Pensionsbeitrag

Rechtsgrundlage: § 22 GehG in der aktuellen und in der am 31. Dezember 2004 geltenden Fassung.

  • Nur Beamte zahlen einen Pensionsbeitrag. (Vertragslehrer zahlen einen Pensionsversicherungsbeitrag.) Für den Pensionsbeitrag der meisten Beamten gibt es keine Höchstbeitragsgrundlage
  • Als nicht „harmonisierte" Beamte bezeichne ich Personen, die vor dem 1. Jänner 1955 geboren und vor dem 1. Jänner 2005 ins öffentlich-rechtliche Dienstverhältnis übernommen worden sind.
  • Als „harmonisierte" Beamte bezeichne ich Personen, die nach dem 31. Dezember 1954 geboren sind, vor dem 1. Jänner 2005 in das öffentlich-rechtliche Dienstverhältnis zum Bund aufgenommen worden sind und sich am 31. Dezember 2004 im Dienststand befunden haben.
  • Für Beamte (egal welchen Jahrgangs), die nach dem 31.Dezember 2004 in das öffentlich-rechtliche Dienstverhältnis zum Bund aufgenommen worden sind oder noch aufgenommen werden, hat das Beamtenpensionsrecht praktisch keine Bedeutung. Für sie gelten die entsprechenden sozialversicherungsrechtlichen Vorschriften insbesondere des ASVG und des APG. Sie sind also Vertragslehrern gleichen Alters in pensionsrechtlicher Sicht völlig gleichgestellt.

a) Nicht „harmonisierte" Beamte:

  • Personen, die vor dem 1. Jänner 1955 geboren wurden, sind von der „Harmonisierung" nicht betroffen. Beamte, die in diese Personengruppe fallen, zahlen einen Pensionsbeitrag in der Höhe von 12,55% des Grundbezuges und allfälliger ruhegenussfähiger Zulagen (z.B. die Zulage der Schulleiter, Administratoren und Erzieher). Für den Kinderzuschuss wird kein Pensionsbeitrag gezahlt.
  • Von den anspruchsbegründenden Nebengebühren (z.B. Überstundenvergütung, Vergütung für die Führung der Klassenvorstandsgeschäfte, Vergütung für Kustodiate und Nebenleistungen; siehe „Nebengebühren") hat der Beamte ebenfalls einen Pensionsbeitrag zu entrichten. Der Pensionsbeitrag beträgt (nach einer Übergangsregelung zwischen 2003 bis 2013) seit dem 1.Jänner 2014 11,05% der anspruchsbegründenden Nebengebühren.
  • Von den Sonderzahlungen („13. und 14. Monatsgehalt") ist ein Pensionsbeitrag in der Höhe von 12,55 % zu entrichten.

b) „Harmonisierte" Beamte:

  • Bei „harmonisierten" Beamte hängt die Höhe des Pensionsbeitrages vom Geburtsjahr ab. Für Personen des Jahrganges 1959 ist sogar das Geburtsdatum entscheidend.
  • Bis Ende 2004 mussten zwei Fälle unterschieden werden:
    • Wurde der Beamte vor dem 2. Dezember 1959 geboren, betrug der Pensionsbeitrag 12,55% des Grundbezugs und allfällige ruhegenussfähige Zulagen.
    • Wurde der Beamte nach dem 1.Dezember 1959 geboren, betrug der Pensionsbeitrag 11,05% des Grundbezugs und allfällige ruhegenussfähige Zulagen.
  • Der Pensionsbeitrag beträgt für Beamte der in der folgenden Tabelle angeführten Geburtsjahrgänge den sich aus der folgenden Tabelle (siehe unten) ergebenden Prozentsatz der Bemessungsgrundlage:
  anstelle des für sie im Jahr 2004 für den
Monatsbezug maßgeblichen Beitragssatzes
von12,55%
anstelle des für sie im Jahr 2004 für den
Monatsbezug maßgeblichen Beitragssatzes
von 11,05%
 Der Beitragssatz beträgt für
Beamte der Geburtsjahrgänge
für Bezugsteile bis zur
monatlichen Höchst-
beitragsgrundlage
nach §45 ASVG
 für Bezugsteile über der
monatlichen Höchst-
beitragsgrundlage
nach §45 ASVG
für Bezugsteile bis zur
monatlichen Höchst-
beitragsgrundlage
nach §45 ASVG 
für Bezugsteile über der
monatlichen Höchst-
beitragsgrundlage
nach §45 ASVG 
 1975  -  - 10,68% 5,90% 
 1974  -  -  10,69%  6,12%
 1973  -  - 10,71%  6,35%
 1972  -  -  10,73%  6,57%
 1971  -  -  10,74%  6,79%
 1970  -  - 10,76%  7,01%
 1969  -  -  10,77%  7,23%
 1968  -  -  10,79%  7,45%
 1967  -  - 10,81%  7,67%
 1966  -  -  10,82%  7,89%
 1965  -  -  10,84%  8,11%
 1964  -  -  10,85%  8,33%
 1963  -  -  10,87% 8,56%
 1962  -  -  10,89%  8,78%
 1961  -  -  10,90% 9,00% 
 1960  - -  10,92%  9,22%
 1959 12,21% 10,72%  10,93%  9,44%
 1958  12,26% 10,79%  -  -
 1957  12,31% 11,22%  -  -
 1956  12,35%  11,47%  -  -
 1955  12,40%  11,73%  - -
  • Die monatliche Höchstbeitragsgrundlage beträgt 2019 5.220 Euro.
  • Die Bemessungsgrundlage besteht aus
    • dem Gehalt- den als ruhegenussfähig erklärten Zulagen (z.B. die Zulage der Schulleiter, Administratoren und Erzieher) sowie aus
    • den dem Beamten gebührenden anspruchsbegründenden Nebengebühren (z. B. Überstundenvergütung, Vergütung für die Führung der Klassenvorstandsgeschäfte, Vergütung für Kustodiate und Nebenleistungen; siehe „Nebengebühren").
  • Für den Kinderzuschuss ist kein Pensionsbeitrag zu entrichten.
  • Zu beachten ist, dass auf dem Bezugszettel der Pensionsbeitrag des Grundbezuges, allfälliger Dienstzulagen und der anspruchsbegründenden Nebengebühren in einer Summe ausgewiesen werden.
  • Von den Sonderzahlungen („13. und 14. Monatsgehalt") ist ebenfalls ein Pensionsbeitrag zu entrichten. Die Höhe des Pensionsbeitrages hängt vom Geburtsjahr ab. Für Personen des Jahrganges 1959 ist sogar das Geburtsdatum entscheidend (siehe oben).
  • Beträgt die Sonderzahlung höchstens die Hälfte der monatlichen Höchstbeitragsgrundlage (2019 2.610 Euro), so gilt für die gesamte Sonderzahlung der für Bezugsteile bis zur monatlichen Höchstbeitragsgrundlage vorgesehene Beitragssatz.
  • Ist die Sonderzahlung höher als die halbe monatliche Höchstbeitragsgrundlage, so gilt für den Teil der Sonderzahlung bis zur Hälfte der monatlichen Höchstbeitragsgrundlage der für Bezugsteile bis zur monatlichen Höchstbeitragsgrundlage vorgesehene Beitragssatz, für den Rest der Sonderzahlung der für Bezugsteile über der monatlichen Höchstbeitragsgrundlage vorgesehene Beitragssatz.

(Zuletzt aktualisiert: Februar 2019)


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