Sonderurlaub

Rechtsgrundlage: BDG 74; VBG 29a, RS BMU 29/02 ergänzt durch die RS 8/03 und 13/03, Erlass des BMU vom 7.4.1971 Zl. 805.847-Pers/71.

  • Siehe auch "Pflegefreistellung"
  • Dem Beamten bzw. Vertragsbediensteten kann auf sein Ansuchen aus wichtigen persönlichen oder familiären Gründen oder aus einem sonstigen besonderen Anlass ein Sonderurlaub gewährt werden.
  • Für die Zeit des Sonderurlaubes behält der Beamte den Anspruch auf die vollen Bezüge, die Mehrdienstleistungen entfallen.
  • Der Sonderurlaub darf nur gewährt werden, wenn keine zwingenden dienstlichen Erfordernisse entgegenstehen und darf die dem Anlass angemessene Dauer nicht übersteigen.
  • Laut Erlass gelten folgende Richtlinien (als Höchstausmaße!):
bis zu 3 Werktage bei:         Heirat
Tod des Gatten/der Gattin
Geburt eines Kindes
Übersiedlung bei Versetzung an einen anderen Dienstort
Vorbereitung auf Prüfungen (z.B. Lehramtsprüfung)
(wenn Anstellungs- oder Definitivstellungserfordernis);
zusätzlich bis zu 10 Werktage durch LSR und die
Prüfungstage
bis zu 2 Werktage bei: Tod von Eltern, Kindern oder
im Haushalt lebenden Familienangehörigen
1 Werktag bei:      Heirat von Geschwistern
Heirat von Kindern
eigener silbener Hochzeit
goldener Hochzeit der Eltern
Tod von Geschwistern, Schwiegereltern, Großeltern
Wohnungswechsel im Dienstort/Wohnort
  • Die Teilnahme an einem Schulungskurs der Gewerkschaft fällt ebenfalls unter die Sonderurlaubsbestimmungen, wobei der Antrag von der Gewerkschaft zu stellen ist.    
  • Das Mitwirklungsrecht der PV bei Sonderurlauben ist im PVG §9 Abs.1 lit g geregelt.
  • Die Gewährung eines Sonderurlaubes, der ununterbrochen mehr als drei Monate dauern soll, bedarf der Zustimmung des Bundeskanzlers und des Bundesministers für Finanzen.

(Letzte Aktualisierung: Jänner 2008)


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