichtigen.
  • Die Reihung hat nach den eben genannten Kriterien in einem regional sinnvollen Verhältnis dieser zueinander und nachvollziehbar zu erfolgen, wobei die Reihungskriterien der Wohnortnähe und des Besuches der Schule durch mindestens eine Schwester oder einen Bruder im Verfahren zur Aufnahme in die 9. Schulstufe dem Reihungskriterium der Eignung gegenüber nachzustellen sind.
  • Die LSR / der SSR haben, wenn es im Hinblick auf den Einzugsbereich der Schulen und die regionalen Gegebenheiten erforderlich ist, für ihren Zuständigkeitsbereich ein regionales Konzept zu erstellen und dieses bei Bedarf (nach Häufigkeit von Landesgrenzen überschreitendem Schulbesuch) untereinander sowie hinsichtlich der Zentrallehranstalten mit dem BMUKK abzustimmen. Das regionale Konzept ist bei der Beratung und Beschlussfassung über schulautonome Reihungskriterien zu Grunde zu legen.
  • Erfolgt keine Festlegung von schulautonomen Reihungskriterien und können an Schulen, für die kein Schulsprengel besteht, aus Platzgründen nicht alle Aufnahmsbewerber aufgenommen werden, so sind jene abzuweisen, deren Schulweg zu einer anderen Schule gleicher Schulart (Schulform, Fachrichtung) kürzer oder weniger gefährlich und deren Aufnahme in diese Schule möglich ist. Diese Gründe für eine Abweisung sind jedoch nicht anzuwenden, wenn mindestens ein Bruder oder eine Schwester des Aufnahmsbewerbers bereits Schüler bzw. Schülerin der betreffenden Schule ist. Wenn unter Bedachtnahme darauf nicht alle Aufnahmsbewerber in eine Schule, für die kein Schulsprengel besteht, aufgenommen werden können, sind alle Aufnahmsbewerber nach ihrer Eignung zu reihen.
  • Für Schulen, für die kein Schulsprengel besteht, kann der Schulgemeinschaftsausschuss, an Praxishauptschulen und Neuen Praxismittelschulen das Schulforum, unter Bedachtnahme auf die Aufgabe der betreffenden Schulart (Schulform, Fachrichtung) sowie weiters unter Zugrundelegung eines allfälligen regionalen Konzeptes und allenfalls bestehender Schulprogramme, schulautonomer Schwerpunktsetzungen und Profilbildungen oder Schulkooperationen nähere Bestimmungen über die Reihung festlegen.

d) Termine und Fristen: 

  • Alle genannten Termine und Fristen beziehen sich auf das der Aufnahme unmittelbar vorangehende Schuljahr. Fällt das Ende einer Frist auf einen schulfreien Tag (ausgenommen schulautonome Tage), so ist der nächste Schultag als letzter Tag der Frist anzusehen.
  • Wenn es wegen der zu erwartenden Zahl von Anträgen auf Aufnahme von Aufnahmsbewerbern aus anderen Bundesländern oder im Hinblick auf die bundesländerweise unterschiedliche Terminisierung der Semesterferien erforderlich ist, kann die Schulbehörde erster Instanz für einzelne Schulen oder für das gesamte Bundesland abweichende Termine und Fristen festlegen.
  • Die Prüfungstermine für die Eignungsprüfungen sind durch die Schulbehörde erster Instanz, an allgemein bildenden Pflichtschulen durch die Schulbehörde zweiter Instanz, festzulegen.
  • Aufnahmsprüfungen haben am Dienstag und Mittwoch in der letzten Woche des Unterrichtsjahres stattzufinden.
  • Wenn der Aufnahmsbewerber an den genannten Terminen aus wichtigen Gründen nicht zur Prüfung antreten kann bzw. diese nicht ablegen kann, hat der Schulleiter auf Ansuchen des Aufnahmsbewerbers einen abweichenden, auf den Grund der Verhinderung Bedacht nehmenden Termin festzulegen.

5. Aufnahme in die erste Klasse einer AHS:

  • Die Aufnahme in die erste Klasse einer AHS setzt gem. § 40 Abs. 1 SchOG voraus, dass die vierte Stufe der Volksschule erfolgreich abgeschlossen wurde und die Beurteilung in Deutsch, Lesen, Schreiben sowie Mathematik für die vierte Schulstufe mit „Sehr gut" oder „Gut" erfolgte. Die Beurteilung mit „Befriedigend" in diesen Pflichtgegenständen steht der Aufnahme nicht entgegen, sofern die Schulkonferenz der Volksschule feststellt, dass der Schüler auf Grund seiner sonstigen Leistungen mit großer Wahrscheinlichkeit den Anforderungen der AHS genügen wird. Aufnahmsbewerber, die diese Voraussetzung nicht erfüllen, haben eine Aufnahmsprüfung in Deutsch und/oder Mathematik abzulegen.
  • Abweichend von den vorstehenden Bestimmungen setzt die Aufnahme von Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf den Besuch der vierten Stufe der Volksschule oder der entsprechenden Stufe der Sonderschule für die Aufnahme in die erste Klasse einer AHS voraus.
  • Zur Aufnahmsprüfung in die AHS vergleiche im Übrigen das Stichwort „Aufnahmsprüfung an AHS"!

6. Aufnahme in eine höhere Klasse einer AHS:

a) Übertritt aus der ersten, zweiten oder dritten Klasse einer Hauptschule:

  • Schüler der Hauptschule, deren Jahreszeugnis für die erste, zweite oder dritte Klasse den Vermerk enthält, dass sie im nächsten Unterrichtsjahr in den leistungsdifferenzierten Pflichtgegenständen die höchste Leistungsgruppe zu besuchen haben, und in den übrigen Pflichtgegenständen eine Beurteilung aufweist, die nicht schlechter als „Befriedigend" ist, sind gem. § 40 Abs. 2 SchOG berechtigt, zu Beginn des folgenden Schuljahres in die zweite, dritte bzw. vierte Klasse einer AHS überzutreten.
  • Aufnahmsbewerber, die diese Voraussetzung nicht erfüllen, haben aus jenen Pflichtgegenständen, in denen die Voraussetzungen nicht erfüllt werden, eine Aufnahmsprüfung abzulegen. Eine Aufnahmsprüfung entfällt, sofern das Jahreszeugnis die Feststellung enthält, dass die Schulstufe „mit ausgezeichnetem Erfolg" abgeschlossen wurde (§ 22 Abs. 2 lit. g SchUG). Eine Aufnahmsprüfung ist jedenfalls in der Fremdsprache abzulegen, die der Schüler bisher nicht besucht hat, wenn diese in der angestrebten Klasse der AHS weiterführend unterrichtet wird.
  • Zur Aufnahmsprüfung siehe das Stichwort „Aufnahmsprüfung an AHS"!
  • Abweichend von den vorstehenden Bestimmungen setzt die Aufnahme von Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf in die zweite, dritte oder vierte Klasse einer AHS den Besuch der vorhergehenden Stufe der Haupt- oder Sonderschule voraus.

b) Übertritt aus der ersten, zweiten oder dritten Klasse einer NMS:

  • Schüler der Neuen Mittelschule sind gem. § 40 Abs. 2a SchOG berechtigt, bei erfolgreichem Abschluss der ersten, zweiten und dritten Klasse unter den folgenden Voraussetzungen zu Beginn des folgenden Schuljahres in die jeweils nächsthöhere Klasse einer AHS überzutreten:
    • Nach erfolgreichem Abschluss der ersten und zweiten Klasse, sofern das Jahreszeugnis in den Gegenständen Deutsch, Mathematik und Lebende Fremdsprache ein „Sehr gut" oder ein „Gut" aufweist. Aufnahmsbewerber, die diese Voraussetzungen nicht erfüllen, haben aus jenen Pflichtgegenständen, in denen die Voraussetzungen nicht erfüllt werden, eine Aufnahmsprüfung abzulegen
    • Nach erfolgreichem Abschluss der dritten Klasse, sofern das Jahreszeugnis ausweist, dass der Schüler in allen differenzierten Pflichtgegenständen nach den Anforderungen der Vertiefung beurteilt wurde oder - sofern dieser in (nur) einem differenzierten Pflichtgegenstand nach den Anforderungen der grundlegenden Allgemeinbildung beurteilt wurde - die Klassenkonferenz der NMS feststellt, dass der Schüler auf Grund seiner sonstigen Leistungen mit großer Wahrscheinlichkeit den Anforderungen der AHS genügen wird. Dabei hat die Klassenkonferenz die Beurteilungen in den übrigen Unterrichtsgegenständen sowie die ergänzende differenzierende Leistungsbeschreibung (gemäß § 22 Abs. la SchUG) zu berücksichtigen. Anderenfalls ist aus jenen differenzierten Pflichtgegenständen, in denen die Voraussetzungen nicht erfüllt werden, eine Aufnahmsprüfung abzulegen.
  • Haben Aufnahmsbewerber einen Gegenstand, der in der angestrebten Klasse der AHS weiterführend unterrichtet wird, bisher nicht besucht, ist in diesem Gegenstand eine Aufnahmsprüfung abzulegen.
  • Zur Aufnahmsprüfung siehe das Stichwort „Aufnahmsprüfung an AHS"!
  • Abweichend von den vorstehenden Bestimmungen setzt die Aufnahme von Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf in die zweite, dritte oder vierte Klasse einer AHS den Besuch der vorhergehenden Stufe der NMS oder der Sonderschule voraus.

c) Aufnahme in die fünfte Klasse der AHS:

  • Schüler der vierten Klasse der Hauptschule und Schüler der Polytechnischen Schule auf der neunten Schulstufe, deren Jahreszeugnis in den leistungsdifferenzierten Pflichtgegenständen in der höchsten Leistungsgruppe eine positive Beurteilung oder in der mittleren Leistungsgruppe keine schlechtere Beurteilung als „Gut" und in den übrigen Pflichtgegenständen eine Beurteilung aufweist, die nicht schlechter als „Befriedigend" ist, sind gem. § 40 Abs. 3 SchOG berechtigt, am Beginn des folgenden Schuljahres in die fünfte Klasse einer AHS überzutreten.
  • Die Beurteilung eines leistungsdifferenzierten Pflichtgegenstandes in der mittleren Leistungsgruppe mit „Befriedigend" steht der Aufnahme nicht entgegen, sofern die Klassenkonferenz feststellt, dass der Schüler auf Grund seiner sonstigen Leistungen mit großer Wahrscheinlichkeit den Anforderungen der Oberstufe der AHS genügen wird.
  • Aufnahmsbewerber, die diese Voraussetzungen nicht erfüllen, haben aus jenen Pflichtgegenständen, in denen die Voraussetzungen nicht erfüllt werden, eine Aufnahmsprüfung abzulegen. Eine Aufnahmsprüfung entfällt, sofern das Jahreszeugnis die Feststellung enthält, dass die Schulstufe „mit ausgezeichnetem Erfolg" abgeschlossen wurde (§ 22 Abs. 2 lit. g SchUG). Eine Aufnahmsprüfung ist jedenfalls in der Fremdsprache abzulegen, die der Schüler bisher nicht besucht hat, wenn diese in der angestrebten Klasse der AHS weiterführend unterrichtet wird.
  • Schüler der NMS sind gem. § 40 Abs. 3a SchOG berechtigt, bei erfolgreichem Abschluss der vierten Klasse zu Beginn des folgenden Schuljahres in eine höhere Klasse einer AHS überzutreten, sofern die Berechtigung zum Übertritt in eine höhere Schule vorliegt. Diese liegt vor, wenn der Schüler in allen differenzierten Pflichtgegenständen das Bildungsziel der Vertiefung erreicht hat, oder - sofern dies auf (nur) einen differenzierten Pflichtgegenstand nicht zutrifft - die Klassenkonferenz der NMS feststellt, dass der Schüler auf Grund seiner sonstigen Leistungen mit großer Wahrscheinlichkeit den Anforderungen einer höheren Schule genügen wird. Dabei hat die Klassenkonferenz die Beurteilungen in den übrigen Unterrichtsgegenständen sowie die ergänzende differenzierende Leistungsbeschreibung (gemäß § 22 Abs. la SchUG) zu berücksichtigen.
  • Liegt die Berechtigung zum Übertritt in eine höhere Schule nicht vor, ist aus jenen differenzierten Pflichtgegenständen, in denen die Voraussetzungen nicht erfüllt werden, eine Aufnahmsprüfung abzulegen. Eine Aufnahmsprüfung ist jedenfalls in der Fremdsprache abzulegen, die der Schüler bisher nicht besucht hat, wenn diese in der angestrebten Klasse der AHS weiterführend unterrichtet wird.
  • Schüler der Volksschuloberstufe haben vor Aufnahme in die AHS eine Aufnahmsprüfung abzulegen.
  • Hinsichtlich der Aufnahmsprüfung in die AHS vgl. das diesbezügliche Stichwort!
  • Die Aufnahme in die Übergangsstufe eines Oberstufenrealgymnasiums setzt die erfolgreiche Erfüllung der ersten acht Jahre der allgemeinen Schulpflicht voraus. Bei erfolgreichem Abschluss der Übergangsstufe entfällt die Ablegung einer Aufnahmsprüfung in die fünfte Klasse des Oberstufenrealgymnasiums.
  • DasAufbaugymnasium und dasAufbaurealgymnasium umfassen eine vierjährige Oberstufe; eine einjährige Übergangsstufe kann eingerichtet werden. Sie sind vornehmlich für Schüler bestimmt, die nach erfolgreichem Abschluss der acht Schulstufen der Volksschule das Bildungsziel einer AHS erreichen wollen. Bei größeren Altersunterschieden sind gesonderte Klassen zu führen. Die Aufnahme in dasAufbaugymnasium oderAufbaurealgymnasium erfordert die Erfüllung der Voraussetzungen, die Schüler der vierten Klasse der Hauptschule, der Polytechnischen Schule bzw. der Volksschuloberstufe zu erfüllen haben. Die Ablegung einer Aufnahmsprüfung entfällt bei erfolgreichem Abschluss der Übergangsstufe.
  • Die Aufnahme in ein Gymnasium für Berufstätige oder Realgymnasium für Berufstätige oder Wirtschaftskundliches Realgymnasium für Berufstätige erfordert die Erfüllung der in gemäß § 37 Abs. 3 SchUG genannten Voraussetzungen (erfolgreicher Abschluss der achten Schulstufe, Vollendung des 17. Lebensjahres spätestens im Kalenderjahr der Aufnahme, abgeschlossene Berufsausbildung oder Eintritt in das Berufsleben).
  • Für die Aufnahme in das Realgymnasium für Berufstätige an der Theresianischen Militärakademie gemäß § 37 Abs. 4 SchUG gelten neben den dort genannten Voraussetzungen (für Militärpersonen, für Beamte und Vertragsbedienstete in Unteroffiziersfunktion sowie für Wehrpflichtige, die den Wehrdienst als Zeitsoldat leisten) die Voraussetzungen für die Aufnahme in ein Oberstufenrealgymnasium sinngemäß.
  • Für die Aufnahme in eine Sonderform (AHS unter besonderer Berücksichtigung der musischen oder der sportlichen Ausbildung, Werkschulheim) gelten die hier beschriebenen Bestimmungen sinngemäß, wobei die Aufnahme in Schulen unter besonderer Berücksichtigung der musischen oder der sportlichen Ausbildung die im Hinblick auf die besondere Aufgabe der Sonderform erforderliche Eignung, welche durch eine Eignungsprüfung festzustellen ist, voraussetzt.
  • Der erfolgreiche Abschluss der achten Schulstufe bzw. die erfolgreiche Erfüllung der ersten acht Jahre der allgemeinen Schulpflicht als Voraussetzung für die Aufnahme in die erste Stufe einer mittleren oder höheren Schule ist gem. § 28 Abs. 3 SchUG gegeben, wenn
    • das Jahreszeugnis der achten Stufe der Volksschule, der vierten Stufe der Hauptschule oder der NMS oder der vierten oder der fünften Stufe der AHS in allen Pflichtgegenständen (ausgenommen in den Pflichtgegenständen Latein/Zweite lebende Fremdsprache und Geometrisches Zeichnen sowie in zusätzlichen schulautonomen Pflichtgegenständen und in besonderen Pflichtgegenständen an Schulen unter besonderer Berücksichtigung der musischen oder der sportlichen Ausbildung) eine Beurteilung aufweist und in keinem dieser Pflichtgegenstände die Note „Nicht genügend" enthält oder
    • der Schüler nach mindestens achtjähriger Schullaufbahn einen ausländischen Schulbesuch erfolgreich abgeschlossen hat; wenn das Zeugnis über den ausländischen Schulbesuch keinen Nachweis über den positiven Abschluss in Deutsch enthält, ist eine Externistenprüfung über den Lehrstoff des Unterrichtsgegenstandes Deutsch in der Hauptschule abzulegen.
  • Ferner ist der erfolgreiche Abschluss der achten Schulstufe bzw. die Erfüllung der ersten acht Jahre der allgemeinen Schulpflicht gegeben, wenn der Schüler nach erfolgreichem Abschluss der siebenten Schulstufe der Volksschule oder der dritten Klasse der Hauptschule oder der NMS oder der dritten Klasse der AHS die Polytechnische Schule erfolgreich abgeschlossen hat. Die vorstehenden Bestimmungen finden keine Anwendung bei Aufnahme eines Schülers mit sonderpädagogischem Förderbedarf in eine Haushaltungsschule auf Grund des § 8a Abs. 1 SchPfIG.

(Zuletzt aktualisiert: April 2013)

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LehrerInnen verdienen höchste Wertschätzung:

„‚Wegen des Geldes‘ wird man nicht LehrerIn, wegen der tollen ‚Work-Life-Balance‘ wohl auch nicht. 50 bis 80 Stunden pro Woche für die Schule zu arbeiten, empfinden viele von uns als ganz normal.“
Mag. Gudrun Pennitz, designierte ÖPU-Vorsitzende, ÖPU-Nachrichten vom Juni 2019, S. 6

Absage an den Wiener Bildungsdirektor Himmer:

„Zwischen dem Aussprechen von Verboten und dem Schulverweis als letzter Maßnahme müsse es noch andere Möglichkeiten geben, auf Gewalt zu reagieren. ‚Die Rolle des Lehrers zu schwächen, ist der falsche Weg.‘“
Maria Hutter, Bildungslandesrätin Salzburgs, Salzburger Nachrichten online am 6. Juni 2019 

Elternhaus erste und wichtigste Bildungsinstitution:

„Kein Schulwesen der Welt kann ausgleichen, was Eltern ihren Kindern, warum auch immer, schuldig bleiben. Keine Schule kann so schlecht sein, um zu zerstören, was Eltern als erste und wichtigste LehrerInnen aufgebaut haben. Diese große Verantwortung sollte jungen Menschen, die ein Kind in die Welt setzen, bewusst sein. Diese große Verantwortung sollte möglichst allen bewusst gemacht werden!“
Mag. Gudrun Pennitz, designierte ÖPU-Vorsitzende, VCLnews vom Juni 2019, S. 11

„Immenser Stressfaktor“:

„Verhaltensauffälligkeiten von SchülerInnen UND Eltern nehmen nicht nur zu, sondern Dimensionen an, die zu einem immensen Stressfaktor geworden sind. Es ist das Gefühl, damit allein gelassen zu sein, das so viele Betroffene davon abhält, darüber zu sprechen und sich selbstverständlich Unterstützung bei Vorgesetzten zu holen.“
Mag. Gudrun Pennitz, designierte ÖPU-Vorsitzende, ÖPU-Nachrichten vom Juni 2019, S. 7

Schule braucht Unterstützung:

„Schulinterne Verhaltensvereinbarungen, Gespräche in der Direktion und die bloße ‚Androhung eines Ausschlusses‘ sind dort zahnlos, wo jemand seine Mitmenschen bewusst psychisch oder physisch schädigen will. Für solche Extremfälle braucht es daher spürbare Konsequenzen (von Wiedergutmachung bis zum Verlust des Schulplatzes) und eine besonders enge Kooperation zwischen Elternhaus und Schule, notfalls unter Einbindung des Jugendamtes.“
Dir. Mag. Isabella Zins, Bundesvorsitzende der AHS-DirektorInnen und stv. Vorsitzende der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“, VCLnews vom Juni 2019, S. 21

Folgen politischer Ignoranz:

„Die in der Gesellschaft zunehmende Gewaltbereitschaft wird auch in die Schulen hineingetragen. Vielfach trauen sich Lehrer nicht, über undiszipliniertes, respektloses und entwürdigendes Verhalten der Schüler zu berichten. Man schaut zu lange weg, kehrt die Probleme unter den Teppich und sucht den Grund für das Fehlverhalten der Schüler oft beim Lehrer.“
MMMag. Gertraud Salzmann, Bundesobfrau der VCL und Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft, VCLnews vom Juni 2019, S. 5

Interventionsinstrumente nötig:

„Pünktlichkeit, das Einhalten von Terminen und eine ernsthafte Arbeitshaltung sollten als Selbstverständlichkeit vorausgesetzt werden. Und wenn dem nicht so ist, müssen wir den Lehrenden Instrumente in die Hand geben, die dies zu erreichen versuchen.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, VCLnews vom Juni 2019, S. 9

„Under pressure“ (Lehrerbelastungsstudie 2019):

„Fast jeder zweite Lehrer in Wien und Niederösterreich leidet darunter, dass es zu wenig Sanktionsmöglichkeiten für undisziplinierte Schüler gibt.“
Niederösterreichische Nachrichten online am 14. Mai 2019

Schluss mit dem Sparen an der Schule!

„‚Wenn ein Schüler suspendiert wird, sitzt er nur drei Wochen zu Hause. In einer Timeout-Klasse wird mit ihm gearbeitet.‘ Für diese Aufgabe brauche es aber eben auch speziell geschultes Personal. Zusätzlich.“
Dir. Mag. Isabella Zins, Bundesvorsitzende der AHS-DirektorInnen und stv. Vorsitzende der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“, Der Standard online am 16. Mai 2019

Wertschätzung und Vertrauen!

„Unseren Lehrerinnen und Lehrern, die tagtäglich in den Schulklassen stehen und in den heterogenen Klassen vor großen Herausforderungen stehen, müssen wir wieder viel mehr Wertschätzung und viel mehr Vertrauen entgegenbringen.“
NR-Abg. MMMag. Gertraud Salzmann, Bundesobfrau der VCL und Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft, Nationalratssitzung vom 15. Mai 2019

Kein Platz für Gewalt!

„Psychische und physische Gewalt darf an unseren Schulen keinen Platz haben. […] Ein Verhalten, das andere schikaniert, entwürdigt, darf nicht hingenommen werden.“
NR-Abg. MMMag. Gertraud Salzmann, Bundesobfrau der VCL und Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft, Nationalratssitzung vom 15. Mai 2019

Ein schlimmes Jahrzehnt „Schulpolitik“ beenden!

„Ganz wichtig wäre das Unterstützungspersonal. Es hat im Jahr 2008 Österreich auch an der TALIS-Studie teilgenommen. Da wurden die Rahmenbedingungen für Lehrkräfte untersucht. Da ist Österreich wirklich als Schlusslicht dagestanden. Und dann sind wir aus der Studie ausgestiegen. […] Da wird man auf jeden Fall ansetzen müssen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das kostenneutral funktioniert.
Dir. Mag. Isabella Zins, Bundesvorsitzende der AHS-DirektorInnen und stv. Vorsitzende der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“, Ö1-Morgenjournal vom 14. Mai 2019 

Riesiger Rückstand bei den Rahmenbedingungen:

„‚Das Verhältnis von Lehrkräften zu pädagogisch-unterstützendem Personal beträgt 29:1 und jenes von Lehrkräften zu administrativem Personal 25:1.‘ Im Vergleich dazu kommt etwa in Dänemark auf zehn Lehrpersonen eine Supportstelle. Der OECD/EU-Schnitt liegt bei 16:1. Würde sich Österreich an diesem orientieren, so müssten hierzulande an die 13.500 zusätzliche Posten im Schulsupport geschaffen werden, wiederholt Kimberger eine langjährige Gewerkschaftsforderung.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Der Standard online am 24. April 2019

Keine Toleranz gegenüber Gewalt!

„Für gewalttätiges Verhalten in der Schule darf es keine Toleranz geben.“
Mag. Elisabeth Rosenberger, Präsidentin des Bundeselternverbands (BEV), Presseaussendung vom 13. Mai 2019 

Pädagogische Interventionsmittel notwendig:

„Wenn die Gespräche mit Lehrkräften, Klassenvorstand, Eltern, Direktion nichts nützen, dann gibt’s im Moment wirklich nur Zahnloses. […] Wenn man gesehen hat, wie diese Schüler agieren, dann hat man das Gefühl: Die wissen, es passiert ihnen nichts. Die fühlen sich so sicher in ihrem Verhalten, dass sie tun und lassen können, was sie wollen. Da braucht die Schule auf jeden Fall stärkere Maßnahmen.“
Dir. Mag. Isabella Zins, Bundesvorsitzende der AHS-DirektorInnen und stv. Vorsitzende der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“, Ö1-Morgenjournal vom 14. Mai 2019

Der Gewalt keinen Nährboden!

„Zwar handle es sich um eine Minderheit, die Lehrer terrorisiere, trotzdem müsse mit voller Stärke durchgegriffen werden. Auch der Rechtsstaat sei bei derartigen Übergriffen gefragt. ‚Gewalt in der Schule – egal von welcher Seite – müssen wir unterbinden. Sonst ist es in zehn Jahren kein Schulproblem, sondern ein gesellschaftliches Problem.‘“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Kurier online am 6. Mai 2019

857 „Einzelfälle“ …

„Laut Ministerium gab es vergangenes Schuljahr österreichweit 857 Polizeieinsätze an Schulen – die meisten in Wien und die meisten wegen Konflikten unter Schülern.“
Die Presse online am 7. Mai 2019

Leider viel zu lang:

„Schon lang gehört Lehrer-Bashing zum guten Ton. Dabei wird völlig vergessen, dass das stetig sinkende gesellschaftliche Ansehen der Lehrer für Österreich zunehmend zum Problem wird. Das macht sich in den Klassenzimmern bemerkbar, wenn Schüler ihren Lehrern keinen Funken Respekt mehr entgegenbringen, weil die Eltern in den Gesprächen zu Hause aus ihrer Ablehnung gegenüber den Pädagogen kein Geheimnis machen.“
Mag. Julia Neuhauser, Die Presse online am 30. Juni 2016

Offen und ehrlich gefragt:

„Wer übernimmt die Verantwortung für all den Kram, den wir in den letzten Jahren ausbaden mussten?“
Dr. Matthias Burchardt, Bildungsphilosoph, GBW-Tagung „Time for Change? Teil II: Im Hamsterrad. Schule zwischen Überlastung und Anpassungsdruck“, Bergische Universität Wuppertal am 4. Mai 2019