Administrator

Rechtsgrundlage: § 56 Abs. 7 SchUG, §§ 57 Abs. 2, 3 und 6, 59c und 59d GehG und § 9 Abs. 1 und 2 BLVG.

1. Bestellung und Aufgaben:

  • Die Bestellung eines Administrators ist nur an höheren oder selbständig geführten mittleren Schulen zulässig, die mindestens acht Klassen aufweisen und an denen weder Direktor-Stellvertreter noch Abteilungsvorstände vorgesehen sind. Eine solche Bestellung ist weiters zulässig an Bildungsanstalten für Kindergartenpädagogik und für Sozialpädagogik, wenn diese Anstalten mindestens acht Klassen aufweisen. Die Bestellung mehrerer Lehrer an einer Schule ist unzulässig. Gruppen im Rahmen des Betreuungsteiles ganztägiger Schulformen und vergleichbarer Betreuungsteile sind bei der Ermittlung der Zahl der Klassen nicht zu berücksichtigen.
  • Dem Administrator obliegt die Wahrnehmung jener Verwaltungsaufgaben, die in engem Zusammenhang mit der pädagogischen Arbeit in der Schule stehen.

2. Abgeltung:

  • Die Abgeltung besteht meist aus zwei Teilen - jedenfalls aus einer Einrechnung in die Lehrverpflichtung und meist auch aus einer Zulage.
  • Die Tätigkeit des Lehrers, der mit der verwaltungsmäßigen Unterstützung des Direktors betraut ist, wird als eine halbe Wochenstunde der Lehrverpflichtungsgruppe III (also mit 0,525 WE) je Klasse der Schule in die Lehrverpflichtung eingerechnet. Gruppen im Rahmen des Betreuungsteiles ganztägiger Schulformen und vergleichbarer Betreuungsteile sind bei der Ermittlung der Zahl der Klassen nicht zu berücksichtigen.
  • Zusätzlich gebührt dem Administrator an Schulen mit mindestens zwölf Klassen eine Dienstzulage. Sie beträgt, wenn an einer solchen Schule
    - auch ein Fachvorstand vorgesehen ist (An AHS ist das nicht der Fall.), 33 %,
    - kein Fachvorstand vorgesehen ist, 50
    der Dienstzulage, die dem Lehrer gebühren würde, wenn er Leiter seiner Schule wäre. Administratoren von Schulen mit acht bis elf Klassen erhalten daher keine Dienstzulage, wohl aber die Einrechnung in die Lehrverpflichtung.
  • Für die Höhe der Administratorenzulage sind drei Faktoren ausschlaggebend:
    1. Die Gehaltsstufe des Administrators: Je nach Gehaltsstufe gebührt die entsprechende Zulagenstufe.
    Zulagenstufe 1: Gehaltsstufe 2 bis 9
    Zulagenstufe 2: Gehaltsstufe 10 bis 13
    Zulagenstufe 3: ab Gehaltsstufe 14
    2. Die Dauer der Funktionsausübung: Je nach Dauer der Funktionsausübung gebührt eine prozentuell erhöhte Administratorenzulage.
    115 %: nach 6 Jahren Funktionsausübung
    125 %: nach 10 Jahren Funktionsausübung
    140 %: nach 14 Jahren Funktionsausübung
    3. Die Größe der Schule: Je nach Größe der Schule gebührt die entsprechende Dienstzulagengruppe.
    Zulagengruppe 1 + 15 % bei mehr als 30 Klassen
    Zulagengruppe 1 + 7,5 % bei 23 bis 30 Klassen
    Zulagengruppe 1 bei 13 bis 22 Klassen
    Zulagengruppe II bei 12 Klassen
  • Die Dienstzulage des Administrators ist Bestandteil des Monatsbezuges und wird 14x jährlich ausbezahlt. Sie ist sozialversicherungs- und lohnsteuerpflichtig wie das Grundgehalt und erhöht bei Beamten und Vertragsbediensteten die Beitragsgrundlage für die Pensionsberechnung.

(Zuletzt aktualisiert: Mai 2012)


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